PUR klassisch Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  gut

Erfahrungsbericht von kiri1969

Dann doch lieber Fußball

2
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  schlecht

Pro:

die Arena ist ein genialer Veranstaltungsort

Kontra:

PuR ist nur was für Fans

Empfehlung:

Nein

Groß war die Freude, als wir für den 02.09. Freikarten für das ThyssenKrupp-Sonderkonzert von PUR in der Schalke-Arena gewannen. Zum einen waren Pur in der Teeniezeit eine meiner Lieblingsbands, zum anderen war ich noch nie in der Arena.

Zur Location :
Eigentlich ist die Arena ja die Heimat der Kicker von Schalke 04. Uneigentlich finden dort auch häufiger Konzerte statt und damit der kostbare Rasen dabei keinen Schaden nimmt, kann er herausgefahren werden. Weiterer Pluspunkt ist das Dach, das sich öffnen lässt, um die typische Open Air-Atmosphäre zu schaffen (bei Pur blieb das Dach allerdings zu)

Das multifunktionale Stadion hat Platz für ca. 61000 Zuschauer (ganz so viele waren bei PUR dann nicht da, aber die Arena war gut gefüllt). Wir hatten (leider nur) Stehplätze im Block K (inmitten Hardcore PUR-Fans) und nicht gerade die beste Sicht (trotz des Riesenvideowürfels).

Zu loben ist das Personal, das schnell und präzise die obligatorischen Einlass- und Sicherheitskontrollen durchführte, so dass längere Wartezeiten und Rangeleien vermieden werden konnten. Vielleicht sind die PUr-Fans aber auch in alkoholisiertem Zustand einfach nur friedlich und zivilisiert...

Allgemeines zu PUR :
Werde versuchen, mich kurz zu fassen. Also, begonnen hat alles 1975 unter dem Namen Crusade (Projekt von Roland und Ingo). 1976 kam dann Frontmann Hartmut Engler dazu und 1979 Joe. Erst war die Band nur eine schwäbische Lokalgröße, die bei örtlichen Veranstaltungen fehlte. Unter dem Namen "Opus" und mit deutschen Texten ging es dann in den 80er Jahren weiter . 1981 kommt dann noch Rudi in die Band, die sich zwischenzeitlich im Großraum Stuttgart einen Namen gemacht hat. Der Namen führt den allerdings zu Verwechselungen mit der gleichnamigen ÖsterreicherBand (deren One hit Wonder "Life is live" kennen ja wohl auch die meisten) und die 5 nennen sich fortan PUR.

Die erste größe Auszeichnung ist der Bundesrockpreis (ich glaube für "Bis der Wind sich dreht), danach geht es Schlag auf Schlag weiter, die Verkaufszahlen sprechen für sich ("Seiltänzertraum" : 3-fach Platin für 1,5 Mill., "Abenteuerland" 4-fach Platin für über 2 Mill. Exemplare, "Live - die Zweite" Doppel-Platin für 1 Mill. und "Mächtig Viel Theater" : ebenfalls Doppel-Platin). PUR haben sich mittlerweile in der deutschen Rockszene etabliert.

Zum Konzert :
Auf meine Liebnlingssongs wie "Lena" , "Abenteuerland" und "Wenn du da bist" war ich schon tierisch gespannt -wie würden sie sich mit klassischer Untermalung anhören ? Wie würden sich die Arrangements geändert haben ?
Schon nach kurzer Zeit merkte ich allerdings, PUR ist nicht mehr meine Welt (Fans bitte ab hier nicht mehr lesen). Zum einen war ich absolut nicht mehr textsicher (im Gegensatz zu allen Fans in meinem direkten Umfeld), zum anderen ging mir Hartmut Engler tierisch auf die Ketten. Er war zwar als Vollprofi auf der Rund-Bühne immer präsent und nahe am Publikum, aber leider...hat er auch gesungen. Und das klang trotz des genialen klassischen Orchesters ("German Pops Orchestra") nicht gerade sehr melodiös...einige Songs hat man auch in der neuen Vertonung erst nach längerem Zuhören erkannt (wie z.B. "wenn sie diesen Tango tanzt"). Die Musik von Band und Orchester war handwerklich solide (und ein paar Aha-Momente gab es auch, zum Beispiel als die Instrumente des Orchesters nachgestimmt wurden). Allerdings waren beide nicht immer aufeinander abgestimmt und die Klassiker verloren ab und an leider im Direktvergleich lautstärkemäßig gegen E-Gitarre und Drums.

Das Ruder rumgerisssen haben für mich die Gastmusiker wie Fools Garden (Lemontree, logo) und Altmeister Heinz Rudolf Kunze(bei "Dein ist mein ganzes Herz" kriege ich auch heute noch Gänsehaut). Leider wurden auch sie von Engler zu gemeinsamen Sangesversuchen genötigt..aber die Songs, die sie ohne seine Unterstützung zum Besten gaben, waren das beste am Konzert.

Bei den Sangesversuchen von Englers derzeitiger Lebensgefährtin haben wir dann (mit nicht gerade wenigen anderen Zuhörern) die Arena fluchtartig verlassen - ich glaub auch nicht, dass wir sonderlich viel verpasst haben.

Fazit : Schalke-Arena gerne mal wieder, aber nicht für PUR !!

16 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    12.09.2004, 23:25 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hi, die Flucht ist nachvollziehbar :) ... Pur waren schon einmal wesentlich besser, wenn ich auch nicht in der Arena war ... By the way, der Rahmen: Der Kerl heißt Heinz Rudolf Kunze (ein K schenke) ... Den habe ich auch einmal live gesehen und Backs