Ocean's 11 (DVD) Testbericht

Ocean-s-11-dvd-actionfilm
ab 5,91
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von Jensolino

Geballtes Starkino im Remake

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der Film lebt von seinen Schauspielern und wenn das Top-Staraufgebot nicht auf einen Teil ihrer Gage (um nicht zu vermuten, den grössten Teil) verzichtet hätte, wäre dieses „Remake“ von „Frankie und seine Spiessgesellen“ mit dieser Starbesetzung nicht finanzierbar gewesen und somit wohl lange nicht so erfolgreich.

FACTS:
´´´´´´
Originaltitel: Ocean’s Eleven
Gauner-(Action-)Komödie
USA 2001
ab 12 Jahre, 116 Minuten,
Deutscher Kinostart: 10.01.2002
Regie: Steven Soderbergh (Out of Sight, Erin Brockovich, Traffic)

Hauptdarsteller:
George Clooney = Danny Ocean gerade aus dem Knast entlassen plant er einen neuen Coup oder will er nur seine Ex-Frau Tess zurück?
Brad Pitt = Rusty Rian, genialer aber gelangweilter Kartenspielmeister, blendend aussehend und immer hungrig
Matt Damon = Linus Caldwell, unscheinbarer und leicht tollpatschiger Dieb
Don Cheadle = Sprengstoffexperten Basher Tarr
Shaobo Qin = ein Schlangenmensch ohne Klaustrophobie
Elliot Gould = Reuben Tishkoff sponsort die ganze Sache aus privaten Gründen
und Casey Affleck, Scott Caan, Carl Reiner, Edward Jemisson, Bernie Mac komplettieren das elfköpfige Gangsterteam.
Andy Garcia = Kontrollfreak und Fiesling Terry Benedict, Las-Vegas Casino-Besitzer, gefährlich und aalglatt, hat sich Tess geangelt
Julia Roberts = Tess, Ex-Frau von Danny zur Zeit dem Anschein nach nicht sehr glücklich liiert mit Casino-Mogul Benedict



Story:
´´´´´
Kaum in Freiheit taucht Danny bei seinem Kumpel Rusty auf und unterbreitet ihm ein ebenso irres wie lukratives Angebot: der grösste und genialst durchdachteste Überfall auf die drei Casinos von Terry Benedict in Las Vegas in einer Nacht, die Beute – knapp 160 Mio US-Dollar aus dem Hochsicherheitstresor und das alles in zwei Wochen und unter der Prämisse von Dannys Grundregeln Nr 1. es fließt kein Blut, Nr. 2 es wird niemand beklaut, der es nicht wirklich verdient hat und Nr. 3 jeder spielt seinen Einsatz, als ob er nichts zu verlieren hat.

Dass die beiden das alleine nicht packen ist klar, deshalb heuern sie in Phase 1 alle notwendigen Profis an (von Taschendiebe und Trickbetrüger, über Pyrotechniker bis hin zum Schlangenmenschen ist alles dabei), um dieses Ding erfolgreich durchzuziehen – die Summe und die Herausforderung überzeugt von alleine und am Ende ist die elfköpfige Mannschaft komplett.

In Phase 2 wird das Objekt der Begierde, der Tresor mit recht raffinierten Einfällen ausspioniert und detailgetreu nachgebaut. Die Übungsphase beginnt, alle anderen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und Rusty entdeckt die wahren Motive von Danny - Tess.

Phase 3 läuft an in der Nacht der Nächte, der WM-Boxkampf von Wladimir Klitschkow und Lennox Lewis ist voll am laufen, das Publikum tobt – plötzlich gehn alle Lichter aus, ganz Las Vegas ist ohne Strom, das Chaos bricht aus und der Coup ist im vollen Gange …


Fazit:
´´´´´
Das Original „Frankie und seine Spiesgesellen“ stammt aus dem Jahr 1960 und gehört zu den Klassikern des sogenannten Rat-Pack, der Männerbande um Frank Sinatra und Dean Martin. Nach Aussage von George Clooney, der bereits nach 15 min vom Original genug hatte, erhofft sich dieser mit dem Remake eine weitaus bessere Unterhaltung für das Publikum (das Original lebte demnach wohl auch hauptsächlich von seiner Starbesetzung). Den Kinocharts nach zu urteilen ist dies dem Regisseur Steven Soderbergh jedenfalls gelungen (in den USA ein Kassenschlager, bei uns die zweite Woche auf Platz eins).

Ich war ein bisschen enttäuscht von der geballten Ladung an Hollywood-Prominenz. Vielleicht habe ich mir aber auch durch die Vorberichte und Trailern zu viel erhofft, aber den Spass, den die Stars angeblich beim Dreh hatten, haben sie im Film irgendwie nicht so rübergebracht. Allerdings haben mich die Einzeldarstellungen der Charaktere von George Clooney aber vor allen Brad Pitt absolut überzeugt – ultracool, smart und mit perfekt gestylten Outfit einfach klasse. Dagegen war ich von Julia Roberts echt enttäuscht, sie spielt ihre Nebenrolle nicht sehr überzeugend, ja geradezu gelangweilt und staksiech, schade. Die anderen Charaktere kommen bis auf ein paar Ausnahmen auch nicht so brillant rüber, obwohl das Rekrutieren, das Darstellen und Zusammenfügen der einzelnen Charaktere zum Team in Phase 1 sehr detailliert dargestellt wird, was mit Sicherheit auch wichtig für das Verstehen des Films ist, aber auf mich auch etwas langwierig und ermüdend wirkte. Entsprechend knapp fällt dann auch Phase 2 aus.

Die Story ist an sich gut in Szene gesetzt. Sehr schöne Aufnahmen, nette Stunts, tragikkomische Momente, geniale Einfälle und Schachzüge aber leider mit teilweise vorhersehbaren Wendungen, die allerdings wiederum mit vielen Umwegen und Hindernissen gespickt sind. Gut gefallen hat mir in Phase 3 das Spiel mit den Rückblicken auf das wirklich Geschehene, war zwar am Anfang etwas verwirrend aber das hat dem ganzen dann doch etwas Pepp noch verliehen. Untermalt wurde das ganze von einem entspannenden jazzigen Soundtrack, gut aber nicht weiter erwähnenswert ist.

Für mich ist Ocean’s Eleven ein gut gemachter seichter Unterhaltungsfilm mit Hang zur Komödie, vielen Stars und einem guten Drehbuch aber lange nicht so gut wie „The Thomas Crown Affair“. Für einen unterhaltsamen Kinoabend allemal geeignet, wem das zu teuer wird, lohnt sich auf jeden Fall der Gang in die Videothek.

Website: http://oceans11.warnerbros.com/cmp/main.html


Noch ein paar Hintergrundinfos:
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Die Filmpremiere war eigentlich in Las Vegas geplant, doch dann kam der 11. September und spontan änderte das ganze Team ihr Vorhaben und überlegten, wie sie am besten helfen können. George Clooney war Mitinitiator des TV-Spendenaufrufs für die Opfer der Terroranschläge und insgesamt wurden 337 Mio Dollar für die Opfer gesammelt!!

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