Panasonic NV-DS38 Testbericht

Panasonic-nv-ds38
Leider kein Preis
verfügbar
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Summe aller Bewertungen
  • Bildqualität:  gut
  • Bedienkomfort:  gut
  • Akkulaufzeit:  sehr lang
  • Verarbeitung:  gut
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut
  • Tragekomfort:  gut

Erfahrungsbericht von Suedi

Hightech für die Ewigkeit

Pro:

siehe Bericht

Kontra:

siehe Bericht

Empfehlung:

Ja

Nach der Geburt unseres Sohnes im April 2001 spielten wir mit dem Gedanken, uns einen Camcorder anzuschaffen, denn schließlich wollten wir das Heranwachsen, das ja gerade im Baby - und Kleinkindalter am Interessantesten ist, in Bild und Ton festhalten. Ende September 2001 setzten wir unser Vorhaben in die Tat um. Eigentlich hatten wir uns ein Preislimit von 2000 DM gesetzt, da ich aber auf gewisse Funktionen wie z.B. Photoshot auf Speichermedium mit Übertragung zum PC nicht verzichten wollte, gab es zu diesem Zeitpunkt in der Preiskategorie nichts, was meinen Anforderungen gerecht wurde. Nach einiger Überlegung entschieden wir uns dann für den

Panasonic NV DS 38 EG

zum damaligen Preis von 2499 DM. Die meisten Informationen über das Gerät hatten wir uns bereits über das Internet eingeholt, also bestellten wir uns das Gerät schlicht und einfach bei Baur.
Die Zeit wollte natürlich nicht vergehen und die Vorfreude war riesig, doch endlich, an einem Samstag Anfang Oktober, klingelte der Paketmann. Freudestrahlend nahm ich das Paket entgegen und machte mich sofort ans auspacken. Logischerweise hatten wir natürlich gleich 2 DV-Cassetten mit bestellt.
Außer dem Camcorder selbst gehörten noch folgende Utensilien zum mitgelieferten

Zubehör

Netzadapter mit Eingangskabel und Netzkabel
Lithium-Akku CGR D08R 7,2 V 800 mAh
Fernbedienung mit Knopfzelle
Objektivdeckel
AV Kabel
Schulterriemen
SD Speicherkarte 8 MB
PC Anschlußkit + Software


Die ersten Schritte / Erste Eindrücke

- Zuallererst habe ich mich an das Studieren der Bedienungsanleitung gemacht, die natürlich Pflichtlektüre sein sollte. Aber keine Angst, sie ist verständlich geschrieben und übersichtlich aufgebaut.

- Begonnen habe ich mit dem Aufladen des Akkus in der dafür mitgelieferten Ladestation, was 1 Stunde dauerte.
Das Akku läßt sich leicht unterhalb des Suchers einschieben, wenn es klickt, ist es befestigt.

- Im Anschluß daran habe ich eine Mini-DV in den Camcorder eingesetzt. An der rechten Seite befindet sich das dafür vorgesehen Fach. Man betätigt den Eject-Button und das Fach öffnet automatisch. Nun braucht man den Datenträger nur noch in Pfeilrichtung einzusetzen und wieder zu schließen.

- Nun habe ich die 8 MB SD Speicherkarte für die Fotos eingesetzt. Dazu klappt man an der linken Seite den LCD-Bildschirm aus. Dahinter verbirgt sich der Schacht für die SD-Card. Hier schiebt man den Open-Regler nach rechts und das Klappfach öffnet sich. Nun schiebt man die SD-Card in die Öffnung und schließt das Fach wieder. Alles kinderleicht.

Das war für\'s Erste eigentlich schon alles und ich konnte bereits mit meinen ersten Aufnahmen beginnen, wofür ich lediglich den roten Knopf am Off/On Schalter drücken mußte. Ein weiterer Knopfdruck stoppte die Aufnahme sofort.

Die wichtigsten Bedienelemente sind funktionell und übersichtlich angebracht und lassen sich leicht und ohne Probleme bedienen. Nachdem man den Camcorder eingeschaltet hat, hat man die Möglichkeit, den Sucher nach oben zu richten und durch die Augenmuschel zu schauen, aber der komfortablere Weg ist natürlich das Ausklappen des Bildschirms, wodurch der Sucher automatisch ausschaltet.

Auch das Fotografieren ist sehr einfach in der Ausführung. Das Einlegen der Speicherkarte bekommt auch ein Laie ohne große Schwierigkeiten hin. Nun braucht man lediglich den Modus der Kamera von Tape auf Card zu stellen, und kann nun ganz einfach per Knopfdruck Fotos machen. Mit der besten Auflösung (640 x 480 Pixel) lassen sich bis zu 40 Bilder auf der Karte speichern, mit der ökonomischsten bis zu 180. Wer aber ein bißchen was geboten haben möchte, sollte hier schon die beste Qualität wählen, wem die Kapazität zu gering ist, der kann sich SD Karten mit Kapazitäten von bis zu 256 MB besorgen. Die Bilder werden im Format JPEG aufgezeichnet und lassen sich mittels Software DV-Studio 2 und serieller Schnittstelle auf den PC übertragen. Das Programm läuft mit den Betriebssystemen Windows 95/98/Me und erleichtert das Archivieren der übertragenen Dateien oder das Erstellen von eigenen DV-Alben.

Zusammenfassend würde ich meinen ersten Eindruck als sehr positiv bezeichnen. Ohne große Schwierigkeiten kann man, auch als Laie, das Gerät innerhalb kürzester Zeit bedienen und die wichtigsten Funktionen ausführen.

Nach einiger Zeit, wenn man die Kamera längere Zeit benutzt hat, lernt man natürlich auch die technischen Feinheiten eines solchen Gerätes besser kennen. Ich glaube, dass ich den Camcorder jetzt lange genug benutzt habe, um euch mit weiteren wichtigen Informationen zu versorgen. Kommen wir also auf die

Technischen Details

- AKKU

Die Kapazität des mitgelieferten Lithium-Akkus ist ziemlich knapp bemessen. Der Hersteller gibt zwar eine durchschnittliche Aufnahmedauer von ca. 50 min. an, die aber, vor allem im Betrieb mit dem 2,5 Zoll LCD Monitor, der ein wahrer Stromfresser ist, deutlich unterschritten werden kann. Wenn man also längere Aufnahmen tätigen will, empfiehlt sich der Kauf eines leistungsfähigeren Akkus.
Empfehlen kann ich hier das CGP D320 7,2 V 2800 mAh, das ca. 3 Stunden durchhält.

- GEWICHT / ABMESSUNG

Das Gewicht des Camcorders von 640 g ( + Akkugewicht ) ist leicht genug, um ohne größere Anstrengungen längere Zeit Aufnahmen zu tätigen und liegt mit seinen Maßen von 77 x 96 x 179 mm (B x H x T) sicher in der Hand.

-BILDWANDLER / AUFLÖSUNG / ZOOM

Der 1/4-Inch CCD.Bildwandler arbeitet mit 800.000 Pixeln, 15 x Optischem und bis zu 600 x Digitalzoom.

- AUDIO

Das Gerät zeichnet den Ton in 16 Bit Bandbreite mit 48 kHz über 2 Kanäle oder in 12 Bit mit 32 kHz über 4 Spuren auf. Stereo selbstverständlich. Natürlich ist im 16 Bit Modus die Tonqualität besser, da aber nur über 2 Kanäle aufgenommen wird, wird beim Nachvertonen der Originalton gelöscht. Im 12 Bit Modus nutzt man 2 Kanäle für den Originalton und 2 für die Nachvertonung, macht dafür aber Abstriche in der Qualität.

- ANSCHLÜSSE

Der Camcorder ist mit reichlich Anschlüssen ausgestattet u.a. mit einer digitalen Schnittstelle.

- DV Eingang / Ausgangsbuchse, dem sogenannten i.LINK
- Mikrophonbuchse
- S-Video Eingang / Ausgangsbuchse
- Audio/Video Eingang / Ausgangsbuchse (Kopfhörer)
- Ausgangsbuchse (EDIT)
- Digitaler Standbild Terminal (für PC-Anschluß)

Damit stehen einem Tür und Tor offen. Man kann problemlos seine Aufzeichnungen auf die Medien externer Geräte übertragen, umgekehrt natürlich auch, dazu über die DV-Schnittstelle auch digital.

Das Wiedergeben von Aufzeichnungen auf einem Fernsehgerät ist mittels des AV-Ausgangs kinderleicht, wozu auch der S-Videoanschluß genutzt werden kann. Das Kabel war aber nicht in der Lieferung enthalten.

Man hat sogar die Möglichkeit, per Edit- und S-Video Ausgangsbuchsen, das Gerät an einen Videodrucker anzuschließen und Standbilder automatisch auszudrucken. Auch hierfür wird kabelmäßig aber wieder Sonderzubehör benötigt.

Der D.Still Pictureausgang dient zur Übertragung von Daten auf den PC. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die Übertragung nur über serielle Schnittstelle funktioniert. Ein Übertragung via USB wegen der schnelleren Datenübertragung wäre sicherlich von Vorteil gewesen.

Erweiterte Funktionen / Besonderheiten

Wie bereits oben in meinen ersten Eindrücken beschrieben, kann man das Gerät auch als Anfänger relativ schnell problemlos bedienen. Natürlich hat das Gerät noch mehr zu bieten, worauf ich hier jetzt einmal kurz eingehen möchte.

- Digitale Effekte

Hier gibt es eine Reihe von verschiedenen Effekten, manche mehr oder weniger sinnvoll. Es ist eben auch ein wenig Spielerei dabei. Zu erwähnen sind Stroboskop, Wipe (Vorhang) oder Mix (Bilder gehen aus 2 Szenen in einander über ). Schwarz/Weiß-Aufnahmen oder Filmen in Negativ ist ebenfalls möglich.

- Aufnahme Setup

Hier ist zu erwähnen, dass man die Möglichkeit hat, im sogenannten Long Play Modus aufzunehmen. Diese Funktion muß natürlich von dem Gerät unterstützt werden, an dem man die Aufnahmen später anschauen will.
Die Tonspur wird hier ebenfalls eingestellt, außerdem kann man über die Wind Cut Funktion störende Windgeräusche bei Aufnahmen reduzieren. Die Zoom Mikrophon - Funktion kann hier ebenfalls aktiviert werden, um das Mikrophon auf veränderte Umgebungsgeräusche zu sensibilisieren.

- Kino Funktion

Nichts anderes wie eine Aufnahmemöglichkeit in einem kinoähnlichen Breitbildformat

- Bewegungs Sensor Funktion

Tolle Funktion, die man als Raumüberwachung benutzen kann

- 0 Licht Nachtsicht Funktion

Das Gerät arbeitet hier mit Infrarot - Strahlen. Nur in absoluter Dunkelheit verwenden, andernfalls kann das Gerät starke beschädigt werden.

- Manueller Weissabgleich

Spezielle Funktion, um die natürlichen Farben bestimmten Aufnahmesituationen und Lichtverhältnissen anzupassen. Das Aufnehmen mit natürlichen Farben wird als Weissabgleich bezeichnet.

Ich denke, damit sind die wichtigsten Funktionen angesprochen. Natürlich gibt es noch viel mehr, aber die hier alle aufzuzeigen, würde ein wenig den Rahmen sprengen.

Erfahrung / Meinung / Fazit

Den Großteil meiner Meinung spiegeln bereits die ausführlichen Beschreibungen oben wider. Für mich ist die NV DS 38 EG ein Gerät der Spitzenklasse. Gerade für mich als Einsteiger in dieser Technologie bietet dieser Camcorder alles, was das Herz begehrt. Natürlich gibt es kein perfektes Gerät, so auch nicht dieses. Nach längerem Gebrauch mußte ich feststellen, dass die Aufnahmen an schwach beleuchteten Orten trotz Einsatzes des Schwachlicht-Modus, manuellem Weissabgleich oder Gain Up-Bildaufheller an Schärfe und Kontrast verlieren. Für Profis empfiehlt sich hier wohl nur der Einsatz einer zusätzlichen Viedeolampe. Nachteilig empfinde ich ebenfalls, dass die Übertragung der Daten zum PC nur über serielle Schnittstelle funktioniert, eine USB-Übertragung wäre wohl des Guten zuviel gewesen. Ein weiteres Manko ist für mich die Speicherkarte, die ausschließlich bei Panasonic-Geräten funktioniert. Damit wird einem die Flexibilität genommen, sich über diverser Medienformaten anderer Hersteller auszutauschen. Hier an dieser Stelle möchte ich die Vor und Nachteile des Gerätes noch mal kurz zusammenfassen.

-Vorteile

- Vielfältige Anschlussmöglichkeiten incl. digitaler Schnittstelle
- Longplay- Modus
- Breitbildformat
- Mikrophon-Zoom
- Windgeräuschfilter
- Einfaches Handling
- 0-Lux-Modus für z.B. Nachtaufnahmen
- Raumüberwachung
- Photoshot incl. Bildübertragung auf den PC
- Raumüberwachung


- Nachteile

- PC-Übertragung per serieller Schnittstelle
- Der mitgelieferte Akku hat eine zu geringe Kapazität
- Schlechtere Bildqualität an schwach beleuchteten Orten
- Speicherkarte ist nur mit Panasonic-Geräten kompatibel

Alles in allem bin ich mit diesem Gerät bestens bedient. Da ich kein Profi bin, kann ich leicht über die Nachteile hinwegsehen, die in der Gesamtheit meiner Meinung nach als sehr geringfügig einzustufen sind. Ich empfehle das Gerät jedem Interessierten zum Kauf, sowohl für den Einsteiger, als auch für Jemandem mit bereits gehobenen Ansprüchen. Der damalige Preisleistungsverhältnis war vollkommen in Ordnung, der Preis heute dürfte sich vielleicht schon darunter bewegen.

Auf der aktuellen Seite www.panasonic.de steht leider nicht mehr viel über den Camcorder, ich weiß aber, dass das Gerät in zahlreichen Tests von Fachzeitungen als Sieger hervorgegangen ist.

© 07 / 2002 und 03 / 2003 By Suedi für Ciao und Yopi

Danke für Euer Durchhaltevermögen, Lesen, Bewerten und Kommentieren


Viele Grüße, Jürgen

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