Oberstufe, Leistungskurse Testbericht
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Erfahrungsbericht von dieanke
Wer die Wahl hat...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
So, nun muss ich leider mal vom Reisen zurückkehren… Im April stehen die Abiprüfungen an, und da wäre es doch schlecht, wenn ich mich in den ganzen Metropolen rumtreibe, anstatt zu lernen.
Abiprüfungen, das ist das Ende der Oberstufe. In meinen nächsten Berichten möchte ich mal ein wenig auf meine Schulzeit zurückblicken. Klar, an die Zeit in der Grundschule kann ich mich jetzt kaum noch erinnern. Deshalb möchte ich auch heute mit einem Thema anfangen, das ziemlich am Anfang der Oberstufe steht: mit der LK-Wahl.
Der Modus hat sich zwar bei uns in Hessen ein wenig verändert, seit ich in der 11 war, aber trotzdem stellt sich jedem Schüler am Ende der 11. Klasse die gleiche Frage: Welche Leistungskurse nehme ich jetzt…? Bei manchem heißt das „Wer die Wahl hat, hat die Qual?“, bei anderen heißt das Qual ohne Wahl.
Leistungskurs – was ist das???
Nach der Jahrgangsstufe 11 muss man sich für zwei Fächer, die in dieser Jahrgangsstufe unterrichtet worden sind, entscheiden. Diese sind dann für 12 und 13 Hauptfächer. Sie werden im Gegensatz zu den Grundkursen („Nebenfächer“; 3stündig) 5stündig unterrichtet. Außerdem werden sie im Abitur auf jeden Fall schriftlich überprüft und die Noten aus 12 und 13 gehen jeweils doppelt in die Abiturnote ein.
Die Goldenen Regeln der Leistungskurs-Wahl
1. Wähle nie ein Fach, das dir keinen Spaß macht, man muss sich nämlich auch manchmal durch ellenlange Texte quälen und das ist ohne Motivation verdammt schwer!!!
2. Rede am besten vor der Wahl mit deinem Fachlehrer. Der weiß am besten, ob dir ein Fach liegt oder nicht.
3. Wähle nie nach den Zeugnispunkten. Wer bei einem Lehrer in einem Fach 10 Punkte hat, kann bei einem anderen auch 5 Punkte haben
4. Wähle nicht einfach, was die beste Freundin auch wählt. Das kann auch schief gehen und man hängt lustlos bei 3 Punkten.
5. Wenn du schon in der 11. eine genaue Berufsvorstellung hast, versuche sie in die Wahl einzubeziehen (ein Biologiestudent mit Geschichte und Deutsch als LKs hat’s auf der Uni schwerer als einer mit Chemie und Biologie)
Wenn man diese Regeln befolgt, ist das noch lange keine Garantie für ein erfolgreiches Abi. Man kann sich immer noch „verwählen“, da ja auch häufig vieles von den Lehrern abhängt, aber es macht in der Qualifikationsphase vieles einfacher!!!
Übrigens, es ist zwar offiziell schwer rauszufinden, aber es ist gut zu wissen, welcher Lehrer den Kurs übernimmt, bevor man wählt. Große Problemen mit den Lehrern lassen sich nämlich so häufig vermeiden. Aber meistens weigert sich die Schulleitung, solche Infos preiszugeben…
Meine Wahl
Also ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich nicht alle dieser Regeln vollständig angewendet habe, als ich Geschichte und Biologie gewählt habe, aber ich bin trotzdem einigermaßen zufrieden…
a) Warum Biologie?
Biologie hab ich gewählt, weil mir dieses Fach schon immer gelegen hat. Mich hat es irgendwie schon immer fasziniert, wie der Mensch funktioniert, wie Pflanzen wachsen. Mir war auch schon immer (zumindest seit Ende der Grundschule) klar, dass ich mal irgendwas Naturwissenschaftliches machen wollte. Biologie war und ist für mich außerdem schon immer ein Garant für viele Punkte gewesen, ohne dass ich viel tun musste…
b) Warum Geschichte?
Das ist eigentlich genau der Fall, in dem ich mich nicht an die Regeln gehalten habe. In diesem Fach muss man es einfach ertragen, mit vielen Texten überschüttet zu werden und darüber war ich mir vorher nicht so im Klaren.
Die Schülerschaft teilt Fächer im Allgemeinen in zwei Gebiete ein „Wissensfach“ und „Laberfach“. Mit der Wahl von Geschichte als „Laberfach“ wollte ich einen Gegensatz zum „Wissensfach“ Biologie setzen. Aber dass Geschichte ein „Laberfach“ ist, war leider ein Trugschluss. Von den Punkten her hab ich zwar keine Probleme, aber sagen wir es einmal so, ich hätte es leichter haben können.
Die Fächer und die Arbeitsintensivität
Man kann zwar nicht generell von Anfang an sagen, dieses Fach ist arbeitsintensiv und dieses Fach nicht, auch hier hängt wieder vieles vom Lehrer am, aber generell kann man schon vieles aussagen:
Mathematik einfache Sache, wenn man’s kann
schwere Sache, wenn man’s nicht kann
Physik siehe Mathematik, treten auch häufig in
Kombination auf, weil viele die Mathe können
auch gute Physiker sind
Chemie siehe Mathe, häufig in Kombination mit Bio
Biologie eigentlich auch eine einfache Sache, wenn man
sich dafür interessiert, man kann es sich aber auch
schwer machen…
Geschichte extrem Arbeitsintensiv, setzt viel Lesearbeit voraus
Gemeinschaftskunde weniger intensiv als Geschichte, gute Alternative
Musik siehe Mathe
Deutsch viele Bücher, aber auch viel Denkarbeit
Englisch/Französisch siehe Deutsch
Latein siehe Mathe, aber auch viel drum herum, z.B. Theorien von Philosophen etc.
Fazit
Eine gute Wahl bei den Leistungskursen legt einen guten Grundstein für das spätere Abitur. Allerdings entscheidet man auch relativ früh, wie arbeitsintensiv die Abiturvorbereitung wird. Man sollte eine gute Ausgewogenheit finden. Wichtig ist hier vor allem, dass man den Spaß an den Fächern nicht verlieren sollte, weil die Leistungskurse zumindest meistens die arbeitsintensivsten Kurse sind. Wenn man da den Spaß und die Lust verliert, wird es verdammt schwer.
Übrigens bieten die Schulen meistens vor der Wahl Infoveranstaltungen an! Die sind verdammt wichtig, also hingehen und sich informierenlassen, anstatt blaumachen!!!
Abiprüfungen, das ist das Ende der Oberstufe. In meinen nächsten Berichten möchte ich mal ein wenig auf meine Schulzeit zurückblicken. Klar, an die Zeit in der Grundschule kann ich mich jetzt kaum noch erinnern. Deshalb möchte ich auch heute mit einem Thema anfangen, das ziemlich am Anfang der Oberstufe steht: mit der LK-Wahl.
Der Modus hat sich zwar bei uns in Hessen ein wenig verändert, seit ich in der 11 war, aber trotzdem stellt sich jedem Schüler am Ende der 11. Klasse die gleiche Frage: Welche Leistungskurse nehme ich jetzt…? Bei manchem heißt das „Wer die Wahl hat, hat die Qual?“, bei anderen heißt das Qual ohne Wahl.
Leistungskurs – was ist das???
Nach der Jahrgangsstufe 11 muss man sich für zwei Fächer, die in dieser Jahrgangsstufe unterrichtet worden sind, entscheiden. Diese sind dann für 12 und 13 Hauptfächer. Sie werden im Gegensatz zu den Grundkursen („Nebenfächer“; 3stündig) 5stündig unterrichtet. Außerdem werden sie im Abitur auf jeden Fall schriftlich überprüft und die Noten aus 12 und 13 gehen jeweils doppelt in die Abiturnote ein.
Die Goldenen Regeln der Leistungskurs-Wahl
1. Wähle nie ein Fach, das dir keinen Spaß macht, man muss sich nämlich auch manchmal durch ellenlange Texte quälen und das ist ohne Motivation verdammt schwer!!!
2. Rede am besten vor der Wahl mit deinem Fachlehrer. Der weiß am besten, ob dir ein Fach liegt oder nicht.
3. Wähle nie nach den Zeugnispunkten. Wer bei einem Lehrer in einem Fach 10 Punkte hat, kann bei einem anderen auch 5 Punkte haben
4. Wähle nicht einfach, was die beste Freundin auch wählt. Das kann auch schief gehen und man hängt lustlos bei 3 Punkten.
5. Wenn du schon in der 11. eine genaue Berufsvorstellung hast, versuche sie in die Wahl einzubeziehen (ein Biologiestudent mit Geschichte und Deutsch als LKs hat’s auf der Uni schwerer als einer mit Chemie und Biologie)
Wenn man diese Regeln befolgt, ist das noch lange keine Garantie für ein erfolgreiches Abi. Man kann sich immer noch „verwählen“, da ja auch häufig vieles von den Lehrern abhängt, aber es macht in der Qualifikationsphase vieles einfacher!!!
Übrigens, es ist zwar offiziell schwer rauszufinden, aber es ist gut zu wissen, welcher Lehrer den Kurs übernimmt, bevor man wählt. Große Problemen mit den Lehrern lassen sich nämlich so häufig vermeiden. Aber meistens weigert sich die Schulleitung, solche Infos preiszugeben…
Meine Wahl
Also ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich nicht alle dieser Regeln vollständig angewendet habe, als ich Geschichte und Biologie gewählt habe, aber ich bin trotzdem einigermaßen zufrieden…
a) Warum Biologie?
Biologie hab ich gewählt, weil mir dieses Fach schon immer gelegen hat. Mich hat es irgendwie schon immer fasziniert, wie der Mensch funktioniert, wie Pflanzen wachsen. Mir war auch schon immer (zumindest seit Ende der Grundschule) klar, dass ich mal irgendwas Naturwissenschaftliches machen wollte. Biologie war und ist für mich außerdem schon immer ein Garant für viele Punkte gewesen, ohne dass ich viel tun musste…
b) Warum Geschichte?
Das ist eigentlich genau der Fall, in dem ich mich nicht an die Regeln gehalten habe. In diesem Fach muss man es einfach ertragen, mit vielen Texten überschüttet zu werden und darüber war ich mir vorher nicht so im Klaren.
Die Schülerschaft teilt Fächer im Allgemeinen in zwei Gebiete ein „Wissensfach“ und „Laberfach“. Mit der Wahl von Geschichte als „Laberfach“ wollte ich einen Gegensatz zum „Wissensfach“ Biologie setzen. Aber dass Geschichte ein „Laberfach“ ist, war leider ein Trugschluss. Von den Punkten her hab ich zwar keine Probleme, aber sagen wir es einmal so, ich hätte es leichter haben können.
Die Fächer und die Arbeitsintensivität
Man kann zwar nicht generell von Anfang an sagen, dieses Fach ist arbeitsintensiv und dieses Fach nicht, auch hier hängt wieder vieles vom Lehrer am, aber generell kann man schon vieles aussagen:
Mathematik einfache Sache, wenn man’s kann
schwere Sache, wenn man’s nicht kann
Physik siehe Mathematik, treten auch häufig in
Kombination auf, weil viele die Mathe können
auch gute Physiker sind
Chemie siehe Mathe, häufig in Kombination mit Bio
Biologie eigentlich auch eine einfache Sache, wenn man
sich dafür interessiert, man kann es sich aber auch
schwer machen…
Geschichte extrem Arbeitsintensiv, setzt viel Lesearbeit voraus
Gemeinschaftskunde weniger intensiv als Geschichte, gute Alternative
Musik siehe Mathe
Deutsch viele Bücher, aber auch viel Denkarbeit
Englisch/Französisch siehe Deutsch
Latein siehe Mathe, aber auch viel drum herum, z.B. Theorien von Philosophen etc.
Fazit
Eine gute Wahl bei den Leistungskursen legt einen guten Grundstein für das spätere Abitur. Allerdings entscheidet man auch relativ früh, wie arbeitsintensiv die Abiturvorbereitung wird. Man sollte eine gute Ausgewogenheit finden. Wichtig ist hier vor allem, dass man den Spaß an den Fächern nicht verlieren sollte, weil die Leistungskurse zumindest meistens die arbeitsintensivsten Kurse sind. Wenn man da den Spaß und die Lust verliert, wird es verdammt schwer.
Übrigens bieten die Schulen meistens vor der Wahl Infoveranstaltungen an! Die sind verdammt wichtig, also hingehen und sich informierenlassen, anstatt blaumachen!!!
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