Obenland Original Universal Reiniger Testbericht

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ab 15,10
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Erfahrungsbericht von Golftussi

Mit einem Satz - das war wohl nix!

Pro:

Konnte nicht wirklich was finden

Kontra:

Viel zu teuer, taugt nichts

Empfehlung:

Nein

Liebe Community

bei unserem diesjährigen Besuch auf der Infa (Verbrauchermesse in Hannover) landeten wir an einem Stand, auf dem so genannte Putzsteine angeboten wurden.

Da dieses Mittelchen für fast alles im Haushalt zu gebrauchen sein sollte, blieben wir stehen und hörten der freundlichen Dame aufmerksam zu, wie sie die Vorteile des Produktes in den höchsten Tonen lobte und den Erfolg auch eindrucksvoll demonstrierte.

Ob sich dieser Eindruck bestätigt hat, könnt Ihr nun im folgenden Bericht lesen.


=== DER NAME===
Obenland Universal Reiniger


=== DER HERSTELLER===
Fa. Obenland GmbH
Flurweg 9
74635 Kupferzell-Neukupfer
www.obenland.de


===INHALTSSTOFFE===
Seifenkomponenten, Fettsäuren, Glykol, Poliertonerde, Düftöl (Zitrone), Wasser


===GEEIGNET FÜR===
Chrom, Aluminium, Edelstahl, Kupfer, Zinn, Silber, gold, Messing, Emaille, Schleiflack, Keramik, Porzellan, Glas, Acryl, Kristall, Marmor, Kunststoff, lackiertes Holz. Unentbehrlich im Haushalt, in Hotels und im Handwerk, am Auto und zum Camping. Z.B. im Badezimmer, Toilette, Wanne, Waschbecken, Fliesen, Armaturen, Spülen, Herdplatten, Glas- und Keramikkochfelder, Kunststoffbehälter, Rolläden, Wohnwagen, Boote, Surfbretter, Skier, Tennisschuhe, ...........


===WAS VERSPRICHT DER HERSTELLER===
Das Mittel säubert, poliert und konserviert in einem Arbeitsgang. Es ist sparsam im Gebrauch und vor allem schadstoff- und keimfrei.

Der Reiniger wird seit 1948 in gleich bleibender Qualität hergestellt, ist hautfreundlich, biologisch abbaubar und phosphatfrei. Besonders umweltfreundlich ist er durch den geringen Verbrauch.


=== WO ZU BEKOMMEN===
Im „normalen“ Einzelhandel ist dieser Reiniger nicht erhältlich (habe ich zumindest noch nicht gesehen). Die einzige Möglichkeit das Objekt der Begierde zu erwerben ist das Internet. Ja klar, auf der Infa gibt’s das auch, aber die ist ja nur 10 Tage im Jahr. Könnte mir aber auch vorstellen, dass der Hersteller auf anderen regionalen Messen vertreten ist.


=== DER PREIS====
So, jetzt haltet Euch mal gut fest. Bezahlt haben wir für 700 g inkl. 3 Schwämmchen den stolzen Preis von € 16,--. Ganz schön happig, oder!

Aber irgendwie sind wir immer noch auf der Suche nach einem ultimativen Reinigungsmittel für unsere Gartenstühle und wenn der Putzstein auch noch für andere Sachen im Haushalt zu gebrauchen ist, dann bin ich in Ausnahmefällen auch bereit, diese Unsumme hinzublättern.


=== DIE VERPACKUNG===
Es handelt sich hier um eine Dose mit einem dunkelgrünen Etikett, auf dem die Inhaltsstoffe und die Versprechungen des Herstellers zu finden sind. Der Deckel hat einen rötlichen, fast orangfarbenen Rand und somit macht die farbliche Aufmachung schon mal einen ganz guten Eindruck.


===DER INHALT===
Hat man den Deckel aufgedreht, was übrigens sehr leicht zu bewerkstelligen war, und betrachtet den Inhalt, warum das Ganze auch Putzstein heißt. Man erblickt nämlich einen weißen „Stein“, der irgendwie an Kalk erinnert. Mal kurz mit dem Finger darüber gestrichen und die Oberfläche geprüft. Tatsächlich, der Stein hat eine absolut feste Konsistenz und macht seinem Namen alle Ehre. Nun noch mal die Nase reingehalten und geschnüffelt. Ahhhh, richt ein bisschen nach Zitrone und eigentlich ganz angenehm.


===DER GEBRAUCHSTEST===
Auf der Messe erklärte uns die nette Dame den Gebrauch wie folgt: „Also, erst den Schwamm in kaltem Wasser anfeuchten und schön auswringen, damit er nicht zu nass ist. Dann mit dem Schwamm über das Poliermittel gleiten und durch mehrmaliges Drücken des Schwammes Schaum erzeugen. Aber bitte quetschen Sie nicht den ganzen Schwamm, sondern reiben Sie n u r mit dem Daumen darüber (????). Mit diesem Schaum putzen Sie dann. Hinterher mit klarem Wasser abspülen und zum Schluss mit einem Micofasertuch oder weichen Lappen nachreiben. Fertig.“

So, dass hatten wir verstanden und es sah ja auch wirklich kinderleicht aus. Der versprochene Hochglanz war an der (wahrscheinlich nagelneuen) Nirostaspüle auch deutlich erkennbar. Die angelaufenen Silberlöffel erstrahlten plötzlich in einem neuen Glanz und die angebrannten Töpfe sahen ebenfalls wie gerade eben gekauft aus.

Voller Vorfreude machten wir uns auf den Weg nach Hause, um dort das Wundermittel gleich mal einzusetzen.

Grübel, grübel, was musste als erstes dran glauben? Genau, die Spüle könnte z.B. mal wieder ein neues Outfit vertragen. Also wurde alles so gemacht, wie es uns gezeigt wurde, aber wo blieb nur der versprochene Schaum? Irgendwie sah das Ergebnis recht spärlich aus und für eine kleine Putzaktion erschien mir das doch recht wenig. Also wurde das ganze noch einmal wiederholt. Aber auch hier blieb der Erfolg wieder aus, obwohl ich das Gefühl hatte, gleich eine Blase am Daumen zu haben. Na, dann eben nicht, musste eben der klitzekleine Berg an Schaum ausreichen.

Gefühlvoll glitt ich also mit dem mühsam produzierten Schaum über die Oberfläche und siehe da, es bildete sich ein leicht weißlicher Film, der sich relativ gut mit Wasser abspülen ließ. Nun noch kurz mit dem Tuch abgewischt und das Ergebnis betrachtet. Na ja, geglänzt hat die Spüle schon, aber unter Hochglanz würde ich ehrlich gesagt etwas anderes verstehen. Das was ich sah, hätte man auch mit einem herkömmlichen Reiniger erreichen können.

Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben und außerdem schob ich das mangelnde Resultat erstmal auf den nicht genügenden Schaum. Also wurde ein Silberlöffel hervorgekramt, für den das Häufchen Schaum bestimmt ausreichen würde.

Gesagt, getan, die Schaumproduktion ging also in die 2. Runde. Der Löffel wurde bearbeitet und erhielt ebenfalls einen leichten Glanz. Die angelaufenen Stellen waren weitestgehend tatsächlich verschwunden. Allerdings gab es hier eine unerfreuliche Nebenwirkung. Das Microfasertuch war nämlich plötzlich ganz schwarz und schmierig. Igitt! Trotz Einweichen in warmen Wasser und Spülmittel, hielten sich die Flecken hartnäckig und das Tuch ist für andere Aktionen wohl nicht mehr zu verwenden.

Ein dritter Versuch zum Reinigen von Fugen im Badezimmer (Ihr wisst schon, da wo die Handtücher hängen, werden die immer etwas grau), verlief völlig ergebnislos. Das Grau in den Fugen verteidigte standhaft seine Position und war trotz heftiger Putzattacke nicht wegzubekommen.

Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass ein Angriff auf die Gartenstühle ausgeblieben ist. Bevor ich genügend Schaum für die Reinigung erzeugt hätte, wären mir wahrscheinlich die Daumen abgefallen.

Also hatte sich die Putzwut ganz schön schnell abgekühlt und die Dose wurde ganz enttäuscht in die hintere Ecke des Schrankes gestellt. Wahrscheinlich auf Nimmerwiedersehen.


===FAZIT===
Um das mal ganz salopp auszudrücken – ätschi bätschi, reingefallen!!! Der Reinfall begann schon damit, dass es mir unmöglich war, die gleiche Menge Schaum zu erzeugen, wie auf der Messe vorgeführt. Und ich denke mal, so blöd kann man gar nicht sein, um das nicht 1:1 nachmachen zu können.

Auch die Ergebnisse mit der wenigen Menge Schaum waren äußerst unbefriedigend und wären mit herkömmlichen, billigeren Mitteln ebenfalls erreicht worden.

Wie ich gelesen habe, sind einige von Euch mit diesem Reiniger durchaus zufrieden. Aber mal ehrlich - kann man das bei diesem Preis wirklich sein??? In der Zwischenzeit gibt es diese Steine nämlich auch von anderen Herstellern zu weitaus günstigeren Konditionen.

Mag sein, dass der Reiniger biologisch abbaubar ist, aber eine Umweltfreundlichkeit wegen dem angeblich geringen Verbrauch schließe ich aus. Das Wort gering ist hier absolut fehl am Platze. Wer größere Flächen zu bearbeiten hat, wird mit Sicherheit mehr von dem Zeug benötigen, als bei jedem anderen Putzmittel. Und wenn ich mir nach jedem Putzgang auch noch ein neues Microfasertuch kaufen darf, dann sprengt das ja wohl absolut den Rahmen.

Eine Kaufempfehlung gibt es von mir nicht. Wie gesagt, ein Putzstein von einem anderen Hersteller mag durchaus seine guten Seiten haben, aber der von der Fa. Obenland taugt in meinen Augen zu absolut überhaupt nichts (oder zu sehr wenig).

Meine einzige Empfehlung an Euch, falls Ihr diesen Stand mal auf einer Messe sehene solltet: MACHT BESSER EINEN GROSSEN BOGEN DARUM!!! LOHNT SICH NICHT!!

Vielen Dank für Euer Interesse, Eure Kommentare und Bewertungen.

Eure Golftussi

P.S. Falls ich bei der Handhabung des Mittels evtl. etwas verkehrt gemacht haben sollte, so wäre ich für Eure Hinweise mehr als dankbar, denn die Dose unbeachtet im Schrank versauern zu lassen ist eigentlich auch nicht Sinn der Übung.

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