Ozzy Osbourne Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von vampire-lady
Dreamer
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Zum ersten Male hörte ich die Scheibe irgendwann im Auto. Unbewusste drehte ich das Radio lauter, weil ich mich irgendwo an November Rain oder Don’t Cry von Guns N Roses erinnert fühlte – was ich aber auch wiederum nicht glauben wollte. Da Eins live im Grunde seines Herzens ein dämlicher Sender ist, folgte statt eines labernden Moderators, welcher mir bitteschön mal Titel und Sänger erklären sollte, natürlich Werbung.
Ich habe das alles dann erst mal wieder vergessen, was daran liegt, daß ich kein MTV hereinbekomme und folglich die Wiederauferstehung von Ozzy nicht wirklich mitbekommen habe.
Irgendwann endete ich beim rumzappen mal wieder bei VIVA (ich hasse VIVA) – ein böser Fehler, müllte mir doch Mülla Adeblödi seine verbalen Misserfolge in die Gehörgänge, aua aua aua. Zur Beruhigung holte ich mir einen Kaffee, woraufhin ich in der Küche das Lied aus dem Auto wiedererkannte, welches aus der Glotze ertönte. Einem bedröppelten Unglücksraben gleich stand dort nun Ozzy Osbourne auf der Bühne. Oder versuchte zu stehen – egal. Flying high vor lauter Nüchternheit wirkt er fast wie Joe Cocker in Zeitlupe.
Dreamer ist eine Rockballade älterer Machart, ich würde schon sagen, so was hört man heutzutage kaum noch – zumindest nicht derart hoch in den Charts platziert (MTV sei Dank). Ozzys Stimme klingt noch, wie man sie von ganz alten Machwerken her kennt. Der Song beginnt mit einem Klavierpart, der sich auch weiterhin durch das ganze Stück zieht. Wahrscheinlich kam ich deshalb auf den Trichter mit November Rain. Das Klaviergeklimper gibt dem Song einen leicht schwermütigen Charakter – eigentlich haben wir gerade die richtige Jahreszeit dafür, um dem Songtext zu folgen und aus dem Fenster auf die Welt draußen zu sehen. Ich höre so was immer gern, wenn es draußen grau ist, am besten bei Regen, vor die Heizung gemummelt und mit einer schönen Tasse Kaffee in der Hand. Nachdem Ozzy nun einige Zeilen mit Klavierbegleitung zum Besten gegeben hat, wird dem Zuhörer bald auch der gemütliche Einszweidreivier-Takt getrommelt. Und um aus dem Song eine richtig fette Rockballade mit allem Pipapo zu machen, kommen auch diverse Streicher zum Zuge. Hier wie meist bei Geigen wird auch nicht unbedingt Frohsinn und Heiterkeit verbreitet. Vielmehr werden die schwermütigen Klavierklänge dadurch noch unterstützt.
Um deutlich zu machen, daß wir es nicht mit Celine Dion und einem Komplett-Sinfonie-Orchester, sondern mit dem guten alten Ozzy, wurde aber auch nicht vergessen, das Gitarrensolo in die Ballade einzubauen, welchen auch definitiv dorthin gehört. Soweit stimmt an dem Song eigentlich alles – gäbe es da nicht einen dämlichen Chor, der engelsstimmengleich in regelmäßigen Abständen sein komisches haahhhaaaaaaaaaaaaa in die Weltgeschichte jodelt. Darauf hätte ich echt gern verzichtet.
Der Text (vorhanden bei lyrics3000.de) ist eine Sache, die eigentlich nicht recht zu Mr. Osbourne passen will oder vielmehr nicht zu seinem Image. Vielleicht muß man aber auch einem Rock-Opi heutzutage ein paar tiefgehende Gedanken mehr zustehen. Und der Text gibt einigen Stoff zum Nachdenken: über Ozzy, der bestimmt eine gewisse Zeit seines Lebens verträumt hat, darüber wie viel man selbst verträumt hat, darüber ob das nicht eigentlich auch ganz schön so ist – und nicht zuletzt darüber, ob die Menschheit nicht wirklich einfach nur ätzend ist... huch! Jetzt kommt der Zyniker wieder durch. Na auf jeden Fall wird auch hier wieder vom Wunsch nach Friede, Freude, Eierkuchen für die Menschheit philosophiert, das alles mit der gewissen Portion an Weisheit, die jemand hat, der einfach schon viel (Mist) gesehen hat. Und so paßt der Text dann auch doch wieder irgendwo zu Opa Ozzy, ein jüngerer Interpret wäre einfach nicht glaubhaft genug.
Die Grundaussage der Scheibe paßt auf jeden Fall gut in eine Zeit in der gewisse zweifelhafte politische Elemente ihre Messer wetzen und sich gegenseitig gehörig auf den Busch klopfen wollen. Obwohl es mich mittlerweile auch schon wieder nervt, in alles die aktuelle politische Weltlage hinein interpretieren zu müssen.
Der zugehörige Clip zeigt Ozzy mit seinen Musikern auf einer lichtdurchfluteten Bühne (?), Kerzenlicht verschafft eine warme stimmungsvolle Atmosphäre, in der Ozzy in seinen schwarzen Klamotten allerdings wirkt wie ein Unglücksrabe. Andere Teile des Videos spielen draußen und zeigen ein ziemlich düsteres Bild. Ozzy – natürlich in schwarz – umgeben von weiteren Schwarzträgern in einem verschneiten Wald. Der Clip ist gut gemacht und paßt zum Lied bzw. zu dessen Aussage, was in diesem Falle wichtig ist. Trotzdem würde ich das Video nicht als Wunderwerk der Annalen der Musikgeschichte beschreiben – es ist einfach in Ordnung. Wobei ich aber informationshalber nachschieben sollte, daß mich Musikclips mittlerweile eher anöden, weil ich genau genommen deren tiefen Sinn bis heute nicht begriffen habe.
Fazit:
Ach - hätte „ER“ doch I love Rock N Roll gecovert ;)
Ich habe das alles dann erst mal wieder vergessen, was daran liegt, daß ich kein MTV hereinbekomme und folglich die Wiederauferstehung von Ozzy nicht wirklich mitbekommen habe.
Irgendwann endete ich beim rumzappen mal wieder bei VIVA (ich hasse VIVA) – ein böser Fehler, müllte mir doch Mülla Adeblödi seine verbalen Misserfolge in die Gehörgänge, aua aua aua. Zur Beruhigung holte ich mir einen Kaffee, woraufhin ich in der Küche das Lied aus dem Auto wiedererkannte, welches aus der Glotze ertönte. Einem bedröppelten Unglücksraben gleich stand dort nun Ozzy Osbourne auf der Bühne. Oder versuchte zu stehen – egal. Flying high vor lauter Nüchternheit wirkt er fast wie Joe Cocker in Zeitlupe.
Dreamer ist eine Rockballade älterer Machart, ich würde schon sagen, so was hört man heutzutage kaum noch – zumindest nicht derart hoch in den Charts platziert (MTV sei Dank). Ozzys Stimme klingt noch, wie man sie von ganz alten Machwerken her kennt. Der Song beginnt mit einem Klavierpart, der sich auch weiterhin durch das ganze Stück zieht. Wahrscheinlich kam ich deshalb auf den Trichter mit November Rain. Das Klaviergeklimper gibt dem Song einen leicht schwermütigen Charakter – eigentlich haben wir gerade die richtige Jahreszeit dafür, um dem Songtext zu folgen und aus dem Fenster auf die Welt draußen zu sehen. Ich höre so was immer gern, wenn es draußen grau ist, am besten bei Regen, vor die Heizung gemummelt und mit einer schönen Tasse Kaffee in der Hand. Nachdem Ozzy nun einige Zeilen mit Klavierbegleitung zum Besten gegeben hat, wird dem Zuhörer bald auch der gemütliche Einszweidreivier-Takt getrommelt. Und um aus dem Song eine richtig fette Rockballade mit allem Pipapo zu machen, kommen auch diverse Streicher zum Zuge. Hier wie meist bei Geigen wird auch nicht unbedingt Frohsinn und Heiterkeit verbreitet. Vielmehr werden die schwermütigen Klavierklänge dadurch noch unterstützt.
Um deutlich zu machen, daß wir es nicht mit Celine Dion und einem Komplett-Sinfonie-Orchester, sondern mit dem guten alten Ozzy, wurde aber auch nicht vergessen, das Gitarrensolo in die Ballade einzubauen, welchen auch definitiv dorthin gehört. Soweit stimmt an dem Song eigentlich alles – gäbe es da nicht einen dämlichen Chor, der engelsstimmengleich in regelmäßigen Abständen sein komisches haahhhaaaaaaaaaaaaa in die Weltgeschichte jodelt. Darauf hätte ich echt gern verzichtet.
Der Text (vorhanden bei lyrics3000.de) ist eine Sache, die eigentlich nicht recht zu Mr. Osbourne passen will oder vielmehr nicht zu seinem Image. Vielleicht muß man aber auch einem Rock-Opi heutzutage ein paar tiefgehende Gedanken mehr zustehen. Und der Text gibt einigen Stoff zum Nachdenken: über Ozzy, der bestimmt eine gewisse Zeit seines Lebens verträumt hat, darüber wie viel man selbst verträumt hat, darüber ob das nicht eigentlich auch ganz schön so ist – und nicht zuletzt darüber, ob die Menschheit nicht wirklich einfach nur ätzend ist... huch! Jetzt kommt der Zyniker wieder durch. Na auf jeden Fall wird auch hier wieder vom Wunsch nach Friede, Freude, Eierkuchen für die Menschheit philosophiert, das alles mit der gewissen Portion an Weisheit, die jemand hat, der einfach schon viel (Mist) gesehen hat. Und so paßt der Text dann auch doch wieder irgendwo zu Opa Ozzy, ein jüngerer Interpret wäre einfach nicht glaubhaft genug.
Die Grundaussage der Scheibe paßt auf jeden Fall gut in eine Zeit in der gewisse zweifelhafte politische Elemente ihre Messer wetzen und sich gegenseitig gehörig auf den Busch klopfen wollen. Obwohl es mich mittlerweile auch schon wieder nervt, in alles die aktuelle politische Weltlage hinein interpretieren zu müssen.
Der zugehörige Clip zeigt Ozzy mit seinen Musikern auf einer lichtdurchfluteten Bühne (?), Kerzenlicht verschafft eine warme stimmungsvolle Atmosphäre, in der Ozzy in seinen schwarzen Klamotten allerdings wirkt wie ein Unglücksrabe. Andere Teile des Videos spielen draußen und zeigen ein ziemlich düsteres Bild. Ozzy – natürlich in schwarz – umgeben von weiteren Schwarzträgern in einem verschneiten Wald. Der Clip ist gut gemacht und paßt zum Lied bzw. zu dessen Aussage, was in diesem Falle wichtig ist. Trotzdem würde ich das Video nicht als Wunderwerk der Annalen der Musikgeschichte beschreiben – es ist einfach in Ordnung. Wobei ich aber informationshalber nachschieben sollte, daß mich Musikclips mittlerweile eher anöden, weil ich genau genommen deren tiefen Sinn bis heute nicht begriffen habe.
Fazit:
Ach - hätte „ER“ doch I love Rock N Roll gecovert ;)
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