Ostia Antica Testbericht

Ostia-antica
ab 8,22
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(2)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von ciaobella

Ganz in der Nähe des Meeres ein paradiesischer Ort

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Großen Roms benutzten Ostia als Sommerfrische

Heute führen öffentliche Verkehrsmittel von Rom aus zu der unweit des Ruinenfelds des
antiken Ostia erbauten Siedlung *Ostia Antica*, und weiter zu dem unmittelbar am Meer geschaffenen Badeort Lido di Ostia, die beide zu Groß-Rom gehören. Vier Kilometer lang ist die von Lido di Ostia aus führende , sehr lange und prächtige Pineta di Castel Fusano auf der Trasse der antiken Via Severiana; immer dem Strand des Tyrrhenischen Meeres folgend.

Dieser Stätte ist man sehr schnell ergeben, wenn man die Ruhe und die Vergangenheit spürt. 25 km südwestlich von Rom liegt "Ostia Antica". Im 4. Jahrhundert v. Chr. war diese Hafenstadt eine militärische Kolonie. Der von Trajan und Claudius gebaute Hafen, der größte Latiums, ist heute zugeschüttet. Viele der mächtigen Aufbauten vergangener Zeiten liegen heute für immer unter dem Flughafen Fiumicino. Das wichtigste Handelsgut war damals Getreide aus Nordafrika.In Ostia verteilte man es größtenteils kostenlos, um Unruhen zu vermeiden. Ostia zählte zu dieser Zeit ca. 100 000 Einwohner. Die Bewohner lebten abseits von den Hauptstraßen. Meist lebten sie in mehrstöckigen Blocks (insulal). Das sind Mietwohnungen unterschiedlicher Coleur. Die Wohlhabenden lebten in einzelnen Häusern(domus)

Rückkehr in die Vergangenheit

Ein Spaziergang durch Ostia Antica bedeutet eine Rückkehr in die Vergangenheit. Aus den alten Steinen entspringt ein wunderbarer Zauber.Die Badeanlagen sind auch zu besichtigen (Thermen des Neptun).
Sie sind sehr gut erhalten und zeigen viel handwerkliches Können.(Bademosaiken dieser Zeit)

Ostia unterstreicht den kosmopolitischen Charakter der Stadt. 18 Tempel sind dem persischen Gott Mithras gewidmet, 1 jüdische Synagoge und 1 christliche Basilika aus dem 1. Jahrhundert ist verteten.

Bei Ausgrabungen konnte die interessante Stadtstruktur mit dem rechtwinkligen Straßennetz fast völlig freigelegt werden. Zentrum des städtischen Lebens war das Forum mit zwei großen Tempeln, Kapitol,(2.Jahrhundert v.Chr.) und der Tempel der Roma und des Augustus, der Curia und der Thermen.

Mit dem Niedergang des Römischen Reichs begann auch der Verfall Ostias. Die Stadt wurde vom 5. Jahrhundert n.Chr. zu einem Steinbruch für jegliche Art von Baumaterialien. Bauherren des Domes von Pisa fuhren mit Schiffen und holten sich alles, was sie benötigten. Sogar für den Petersdom in Rom trug man Tonnen von Baumaterial ab. Man spricht auch davon, daß für die Kirchen von Genua und Orvieto Material geholtwurde. Erst in der 2. Hälfte des XIX. Jahrhunderts wurde diese rschamlosen Ausplünderung von Papst Pius IX. ein Ende gesetzt. Ausgrabungen und Restaurierungen wurden vorgenommen. Im Jahre 1938 leitete man die Ausgrabungsarbeiten
ein. Zwei Drittel des Straßennetzes aus der Kaiserzeit wurden ans Licht gebracht. Außerdem wurden Foren, Lagerräume, Tempel, zahlreiche Grabstätten an das Tageslicht gebracht. Besonders beeindruckend fand ich längs der Via della Tombe zahlreiche Thermalbäder(19) und mehr als 160 Wohnblöcke, Wäschereien, Kaffeehäuser und Kneipen.

Die "Piazzale della Corporazioni" war von lebenswichtiger Bedeutung für die Handelszünfte. ( Sitz der 70 Handelshäuser und Schifffahrtsbüros.).

Das "Theater des Septimus Severus" wird vom großen Platz der Zünfte beherrscht.
In dessen Mitte befindet sich der Tempel der Ernte- göttin "Ceres". 3500 Menschen bietet das Halbrund des Theaters Platz. An lauen, schönen Sommertagen wird hier noch immmer Theater gespielt. Es werden griechische und römische Theaterstücke aufgeführt. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

"Decomanus Maximus"
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Diese Hauptachse durchquert das gesamte Stadtzentrum von Ost nach West (ca. 1,6 km lang). Es war praktisch die Fortsetzung der Via Ostiense, die Ostia mit Rom durch die Porta Romana, den Haupteingang in die Stadt verband. Besonders reizvoll ist es, daß man in alle Häuser hineingehen kann. Viel interessante Eindrücke gewinnt man abseits
der Straßen, in den kleinen Ausblicken. Man sollte sich viel Zeit nehmen, um das alles
sehen zu können. Auch für Kinder ist es interessant. Ich denke, das
es gerade Kindern mehr Abwechslung bietet, als es im Kolosseum der Fall ist. Hier ist die Antike greifbarer noch. Viele Plätze laden zum Verweilen ein. Auf den Wiesen und Steinen kann man Rast machen und in aller Beschaulichkeit in die Vergangenheit
hinabtauchen.

Das kleine Museum sollte man besuchen, weil es sehr schöne antike Kostbarkeiten bietet.(z.B. die Statue des Hauses "Diana".) Die alten Römer verezehrten hier ihre Speisen und Getränke. Die Bar ist noch sehr gut erhalten.

Abseits des Flughafens Fiumicino und den Gechäftigkeiten der Neuzeit besucht auch mancher Geschäftsmann "Ostia Antica" mit seinen Geschäftspartnern. Es bietet ein gute Atmosphäre, um sich näher zu kommen. Und es ist ein anderes Ambiente als mittendrin in Roms Geschäftsstraßen.

Informationen

1. Geöffnet sind die Ausgrabungen von Ostia Antica" in der Viale dei Romagnoli 717, 1-00119 – Rom, täglich außer montags von 8.30 - 19.00 Uhr. Der letzte Einlaß ca eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang.(18.30Uhr)

2. Eintritt kostet umgerechnet 8.00 DM. Jugendliche unter 18 Jahren und Senioren,
Studenten der Architektur und Kunstgeschichte können "Ostia Antica" kostenlos besuchen.

3. Anreise von Rom aus mit der Metro (Linie B). Man fährt bis Haltestelle "Piramide",
von dort aus mit dem Zug " Roma Lido" bis zur Station "Ostia Antica"

Anfahrtsdauer ca. 45 Minuten!
Eingang ist gut sichtbar.

Mein Fazit

Es ist ein Aufenthalt für die ganze Familie. Kindern wird es hier nie langweilig, da alles sehr gut begehbar ist und ganz weiträumig. Besonders die antiken 20 Toiletten werden sie interessieren. Sie sind recht gut erhalten. Auf den Wiesen kann man sich tummeln, erlebt die vergangene Zeit dieser ehrwürdigen Hafenstadt des Mittelmeerraumes.
Besonders gelungen ist der Abschluß des Tages, wenn man dann noch im Freilichttheater eine Aufführung eines römischen oder griechischen Stückes anschauen wird. Informationen über Spielzeit kann man einholen.
Auskunft in Deutschland: Tel.0039/06/5635 80 36
Im Internet findet Ihr viele Informationen unter : www.ostiaantica.net.

In eigener Sache

Noch ein paar Sätze von mir in eigener Sache. Am 29. Juni 2001 postete ich diesen Beitrag und hatte auch sehr viele Leser und auch gute Kommentare, die mich erfreuten. Per Zufall entdeckte ich nun, daß mein Beitrag gelöscht wurde. Ich bat Ciao, daß ich gern eine Information hätte, weshalb erst mein Moses-Beitrag und dann auch noch dieser Ostia-Beitrag veschwunden war. Hätte mich ein netter User nicht aufmerksam gemacht, daß ich doch auch einmal darüber schreiben möchte, wäre mir das sicher nicht aufgefallen! Das zeigt auf einen Mangel hin. Für alles gibt es einen Service. >Warum nicht auch, wenn ein Bietrag gelöscht wird? Aber das werde ich an anderer Stelle noch hinterfragen. Ich schreibe dieses Nachwort für all meine Leser, die chon einmal diesen Ostia-Beitrag gern gelesen, kommentiert und bewertet hatten. Und nun viel Freude beim zweiten Lesen.

Herzlichst
ciaobella / Copyright by ciaobella für Yopi.de
gepostet am 18. 08.2002

6 Bewertungen, 1 Kommentar

  • roma1

    18.02.2002, 13:03 Uhr von roma1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich war in Ostia. Sie ist ja wunderbar!