Oberhausen Testbericht

Oberhausen
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Erfahrungsbericht von Tobinator

DAS Shopping Center des Ruhrgebiets => Centro Oberhausen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der Übersichtlichkeit halber habe ich meinen Bericht über das Centro in Oberhausen wie folgt gegliedert:

1. Einleitung
2. Das Projekt – Von der Zeche zum Einkaufszentrum
3. Das Centro – Eine Übersicht
4. Interne Struktur des Centros – Aufbau,Geschäfte....
5. Weitere wichtige Attraktionen des Centros
6. Die Verkehrsanbindung
7. Bedeutung des Centro für das Ruhrgebiet



1.
Einleitung:

Ich habe mich entschieden hier bei Yopi auch mal über das Centro in Oberhausen zu schreiben, da ich es in letzter zeit des öfteren besucht habe und mich für dieses Einkaufszentrum interessiere. Im Folgenden habe ich mich entschieden den Bericht so zu gliedern:
Zunächst werde ich genauer auf die Entwicklung und das Centroprojekt eingehen; wie es zu dem Bau kam, die Gründe für den Bau und die Situation vor der Errichtung dieses Einkaufszentrums in Oberhausen. Hierbei will ich die Entwicklung in 3 Phasen einteilen. Erstmal gehe ich näher auf die Vergangenheit ein (den Bau, die Planung...), komme dann auf die heutige Situation zu sprechen und werde im Anschluss an diesen Punkt die Entwicklungsprognosen von „morgen“ betrachten.
Anschließend erstelle ich eine Übersicht, welche z.B. die derzeitige Arbeitslage, sowie die einzelnen Investitionen, welche bisher getätigt wurden zeigt. Des weiteren werde ich auf den genauen Aufbau des Centros zu sprechen kommen; die Anordnung der Geschäfte, die Verteilung der Parkplätze bis hin zu den Erholungsmöglichkeiten, welche für die Besucher geboten werden. In Anschluss an diesen Punkt gehe ich auf weitere Attraktionen im Centro ein, wie z.B. die König Pilsener Arena, das Technologiezentrum Umweltschutz und der Gasometer. Weiterhin werde ich noch genauer die Verkehrsanbindung analysieren. Diesbezüglich erläutere ich die Erreichbarkeit über die Autobahnen, sowie auch über das Bahnnetz der Deutschen Bahn AG. Zum Schluss gehe ich auf die Bedeutung des Centro für das Ruhrgebiet ein. Hierbei stelle ich einen Vergleich zu einem anderen (ähnlichen) Einkaufszentrum, wie z.B. den Ruhr Park in Bochum auf und ziehe dann letztendlich im Schlussteil ein Fazit im Gesamtzusammenhang.

2.Das Projekt – Von der Zeche zum Einkaufszentrum

In der Vergangenheit bildete die Montanindustrie das wirtschaftliche und zuverlässige Fundament für Oberhausen. Alles begann 1846. Es entstanden im Westen Deutschlands nach einer Bahnhofsgründung kleinere Ansiedlungen von Zechen und Hüttenwerken, welche mit der Zeit immer größere Ausmaße bekamen. So entstand dann letztendlich die Stadt Oberhausen. Da zu der Zeit das Bodennutzungsinteresse sehr groß war und im Mittelpunkt stand, legte man sehr wenig Wert auf durchdachte Stadtplanung. Dies machte sich im Verkehrs-, Gewerbe- und Siedlungsbereich stark bemerkbar. Es wurde nämlich kein Platz für ein richtiges Stadtzentrum bereitgestellt und somit waren die einzelnen Gewerbeflächen ungleichmäßig in dem Gebiet verteilt. Es entstanden sozusagen viele einzelne kleine Stadtteile, die kein richtiges Verkehrsnetz besaßen und voneinander abgeschnürt waren.
Erst 1929 kam es durch die Zusammenlegung der Städte Oberhausen, Osterfeld und Sterkrande zu einem richtigen Zentrum und einer vernünftigen Städteplanung. Es entstanden hierbei auch die noch bis heute gleich gebliebenen Stadtgrenzen.
Die Kohleindustrie hat sich bis zu diesem Zeitpunkt rasant weiterentwickelt und kam in den fünfziger Jahren auf ihren Höhepunkt.
Das große Zechensterben begann erst 1962. Bis dato waren 47.000 Arbeitsplätze im industriellen Sektor gesichert. Die nächsten Jahre verliefen sehr hart für die Zeche und viele große Firmen zogen sich aus Oberhausen zurück; unter anderen auch Thyssen. Somit war der Niedergang der Montanindustrie endgültig besiegelt, denn die nächsten Jahrzehnte versprachen auch keine Hoffnung. Es mußten also neue Ideen her und man wandte sich der Städteplanung; genauer, dem Dienstleistungssektor zu.
In den neunziger Jahren suchte die Stadt Oberhausen letztendlich nach Investoren um die nun stillgelegten Industrieflächen neu zu verwerten. Schon 1991 erwarb eine englische Investorengruppe ein großes Gebiet des ehemaligen Thyssengeländes und der erste Schritt für das Centro Oberhausen war getan, indem man kaum ein Jahr später mit dem Abriss der alten Werkanlagen begann.
Das 3 Hektar große Gebiet bot sich hervorragend für ein großes Bauprojekt an und es waren neue Zukunftsszenarien für Oberhausen gefragt, bis man schließlich auf die Idee kam ein großes Einkaufszentrum zu errichten. 1993 war dann der offizielle Baubeginn des Centros und kaum 3 Jahre später wurde es eröffnet und Besuchern weltweit durch
intelligente Verkehrsanbindung zugänglich gemacht. Es wurde so ein neues wirtschaftliches Fundament für Oberhausen geschaffen und ein zukunftsorientierter Beitrag für den Standort Ruhrgebiet geleistet.
Durch die Eröffnung des Centros wurden außerdem sehr viele neue Arbeitsplätze geschaffen, was sich auf die vier Wirtschaftssektoren Oberhausens auswirkte. Und zwar waren die meisten Beschäftigte (58%) 1996 im Dienstleistungsbereich zu finden, während in den anderen Sektoren (Rohstofferzeugung, Handwerk...) die Zahl der Beschäftigten abnahm. Somit erfolgte der Strukturwandel in Oberhausen, auf den das Centro großen Einfluss hatte auch in der Gesellschaft und veränderte die bisherigen Wirtschaftssektoren stark.
Heutzutage ist dieser Strukturwandel erfolgreich in Gang gesetzt worden. Es entstanden insgesamt seit der Eröffnung 1996 10.000 neue Arbeitsplätze, welche anfangs unter anderem durch öffentliche Finanzmittel finanziert worden sind. Das Centro ist bereits zum größten Freizeit- und Einkaufszentrums Europas ernannt worden und ist zusammen mit dem Gasometer ein einmaliger Ausstellungsort von weltweiter Bedeutung. Vor kurzem hat sogar das Fraunhofer Institut am Centro Interesse gefunden und investierte in neue Arbeitsplätze (Zukunftsbranchen).
Ein Blick in die Zukunft zeigt uns jedoch, dass die heutige Situation in Oberhausen nur ein Anfang eines großen Strukturwandels ist, welcher noch lange nicht vollzogen ist. Im Interesse Oberhausens gilt deswegen die höchste Priorität diesen Wandel weiterhin zu intensivieren und sich komplett von der Montanindustrie abzuwenden. Man legt hierbei sehr viel Wert, Oberhausen zu einem Dienstleistungs- und Touristikort zu verwandeln. Mit Hilfe des von der Stadt Oberhausen unterzeichneten „Masterplankonzepts“ im Jahre 2000 wird der Strukturwandel weiter vorwärts getrieben. Hierbei steht die Stadtentwicklung; besonders das Centro (die neue Mitte Oberhausens) im Vordergrund. Der geplante Zukunftspark namens „O.Vision“ soll nahtlos an das bereits vorhandene Centro anknüpfen und mit einem Grundstück von mehreren Hektar viele Ausstellungsflächen und touristische Attraktionen in Bezug auf das Hightech Gewerbe bieten. Somit kommt man außerdem dem Ziel, bis zum Jahre 2010 weitere 10.000 Arbeitsplätze zu schaffen ein Stück näher. Oberhausen entwickelt sich in Zukunft durch den Ausbau der „neuen Mitte“ zu einem zukunftsorientiertem internationalen Standort.

3.Das Centro – Eine Übersicht

Im Folgenden werde ich genauer auf die Daten und Fakten des Centro Oberhausens eingehen und diese auswerten.
Insgesamt beträgt die Fläche des kompletten Geländes ca. 83 Hektar. Davon sind ca. 70.000 m² Einkaufsfläche, in der sich der eigentliche Kern des Centros (die Fußgängerpassage) befindet. Die Geschosshöhe, in dem eigentlichem Einkaufszentrum ist 6 m hoch. Hierbei dekoriert eine Hauptkuppel von ca. 32 m Höhe das oberste Geschoss der Einkaufsstrasse.
Über 200 Geschäfte befinden sich derzeit im Centro, welche man mit 7 Personenaufzügen sowie 27 Treppenhäusern auf den insgesamt zwei Stockwerken erreichen kann. Reiht man nun von allen derzeit befindlichen Geschäften die Ladenfronten aneinander, so würde man eine Gesamtlänge von ca. 3 km erreichen, was eine eindrucksvolle Größe zeigt.
Die größten Kaufhäuser haben eine Fläche von ca. 14.000 m²; hierzu zählt die Galeria Kaufhof. Weitere sogenannte „Magnetkaufhäuser“ sind die Sportarena (4.750 m²), SinnLeffers (8.800 m²) und C&A (4.500 m²).
Weiterhin gibt es kleinere Attraktion, wie z.B. die Getränke Oase. Sie besitzt einen Durchmesser von ca. 60 m, in der 22 Gastronomieeinheiten auf die Besucher warten. Die „Bunte Gasse“ hingegen bietet 24 Kioske. Im äußeren Bereich des Centros befindet sich zudem noch die Promenade, welche 360m lang ist und eine Grundfläche von 18.000 m² Länge beinhaltet. Hier findet man über 25 Gastronomieeinheiten, sowie ein Kino. Der Freizeitpark (Centropark) ist ungefähr 8 Hektar groß und bietet zahlreiche Rasen- sowie Wasserflächen. Die Bepflanzung spielt im Centro auch eine große Rolle. Hierbei dominiert die Anzahl der Bodendecker mit 318.000 stück gewaltig. Die zweitbeliebteste Bepflanzung sind Rosen (51.500).
Des weiteren bietet das Centro noch die König Pilsener Arena, welche mit 11.500 Sitzplätzen eine ziemlich große Mehrzweckhalle für Konzerte und Veranstaltungen darstellt. Insgesamt beträgt hier die bebaute Fläche 70.000 m².
Die derzeitige Arbeitssituation im Centro ist sehr gut. Anfangs, während der Bauphase waren insgesamt ca. 3000 Arbeitsplätze vergeben, welche sich bei der Eröffnung auf
5600 erhöht haben. Derzeit sind ungefähr 9000 Menschen im Centro tätig, welche in den Folgejahren um weitere 4000 gesteigert werden sollen.
In das Centroprojekt wurden außerdem über 2 Mrd. DM investiert. Hiervon nahm am meisten das eigentliche Einkaufszentrum (900 Mio. DM) in Anspruch, gefolgt von der König Pilsener Arena (100 Mio. DM).Für den öffentlichen Personennahverkehr wurden zudem noch 320 Mio. DM investiert; diese wurden unter anderem für eine weitere Trasse, welche direkt ins Centro führt benötigt.
Diese Größen, in Bezug auf das Volumen, die Arbeitsplätze, sowie Investitionen zeigen erst, wie groß und wichtig dieses Projekt für Oberhausen ist. Durch das Kreisdiagramm kann man auch zudem sehr gut erkennen, dass der eigentliche Kern des Centro Oberhausens die Einkaufspassage ist, in welche am meisten investiert wurde.

4.Interne Struktur des Centros – Aufbau,Geschäfte....

Das eigentliche Zentrum der „Neuen Mitte“ in Oberhausen ist die überdachte Einkaufspassage, auf die ich nun genauer eingehen will.
Insgesamt besteht die Passage aus dem Erd- und dem Obergeschoss, welche mit zahlreichen Treppen und Personenaufzügen verbunden sind. Es gibt in jedem Geschoss 2 Hauptstrassen; die eine verläuft waagerecht von Ost nach West, während die andere in Nord-Süd Richtung ausgerichtet ist. Im Zentrum schneiden sich die beiden Strassen.
Die vier großen Magnetkaufhäuser befinden sich jeweils in den vier verschiedenen Himmelsrichtungen, am Ende der 2 Hauptstrassen und sind die einzigsten stockwerkübergreifenden Läden im Centro. Alle anderen, kleinere Geschäfte, welche während eines Jahres auch z.B. bei Bankrott ihr Ladenlokal abgeben befinden sich an beiden Seiten entlang der 2 Einkaufsstrassen und sind jeweils nur auf ein Stockwerk beschränkt. Hierbei ist keine feste Ordnung erkennbar. Auf beiden Etagen resultiert daraus eine bunte Mischung von Geschäften verschiedenster Art. Weiterhin befindet sich im Osten des Erdgeschosses eine kreisförmige Ansammlung von Restaurants, welche unter dem Namen „Coca-Cola Oase“ vertrieben wird. Der ServicePoint ist zentral an der Kreuzung der 2 Hauptstrassen angelegt und somit für jedermann gut erreichbar. Des weiteren gibt es im westlichen Bereich des Erdgeschosses einen Schlemmermarkt in dem man kleinere Cafés, sowie Restaurants vorfindet.
Das Obergeschoss bietet von der Architektur genau die selben Gegebenheiten wie das Erdgeschoss, mit der Tatsache, dass die Coca-Cola Oase durch das Centro Management „ersetzt“ wurde. Zudem befindet sich im westlichen Bereich ein sogenanntes „Kinderland“ in dem man bei größeren Einkäufen seine Kinder dort zum Spielen abgeben und bei Verlassen des Gebäudes wieder abholen kann. Über das gesamte Einkaufsgelände sind zudem in regelmäßigen Abständen Toiletten, sowie Geldautomaten verteilt.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der neuen Mitte ist die Promenade, welche sich weiter in nördlicher Richtung des bisher beschriebenen Einkaufszentrums befindet. Diese dient eher zur Erholung und ist parallel in ost-west Richtung zur vorhin
erwähnten Hauptstrasse ausgerichtet. An der Promenade, welche durch eine Art Fluß dekoriert ist befinden sich verschiedene Bars und Kneipen, welche unabhängig von den Öffnungszeiten des eigentlichen Einkaufszentrums arbeiten. Die Promenade ist zu Fuß über die einzelnen Eingänge des Centros gut erreichbar.
In unmittelbarer Umgebung befindet sich zudem noch nordöstlich der Einkaufspassage ein Kino. Zur Verkehrsanbindung verfügt das Centro außerdem zahlreiche Parkhäuser, welche um das Einkaufszentrum herum angeordnet und somit schnell erreichbar sind. Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr befindet sich im westlichen Bereich.

5.Weitere wichtige Attraktionen des Centros

Zu den weiteren Attraktionen des Centros in Oberhausen zählen unter anderem die König Pilsener Arena, das Technologiezentrum Umweltschutz und das Gasometer.

König-Pilsener-Arena:
Die König-Pilsener-Arena (ehemals Arena Oberhausen) ist eine der bedeutesten Mehrzweckhallen in Deutschland und bietet Platz für rund 12.600 Besucher. Seit 1996 ist diese Halle nun im Betrieb und jährlich besuchen ungefähr 800.000 Menschen die dort stattfindenden Konzerte und Veranstaltungen. Die Halle ist sehr modern, was die Technik, Sitzplätze sowie Akustik angeht und bietet rund 10.000 feste Sitzplätze für die Besucher an. Durch den zentralen Standort in der Neuen Mitte Oberhausens ist sie eine der erfolgreichsten Hallen Europas.

Technologiezentrum Umweltschutz:
Das Technologiezentrum, welches direkt an der A 42/ A 3 / A 2 in unmittelbarer Nähe des Centros liegt, weist ebenso wie das Centro eine interessante Entstehungsgeschichte auf und ist noch heute von sehr großer Bedeutung für den Standort Oberhausen hinsichtlich seines Strukturwandels.
Der Bau des Technologiezentrums Umweltschutz (TZU) wurde in 3 Phasen eingeteilt, wobei die erste Phase im Jahre 1991 initiiert und somit im Jahre 1993 fertiggestellt wurde; genau ein Jahr vor der Grundsteinlegung des Centros.
Bei der ersten Phase wurde das denkmalgeschützte Werksgasthaus saniert und umstrukturiert. Es wurde so eine ca. 2800 m² große Nutzfläche für Büros geschaffen. Weiterhin wurde eine Fläche von ca. 1200 m² für Tagungen, Kongresse und Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Das ehemalige Werksgasthaus wurde zudem in TZU I umbenannt. Weiterhin kam in derselben Phase noch ein Neubau hinzu, welcher TZU II genannt wurde und sich vom TZU I in seiner moderneren Bauweise unterscheidet. Zudem bietet das TZU II eine Tiefgarage, sowie eine vermietbare Bürofläche von ca. 3800 m².
Als Ergänzung zu den bisherigen Bauprojekten entstand nahezu zeitgleich in einer Entfernung von ca. 500 m östlich ein weiteres technologisches Zentrum mit dem Namen TZU III, welches den Schwerpunkt in den Bereichen Energie- und Sicherheitstechnik (auf die Umwelt bezogen) setzte und von dem Fraunhofer Institut finanziert und geleitet wird.
Zeitgleich mit dem Bau des Centros ging eine weitere Phase des Technologiezentrums an den Start. Das TZU IV grenzt somit an das bisherige TZU III an und hat eine Grundstücksfläche von ungefähr 11.000 m² auf der ca. 7500 m² Nutzfläche in Form von Büros vorzufinden sind. Zusammen mit dem TZU IV zogen nun immer mehr moderne Hightech Unternehmen nach Oberhausen, da diese Gewerbeflächen im Ruhrgebiet einen wirtschaftlichen guten Standort boten.
Laut aktuellen Prognosen ist es sehr wahrscheinlich, dass ein weiteres Technologiezentrum entstehen könnte, da die bisherige Vermarktung des Gewerbegebietes ein großer Erfolg war und für die Ansiedlung weiterer Unternehmen genügend Grundstücksfläche vorhanden wäre.
Somit ist das Technologiezentrum Umweltschutz zu dem gewerblichen „Arm“ der „Neuen Mitte“ in Oberhausen geworden. Grund hierfür ist unter anderem die gute Verkehrsanbindung, welche durch den Hauptbahnhof Oberhausen und der guten Anbindung der Autobahnen gewährleistet ist. Weiterhin wurde zusammen mit dem Einkaufszentrum, welches den Bereich der Touristik und Unterhaltung abdeckt auch ein Strukturwandel im Dienstleistungsgewerbe vollzogen.

Der Gasometer:
Der Gasometer in Oberhausen gilt heute als eine Art Denkmal an die damalige Montanindustrie und wurde zum Museum und Ausstellungsort umfunktioniert. In der Vergangenheit, mit der Fertigstellung im Jahre 1929 galt der Gasometer in Oberhausen als der größte und modernste Europas. Nach der Stilllegung 1988 wurde der Umbau zum Museum mit einem Kostenfaktor von ca. 15,9 Mio. DM vorgenommen. Somit ist eine Ausstellungsfläche von ca. 7000 m² entstanden auf der zum einen eine feste Ausstellung rund um den Gasometer zu finden und sowie jährlich wechselnde Inszenierungen. Das Gasometer ist hierbei, aufgrund seiner guten Lage, im Centro Oberhausen, zu einer Ausstellungshalle umfunktioniert worden.

6.Die Verkehrsanbindung

Die Verkehrsanbindung des Centros in Oberhausen ist hinsichtlich des öffentlichen Personennahverkehrs, sowie der Autobahnanbindung gut strukturiert.
Eine eigene Haltestelle, namens „Neue Mitte“ regelt den öffentlichen Personennahverkehr zwischen dem Hauptbahnhof und dem Centro. Die Haltestelle am Centro ist aus dem Einkaufszentrum zu Fuß gut und schnell zu erreichen. Wer mag, kann allerdings auch einen Shuttlebus nehmen, welcher einen direkt zu dieser Haltestelle bringt. Hier verkehren die Busse und Bahnen zu den Stosszeiten in einer Taktfrequenz von 90 Sekunden. Die Fahrtzeit beträgt zum Oberhausen Hauptbahnhof zudem nur 15 Minuten. Innerhalb der Woche, sowie sonntags erhöht sich die Taktfrequenz von 90 auf 120 Sekunden.
Die Trasse, welche die Verbindung zwischen der „Neuen Mitte“ und dem Hauptbahnhof gewährleistet wurde eigens für das „Centroprojekt“ gebaut und entwickelt. Sie bietet am Hauptbahnhof Oberhausen den direktesten und schnellsten Weg ins Centro.
Über die Autobahn hat das Centro einen direkten Anschluss an der A2, A3, A42, A40 und A 516, sowie 12 weitere Autobahnanschlüsse im Umkreis von 2,5 km. Die Ausfahrt, welche für das Centro zur Verfügung gestellt wurde, heißt „Neue Mitte“. Diese führt zunächst zu einem mehrspurigen Parkleitsystem, welches einen Stau verhindern und besseren Überblick für den Autofahrer schaffen soll. Das Parkleitsystem besteht aus mehreren Kreuzungen, sowie Abzweigungen, welche gut beschildert sind. Je nach gewünschtem Zielort, wird man auf das nächstliegende Parkhaus gelenkt, so dass der Fußweg zu dem gewünschtem Ziel recht kurz ausfällt. Die 9 verfügbaren Parkhäuser bieten insgesamt 10.500 kostenlose Parkplätze auf jeweils 3 Etagen.
Für die internationalen Gäste wurde auch gesorgt. Der Flughafen in Düsseldorf ist über die Autobahnen, sowie auch mit dem Zug von dem Hauptbahnhof in Oberhausen gut und innerhalb von 30 Minuten erreichbar.
Meine persönlichen Erfahrungen mit der Verkehrsanbindung des Centros sind auch recht positiv. Jedoch ist die Autobahnanbindung noch immer nicht ganz ausgereift, da sich schon vor allen in Hauptverkehrszeiten in der Ausfahrt „Neue Mitte“ ein Stau bildet. Dies hat zufolge, dass man mit dem Auto von der Ausfahrt bis letztendlich in das Parkhaus sehr viel Zeit benötigt. Außerdem ist das Parkleitsystem meiner Ansicht nach auch noch nicht ganz ausgereift. Für Leute die das erste mal mit dem Auto ins Centro fahren ist alles sehr unübersichtlich und recht spät beschildert. Somit kann man sich leicht verfahren. Wenn man jedoch bedenkt, dass das Centro von der Fläche allein schon recht groß ist und viel bietet, muss man eine gewisse Unübersichtlichkeit in Kauf nehmen.

7.Bedeutung des Centro für das Ruhrgebiet

Das Centro Oberhausen ist wahrlich „die neue Mitte“ im Ruhrgebiet und eines der größten überdachten Einkaufszentren Europas. Durch seine Zentrale Lage innerhalb des Ruhrgebietes können insgesamt 5 Millionen Menschen das Centro in einer Fahrtzeit von ca. 30 Minuten erreichen.
Durch das Technologiezentrum Umweltschutz ist zudem noch eine große gewerbliche Fläche von großer Bedeutung entstanden. Namhafte Unternehmen, wie z.B. das Fraunhofer Institut haben hier ihren Sitz. Der Kontrast zur Vergangenheit Oberhausens zeichnete sich in der „Neuen Mitte“ am stärksten im Vergleich zum restlichen Ruhrgebiet ab. Es wurde sehr viel Fläche, welche die Montanindustrie nutzte planiert und für das Dienstleistungsgewerbe, sowie von den Hightech Unternehmen genutzt. Oberhausen leistet hierbei einen großen wirtschaftlichen Beitrag zum Standort Ruhrgebiet.
Einen direkten Vergleich kann man mit dem Ruhrpark, welcher sich in Bochum befindet ziehen um somit die Bedeutung des Centros hervorzuheben

Der Ruhrpark, welcher sehr zentral mit einer großen Fläche von 113.000 m² in Bochum liegt, bietet ungefähr 100 verschiedene Geschäfte an und ist somit ein weiteres bedeutendes Einkaufszentrum im Ruhrgebiet. Die 6.500 kostenlosen Parkplätze sind nicht, wie im Centro in Form von Parkhäusern angelegt, sondern liegen als freie Parkflächen vor, welche das eigentliche Einkaufszentrum umschließen.
Wie auch im Centro gibt es im Ruhrpark verschiedene Magnetkaufhäuser, welche allerdings im Ruhr Park weiter verteilt sind. Das Einkaufszentrum, des Centros ist nämlich von der eigentlichen Grundstücksfläche etwas kleiner als der Ruhrpark. Durch die 2 Stockwerke, welche man im Centro vorfindet macht sich dies allerdings nicht bemerkbar. Im Ruhrpark gibt es zudem keine flächendeckende Überdachung, sondern lediglich eine Anordnung von Vordächern, kleineren Passagen, während im Centro alles auf Indoor ausgelegt ist.
In wirtschaftlicher Hinsicht bietet das Centro ebenfalls mehr, als der Ruhrpark, welcher nur eine Funktion als Einkaufszentrum sowie Unterhaltung (Kino) erfüllt. Das Centro bietet nämlich durch seine gewerblichen Flächen, auf denen zahlreiche Technologiefirmen ihren Hauptsitz haben mehr.
Dies ist auf den Strukturwandel zurückzuführen. Der Ruhrpark, welcher schon im Jahre 1964 eröffnet wurde, fungierte nur als Shopping Center. Zu dieser Zeit dominierte der Bergbau und die Montanindustrie überwiegend im Ruhrgebiet. Beim Centro hingegen hatte man sich ganz andere Ziele, welche auf den Strukturwandel zurückzuführen sind vorgenommen. Dies ist der größte Unterschied hinsichtlich der beiden Einkaufszentren.
Somit hat das Centro Oberhausen eine größere Bedeutung, aufgrund des Strukturwandels, der viele Hightech Unternehmen nach Oberhausen zog. Deshalb ist die „Neue Mitte“ mehr als nur ein einfaches Einkaufszentrum.

Hinweis: Dieser Bericht entspricht tatsächlich meinen eigenen Erfahrungen sowie Recherchen, welche ich im Internet und Centro angestellt habe. Hierbei wollte ich das Cento mal von einer ganz anderen Seite den Yopiusern zeigen und meine Erfahrungen teilen. Aufgrund der Ausführlichkeit und der Länge des Berichtes könnte es hier bei einigen Lesern zu Missverständnissen kommen, welche meine alleinige Erstellung dieses Berichtes in Frage stellen. Aber ich kann euch versichern, dass dies alles von mir selbst erarbeitet wurde und es sich um keine Kopie handelt! Auf Kommentare freue ich mich dennoch jederzeit!
(* zu dem kommentar von matthias: ich habe diesen beitrag auch in meinem namen bei ciao gepostet, was ja legitim ist*)

8 Bewertungen, 2 Kommentare

  • LillyMarlene

    19.07.2002, 01:16 Uhr von LillyMarlene
    Bewertung: sehr hilfreich

    Es ist schon wahnsinn, was in so kurzer Zeit aus dem ehemaligen Thyssengelände entstanden ist. Wenn ich überlege, das mein Opa da früher mal gearbeitet hat :-) Das Centro ist schon das schönste was Oberhausen zu bieten, natürlich n

  • Mathias.Belka

    10.04.2002, 20:59 Uhr von Mathias.Belka
    Bewertung: sehr hilfreich

    den Ciaousern??? (bei Hinweis)