Ocean's 11 (DVD) Testbericht

Ocean-s-11-dvd-actionfilm
ab 5,91
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von 2nd_Starlight

HERRLICH...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

...zum Einschlafen. Krass ausgedrückt, aber es ist so - leider!
Ich hatte ja schon so einige Kritiken gelesen, die in diese Richtung gingen, aber ich mag Gangsterfilme mit ausgeklügelten Plänen, die das Unmögliche möglich machen und der Plan in dieser...



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...STORY



...erscheint ABSOLUT unmöglich, den der Ex Knasti Daniel Ocean (George Clooney) vorhat. 150 Mio. $ sind sein Ziel im wohl bestbewachtesten Tresor dreier Casinos überhaupt.

Doch mit einer Crew von 11 Experten: dem geschickten Taschendieb Linus (Matt Damon), dem Schlitzohr Rusty (Brad Pitt), den sogenannten 'Zwillingen' Virgil und Turk, einem Schlangenmenschen Yen, dem abgebrühten Kartengeber Frank, einem Technik-As, dem Oldy Saul und zwei weiteren Helfern, will er zur Kasse, vorbei an dutzenden von Kameras, durch einen Schacht mit Bewegungsmeldern durch den sie nicht kommen, vorbei an schwerbewaffneten Wachleuten und durch Türen mit sechsstelligen Codes, die sie nicht kennen und natürlich durch die Tresortür, die ebenfalls undurchdringlich erscheint.

Natürlich braucht es zu solch einem Plan einen finanzkräftigen Sponsor, den Dany in Reuben findet, der mit dem Besitzer der drei betroffenen Casinos, Terry Benedict (Andy Garcia), sein ganz eigenes Hühnchen zu rupfen hat, doch welches Motiv hat Daniel? Das Geld? Nicht wirklich, denn die Auswahl der Casinos ist kein Zufall, denn Benedict hat sich seine Ex-Frau Tess (Julia Roberts) gekrallt...



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KRITIK



>Darsteller

Wie schon aus der Inhaltsangabe zu entnehmen ist das Staraufgebot riesig, aber noch nicht abgeschlossen, denn es kommen in kleinen Nebenrollen noch Joshua Jackson (bekannt aus Dawson's Creek und Eiskalte Engel), Holly Mary Combs (Charmed) oder Vladimir Klitschko zum Einsatz und es ist schon beeindruckend, wie Steve Soderbergh es geschafft hat diese Riege zusammenzustellen und das obendrein noch mit Verzicht auf einen Teil der Gagen!

Nun gut! Ich habe mich blenden lassen und es war nicht das erste Mal, denn schon bei 'The Mexican' meinte ich nichts falsch machen zu können, doch wieder musste ich feststellen, dass gute Schauspieler einen Film nicht unbedingt retten können. Eine solche Stargarde kann, man glaubt es kaum, auch Nachteile mitsichbringen.

Schon allein die Anzahl der Mitwirkenden erlaubt es nicht tiefgründiger auf die einzelnen Charaktere einzugehen. Und was bringen Top Stars mit begnadetem Talent, wenn dieses nicht zur Geltung kommt? Mal Hand aufs Herz, Julia Roberts ist wohl mehr als zu kurz gekommen.

Auch kann der Zuschauer nicht wirklich eine Hauptrolle ausmachen, auch wenn Clooney und Pitt öfter aufkommen als die anderen Darsteller zumal ich einige nicht für vorteilhaft besetzt halte.
So gefällt mir Clooney als cooler Planer überhauptnicht. Da ist mir der Pyrotechniker noch eher im Gedächtnis geblieben mit seiner lässig, schlagfertigen Art.

Brad Pitt hat seine Sache auch gut gemacht...diese schelmische Art überzeugt genauso wie Andy Garcia, dem man die kaltblütige Mafiaart sofort abnimmt. Ebenso wie Matt Damon, der mir als schüchterner aber äußerst talentierter Taschendieb am besten gefiel und auch richtig Spaß gemacht hat.


>Umsetzung

Bekannt ist, das Ocean's Eleven ein Remake von 'Franlin und seinen Spießgesellen' ist und gesagt wurde, dass dieser Film von seinen Darstellern lebt, da das Drehbuch schlecht war, nur leider kann man von dieser Neuauflage nichts anderes erzählen, denn wirklich spannend ist der Film nicht. (Fakerinfo: Originalbericht: 2nd Starlight)Er plätscherte vielmehr nur leicht dahin und mal ehrlich, wer glaubt eigentlich nicht daran, dass der wahnwitzige Plan nicht klappen sollte? Das ist Hollywood! Und die Idee diesen mit High Tech Methoden zu lösen ist erstens nicht neu und zweitens kann sie hier nicht beeindrucken.
Auch die Verbindung der Rückgewinnung der Ex-Frau als Motiv zum Mio. Raub überzeugt nicht wirklich, genauso wie das Ende, das zwar nicht verraten wird, vielleicht gibt es ja doch noch ein paar Unbelehrbare unter euch, die genau wie ich trotzdem für diesen Durchschnittsfilm Geld ausgeben wollen. Nur soviel: es ist einfach nur schlecht gewählt, da hätte die Schlussszene gleich ganz weggelassen werden können.

Positiv ist aber der Humor, der ganz nach meinem Geschmack, nämlich ziemlich trocken und doppeldeutig in freche Dialoge eingewebt ist. Es hat schon was, wenn Rusty ein paar Teenagern richtiges Kartenspielen beibringen möchte, kluge Vermutungen ausspricht um doch am Ende völlig daneben zu liegen.
Auf keinen Fall jedoch sollte hier die Art flacher Witz à la 'American Pie' oder 'Nackte Kanone' u.ä. erwartet werden, der einzig und allein aus der Dussligkeit der Charaktere ensteht.

Auch sehr gut gefällt mir die Kameraführung. Da teilen sich die Bilder um die Szene zu wechseln oder der Schwenk geht ins Schwarze, um auch hier wieder an anderer Stelle wieder anzukommen. Des öfteren verwendet Soderburgh auch den Zoom, der aber auf unbeschreibliche Weise ruckartig vonstatten geht. Besonders gut fand ich die Stelle, bei der Ocean an den Taschendieb Linus herantritt: Dany beobachtet ihn in der Straßenbahn, wie er gerade einem Passagier die Brieftasche klaut - in genau diesem Moment wird das Bild ganz kurz angehalten...als Linus dann auf der Straße langläuft, kommt Ocean ihm von vorn entgegen und nimmt ihm die Brieftasche wieder ab - ebenfalls mit einem STOP. Solche innovativen Ideen bringen Schwung in die ganze Geschichte, können aber nicht viel rausreißen.

Kommen wir mal zum Realismus...okay - das ist Fiktion und sollte eigentlich kein Thema in einem Film sein, jedoch ist eine Stelle einfach völlig unglaubwürdig, denn der ganze Coup ist bis ins kleinste geplant und durchgeführt, aber an der Tresortür scheitert es bald daran, dass Ocean die Batterien im Zünder nicht kontrolliert hat - also bitte! Aber um das Ganze noch schlimmer zu machen, hatt Linus NATÜRLICH ein eingeschweißtes Pack in der Tasche...Also nein.

Und noch was: Ein ganz gewaltiger Logikfehler...da engagiert man einen Schlangenmenschen, der ohne den Boden zu berühren durch den Tresor kommt, da am Boden Laserstrahlen verlaufen, sprengt dann aber die Tür, wobei der Alarm jedoch nicht losgeht, obwohl überall auf dem Boden Trümmer liegen und die Drei dann in aller Ruhe das geld einpacken...ja hab ich da irgendwas verpasst?



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FAZIT



Ocean's Eleven kann leider nicht überzeugen. Das Staraufgebot ist riesig hat aber auch seine Nachteile, denn überzeugen konnten nur Garcia, Damon und Pitt. Die Story ist ziemlich seicht und stellenweise einfach nicht überzeugend. Dafür ist die Kameraführung genial, innovativ und der Humor ganz nach meinem Geschmack, aber zu selten gesäht.

Alles in allem nur ein Durchschnittsfilm.

16 Bewertungen, 3 Kommentare

  • baltic

    15.02.2002, 20:03 Uhr von baltic
    Bewertung: sehr hilfreich

    Deine Schreibweise gefällt mir wirklich. Ciao baltic

  • kulosa

    14.02.2002, 22:35 Uhr von kulosa
    Bewertung: sehr hilfreich

    Glaubst Du wirklich, daß Du diesmal hier etwas von Deinem Geld sehen wirst? Du wirst sehen, in einigen Monaten passiert wieder irgendetwas, daß keiner etwas von seiner Mühe hat. mfg Jan

  • tinalice

    14.02.2002, 22:33 Uhr von tinalice
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich fand ihn auch nicht so klasse... Obwohl ich ein totaler Brad Pitt Fan bin! Tina