Olivenbaum Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Sonne-in-der-Nacht
Oliven aus eigenem Anbau???
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Liebe Leser,
==================
ich stelle euch nun einen Exoten unter meinen Gartengewächsen vor. Seinesgleichen findet man eher in Italien oder Spanien auf riesigen Feldern vor.
Es handelt sich um einen Olivenbaum. Ich habe ihn im vorigen Jahr geschenkt bekommen. Bis dahin wusste ich noch nicht, dass solche Pflanzen bei uns überhaupt gedeihen können.
Über die Pflanze
=================
Der botanische Name für den Olivenbaum lautet Olea europacea .
Er stammt aus dem mediterranen Raum. Wissenswert ist, dass es auf der Erde rund 800 Millionen Olivenbäume in über 100 Arten gibt.
Der Olivenbaum wurde im Altertum auch Ölbaum genannt- oft wird er als Friedenssymbol gesehen (Taube mit Ölzweig). Ägypter, Phönizier, Griechen und Römer kannten und schätzten Olivenöl. In der klassisch-hellenistischer Zeit wurde die Olive vor allem mit der Göttin Pallas Athene, einer Tochter des Zeus, in Verbindung gebracht. Sogar in der Bibel tauchen die Bezeichnungen für Ölbaum und Olivenöl oft auf.
Seit jeher findet er im Mittelmeergebiet große Verbreitung. Schon seit Urzeiten wird er kultiviert und als Nutzpflanze verwendet.
Das Holz wird auch genutzt für Kleinmöbel und Gebrauchsgegenstände - ist aber aufgrund des langsamen Wachstums ziemlich teuer.
Aussehen und Blüte
==================
Nicht unbedingt ein \"Hingucker\" ist dieser Baum- er wirkt eher unscheinbar. Deshalb sieht man ihn kaum auf Terrassen in Kübeln. Seine graugrünen, silbrig schimmernden Blätter vermitteln aber einen Hauch von Urlaub und Mittelmeer im heimischen Garten.
Olivenbäume können bis zu 15 m hoch werden und wachsen fast unendlich langsam. Dafür werden diese Bäume steinalt- mehrere hundert, ja sogar tausend Jahre sind keine Seltenheit.
Der Stamm ist meistens nicht gerade und besitzt eine hellgraue Rinde. Besonders alte Bäume wirken knorrig und urwüchsig. Die eigentlichen Blüten sehen unauffällig aus, haben einen gelblichen Farbton und befinden sich an Rispen.
Bei uns entwickeln sich diese auch zu Früchten, aber zu sehr kleinen- wegen mangelnder Sonneneinstrahlung und zu niedriger Temperatur. Zumeist reifen sie im kühlen Norden nie ganz aus.
Mein Baum hat bisher noch keine Früchte getragen...ob es an der Temperatur oder am jugendlichen Alter liegt, weiß ich nicht genau. Wahrscheinlich trifft beides zu...
Anzucht und Auspflanzung
===================
Keimfähig sind nur reife Oliven, die weder eingelegt noch erhitzt wurden. Samen bekommt man in einer Samenhandlung oder vom Olivenbaum selbst. Unter den Bäumen liegen eigentlich immer genug eingetrocknete Oliven herum. Mitunter finden sich auch bereits gekeimte Oliven oder sogar Sämlinge. Diese einfach in eine kleine Plastiktüte mit nur leicht feuchter Erde geben und mit nach hause nehmen.
Frische Oliven vom Baum, bei denen der Keimvorgang noch nicht begonnen hat, müssen natürlich nicht feucht gelagert werden.
Die Keimzeit beträgt mehrere Wochen und ist abhängig von der Bodentemperatur.
Zur Anzucht ein lockeres, unbedingt nährstoffarmes Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7, wie verwenden, z.B. Cocos-Substrat, Torf oder spezielle Anzuchterde.
Bestens geeignet als Anzuchtsubstrat ist ebenso die lehmig-sandige Erde, in der Olivenbäume meistens wachsen.
Die vorbereiteten Pflanzgefäße mit dem Substrat bzw. der Erde sollten im Interesse einer kurzen Keimdauer an einem warmen Platz stehen. Nach der Keimung brauchen die Samen viel Licht.
Sowie die Pflanze gross genug ist und das Pflanzgefäss gut durchwurzelt hat, kann umgetopft werden. Hierbei vorsichtig den freigelegten Wurzelballen in ein größeres Gefäß stellen.
Zu Pflege und Standort
==================
In freier Natur fühlen sich junge Olivenbäumchen am wohlsten- aber unbedingt für einen windgeschützten und warmen Standort sorgen.
Zunächst die Jungpflanze nur im Halbschatten aufstellen, und nur langsam an die pralle Sonne gewöhnen.
Der Olivenbaum bereitet viel Freude, denn er ist sehr robust. Zum Wachsen benötigt er viel Zeit , aber wenig Wasser und den sonnigsten Platz im Garten. Staunässe unbedingt vermeiden- mässig bis sparsam giessen. Die Pflanze bevorzugt kiesigen und kalkhaltigen Boden.
Früchte trägt der Baum ab dem achten Jahr, zwischen dem vierzigsten und hundertsten Jahr entfaltet er seine volle Fruchtbarkeit und bringt Oliven mit bis zu 40 Prozent Ölgehalt hervor.
Seine Blättchen drehen sich mit dem Lauf der Sonne, um ihr möglichst die schmale Seite zuzuwenden, sodaß die Verdunstung auf ein Minimum reduziert ist.
Für die Robustheit des Baumes spricht, dass selbst ein Feuer ihm wenig anhaben kann. Selbst wenn der halbe Baum verbrennen sollte, zeigt sich bei richtiger Behandlung nach wenigen Jahren wieder Leben.
Über die Oliven
====================
Es gehört vielleicht nicht direkt zum Thema \"Olivenbaum\"- dennoch denkt jeder automatisch an den Genuss von frischen Olivenfrüchten. Einiges Wissenswerte über die Oliven möchte ich euch mitteilen.
Eingelegte Oliven:
Die eingelegten Oliven sind je nach Reifegrad schwarz oder grün. In den Mittelmeerländern zählen Oliven zu den Grundnahrungsmitteln.
Grüne Oliven werden unreif gepflückt und vor dem Einlegen in Salzlake mit Lauge behandelt; durch dieses Verfahren wird einerseits der Bitterstoffgehalt reduziert und andererseits die Konsistenz des Fruchtfleisches verbessert.
Oft verfeinert man die Lake, in der man die Oliven einlegt, noch durch Zugabe von Kräutern (Thymian, Oregano) oder Knoblauch.
Eingelegte Oliven sind eine beliebte Dekoration zu kalten Speisen, besonders aber zu pikanten Saucen. Zu Baquettes oder zu Salaten serviert man Oliven.
Zu warmen Speisen werden Oliven fast nur in den Küchen der Mittelmeerländer verwendet. Mit Zwiebeln, Knoblauch, Kapern und grünen (manchmal auch schwarzen) Oliven gewürzte Tomatensaucen sind für Italien charakteristisch. Pizzen werden ebenso mit Oliven garniert.
Olivenöl:
Die meisten Oliven werden zu Olivennöl verarbeitet, ca. 90 Prozent.
Es gibt verschiedene Sorten Öl. So sind manche Öle subtil blumig und leicht im Geschmack, andere intensiv fruchtig und schwer. Die Auswahl ist gross und für die Küche lohnt ein gemixter Vorrat an. Es gibt natives Olivenöl extra (in Italien als extra vergine bekannt), es ist in seinem Geschmack und Aroma außerordentlich aromatisch und variabel. Die Sorten aus späterer Pressung sind dagegen weniger aromatisch, eignen sich dafür besser zum Braten.
Kaltgepreßtes Olivenöl verwendet die meditteranne und nordafrikanische Küche für Salate, kalte Vorspeisen und Gewürzpasten.
Die Gerichte aus Fleisch und Gemüse gewinnen durch Verwendung von Olivenöl einen typisch mediterranen Charakter, besonders, wenn man sie mit etwas Joghurt oder Tomatensauce serviert.
Zu Olivenöl gehören natürlich mediterrane Kräuter mit ihrem typischen Aroma.
Fazit
======
Eine auch für unser nicht gerade mediterranes Klima geeignete Pflanze.
Oliven kaufe ich weiterhin auf dem Markt. Ob ich in diesem Leben selbst dazu kommen werde, an meinem Bäumchen welche zu ernten???? Wohl eher nicht- da bleibt nur ein Besuch in Italien oder Griechenland.
Irgendwie hab ich aber Appetit auf Pasta und Salat, mit schön viel Oliven! Geh ich zum Italiener um die Ecke ???
Eine angenehme Zeit wünscht Euch die Sonne, die auch nachts scheint..
für CIAO am 20.07.2002
für Yopi am 28.08.2002
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ich stelle euch nun einen Exoten unter meinen Gartengewächsen vor. Seinesgleichen findet man eher in Italien oder Spanien auf riesigen Feldern vor.
Es handelt sich um einen Olivenbaum. Ich habe ihn im vorigen Jahr geschenkt bekommen. Bis dahin wusste ich noch nicht, dass solche Pflanzen bei uns überhaupt gedeihen können.
Über die Pflanze
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Der botanische Name für den Olivenbaum lautet Olea europacea .
Er stammt aus dem mediterranen Raum. Wissenswert ist, dass es auf der Erde rund 800 Millionen Olivenbäume in über 100 Arten gibt.
Der Olivenbaum wurde im Altertum auch Ölbaum genannt- oft wird er als Friedenssymbol gesehen (Taube mit Ölzweig). Ägypter, Phönizier, Griechen und Römer kannten und schätzten Olivenöl. In der klassisch-hellenistischer Zeit wurde die Olive vor allem mit der Göttin Pallas Athene, einer Tochter des Zeus, in Verbindung gebracht. Sogar in der Bibel tauchen die Bezeichnungen für Ölbaum und Olivenöl oft auf.
Seit jeher findet er im Mittelmeergebiet große Verbreitung. Schon seit Urzeiten wird er kultiviert und als Nutzpflanze verwendet.
Das Holz wird auch genutzt für Kleinmöbel und Gebrauchsgegenstände - ist aber aufgrund des langsamen Wachstums ziemlich teuer.
Aussehen und Blüte
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Nicht unbedingt ein \"Hingucker\" ist dieser Baum- er wirkt eher unscheinbar. Deshalb sieht man ihn kaum auf Terrassen in Kübeln. Seine graugrünen, silbrig schimmernden Blätter vermitteln aber einen Hauch von Urlaub und Mittelmeer im heimischen Garten.
Olivenbäume können bis zu 15 m hoch werden und wachsen fast unendlich langsam. Dafür werden diese Bäume steinalt- mehrere hundert, ja sogar tausend Jahre sind keine Seltenheit.
Der Stamm ist meistens nicht gerade und besitzt eine hellgraue Rinde. Besonders alte Bäume wirken knorrig und urwüchsig. Die eigentlichen Blüten sehen unauffällig aus, haben einen gelblichen Farbton und befinden sich an Rispen.
Bei uns entwickeln sich diese auch zu Früchten, aber zu sehr kleinen- wegen mangelnder Sonneneinstrahlung und zu niedriger Temperatur. Zumeist reifen sie im kühlen Norden nie ganz aus.
Mein Baum hat bisher noch keine Früchte getragen...ob es an der Temperatur oder am jugendlichen Alter liegt, weiß ich nicht genau. Wahrscheinlich trifft beides zu...
Anzucht und Auspflanzung
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Keimfähig sind nur reife Oliven, die weder eingelegt noch erhitzt wurden. Samen bekommt man in einer Samenhandlung oder vom Olivenbaum selbst. Unter den Bäumen liegen eigentlich immer genug eingetrocknete Oliven herum. Mitunter finden sich auch bereits gekeimte Oliven oder sogar Sämlinge. Diese einfach in eine kleine Plastiktüte mit nur leicht feuchter Erde geben und mit nach hause nehmen.
Frische Oliven vom Baum, bei denen der Keimvorgang noch nicht begonnen hat, müssen natürlich nicht feucht gelagert werden.
Die Keimzeit beträgt mehrere Wochen und ist abhängig von der Bodentemperatur.
Zur Anzucht ein lockeres, unbedingt nährstoffarmes Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7, wie verwenden, z.B. Cocos-Substrat, Torf oder spezielle Anzuchterde.
Bestens geeignet als Anzuchtsubstrat ist ebenso die lehmig-sandige Erde, in der Olivenbäume meistens wachsen.
Die vorbereiteten Pflanzgefäße mit dem Substrat bzw. der Erde sollten im Interesse einer kurzen Keimdauer an einem warmen Platz stehen. Nach der Keimung brauchen die Samen viel Licht.
Sowie die Pflanze gross genug ist und das Pflanzgefäss gut durchwurzelt hat, kann umgetopft werden. Hierbei vorsichtig den freigelegten Wurzelballen in ein größeres Gefäß stellen.
Zu Pflege und Standort
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In freier Natur fühlen sich junge Olivenbäumchen am wohlsten- aber unbedingt für einen windgeschützten und warmen Standort sorgen.
Zunächst die Jungpflanze nur im Halbschatten aufstellen, und nur langsam an die pralle Sonne gewöhnen.
Der Olivenbaum bereitet viel Freude, denn er ist sehr robust. Zum Wachsen benötigt er viel Zeit , aber wenig Wasser und den sonnigsten Platz im Garten. Staunässe unbedingt vermeiden- mässig bis sparsam giessen. Die Pflanze bevorzugt kiesigen und kalkhaltigen Boden.
Früchte trägt der Baum ab dem achten Jahr, zwischen dem vierzigsten und hundertsten Jahr entfaltet er seine volle Fruchtbarkeit und bringt Oliven mit bis zu 40 Prozent Ölgehalt hervor.
Seine Blättchen drehen sich mit dem Lauf der Sonne, um ihr möglichst die schmale Seite zuzuwenden, sodaß die Verdunstung auf ein Minimum reduziert ist.
Für die Robustheit des Baumes spricht, dass selbst ein Feuer ihm wenig anhaben kann. Selbst wenn der halbe Baum verbrennen sollte, zeigt sich bei richtiger Behandlung nach wenigen Jahren wieder Leben.
Über die Oliven
====================
Es gehört vielleicht nicht direkt zum Thema \"Olivenbaum\"- dennoch denkt jeder automatisch an den Genuss von frischen Olivenfrüchten. Einiges Wissenswerte über die Oliven möchte ich euch mitteilen.
Eingelegte Oliven:
Die eingelegten Oliven sind je nach Reifegrad schwarz oder grün. In den Mittelmeerländern zählen Oliven zu den Grundnahrungsmitteln.
Grüne Oliven werden unreif gepflückt und vor dem Einlegen in Salzlake mit Lauge behandelt; durch dieses Verfahren wird einerseits der Bitterstoffgehalt reduziert und andererseits die Konsistenz des Fruchtfleisches verbessert.
Oft verfeinert man die Lake, in der man die Oliven einlegt, noch durch Zugabe von Kräutern (Thymian, Oregano) oder Knoblauch.
Eingelegte Oliven sind eine beliebte Dekoration zu kalten Speisen, besonders aber zu pikanten Saucen. Zu Baquettes oder zu Salaten serviert man Oliven.
Zu warmen Speisen werden Oliven fast nur in den Küchen der Mittelmeerländer verwendet. Mit Zwiebeln, Knoblauch, Kapern und grünen (manchmal auch schwarzen) Oliven gewürzte Tomatensaucen sind für Italien charakteristisch. Pizzen werden ebenso mit Oliven garniert.
Olivenöl:
Die meisten Oliven werden zu Olivennöl verarbeitet, ca. 90 Prozent.
Es gibt verschiedene Sorten Öl. So sind manche Öle subtil blumig und leicht im Geschmack, andere intensiv fruchtig und schwer. Die Auswahl ist gross und für die Küche lohnt ein gemixter Vorrat an. Es gibt natives Olivenöl extra (in Italien als extra vergine bekannt), es ist in seinem Geschmack und Aroma außerordentlich aromatisch und variabel. Die Sorten aus späterer Pressung sind dagegen weniger aromatisch, eignen sich dafür besser zum Braten.
Kaltgepreßtes Olivenöl verwendet die meditteranne und nordafrikanische Küche für Salate, kalte Vorspeisen und Gewürzpasten.
Die Gerichte aus Fleisch und Gemüse gewinnen durch Verwendung von Olivenöl einen typisch mediterranen Charakter, besonders, wenn man sie mit etwas Joghurt oder Tomatensauce serviert.
Zu Olivenöl gehören natürlich mediterrane Kräuter mit ihrem typischen Aroma.
Fazit
======
Eine auch für unser nicht gerade mediterranes Klima geeignete Pflanze.
Oliven kaufe ich weiterhin auf dem Markt. Ob ich in diesem Leben selbst dazu kommen werde, an meinem Bäumchen welche zu ernten???? Wohl eher nicht- da bleibt nur ein Besuch in Italien oder Griechenland.
Irgendwie hab ich aber Appetit auf Pasta und Salat, mit schön viel Oliven! Geh ich zum Italiener um die Ecke ???
Eine angenehme Zeit wünscht Euch die Sonne, die auch nachts scheint..
für CIAO am 20.07.2002
für Yopi am 28.08.2002
77 Bewertungen, 1 Kommentar
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15.03.2007, 15:40 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico:-)
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