Erfahrungsbericht von LilithIbi
Nanunana, wem gehört denn der Rucksack? Haben wir was vergessen?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es ärgert mich immer wieder und wieder, dass mit bestimmten Schlagwörtern oder eben auch Schauspielernamen Werbung gemacht wird, wo es meiner Meinung nach nicht berechtigt ist.
Ob nun der Name Kiefer Sutherland vom Cover prangt, wobei er lediglich einmal 10 Sekunden im ganzen Film zu sehen ist, es bei einem Film heißt "von dem Machern von "Scream" oder wie es mir anno dazumal bei einem spontanen Kinobesuch passierte: "Blair witch unter Wasser!"
Ruth und ich hatten spontan entschieden, ins Kino zu gehen ~ doch da lief nix, womit wir auch nur vom Titel her etwas anfangen konnten. Als ich meine Augen auf die Zeile "Blair witch" richtete war ich natürlich angefixt. Vollkommen naiv dachte ich, dass ich nun einem neuen Phänomen auf den Grund gehen könnte oder diesem zumindest begegnen würde.
//DER FILM AN SICH//
Doch weit gefehlt!
Nix mit "hu hu" ~ sondern ein weiterer Tatsachen"bericht" über einen tragischen "Unfall". Oder viel eher noch: über die schlampige Arbeitsweise von Tauchlehrern.
Die Story ist schnell erzählt.
Hier geht es um das beziehungsproblembeladene Paar Daniel und Susan, die ~ wie so viele andere Paare auch ~ versuchen, durch einen gemeinsamen Urlaub ihre Problemchen zu kitten.
Ziel der Reise ist die "Unterwasserwelt Jamaicas" ~ doch leider kommen die beiden dem Wasser viel näher als sie sich das je erträumten.
Denn nachdem die beiden ins Wasser hüpften um sich tauchenderweise Marke "Eigenunternehmung" von der Gruppe entfernen, beginnt ein Vergessenskomplex.
Daniel und Susan vergessen die Zeit ~ und das Boot die beiden.
Was sich eigentlich keiner zu er(alp)träumen wagt, wurde hier Wirklichkeit: das Boot schipperte los, und keiner weiß, wann und ob überhaupt jemand bemerkt, dass die beiden fehlen. Mitten im tiefsten Ozean zurückgelassen hat man natürlich auch keiner sonderlichen Überlebenschancen ~ man kann weder zurückschwimmen noch irgendwie auf sich aufmerksam machen. Ferner stellt sich die Frage, ob man nicht ohnehin besser an der gleichen Stelle warten sollte, FALLS jemand zurückkommt. Doch wie das auf dem Wasser nun mal so ist treibt man von ganz alleine ab.....
//MEINE MEINUNG//
Was dann folgt, ist ein mehr oder minder spannendes Geplansche im Wasser zwischen Quallen, knabbernden Fischen und nicht zuletzt Haien.
Als der Film zu Ende war, hab ich erst mal blöd geguckt. Ruth nicht weniger. Ich glaube, unser Gespräch belief sich bis zum Auto auf die gegenseitige Frage "und DAS WARS???".
Dazu muss ich sagen, dass "Schuld" an dieser Enttäuschung vor allem der Aufmacher von wegen "Blair Witch unter Wasser" war. Ich hatte wirklich gedacht, hier würden irgendwelche mysteriösen Dinge vor sich gehen. Dass das ganze dann doch eher in die Kategorie "seichtes Drama" gepasst hätte, hätte man mir eben vorher sagen sollen.
Demnach kritisierte ich dann natürlich auch weiter ~ wenn dieser Film wirklich auf Tatsachen beruht und das Ende auch so war wie im Film.... wie hätte man dann überhaupt wissen können, dass es so passiert ist? Es war ja keiner mehr da, der es hätte erzählen können!
Im Grunde hätte es also genauso gut sein können, dass Daniel alleine weiterschwamm, gerettet wurde und seine (zickige) Frau einfach zurückließ.
Das hätte die Story zumindest etwas aufgepeppt.
~ Natürlich finde ich es furchtbar, dass so etwas tatsächlich passieren kann (und sogar öfter passiert als man denkt); dennoch wundert es mich, dass auf so einem kleinen Boot NIEMANDEM der rund 20 Passagieren auffällt, dass das Paar fehlt.
Ganz davon abgesehen hätte man aus der Story viel mehr rausholen können. Ab und an schlich sich meiner Meinung nach etwas zu viel Langatmigkeit ein ~ was auch die doch recht überzeugenden Schauspieler nicht wieder rausholen konnten (wie auch immer sie hießen, alle Beteiligten waren mir völlig unbekannt).
Wo's an der Story hapert, kann auch der beste Darsteller nix mehr retten.
Wenn man zwei Leute einfach ins Wasser setzt und dort nichts passiert außer dass der eine Beteiligte mal Pipi muss (und darüber dann sinnigerweise debattiert wird) dann nutzt auch die beste geschauspielerte Panik nix.
Die Szene, wo die Haie auftauchten war allerdings dann doch recht spannend ~ vor allem rechnet man als Zuschauer oft nicht damit, dass eben NICHTS passiert. Doch, DAVON war ich begeistert!
Von mehr aber allerdings nicht.
//DIE DVD//
Man möge sich wundern, dass ich nach diesem Kinoerlebnis nun auch noch von der DVD rede. Liegt aber einfach daran, dass mir diese nochmals ausgeborgt wurde; eben weil ich mir den Streifen doch noch mal zu Gemüte führen wollte.
Vor allem auch, weil meine Bekannte doch recht begeistert von dem Streifen war!
Getreu dem Motto "hab ich was verpasst?" schaute ich mir das ganze noch mal an.
Nur: begeistert bin ich jetzt immer noch nicht.
Das Bonusmaterial habe ich mir, wie so oft, auch nicht komplett angesehen; sondern begnügte mich damit, dass Interview mit den Hauptdarstellern anzusehen.
Naja, zumindest die ersten 3 Minuten davon.
Für meinen Geschmack war das Geplapper doch zu Euphorie-gepuscht.
Das "Making Of" ist auch nicht wirklich besser. Eine volle Viertelstunde darf man dem Regisseur (Chris Kentis) von seiner Wasserbegeisterung lauschen; die durch die wahre Geschichte gepuscht wurde. Bis dato dachte ich zwar eher, dass einem die Lust zum tauchen vergeht, wenn man einen Zeitungsartikel über o. g. story liest, aber nuja....
Die deleted scenes sind auch nicht wirklich der Knaller; und spätestens als ich den trailer zu "Gods end" sah, hatte ich die Schnauze voll. Zumal "Gods end" ebenfalls ein Film ist, den anzusehen ich mir zweifelsohne hätte sparen können.
//ERGO//
Es gab mal einen anderen Film mit Haien namens "Deep blue sea" von dem ich - im Gegensatz zu manch anderen recht begeistert war. Dort ging es eben auch um ein "riesiges begehbares Aquarium", was irgendwann in sich zusammenbrach. DER Film war der Knaller!
Auch kann ich mir vorstellen, dass andere "alleine da draußen" ~ Filme "Open Water" um Längen schlagen. Nehmen wir "Cast away" ~ Tom Hanks hat in diesem Streifen stundenlang den Alleinunterhalter gespielt, und der Film war keinesfalls langweilig.
Wirklich angepisst bin ich von diesem (ich sag's jetzt das dritte Mal, ich weiß): "wer Blair Witch mag, wird diesen Film lieben" ~ denn es geht nicht nur um was ganz anderes; sondern "fehlt" in Blair Witch auch die "Auflösung", während man hier halt ein "richtiges Ende" präsentiert bekommt.
Die einzige Parallele mag sein, dass auch hier jemand verschwindet und man nur spekulieren kann, was passiert ist.
Doch wenn man das ganze schon meint, verfilmen zu müssen ~ dann hätte man seiner Fantasie auch freieren Lauf lassen können. Ein wenig "untermalende" Filmmusik hätte auch nicht schaden können....
Ob nun der Name Kiefer Sutherland vom Cover prangt, wobei er lediglich einmal 10 Sekunden im ganzen Film zu sehen ist, es bei einem Film heißt "von dem Machern von "Scream" oder wie es mir anno dazumal bei einem spontanen Kinobesuch passierte: "Blair witch unter Wasser!"
Ruth und ich hatten spontan entschieden, ins Kino zu gehen ~ doch da lief nix, womit wir auch nur vom Titel her etwas anfangen konnten. Als ich meine Augen auf die Zeile "Blair witch" richtete war ich natürlich angefixt. Vollkommen naiv dachte ich, dass ich nun einem neuen Phänomen auf den Grund gehen könnte oder diesem zumindest begegnen würde.
//DER FILM AN SICH//
Doch weit gefehlt!
Nix mit "hu hu" ~ sondern ein weiterer Tatsachen"bericht" über einen tragischen "Unfall". Oder viel eher noch: über die schlampige Arbeitsweise von Tauchlehrern.
Die Story ist schnell erzählt.
Hier geht es um das beziehungsproblembeladene Paar Daniel und Susan, die ~ wie so viele andere Paare auch ~ versuchen, durch einen gemeinsamen Urlaub ihre Problemchen zu kitten.
Ziel der Reise ist die "Unterwasserwelt Jamaicas" ~ doch leider kommen die beiden dem Wasser viel näher als sie sich das je erträumten.
Denn nachdem die beiden ins Wasser hüpften um sich tauchenderweise Marke "Eigenunternehmung" von der Gruppe entfernen, beginnt ein Vergessenskomplex.
Daniel und Susan vergessen die Zeit ~ und das Boot die beiden.
Was sich eigentlich keiner zu er(alp)träumen wagt, wurde hier Wirklichkeit: das Boot schipperte los, und keiner weiß, wann und ob überhaupt jemand bemerkt, dass die beiden fehlen. Mitten im tiefsten Ozean zurückgelassen hat man natürlich auch keiner sonderlichen Überlebenschancen ~ man kann weder zurückschwimmen noch irgendwie auf sich aufmerksam machen. Ferner stellt sich die Frage, ob man nicht ohnehin besser an der gleichen Stelle warten sollte, FALLS jemand zurückkommt. Doch wie das auf dem Wasser nun mal so ist treibt man von ganz alleine ab.....
//MEINE MEINUNG//
Was dann folgt, ist ein mehr oder minder spannendes Geplansche im Wasser zwischen Quallen, knabbernden Fischen und nicht zuletzt Haien.
Als der Film zu Ende war, hab ich erst mal blöd geguckt. Ruth nicht weniger. Ich glaube, unser Gespräch belief sich bis zum Auto auf die gegenseitige Frage "und DAS WARS???".
Dazu muss ich sagen, dass "Schuld" an dieser Enttäuschung vor allem der Aufmacher von wegen "Blair Witch unter Wasser" war. Ich hatte wirklich gedacht, hier würden irgendwelche mysteriösen Dinge vor sich gehen. Dass das ganze dann doch eher in die Kategorie "seichtes Drama" gepasst hätte, hätte man mir eben vorher sagen sollen.
Demnach kritisierte ich dann natürlich auch weiter ~ wenn dieser Film wirklich auf Tatsachen beruht und das Ende auch so war wie im Film.... wie hätte man dann überhaupt wissen können, dass es so passiert ist? Es war ja keiner mehr da, der es hätte erzählen können!
Im Grunde hätte es also genauso gut sein können, dass Daniel alleine weiterschwamm, gerettet wurde und seine (zickige) Frau einfach zurückließ.
Das hätte die Story zumindest etwas aufgepeppt.
~ Natürlich finde ich es furchtbar, dass so etwas tatsächlich passieren kann (und sogar öfter passiert als man denkt); dennoch wundert es mich, dass auf so einem kleinen Boot NIEMANDEM der rund 20 Passagieren auffällt, dass das Paar fehlt.
Ganz davon abgesehen hätte man aus der Story viel mehr rausholen können. Ab und an schlich sich meiner Meinung nach etwas zu viel Langatmigkeit ein ~ was auch die doch recht überzeugenden Schauspieler nicht wieder rausholen konnten (wie auch immer sie hießen, alle Beteiligten waren mir völlig unbekannt).
Wo's an der Story hapert, kann auch der beste Darsteller nix mehr retten.
Wenn man zwei Leute einfach ins Wasser setzt und dort nichts passiert außer dass der eine Beteiligte mal Pipi muss (und darüber dann sinnigerweise debattiert wird) dann nutzt auch die beste geschauspielerte Panik nix.
Die Szene, wo die Haie auftauchten war allerdings dann doch recht spannend ~ vor allem rechnet man als Zuschauer oft nicht damit, dass eben NICHTS passiert. Doch, DAVON war ich begeistert!
Von mehr aber allerdings nicht.
//DIE DVD//
Man möge sich wundern, dass ich nach diesem Kinoerlebnis nun auch noch von der DVD rede. Liegt aber einfach daran, dass mir diese nochmals ausgeborgt wurde; eben weil ich mir den Streifen doch noch mal zu Gemüte führen wollte.
Vor allem auch, weil meine Bekannte doch recht begeistert von dem Streifen war!
Getreu dem Motto "hab ich was verpasst?" schaute ich mir das ganze noch mal an.
Nur: begeistert bin ich jetzt immer noch nicht.
Das Bonusmaterial habe ich mir, wie so oft, auch nicht komplett angesehen; sondern begnügte mich damit, dass Interview mit den Hauptdarstellern anzusehen.
Naja, zumindest die ersten 3 Minuten davon.
Für meinen Geschmack war das Geplapper doch zu Euphorie-gepuscht.
Das "Making Of" ist auch nicht wirklich besser. Eine volle Viertelstunde darf man dem Regisseur (Chris Kentis) von seiner Wasserbegeisterung lauschen; die durch die wahre Geschichte gepuscht wurde. Bis dato dachte ich zwar eher, dass einem die Lust zum tauchen vergeht, wenn man einen Zeitungsartikel über o. g. story liest, aber nuja....
Die deleted scenes sind auch nicht wirklich der Knaller; und spätestens als ich den trailer zu "Gods end" sah, hatte ich die Schnauze voll. Zumal "Gods end" ebenfalls ein Film ist, den anzusehen ich mir zweifelsohne hätte sparen können.
//ERGO//
Es gab mal einen anderen Film mit Haien namens "Deep blue sea" von dem ich - im Gegensatz zu manch anderen recht begeistert war. Dort ging es eben auch um ein "riesiges begehbares Aquarium", was irgendwann in sich zusammenbrach. DER Film war der Knaller!
Auch kann ich mir vorstellen, dass andere "alleine da draußen" ~ Filme "Open Water" um Längen schlagen. Nehmen wir "Cast away" ~ Tom Hanks hat in diesem Streifen stundenlang den Alleinunterhalter gespielt, und der Film war keinesfalls langweilig.
Wirklich angepisst bin ich von diesem (ich sag's jetzt das dritte Mal, ich weiß): "wer Blair Witch mag, wird diesen Film lieben" ~ denn es geht nicht nur um was ganz anderes; sondern "fehlt" in Blair Witch auch die "Auflösung", während man hier halt ein "richtiges Ende" präsentiert bekommt.
Die einzige Parallele mag sein, dass auch hier jemand verschwindet und man nur spekulieren kann, was passiert ist.
Doch wenn man das ganze schon meint, verfilmen zu müssen ~ dann hätte man seiner Fantasie auch freieren Lauf lassen können. Ein wenig "untermalende" Filmmusik hätte auch nicht schaden können....
11 Bewertungen, 5 Kommentare
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20.06.2006, 22:53 Uhr von schokofan
Bewertung: sehr hilfreichsh und glg Dagmar
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20.06.2006, 18:02 Uhr von SuicideToday
Bewertung: sehr hilfreich~*~sehr hilfreich~*~man liest sich~*~
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20.06.2006, 17:16 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreichDanke für die Warnung.
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20.06.2006, 15:45 Uhr von 78sunny
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht! LG Sunny
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20.06.2006, 14:35 Uhr von Eurovision
Bewertung: sehr hilfreich♫ ♫ ♫ ... ♪ ..E.. ♪ ..U.. ♪ ..R.. ♪ ..O.. ♪ ..V.. ♪ ..I.. ♪ ..S.. ♪ ..I.. ♪ ..O.. ♪ ..N.. ♪ ... ♫ ♫ ♫
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