Offenstallhaltung Testbericht

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Erfahrungsbericht von wutzewauz

Offenstall im Eigenbau

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nach meiner frustrierten Suche nach dem geeigneten Stall (bedingt durch Umzug) für meine beiden Ponys habe ich mir einen eigenen Stall bei einem Bauern gebaut. Dieser Landwirt hat für unsere Gegend typische Boxenhaltung mit fast tgl. Auslauf.
Ich bin aber nunmal absoluter Vertreter der Offenstallhaltung. Nach einigen Diskussionen konnte ich bei dem Bauern einen günstigen Preis aushandeln, wenn ich mir meinen Stall selber baue.
Der Stall hat keine festen Fundamente, sonder steht auf Einschlaghülsen. Rückwandig ist er an eine Scheune angelehnt. Deklariert wurde er als Schutzhütte. (In Niedersachsen sind Schutzhütten in landwirtschaftlichen Betrieben bis zu einer bestimmten Größe baugenehmigungsfrei).
Mein Paddock ist ca. 10 mal 30 Meter groß. Vor dem Stall habe ich 12 t Natursandsteingranulat gekippt. Ungefähr 30 cm stark. Gibt es in kalkhaltigen Steinbrüchen für etwa 12 Euro die Tonne. Habe ich super Erfahrung mit gemacht. Lag in meinem alten Paddock 5 Jahre. Es entsteht höchstens mal ein Loch von den Pferden wenn sie scharen. (Muß bei trockenem Wetter gekippt werden damit die Pferde es erst festtreten können) Ansonsten konnte ich immer mit normalen Schuhen in den Paddock ohne abzusaufen. Im hinteren Bereich habe ich einfach Sand aufgekippt. Lieblings wälze Stellen. Den Bereich teile ich aber bei sehr nassen Wetter ab, sonst zertreten die Ponys den Sand im Boden.
Die Holzbalken für die Konstruktion habe ich von einem Forstwirt, der eine kleine Sägerei dabei hat. Dadurch war kein Einzelhändler dazwischen. Die Kosten waren lediglich für einen Stall von 3 m mal 6m Größe 330,00 Euro. Plus Spritkosten natürlich. Für die Verkleidung habe ich die aüßersten Schwartenbretter benutzt und überlappend angenagelt. Das ist normalerweise Brennholz und es kostet wirklich fast nichts.
Das Dach ist einfache Dachwellpappe. Allerdings habe ich in der mitte 2 durchsichtige Platten. Ebenfalls ist bei dem vorderen geschlossenen Teil die obere Seite aus einer Art Plexiglas. (Es ist wesentlich dünner und dadurch kostengünstiger). Alles in allem hat mich der Stall keine 1000,00 Euro gekostet und die habe ich in einem Jahr wieder raus. Ich bezahle pro Pony 75,00 Euro, allerdings ohne Kraftfutter. Und ich mache mein Stall selber. Misten, Wasser, Abäppeln usw.

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