PADI AOWD (Advanced Open Water Diver) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Duffy_2000

Come on Baby, let´s do it...dive together

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Freunde,

lange habe ich mir überlegt über welches Thema nehmen soll ich heute schreiben soll..

Nicht schon wieder ein Technikbericht dachte ich mir.

Und was lag jetzt näher, als Euch etwas über meine Lieblingssportart zu erzählen.
Also habe ich mich entschlossen, Euch etwas über die Tauchausbildung aufzuklären *grins*.

Da ich diesen Sport ja schon etwas länger betreibe, und mein erster Kurs auch schon etwas länger zurückliegt, möchte ich Euch nicht mit dem Einsteiger Kurs langweilen.
Dies war bei mir seinerzeit der „Open Water Diver“ von PADI

Ich nehme mir den nächsten Ausbildungsschritt zur Brust, den sogenannten Advanced Open Water Diver, und versuche Ihn Euch etwas näher zu bringen und vielleicht sogar etwas schmackhaft zu machen...

Advanced Open Water Diver, was ist das eigentlich

Dieses Programm baut auf den klassischen Einsteigerkurs, den PADI Open Water Diver (OWD), oder den „Junior Open Water“ (den man erhält, wenn man unter 15 Jahre alt ist) auf. Den Junior haben übrigens meine beiden Kidds gemacht.
Zwischenzeitlich ist Kristina zum Open Water Diver aufgestiegen.

Hier möchte ich bemerken, dass die Umschreibung des Brevets kostenlos ist....kaum zu glauben, aber sowas gibt´s auch noch...

Gut, zum Thema.
Beim AOWD lernt man zusätzliche Fähigkeiten und macht neue Erfahrungen, wobei hierfür Tauchgänge in verschiedenen „Disziplinen“ auf dem Programm stehen.

Im Gegensatz zum OWD, wo Grundkenntnisse des Tauchen erworben wurden, wird hier mehr Augenmerk auf die Tauchumgebung und die Perfektionierung des taucherischen Könnens gelegt.

Dies ist auch an den einezlnen Themen und Aufgabenbereichen (komme ich gleich drauf) leicht zu erkennen

Der PADI Advanced Open Water Diver Kurs sollte normalerweise mit einer kurzen Abfrage oder der beim OWD erworbenen Kenntnisse beginnen.
Klar, dass dies die Theorie betrifft.....

Wie sieht so ein Kurs eigentlich aus ?

Nun, der AOWD besteht in der Regel aus 5 verschiedenen Tauchgängen.

Zu jedem Tauchgang gibt es einen Theorieteil der im Advanced Open Water Manual ausführlich behandelt wird und der normalerweise im Selbststudium „durchgepaukt“ werden sollte.
Nun könnte ja jeder kommen und sagen, er habe dies gelesen und wisse Bescheid...hahaha..
So einfach geht´s natürlich doch nicht, den der Abschluß einer Theorieeinheit besteht aus Fragen, die schriftlich zu beantworten sind und die anschließend mit dem Tauchlehrer besprochen werden

So weit so gut !!

Aus welchen Tauchgängen besteht das ganze denn ??

Es gibt 2 sogenannte Pflichttauchgänge, die zwingend vorgeschrieben sind und die jeder absolvieren muss.

Dies wären als erstes die Navigation

Dieser Teil beeinhaltet die Orientierung unter Wasser mit Kompass und die natürliche Navigation. Natürliche Navigation wäre zum Beispiel die Orientierung anhand einer Felsformation, Korallenblöcken, oder im See anhand einer kleinen Sandbank oder Seegrasfeldern etc.
Ist nicht ganz einfach und Anfänger tun sich hier oftmals schwer. Oftmals hat man ein Ziel angepeilt und kommt in der gegengesetzten Richtung raus *gg*

Der zweite Pflichttauchgang ist das Tieftauchen

Beim OWD ist die empfohlene maximale Tauchtiefe 18 Meter und sollte eigentlich auch eingehalten werden.
Beim AOWD darfst Du jetzt schon ein wenig tiefer. Hier streiten sich allerdings die Geister, ab wann ein Tauchgang zu den „tiefen“ zählt. Normalerweise geben sich die meisten Tauchschulen mit ca. 25 Metern zufrieden. Als Limit für Sporttaucher zählt im allgemeinen 40 Meter. In unserer Gegend ist dies nur im Epple See in Karlsruhe möglich, dort gibt es eine Stelle wo man diese Tiefe erreichen kann. Manchmal muss man vielleicht noch ein wenig Sand rausschauffeln, damit man seinen Tiefenmesser auf die magische „40“ bekommt....*grins*

Die nächsten drei Tauchgänge sind sogenannte Wahlpflichttauchgänge, die man absolvieren muss, man hat aber die Möglichkeit aus verschiedenen Angeboten seine drei selbst zu wählen.

Angeboten werden folgende Tauchgänge:

Nachttauchen

Eine fazinierende Art zu tauchen, nachts scheint unter Wasser alles anders zu sein, als bei Tage. Egal ob im See oder im Meer, nachts sind Tiere unterwegs, die man bei Tage selten oder nie zu Gesicht bekommt.

Multileveltauchgang

Hier wieder einer der meines Erachtens nach sehr wichtigen Tauchgänge, hier geht´s nämlich um die Tauchgangsplanung
Die Tabellenversion des RDP (Recreational Dive Planer), mit der man im OWD seine TG´s geplant hat, ist nur für Berechnungen mit einer Tiefe zu verwenden.
Bei AOWD lernt man mit der „Wheel - Version des RDP“ wie mehrere Tiefenstufen problemlos berechenbar sind und man dadurch Deine Grundzeiten verlängern kann:

Suchen und Bergen

Oftmals kommt es vor, das der eine oder andere Taucher im See etwas verliert.
Selbst eine verlorene Flosse soll schon vorgekommen sein.
Hier werden verschieden Methoden gelehrt um solche Dinge wieder zu finden.
Und solltet Ihr tatsächlich einen Schatz oder etwas anderes schweres gefunden haben und ihr könnt das nicht heben...tja dann gibt´s ja noch den Hebeballon

Tarierung in Perfektion

Wie schon im OWD gelernt ist die Tarierung eins der wichtigsten Dinge überhaupt.
Zur Info: Tarierung wird das schwerelose schweben im Wasser genannt.
Saubere Tarierung schützt das Riff, ihr müsst nicht mit unerwünschten Tiefenänderungen kämpfen, und vor allen Dingen wird hier unheimlich viel der wertvollen Luft gespart. Und dies wird hier ausgiebig trainiert und perfektioniert

Fototauchgang

Für viele wohl einer der interessantesten Tauchgänge.
Mach doch einfach mal ein Erinnerungsfoto von einem Deiner ersten Tauchgänge.
Heutzutage ist das sogar relativ preisgünstig mit den sogenannten Einsteigerfotos zu machen.
Als Urlaubsandenken die netten und neugierigen Fischlein oder Seesterne. Sowas hat sicherlich nicht jeder vorzuweisen.

Fischbestimmung

Hier gehört natürlich sofort die Fischbestimmung dazu. Wenn man einen Fisch nicht genau kennt, bietet sich allemal an, so ´nen Kerl zu fotografieren....
Und ganz ehrlich, ich war schon oft im Meer und anderswo unter Wasser...ich kenne heute noch nicht jeden Fisch beim Namen *lol*
Fisch ist eben nicht gleich Fisch, oder so ähnlich....


Strömungstauchgang

In den Urlaubsländern wie den Malediven oder Ägypten ist eine Unterwasserströmung bei fast jedem Tauchgang vorhanden. Oftmals „pfeifft“ es einem richtig ins Gesicht. Dies ist allerdings kein Problem, sofern man weiß, wie man sich dann verhalten sollte. Und dieses lernt man hier

Trockentauchen

Trocken tauchen ist wie der Name schon sagt tauchen ohne nass zu werden. Hierfür gibts den speziellen Trockentauchanzug. Und dieser Anzug ist unheimlich schwer zu tauchen, das wird einem hier beigebracht.
Tropies werden hauptsächlich in der kalten Jahreszeit oder beim Eistauchen eingesetzt

Bergseetauchgang

Ab 300m Meter über Meereshöhe spricht man von einem Bergsee. Das Tauchen in solchen Seen erfordert spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten. Dieses Kenntnisse eignet man sich bei diesem Tauchgang an. Hierzu möchte ich bemerken, dass diese Tauchgänge bei uns eher selten angeboten werden, schon alleine der örtlichen Begebenheiten wegen..

Wracktauchgang

Wems gefällt, der kann sich für einen Wracktauchgang entscheiden. Ist meines Erachtens aber nur dann sinnvoll, wenn man ein Freund versunkener Wracks ist.
Diese Tauchgänge sind bei uns auch sehr selten im Angebot zu finden, ausserdem sind hier besondere Regeln und besondere Vorsicht von Nöten..

Bootstauchen

Der Vollständigkeit halber erwähne ich auch die Bootstauchgänge, die bei uns natürlich Quatsch sind und die man deshalb auch meist nur dann angeboten bekommt, wenn man seinen Kurs im Ausland (Meer) macht.
Dort sind sie natürlich sehr sinnvoll, da oftmals viele Tauchplätze nur mit dem Boot zu erreichen sind.

So, ich hoffe ich habe nichts vergessen aufzuzählen. Lass mich aber gerne belehren, denn nobody is perfect, nichtmal ich *lol*

Falls es Euch interessieren sollte welche Wahlpflichttauchgänge ich damals gewählt hatte, bitteschön.
Ich wählte Nachttauchen, Multilevel und Tarieren in Perfektion...und habe es bis heute nicht bereut. Speziell das Tarieren hat mir unheimlich viel gebracht. Zwischenzeitlich sind bei mir Tauchzeiten von 80 – 90 Minuten mit einer normalen 12 Liter Flasche in Tiefen von ca. 25 Metern keine Seltenheit mehr.

Wie vielleicht viele von Euch wissen bin ich ein absoluter Befürworter für „Heimtauchkurse“. Hier wird einfach individueller auf die einzelenen „Schüler“ eingegangen. Und gute Tauchschulen lassen auch den ein oder anderen Tauchgang mal wiederholen.
Im Gegensatz zu den Urlaubstauchkursen....

Naja, ist halt immer subjektiv.

Ich habe diesbezüglich schon einige Erfahrungen mitgemacht und über eine habe ich ja auch schon einen Bericht geschrieben.

Aber dies nur als kleine Anmerkung.

So jetzt komme ich langsam zum Schluß.
Da der AOWD nur fünf Tauchgänge beiinhaltet und auch der Theorieanteil nicht unbedingt riesengroß ist, kann dieser Kurs locker und leicht an einem Wochenende durchgeführt werden.

Nach erfolgreichem Abschluß dieses Kurses erhält man sein neues Brevet und darf sich ab sofort „Advanced Open Water Diver“ nennen.

Und wenn Du Lust daran gefunden hast, kannst Du natürlich weitermachen mit dem „Rescue-Diver“ oder diverse andere Spezialkurse machen, wie zum Beispiel Höhlentauch oder Eistauchen.

Was ich für diesen Kurs bezahlt habe kann ich leider nicht mehr so genau sagen, aber in der heutigen Zeit muss man so ca. 200 – 250 €URO rechnen. Da ist dann allerdings das gesamte Material und die Gebühr fürs Brevet dabei.
Ganz wichtig ist noch zu wissen, dass im Gegensatz zum OWD hier die Ausrüstung nicht dabei ist. Also, entweder selbst eine eigene Ausrüstung kaufen oder diese ausleihen. Dies ist natürlich dann mit weiteren Kosten verbunden.
Vergleiche lohnen sich auf jeden Fall, leicht kann man ein paar €URO sparen.

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