Original Wagner La Pizza Salame Cipolla Testbericht

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ab 9,89
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Zubereitung:  sehr schwierig

Erfahrungsbericht von djrene

ABER HALLO!!! TK-Pizza die schmeckt!

Pro:

Schmeckt wirklich lecker

Kontra:

Manchen vielleicht etwas zu teuer. Der Rand ist ungenießbar

Empfehlung:

Ja

*****WARUM?*****

Da ich ja bekennender Hasser von Fertig- und Fixprodukten bin und eigentlich fast nichts mehr verabscheue als Tiefkühlpizza, stellt sich natürlich zu Recht die Frage wie ich auf die Idee komme mir ein solches Produkt einzuwerfen. Eingekauft habe ich sie nicht selbst, sondern meine, manchmal auch als „bessere Hälfte“ betitelte, Freundin. Alles protestieren half nichts, das Teil wanderte irgendwann beim Einkaufen vor 2 Wochen in den Wagen und ich durfte dafür an der Kasse auch noch 2,79 Euro löhnen. Und wie das bei Frauen eben so ist, wurde das Ding natürlich nicht gegessen, da man ja schon beim Ansehen dick wird, sondern landete in meinem Gefrierschrank. Bis gestern. Mangels sorgfältiger Einkaufsplanung (das hätte die „bessere Hälfte“ auch mal sorgfältiger handhaben können) und fehlender Lust mich lange in die Küche zu stellen, beschloß ich, mich der Tiefkühlpizza anzunehmen.

Alle die nur Informationen zum Produkt haben wollen, empfehle ich den folgenden Punkt auszulassen.


*****ZWISCHENSPIEL*****

Da ich durch meinen Beruf bedingt extrem viel unterwegs (sowohl in Deutschland, als auch weltweit) und zudem großer Pizzafan bin, kann ich mir glaube ich ein halbwegs fundiertes Urteil über diesen kulinarischen Genuß erlauben, da ich sowohl die geläufigsten Varianten, als auch die begangenen Vergewaltigungen kenne. Auch wenn man das beim Blick hinter die deutschen Pizzaöfen kaum glauben mag, die Pizza kommt im ursprünglichen Sinne aus Italien, genauer gesagt aus Neapel. Hierzulande ist der Italiener leider nicht mehr allzu oft beim Herstellen der Pizza anzutreffen. Beim Teigkneten treffen wir: Türken, Araber, Inder, Deutsche, Amerikaner, Griechen oder Russen. Wobei ich nichts gegen all diese Menschen gesagt haben will, aber sie stehen nun mal nicht für leckere Pizza (meistens jedenfalls nicht)

Grob gesehen kann man 3 verschiedene Arten der Pizza finden (die türkische Pizza lasse ich mal außen vor, die ist eine ganz andere Speise):
DIE ITALIENISCHE: Eigentlich ganz in den Nationalfarben Rot (Tomaten), Grün (Basilikum) und Weiß (Mozzarella) gehalten, ist der perfekte Teig nicht knusprig, aber von solcher Konsistenz, daß man ein Stück (Viertel oder Achtel) leicht gewölbt in der Hand halten kann, ohne daß sich der Belag selbständig macht. Allerdings sollte sich die Spitze leicht nach unten biegen, damit man sie in den Mund rutschen lassen kann (so hat’s mir ein Pizzabäcker in Neapel erklärt und es gibt wohl keinen Grund ihm nicht zu glauben). Wie praktisch das ist, diese einhändige Methode sich zu ernähren, wurde den Italienern wohl erst bewußt als das Handy erfunden wurde. Mit Zutaten geht der Neapolitaner eher sparsam um.
DIE AMERIKANISCHE: Sie fällt durch etwas dickeren Teig (allerdings nicht so wie uns die American Pizza im Supermarkt glauben machen will) und sehr würzige Tomatensoße auf. Zudem ist sie oft reichlich belegt, was leider auch zu Matschigkeit des Bodens führen kann. Wenn sie richtig zubereitet ist kann sie sehr lecker sein, solche keksartigen Böden wie in der Tiefkühltruhe sollten jedoch dem Weihnachtsgebäck vorbehalten sein.
DIE DEUTSCHE: Hier ist der Boden knusprig, teils sogar hart und der Rand ist oft fast nicht mehr zu beißen. Keine Ahnung warum die Deutschen auf einen knusprigen Boden bestehen, aber in den meisten Pizzerien hierzulande wird das inzwischen so gehandhabt. Natürlich ebenso in den touristischen Hochburgen Italiens und vermutlich auch auf Mallorca. Zudem besteht der Deutsche wohl in der Breite auf opulente und seltsame Zutaten beim Belag, man will ja was fürs Geld. Bis hin zu Bratwurst oder grünem Pfeffer habe ich schon fast alles erlebt. Grauselig. Die Teigherstellung scheint zudem gerade bei asiatischen und afrikanischen Pizzabäckern ein Problem darzustellen.

Zu erwähnen bleibt noch, daß Teig, Belag und Würzigkeit auch in Italien von Region zu Region stark schwanken kann. Eine Pizza aus Calabrien oder Apulien wird immer anders schmecken als eine vom Gardasee oder aus der Toscana.


*****WEITER IM TEXT*****

Während ich mich über die Pizza weltweit ausgelassen habe, habe ich das Tiefkühlteil aus der handelsüblichen Verpackung (Plastikfolie und Pappschachtel) geholt und mir mal die Zubereitungsempfehlung zu Gemüte geführt. Aha, man soll also alle Öfen vorheizen (Ober-/Unterhitze 220°C – Umluft 190°C). Dann mache ich das also mal. Nun bleibt Zeit mir die Pizza mal anzuschauen. Sieht ganz passabel aus, etwas unförmig (also nicht ganz rund) und mit einer extrem lecker aussehenden Salami (mit Pfefferrand) belegt. Dazu Käseraspel und kleine weiße Kügelchen, die, wie mir ein Blick auf die Packung zeigt, Mozzarellakügelchen sind. Interessant finde ich übrigens auch, daß auf der Packung vorne kein Produktbild zu sehen ist, sondern daß selbige mehr wie ein altes Buch gestaltet ist. Erst hinten offenbart sich wie die Firma Wagner sich das fertige Produkt vorstellt.

So, rein mit der Pizza in den vorgeheizten Ofen und geduldig 12-14 Minuten gewartet. Ich habe mich für den Mittelweg mit 13 Minuten Backzeit entschieden. Von Geburt an ungeduldig (Ich bin nicht neugierig, ich will nur alles wissen), mußte ich nach ca. 7 Minuten mal einen Blick in den Ofen werfen und es sah nicht anders aus wie bei allen Fertigpizzen die ich so kenne. Auch der Geruch war einfach der von erhitzter Salami. Nichts besonderes also.

Nach 13 Minuten habe ich das Teil dann aus dem Ofen raus und auf einen vorgewärmten Teller (das verhindert, daß sich Feuchtigkeit bildet) gegeben. Und ich muß sagen, daß Ergebnis hat mich schon vom Anblick mal positiv überrascht. Die Kügelchen waren ebenso wie der restliche Käse komplett zerlaufen und war ganz leicht gebräunt. Ich muß an dieser Stelle mal erwähnen, daß ich die Zwiebeln vor dem backen sorgfältig entfernt habe, da ich damit ein größeres Problem habe, nicht nur auf der Pizza. Die Zwiebeln waren aber in größere Stücke geteilt, so daß dies kein großer Akt war die Zwiebeln runter zu nehmen.

Ein erster Blick sagte mir auch, daß der Boden wohl knusprig war (wie auch sonst in Deutschland, siehe oben), aber das läßt sich bei Tiefkühlpizza wohl auch schlecht anders regeln. Schade zwar, aber durchaus zu verkraften. Also, das Ding in 8 Stücke geteilt und vor den Fernseher verkrümelt. Und jetzt kam die eigentliche Überraschung, DIE SCHMECKT! Ziemlich würzig, die Salami sogar mit leichter Schärfe. Der Käse extrem lecker und die Tomatensoße deutlich reichlicher vorhanden als bei bisher verköstigten Fertigpizzen. Was ich sehr wichtig finde, ist, daß die Backzeit wirklich stimmt. Es gibt keine kalten und labberigen Stellen in der Mitte der Pizza, keine Flüssigkeit schwimmt auf der Pizza und der Boden ist trotz Knusprigkeit noch leicht zu beißen. Lediglich der Rand ist meiner Meinung nach ungenießbar und hat deutliche Anzeichen von Butterkeksen. Er ist einfach innen zu trocken. Wenn man es mit anderen Produkten (auch der gleichen Firma) vergleicht, muß man einfach sagen, daß diese Pizza gelungen ist. Nicht zuletzt durch die Kombination (siehe Zutatenliste) von 3 Käsesorten, die zudem auch reichlich vorhanden sind, hat dieses Produkt den gewissen Kick den ich eben bisher bei TK-Pizza vermißt habe.


*****VERGLEICH*****

„Normale“ Fertigpizzen kann man mit LaPizza überhaupt nicht vergleichen. Der Belag ist saftig, würzig und von exzellenter Qualität (hier seinen nochmals die Pfeffersalami und der Mozzarella erwähnt). Bei PLUS gibt es ein vergleichbares Produkt, das ich eben probiert habe. Es heißt PIZZA TRADIZIONALE CROCCANTE und kostet lediglich 2,19 Euro. Leider kann die Qualität mit dem des Wagner-Produktes nicht mithalten. Der Teig ist deutlich härter und der Käse nicht so aromatisch. Als preisgünstigere Alternative taugt es allerdings schon.


*****FAZIT*****

Ich werde durch LaPizza von Wagner bestimmt nicht zum Fan von Fertig- oder Fixprodukten. Auch werden TK-Pizzen bei mir die Ausnahme bleiben, aber als schnelle, einfache Alternative kann ich das Produkt durchaus empfehlen. Sogar mit den meisten Pizzadiensten kann sich die Teigscheibe durchaus messen. Und damit relativiert sich nämlich auch schon der relativ hohe Preis. Ich für meinen Teil gebe lieber die paar Cent mehr aus, als daß ich etwas esse, das höchstens dazu taugt jemanden zu erschlagen. Ich bin übrigens von der Pizza durchaus satt geworden.

Da der Rand leider überhaupt nicht schmeckt, ziehe ich einen Punkt ab. Positiv möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, daß sich in den Zutaten nichts findet, bei dem man nachdenken müßte ob das ein Problem ist (außer den Kalorien). Für alle Allergiker hier trotzdem noch:


*****DIE ZUTATEN*****

Weizenmehl, Wasser, Schältomaten, Pfeffersalami, Edamer, Mozzarella, Zwiebeln, Emmentaler, Tomatenmark, Olivenöl, Hefe, jodiertes Speisesalz, Malzmehl, Gewürze, Margarine, Zucker, Basilikum, Knoblauch, Petersilie



Keep on rockin‘ and stay tuned,

René

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