Ohne dich - Münchner Freiheit Testbericht

No-product-image
ab 3,78
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
5 Sterne
(8)
4 Sterne
(3)
3 Sterne
(3)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  durchschnittlich
  • Klangqualität:  gut

Erfahrungsbericht von LaMagra

Die Vergangenheit holt mich ein...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vorwort

Die Vergangenheit holt mich ein...
So habe ich es jedenfalls betitelt, als überall Berichte über diesen Song aus der Erde sprossen.
Jetzt will ich auch in Erinnerungen schwelgen und meinen Bericht zum Besten geben...
Damals war ich ja noch richtig jung, als dieses Lied in aller Munde war...
Und ehrlich gesagt, mochte ich es nicht sehr, weil ich Schnulzenmusik bis heute nicht ausstehen kann.
Und doch wurde dieser Song das ein oder andere mal mitgegröhlt.
Das Besondere an diesem Lied?
Es ist ein Ohrwurm, ein Klassiker vom Feinsten.
Sogar heute noch findet das Lied großen Anklang, wenn es mal wieder wo ausgegraben und gespielt wird (passiert vor allem in den wärmeren Monaten bei Freiluftparties...).
Auch im Biergarten erwischt man diesen Song hin und wieder, wie er aus den Boxen schallt...
Der Text ist eingängig und sprudelt gerade zu von verliebtem Schwachsinn. Gerade bei leicht angetrunkenen Personen findet dieses Lied (vielleicht gerade deswegen) großen Anklang, weil Betrunkene sowieso Liebeserklärungen leichter abgeben können... Und dieses Lied ist an sich nichts anderes.

Ohne Dich – Münchner Freiheit

Die Beurteilung des Liedes:
Anfangs fängt das Lied sehr still an, nur ein paar Gitarrenklänge. Als nächstes tritt der Sänger in Aktion, der sich beim Singen ja sogar noch richtig Mühe zu geben scheint.
Oh je, und schon geht’s los mit dem Gesäusel: „Das was ich will bist duuuuuuuuuuuu“ – dieser Satz wird in so einer Tonlage gebrummt, die man dann so schnell nicht mehr aus den Ohren kriegt.
Der Bass setzt mit ein, ein Keyboard klimpert noch dazu, und die Gitarre wird etwas mutiger und schneller.
Der Sänger (Stefan Zauner) singt nun lauter, aber noch relativ langsam.
Schon beginnt der Refrain. Ein richtiger Wechsel erfolgt nun, von langsam auf fast poppig, ein kurzes Solo für den Bass ist nach dem Refrain auch drin, und es wird wieder ruhiger. Und schon geht’s weiter, etwas anders, lauter, und die Stimme des Sängers klingt etwas fordernder, verzweifelter.
Nun wird der Refrain ganze 4x wiederholt, mit einem kurzen Gitarrensolo dazwischen.
Sehr interessant. Einfach gehalten, aber was kompliziertes wollen ja viele nicht. Mitgröhlen muss man können, und den Text kann man sich auch in angeheitertem Zustand noch leicht merken (und da bleibt er nochmal besser hängen, wie ich feststellen musste, denn teils wird dieses Lied noch lange, nachdem es zu Ende ist, weiter gejault).

Was haben die Gehirnwindungen des Texters denn da ausgespuckt?
Ich gebe es gerne wieder:
Übersetzen muss ich an dieser Stelle ja nichts, da der Song deutschsprachig ist.

Ich will mich nicht verändern,
um dir zu imponier\'n,
will nicht den ganzen Abend
Probleme diskutier\'n.
Aber eines geb ich zu:
das, was ich will, bist du.

Ich will nichts garantieren,
was ich nicht halten kann,
will mit dir was erleben,
besser gleich als irgendwann,
und ich gebe offen zu:
das, was ich will bist, du

Ref.:
Ohne dich schlaf\' ich heut Nacht nicht ein,
ohne dich fahr ich heut\' Nacht nicht Heim,
ohne dich komm\' ich heut\' nicht zur Ruh\',
das, was ich will, bist du.
Ohne dich schlaf\' ich heut Nacht nicht ein,
ohne dich fahr ich heut\' Nacht nicht Heim,
ohne dich komm\' ich heut\' nicht zur Ruh\',
das, was ich will, bist du.

Ich will nicht alles sagen,
will nicht zu viel erklär\'n,
will nicht mit zu viel Worten
den Augenblick zerstör\'n,
Aber eines geb’ ich zu:
das, was ich will, bist du.

Ich will auch nichts erzählen,
was dich eh\' nicht interessiert,
will mit Dir was erleben,
was uns beide fasziniert,
und ich gebe offen zu:
das, was ich will, bist du.

Ref. (4x)

Mein Senf zum Text:

Hätte ich nicht eine derartige Abneigung gegen so schnulzige Sachen, würde ich glatt mal seufzen.
Aber leider kann ich solche Lügen nicht ausstehen, und selbst wenn diese Worte mal ehrlich gemeint waren, alles ist vergänglich.
Für den Augenblick damals aber waren es sicher schöne Worte, die sicher einigen Mädels nahe gingen.

Über 4 Minuten „Hörspass“ hat man bei diesem Song, und wenn auf Parties einfach mal n bisschen getrichst wird und das Lied 2x hintereinander gespielt wird, ist es gleich doppelt so lang.
Jedenfalls kommt mir dieses Lied, wenn es mich im falschen Moment erwischt, wie eine Ewigkeit vor, und dann kann es ziemlich auf den Wecker gehen.
Aber zumeist ist es kurzweilig und sogar aufheiternd, weil man dabei schunkeln und lachen kann (ich erinnere an die Parties, privat würde ich diese Sachen ehrlich gesagt nicht hören).
Die Single zu dem Lied kann man sich übrigens so gut wie überall holen, unser Elektroladen, der neben Kastelruter Spatzen und anderer Volksmusik auch solchen Kram führt, hat die CD zum Beispiel sogar in der Auslage.
Bei Amazon.de kann man sie sich sicher auch bestellen. Die Single hat einen durchschnittlich normalen Preis. Keinen Rabatt auf das Alter oder ähnliches....
Wenn man Glück hat, findet man die CD mal auf dem Grabbeltisch zu einem günstigeren Preis von etwa 1 EUR oder so, wenn ein Music-Laden ausmistet, aber wie gesagt – wenn man Glück hat.

Das Lied „Ohne Dich“ stammt aus der Mitte der 80er Jahre, wo es auch gut hineinpasste.
Eine Wiederbelebung erhoffe ich mir wirklich nicht, denn es wird immer noch oft genug gespielt. Ich denke, erst in den 20ern werden wir vor diesem Lied langsam Ruhe haben, so wie jetzt keiner mehr 50er oder 60er Jahre Hits hört.

Meine Meinung

Da mir gerade dieses Lied in den letzten Tagen einige Male begegnet ist, sind ziemlich viele Erinnerungen an früher wieder geweckt worden...
Ich finde, das ist einen eigenen Bericht wert...
Eigentlich liegen mir Schnulzen überhaupt nicht, aber diese hatte und hat eben Kultstatus.
Dieses Lied ist eigentlich gar kein so großes Übel, und eines Tages, wenn ich diese Abneigung gegenüber Schmuseliedern ablege, wird es mir sicher besser gefallen.
Aber hassen tue ich es auch jetzt nicht. Erst mal hängen wirklich viele Erinnerungen daran (wenn auch keine schnulzigen, sondern zum Glück nur spaßige), und zweitens ist es ja so schlecht nicht geworden.
In diesem Sinne verabschiede ich mich von euch.
Hoffentlich hat keiner von euch solche Abneigungen gegen Schnulzen wie ich, kann nämlich lästig sein, wenn die Schmuserunden losgehen...

Liebe Grüße

Eure Jenny

© 03-02-19 - eingestellt am So, 23. Feb 2003

21 Bewertungen