Obstsalat Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Tiffipania
\"Und wer schnippelt die Kameleier?\"
Pro:
vitamin- und ballaststoffreich = gesund, lecker
Kontra:
macht etwas Arbeit
Empfehlung:
Ja
Überall grasiert wieder einmal die Erkältungswelle und wieder einmal hat es auch meinen Freund erwischt. Prima, denk ich und hoffe, mich nicht anzustecken und pünktlich zum Weihnachtsfest flach zu liegen.
Nicht nur zur Erkältungszeit, weiß jeder \"normale\" Mensch, sind Vitamine wichtig. Und wo die sich versteckt halten, ist auch allgemein bekannt - im Obst (zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil, logisch, auch andere Lebensmittel enthalten Vitamine).
Allerdings gibt es zwei Bevölkerungsgruppen, die dies trotz besseren Wissens ignorieren: Kinder und Männer. Ich korrigiere mich... im Grunde ist es nur eine: Kinder, das Kind im Mann eingeschlossen! ;-)
Man kann noch so eine gute Hausfrau sein (\"wollen\"), frisches Obst zur Genüge vorrätig halten, dekorativ in einer Obstschale anrichten... es wird verschmäht! Und das nicht etwa, um die nette Ansicht zu erhalten oder den alten holländischen Meistern nacheifern zu können und das gesunde Arrangement aus prallen Orangen, elegant geschwungenen Bananen, rotbäckigen Äpfeln und haarigen Kiwis als Stillleben mit Ölfarben auf einer Leinwand zu verewigen, neiiiiin, wie ich immer und immer wieder feststellen muss, es ist schlicht und ergreifend Faulheit, die das leckere Obst bis zum Verderb unangetastet vor sich hin reifen lässt.
Als liebende und fürsorgliche Frau mit Intellekt *prust* nur das Beste für seine Liebsten wollend, ein Zustand, der nicht einfach hingenommen werden kann. ;-)
Wie für Kinder, so auch für Männer, gibt es ein ganz einfaches, aber probates Mittel, sein Obst sprichwörtlich \"an den Mann zu bringen\" - Frau serviere Obst geschält in mundgerechten Happen und ich sage euch, eure Obstverächter lassen kein Stückchen übrig, putzen alles ratzekahl weg! (nicht nur einmal getestet! ;-))
Eine andere Taktik ist die, einen leckeren Obstsalat zu bereiten - wenngleich dies ein wenig arbeitsintensiver ist, möchte doch das Obst schön klein geschnippelt werden, damit es sich leicht mit dem Löffel in den Mund transportieren lässt und auch ja kein Kaumuskel überanstrengt wird.
Ein wirkliches Rezept für einen solchen habe ich im Grunde nicht, denn hierfür kann man alles Obst verwenden, was verfügbar ist und schmeckt. Beachten sollte man jediglich, dass es eine annehmbare Reife aufweist - eine harte Mango macht sich nicht wirklich gut und eine schon matschige, braune Banane sieht auch in einem Obstsalat keineswegs appetitlich aus.
Ohne eine Angabe zu irgendwelchen Mengen machen zu wollen, welche natürlich je nach Anlass verschieden ausfällt, nehme ich für meinen Obstsalat gern frische Mangos, Apfelsinen, Mandarinen, Bananen, Kiwis, Äpfel, Birnen, eine Pampelmuse und evtl. auch Weintrauben. Ananas und Honigmelonen machen sich sicher auch ganz gut, wie auch Nektarinen, Pfirsiche etc. pp..
Gebraucht wird außer Zeit nicht viel; eine große Schüssel, ein Schneidebrett, ein scharfes Messer (möchte man das Obst schneiden und nicht quetschen - der Saft soll bitte in den Salat) und ein Löffel, um alles zu vermengen. Dann kann die Arbeit losgehen.
Natürlich ist es schön, damit nicht allein gelassen zu werden, man kann sich nämlich wunderbar nebenbei unterhalten (will sagen, die Schnippelarbeit ist \"etwas\" eintönig und beansprucht keineswegs eure gesamte Aufmerksamkeit).
Ist alles Obst kleingewürfelt in der Schüssel gelandet, kommt ein wenig Zitronensaft dazu und ich für meinen Teil süße das Ganze mit Kanadischem Ahornsirup, welcher dem Salat eine unvergleichbare Note verleiht.
Alternativ dazu kann natürlich auch ganz normaler Haushaltszucker, Vanillezucker oder brauner Rohrzucker verwendet werden. Möglich ist auch, den Salat mit einem Häubchen Schlagsahne oder Marshmallow Fluff zu servieren. Sind keine Kinder am Essen beteiligt und möchte man den Salat etwas prozentiger gestalten, wäre ein Schuss Cointreau (Orangenlikör) nicht übel; je nach Vorliebe eben.
Auch können Nüsse einen Obstsalat aufpeppen, welche ich zwischen dem weichen Obst allerdings nicht so gern mag und was so manchem Allergiker auch nicht bekommt.
Eine letzte Variante wären noch Rosinen, die ich für meinen Teil zwar kategorisch ablehne bäh, aber es soll ja Menschen geben, die diese kleinen latschigen \"Popel\" mögen. ;-)
Zu erwähnen wäre noch, dass alles gut umgerührt wird und dann einige Stunden abgedeckt im Kühlschrank durchziehen sollte.
Was dies nun mit Kameleiern zu tun hat, wird sich nun so mancher fragen. *gg*
Hm, diese Geschichte ist nunmehr nicht mehr lustig. Aber als ich gestern das Obst für meinen Salat schnippelte, musste ich daran denken, wie wir zu gemeinsamen Silvesterfeiern mit Freunden immer einen Obstsalat vorbereiteten (für Festtage mit wenig Bewegung und viel Schokolade ist ein solcher übrigens durchaus nützlich, beugt Verdauungsproblemen vor, sprich: der Toilettengang wird weniger anstrengend! ;-)).
Für 8 Erwachsene und 4 Kinder artet dies allerdings richtig in Arbeit aus und Heiko (der Mann meiner Freundin) und ich, wir schnippelten immer zu zweit wie die Weltmeister, während uns nie der meist lustige Gesprächsstoff ausging. So manchen Lacher gab es in Erinnerung an die ungenießbaren, da noch grünen und extrem sauren Kubaorangen, die wir zu DDR-Zeiten als Schüler in der Schulspeisung bekamen und die man meist nur mit einem Messer \"schälen\" konnte bzw. die Schale runterschneiden musste. Aber nicht die, sondern die haarigen Kiwis hießen für Heiko nur \"Kameleier\" *gg* (er meinte, eine Ähnlichkeit entdeckt zu haben) und seitdem heißen die bei uns auch so. Seinen Namen für die Kubaorangen habe ich vergessen und kann ihn leider auch nicht mehr fragen...
Begreifen kann ich es immer noch nicht, aber wir werden nie wieder an einem Silvesternachmittag zusammen Obst schnippeln und dabei rumalbern. Heiko brach zum Nikolaustag diesen Jahres urplötzlich zusammen und starb sofort - aller Wahrscheinlichkeit nach an einem Hirntumor.
Es wird für uns ein eher ruhiges und besinnliches, denn fröhliches Weihnachtsfest; es ist auch das erste ohne meinen Schwiegervater. An Silvester mag ich noch gar nicht denken.
Das Jahr 2003 ist nicht wirklich ein Jahr, an das ich gern zurückdenken möchte. Vergessen kann ich es nicht, zuviel ist passiert an dessen Jahrestagen man sich erinnern wird.
Ich möchte mich hiermit für dieses Jahr von euch verabschieden, wünsche euch ein fröhlicheres Weichnachtsfest und auch schon mal einen guten Rutsch ins hoffentlich besser werdende 2004!
Liebe Grüße
Tiffipania
Nicht nur zur Erkältungszeit, weiß jeder \"normale\" Mensch, sind Vitamine wichtig. Und wo die sich versteckt halten, ist auch allgemein bekannt - im Obst (zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil, logisch, auch andere Lebensmittel enthalten Vitamine).
Allerdings gibt es zwei Bevölkerungsgruppen, die dies trotz besseren Wissens ignorieren: Kinder und Männer. Ich korrigiere mich... im Grunde ist es nur eine: Kinder, das Kind im Mann eingeschlossen! ;-)
Man kann noch so eine gute Hausfrau sein (\"wollen\"), frisches Obst zur Genüge vorrätig halten, dekorativ in einer Obstschale anrichten... es wird verschmäht! Und das nicht etwa, um die nette Ansicht zu erhalten oder den alten holländischen Meistern nacheifern zu können und das gesunde Arrangement aus prallen Orangen, elegant geschwungenen Bananen, rotbäckigen Äpfeln und haarigen Kiwis als Stillleben mit Ölfarben auf einer Leinwand zu verewigen, neiiiiin, wie ich immer und immer wieder feststellen muss, es ist schlicht und ergreifend Faulheit, die das leckere Obst bis zum Verderb unangetastet vor sich hin reifen lässt.
Als liebende und fürsorgliche Frau mit Intellekt *prust* nur das Beste für seine Liebsten wollend, ein Zustand, der nicht einfach hingenommen werden kann. ;-)
Wie für Kinder, so auch für Männer, gibt es ein ganz einfaches, aber probates Mittel, sein Obst sprichwörtlich \"an den Mann zu bringen\" - Frau serviere Obst geschält in mundgerechten Happen und ich sage euch, eure Obstverächter lassen kein Stückchen übrig, putzen alles ratzekahl weg! (nicht nur einmal getestet! ;-))
Eine andere Taktik ist die, einen leckeren Obstsalat zu bereiten - wenngleich dies ein wenig arbeitsintensiver ist, möchte doch das Obst schön klein geschnippelt werden, damit es sich leicht mit dem Löffel in den Mund transportieren lässt und auch ja kein Kaumuskel überanstrengt wird.
Ein wirkliches Rezept für einen solchen habe ich im Grunde nicht, denn hierfür kann man alles Obst verwenden, was verfügbar ist und schmeckt. Beachten sollte man jediglich, dass es eine annehmbare Reife aufweist - eine harte Mango macht sich nicht wirklich gut und eine schon matschige, braune Banane sieht auch in einem Obstsalat keineswegs appetitlich aus.
Ohne eine Angabe zu irgendwelchen Mengen machen zu wollen, welche natürlich je nach Anlass verschieden ausfällt, nehme ich für meinen Obstsalat gern frische Mangos, Apfelsinen, Mandarinen, Bananen, Kiwis, Äpfel, Birnen, eine Pampelmuse und evtl. auch Weintrauben. Ananas und Honigmelonen machen sich sicher auch ganz gut, wie auch Nektarinen, Pfirsiche etc. pp..
Gebraucht wird außer Zeit nicht viel; eine große Schüssel, ein Schneidebrett, ein scharfes Messer (möchte man das Obst schneiden und nicht quetschen - der Saft soll bitte in den Salat) und ein Löffel, um alles zu vermengen. Dann kann die Arbeit losgehen.
Natürlich ist es schön, damit nicht allein gelassen zu werden, man kann sich nämlich wunderbar nebenbei unterhalten (will sagen, die Schnippelarbeit ist \"etwas\" eintönig und beansprucht keineswegs eure gesamte Aufmerksamkeit).
Ist alles Obst kleingewürfelt in der Schüssel gelandet, kommt ein wenig Zitronensaft dazu und ich für meinen Teil süße das Ganze mit Kanadischem Ahornsirup, welcher dem Salat eine unvergleichbare Note verleiht.
Alternativ dazu kann natürlich auch ganz normaler Haushaltszucker, Vanillezucker oder brauner Rohrzucker verwendet werden. Möglich ist auch, den Salat mit einem Häubchen Schlagsahne oder Marshmallow Fluff zu servieren. Sind keine Kinder am Essen beteiligt und möchte man den Salat etwas prozentiger gestalten, wäre ein Schuss Cointreau (Orangenlikör) nicht übel; je nach Vorliebe eben.
Auch können Nüsse einen Obstsalat aufpeppen, welche ich zwischen dem weichen Obst allerdings nicht so gern mag und was so manchem Allergiker auch nicht bekommt.
Eine letzte Variante wären noch Rosinen, die ich für meinen Teil zwar kategorisch ablehne bäh, aber es soll ja Menschen geben, die diese kleinen latschigen \"Popel\" mögen. ;-)
Zu erwähnen wäre noch, dass alles gut umgerührt wird und dann einige Stunden abgedeckt im Kühlschrank durchziehen sollte.
Was dies nun mit Kameleiern zu tun hat, wird sich nun so mancher fragen. *gg*
Hm, diese Geschichte ist nunmehr nicht mehr lustig. Aber als ich gestern das Obst für meinen Salat schnippelte, musste ich daran denken, wie wir zu gemeinsamen Silvesterfeiern mit Freunden immer einen Obstsalat vorbereiteten (für Festtage mit wenig Bewegung und viel Schokolade ist ein solcher übrigens durchaus nützlich, beugt Verdauungsproblemen vor, sprich: der Toilettengang wird weniger anstrengend! ;-)).
Für 8 Erwachsene und 4 Kinder artet dies allerdings richtig in Arbeit aus und Heiko (der Mann meiner Freundin) und ich, wir schnippelten immer zu zweit wie die Weltmeister, während uns nie der meist lustige Gesprächsstoff ausging. So manchen Lacher gab es in Erinnerung an die ungenießbaren, da noch grünen und extrem sauren Kubaorangen, die wir zu DDR-Zeiten als Schüler in der Schulspeisung bekamen und die man meist nur mit einem Messer \"schälen\" konnte bzw. die Schale runterschneiden musste. Aber nicht die, sondern die haarigen Kiwis hießen für Heiko nur \"Kameleier\" *gg* (er meinte, eine Ähnlichkeit entdeckt zu haben) und seitdem heißen die bei uns auch so. Seinen Namen für die Kubaorangen habe ich vergessen und kann ihn leider auch nicht mehr fragen...
Begreifen kann ich es immer noch nicht, aber wir werden nie wieder an einem Silvesternachmittag zusammen Obst schnippeln und dabei rumalbern. Heiko brach zum Nikolaustag diesen Jahres urplötzlich zusammen und starb sofort - aller Wahrscheinlichkeit nach an einem Hirntumor.
Es wird für uns ein eher ruhiges und besinnliches, denn fröhliches Weihnachtsfest; es ist auch das erste ohne meinen Schwiegervater. An Silvester mag ich noch gar nicht denken.
Das Jahr 2003 ist nicht wirklich ein Jahr, an das ich gern zurückdenken möchte. Vergessen kann ich es nicht, zuviel ist passiert an dessen Jahrestagen man sich erinnern wird.
Ich möchte mich hiermit für dieses Jahr von euch verabschieden, wünsche euch ein fröhlicheres Weichnachtsfest und auch schon mal einen guten Rutsch ins hoffentlich besser werdende 2004!
Liebe Grüße
Tiffipania
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