Paris Testbericht




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Erfahrungsbericht von Jascherka
Paris: Nicht umsonst eine Weltmetropole...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Seit ein paar Tagen bin ich wieder zurück aus Paris. Und noch immer bin ich davon so begeistert, dass ich mich entschlossen dazu habe, darüber zu schreiben.
Das war für mich der 2. Trip nach Paris.
Das 1. Mal in Paris war ganz schön anstrengend, weil es nämlich nur ein Wochenendtrip war. D.h. man fährt 10 Stunden im Bus, rennt einen Tag lang von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten und setzt sich abends total erschöpft wieder in den Bus, um die Rückfahrt anzutreten. Solche Wochenendtrips kann ich kaum empfehlen, denn man hat hierbei kaum Freizeit und kann die Schönheit von Paris gar nicht richtig genießen. Und das sollte man tun! Wenn man schon nach Paris fährt, sollte man wenigstens eine Woche dort verbringen. Sonst lohnt es sich nicht.
Meine 2. Fahrt nach Paris war dagegen wesentlich schöner. Da es eine Klassenfahrt mit 14 Leuten war, nahmen wir einen Linienbus der Firma "Eurolines" von Hannover bis Paris. Das schien eine ganz günstige Variante zu den anderen Angeboten zu sein.
Bevor man diese Fahrt jedoch antritt, sollte man vorher eine Liste mit Sehenswürdigkeiten erstellen, die man am liebsten sehen will. Das ist von Vorteil, weil man es nicht schaffen kann ganz Paris zu besichtigen.
Unser erstes Ziel war Notre Dame, eine Kathedrale, die auf der Insel "L'Île de la Cité" lag. Sie ist nie wirklich zu Ende gebaut worden, daher fehlen die Turmspitzen. An der Einganstür befinden sich im Außenrahmen biblische Figuren aus Stein. Viele davon sind nicht ganz heil, denn bei vielen fehlen die Köpfe. Korrigiert mich, wenn's nicht stimmt, aber ich glaube, dass diese Zerstörung bei einem Aufstand geschehen ist.
Wer in der Kathedrale Fotos schießen möchte, sollte das nur mit einem "sehr guten" Fotoapparat tun, denn innendrin ist nichts beleuchtet. Das einzige Licht, das da einfällt, ist das Tageslicht durch die bunten Fenster.
Touristen, die sich für Kunst interessieren, sollten den Besuch des Montmartre nicht versäumen. Auf diesem Berg kann man sich die Kirche Sacré Coeur ansehen, die gleichzeitig ein schönes Motiv für ein Urlaubsfoto ist. Neben dieser Kirche befindet sich der "Place du Tertre". Dieser ist daher interessant, weil sich da überall Maler und Künstler aufhalten und versuchen einem Karikaturen und Zeichnungen anzudrehen.
Hier sollte man besonders vorsichtig sein, denn viele dieser Maler sind ziemlich dreist, und fangen an, einen zu zeichnen, und zwar ohne eigene Erlaubnis. Wer sich jedoch malen lassen möchte, sollte möglichst versuchen zu handeln, denn das hat meistens Erfolg. Selbstverständlich kann man dort auch Ölbilder ergattern, die z.T. wunderschön sind, dafür aber auch teuer.
Der Triumphbogen ist ebenfalls ein beliebtes Zielobjekt. Er steht im Zentrum eines sogenannten Sterns. Hiermit ist gemeint, dass sich mindestens 10 Straßen am Triumphbogen kreuzen und somit die Form eines Sterns entsteht. Beim Triumphbogen befindet sich das Grab eines unbekannten Soldaten, der an die sinnlosen Schlachten, bei denen unzählige Soldaten umgekommen sind, erinnern soll.
Da ich nicht von allen Sehenswürdigkeiten berichten kann, komme ich zu meiner Meinung nach der Wichtigsten überhaupt, nämlich dem Eiffelturm. Er ist schließlich das Wahrzeichen von Paris und er ist tagsüber nur halb so schön wie bei Nacht. Wenn man erst einmal da ist, will gar nicht erst wieder weg. Der Anblick des beleuchteten Eiffelturms war so fantastisch und beeindruckend, dass es mir die Sprache verschlug.
Das sage ich nicht nur so dahin. Wer einmal dort gewesen ist, weiß, wovon ich spreche.
Zu dem Zeitpunkt fand auch das Musikfest in Paris statt. Hierbei werden in ganz Paris kostenlos Konzerte gegeben. Ich war auch auf einem, bei dem Yannick Noah aufgetreten ist. (Den kannte ich überhaupt nicht.) Aber anschließend sollten die Scorpions auftreten, und das war auch der Hauptgrund dafür, dass ich da überhaupt hingegangen bin. Aber da unsere ganze Klasse zu einer bestimmten Uhrzeit wieder im Hotel sein sollten, haben wir diesen Auftritt verpasst.
Ihr glaubt gar nicht, wie sauer ich war, als ich dieses Ereignis sausen lassen musste. Na, jetzt kann ich es sowieso nicht mehr ändern.
Wer in Paris Kleidung kaufen möchte, hat da keine Probleme, denn da folgt eine Boutique nach der anderen. Es ist schließlich nicht umsonst eine Modemetropole, man sollte nur das nötige Kleingeld mitbringen.
Wen ich jetzt habe überzeugen können, Paris kennenzulernen, dem rate ich, das Auto stehen zu lassen. In Paris sind Autos nicht viel wert, und es wird auch dementsprechend mit ihnen umgegangen. An Verkehrsregeln hält sich sowieso niemand und es gibt kein Auto, das nicht verbeult oder zerkratzt ist. Kurz gesagt: "Die fahren dort, wie die Verrückten."
Es gilt das Motto: In jedem Fall ist der Fußgänger schuld!
Man kann jedes Ziel im Zentrum mit der Metro erreichen. Bitte keine Rucksäcke auf dem Rücken tragen o.ä., denn dort wird geklaut wie bei der Olympiade.
Ich wünsche Euch noch viel Spaß in Paris!
Bon Voyage!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-06 17:23:36 mit dem Titel Paris ohne Metro? Das geht doch gar nicht..
Da mein letzter Bericht bereits über Paris handelt, dachte ich mir, dass ich mich in dieses Thema doch ruhig noch weiter vertiefen könnte. Da ich bereits dreimal dort war, müsste ich mittlerweile genügend Informationen dazu besitzen.
Mein heutiges spezifisches Thema ist die Metro von Paris. Hierbei handelt es sich um das U-Bahn-Netz unter Paris. Ich glaube, heute wäre Paris ohne Metro vollkommen aufgeschmissen, denn es ist so ziemlich das meistgenutzte öffentliche Nahverkehrsmittel! Ohne die Metro geht wirklich gar nichts!
Man kann mit der Metro wirklich jede Ecke von Paris aufsuchen. Doch bevor man damit Paris bestaunt, sollte man sich mit dem U-Bahn-System vertraut machen, schließlich muss man ja wissen, wie das ganze funktioniert. Es ist nicht für jeden leicht zu begreifen, aber im Prinzip ist es einfach:
Das Netz besteht aus 14 U-Bahn-Linien, die jeweils mit einer Nummer von 1-14 gekennzeichnet sind. Die 14. ist die neueste von allen und, was noch viel wichtiger ist, die sauberste. Ich hatte bereits das Vergnügen damit zu fahren. Sie sieht verdammt modern aus.
Um Metro fahren zu können, braucht man erst einmal Tickets, die man sich an jeder Metrostation kaufen kann. Bei Dauertickets bekommt man in der Regel auch kleine Metrokarten dazu, die das ganze Metro-Netz mit ihren Linien und Stationen enthält. So eine Karte sollte man immer dabei haben.
Wenn man von Station A nach Station B gelangen will, sollte man wissen, wo man sich befindet. Spätestens wenn man sich in der Metrostation befindet, wird man Schilder mit dem Namen der Station und der Nummer der Linie finden. Diese sucht man auf der Karte und natürlich auch die Station, zu der man hinfahren will. Anhand der Karte sucht man sich den kürzesten Weg. Wenn dieser feststeht, egal ob mit Umsteigen oder nicht, dann benötigt man nur noch die Richtung. Jede Linie hat 2 Endstationen, die jeweils als Richtungsangaben dienen. Je nachdem zu welcher Station man will, fährt man in die entsprechende Richtung. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, hat man?s drauf.
Um sich nicht zu verfahren, sind auf allen Schildern Richtungsangaben, und wenn eine davon nicht mir Ihrer übereinstimmt, so sollte man nach einem Ausgang (Sortie) mit der richtigen ?Direction? suchen. Aufgrund der guten Ausschilderung kann man in der Metro nicht viel falsch machen.
Soviel zur Funktionsweise der Metro, aber es gibt auch eine gewisse Verhaltensweise, die man sich dort aneignen sollte.
Tipp 1:
Die Tickets, mit denen Sie fahren, funktionieren längst nicht immer. Sie sind mit einem Magnetstreifen versehen, und dieser sollte nie in Kontakt mit Magneten oder elektronischen Geräten (Handy) kommen, sonst werden sie unbrauchbar. Sollte das doch passieren, sollte man es sofort an der Kasse melden, dann bekommt man in der Regel auch ein neues Ticket.
Weiterhin besitzen die Dauertickets auch eine Art Minutensperre. D.h. man kann nicht 2 mal hintereinander an den Automaten vorbeikommen. Das bedeutet, man kann auch keine Leute auf diesem Wege durch weiterreichen der Karte ?durchschmuggeln?.
Tipp 2:
In der Metro wimmelt es nur so von Taschendieben, daher sollte man sein Portemonnaie nie in der Gesäßtasche tragen. Das ist leichte Beute. Auch Rucksäcke eignen sich nicht dafür, weil die von hinten leicht zu öffnen sind. Bei großem Gedränge fällt es daher nicht auf, wenn Sie einer leicht streift und etwas mitgehen lässt.
Am besten ist immer noch eine Handtasche, die man möglichst vorne im eigenen Blickfeld trägt.
Die Diebe halten sich besonders an Umsteigegleisen auf, z.B. Opéra.
Trotzdem sollten Sie sich nicht krampfhaft an den Taschen festhalten, wo Sie Ihre Moneten verborgen haben, denn gerade dadurch geben Sie den Dieben den Tipp, wo sie zu suchen haben.
Tipp 3:
An den Metrostationen befinden sich auch immer Wachleute, zum Teil Polizisten, aber auch spezielle Wachmänner, die den Ablauf kontrollieren und hinter Taschendieben her sind. Man erkennt sie an ihrer dunkelblauen Uniform. In ihrer Nähe sollte man sich nie auffällig verhalten, sich z.B. in eine Schlägerei verwickeln lassen oder auch nur laut sein. Wenn diese das sehen, kommen die erst einmal mit einer Truppe und verprügeln jeden einzelnen, egal ob Opfer oder Täter. In dieser Hinsicht sind die echt brutal!
Tipp 4:
Man sollte den Feierabendverkehr möglichst meiden, denn dann sind die Wagons proppevoll. Wenn man als Gruppe reist, sollte man das besonders meiden, denn es können welche verloren gehen, weil meistens nicht viele Menschen dazusteigen können.
Beim Fahren sollte man darauf achten, dass man keinem direkt in die Augen schaut, sonst fühlen sich die Leute belästigt, und man weiß nie genau, wen man vor sich hat. Also Vorsicht!
Also dann, gute Fahrt!
Gruß Jascherka
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-19 17:33:41 mit dem Titel Paris: Verkehrssystem = Chaos
War irgendeiner von Euch schon mal in Paris? Wenn ja, dann werdet Ihr mir sicher zustimmen, dass das Verkehrssystem dort eigentlich gar keines ist. Mit der Metro kommt man schon voran, aber mit dem Auto wird das schon happig!
Als ich das erste Mal dort war, dachte ich, ich würde im Chaos versinken und wünschte mir auf der Stelle Deutschlands geordnete Straßen wieder zurück. Ich hatte noch nie so viele Verkehrssünder auf einem Haufen gesehen.
An die Verkehrsregeln hält sich dort niemand. Wenn man z.B. bei Grün über die Straße geht, muss man trotzdem damit rechnen, dass man jeden Moment mit größter Wahrscheinlichkeit angefahren wird. Die Zebrastreifen stellen dort nur eine Straßendekoration dar.
Ein Autofahrer ist dreister als der andere, aber das wird wahrscheinlich nötig sein, um dort voran zu kommen.
Das Chaos ist wahrscheinlich auch der Hauptgrund für die vielen Unfälle. Es gibt nicht ein einziges Auto, das dort nicht mindestens eine Schramme oder Beule besitzt, mal abgesehen davon, dass der Großteil nur Schrott auf Rädern ist.
Ich glaube TÜV kennen die gar nicht. Ein Auto stellt dort also keinen wirklich besonders großen Wert dar. Wenn Unfälle passieren, dann findet sich da jeder mit ab. Dann ist da halt eine Beule mehr und es kommt zu keinem Versicherungskrieg wie in Deutschland. Es wird wie gewohnt weitergefahren, nur eben mit Beule, die meistens unbehoben bleibt.
Wenn bei solchen Unfällen Menschen verletzt oder sogar getötet werden, geht das meist auf das Konto der Opfer, und nicht wie in Deutschland auf das der Autofahrer.
Aber wie die Einwohner parken, das übertrifft wirklich alles! Überall, wo Platz ist, heißt die Devise! Auf dem Zebrastreifen und vor der Ampel! Entscheidend dabei ist aber nicht wo sie parken, sondern wie sie parken.
Stoßstange an Stoßstange!
Das ist kein Scherz, denn die Autos stehen dort immer miteinander in Kontakt. Jemandem beim Parken zuzuschauen ist echt ein Erlebnis! Die Lücken sind meistens so eng, dass es regelrecht eine Kunst ist, so etwas zu können.
Die meisten Autos stehen nicht auf der Handbremse, daher wird dort oft aus Platzmangel der Nachbar nach vorne oder nach hinten geschoben, und das mit dem eigenen Wagen!
Ich frage mich noch immer, wie man aus solchen Lücken wieder rauskommt. Wenn Ihr also das nächste Mal Paris besucht, dann gebe ich Euch 2 Räte:
1. Lasst Euer Auto zu Hause, denn wenn es nicht geklaut wird, dann wird es beschädigt.
2. Als Fußgänger sollte man sich einigermaßen sichere Straßenübergänge suchen, anstatt einfach so über die Straße zu laufen. Das endet oft unerfreulich. Selbst wenn dieser Übergang einen Umweg erfordert!
Vorsichtig sollte man besonders vor dem Louvre sein, denn da kommt man nur auf Umwegen sicher auf die Champs-Elysées.
Ein weiteres Krisenzentrum ist der Étoile Charles de Gaulle. Das ist eine ringförmige Straße um den Triumphbogen herum. Dort laufen eine Menge Straßen zusammen, daher ist es dort besonders gefährlich! Man sollte daher nicht einmal versuchen, die Straße direkt zu überqueren! Um zum Triumphbogen zu gelangen, sollte man die Unterführung nehmen!
Ich hoffe ich habe Euch damit helfen können!
Gruß Jascherka
Das war für mich der 2. Trip nach Paris.
Das 1. Mal in Paris war ganz schön anstrengend, weil es nämlich nur ein Wochenendtrip war. D.h. man fährt 10 Stunden im Bus, rennt einen Tag lang von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten und setzt sich abends total erschöpft wieder in den Bus, um die Rückfahrt anzutreten. Solche Wochenendtrips kann ich kaum empfehlen, denn man hat hierbei kaum Freizeit und kann die Schönheit von Paris gar nicht richtig genießen. Und das sollte man tun! Wenn man schon nach Paris fährt, sollte man wenigstens eine Woche dort verbringen. Sonst lohnt es sich nicht.
Meine 2. Fahrt nach Paris war dagegen wesentlich schöner. Da es eine Klassenfahrt mit 14 Leuten war, nahmen wir einen Linienbus der Firma "Eurolines" von Hannover bis Paris. Das schien eine ganz günstige Variante zu den anderen Angeboten zu sein.
Bevor man diese Fahrt jedoch antritt, sollte man vorher eine Liste mit Sehenswürdigkeiten erstellen, die man am liebsten sehen will. Das ist von Vorteil, weil man es nicht schaffen kann ganz Paris zu besichtigen.
Unser erstes Ziel war Notre Dame, eine Kathedrale, die auf der Insel "L'Île de la Cité" lag. Sie ist nie wirklich zu Ende gebaut worden, daher fehlen die Turmspitzen. An der Einganstür befinden sich im Außenrahmen biblische Figuren aus Stein. Viele davon sind nicht ganz heil, denn bei vielen fehlen die Köpfe. Korrigiert mich, wenn's nicht stimmt, aber ich glaube, dass diese Zerstörung bei einem Aufstand geschehen ist.
Wer in der Kathedrale Fotos schießen möchte, sollte das nur mit einem "sehr guten" Fotoapparat tun, denn innendrin ist nichts beleuchtet. Das einzige Licht, das da einfällt, ist das Tageslicht durch die bunten Fenster.
Touristen, die sich für Kunst interessieren, sollten den Besuch des Montmartre nicht versäumen. Auf diesem Berg kann man sich die Kirche Sacré Coeur ansehen, die gleichzeitig ein schönes Motiv für ein Urlaubsfoto ist. Neben dieser Kirche befindet sich der "Place du Tertre". Dieser ist daher interessant, weil sich da überall Maler und Künstler aufhalten und versuchen einem Karikaturen und Zeichnungen anzudrehen.
Hier sollte man besonders vorsichtig sein, denn viele dieser Maler sind ziemlich dreist, und fangen an, einen zu zeichnen, und zwar ohne eigene Erlaubnis. Wer sich jedoch malen lassen möchte, sollte möglichst versuchen zu handeln, denn das hat meistens Erfolg. Selbstverständlich kann man dort auch Ölbilder ergattern, die z.T. wunderschön sind, dafür aber auch teuer.
Der Triumphbogen ist ebenfalls ein beliebtes Zielobjekt. Er steht im Zentrum eines sogenannten Sterns. Hiermit ist gemeint, dass sich mindestens 10 Straßen am Triumphbogen kreuzen und somit die Form eines Sterns entsteht. Beim Triumphbogen befindet sich das Grab eines unbekannten Soldaten, der an die sinnlosen Schlachten, bei denen unzählige Soldaten umgekommen sind, erinnern soll.
Da ich nicht von allen Sehenswürdigkeiten berichten kann, komme ich zu meiner Meinung nach der Wichtigsten überhaupt, nämlich dem Eiffelturm. Er ist schließlich das Wahrzeichen von Paris und er ist tagsüber nur halb so schön wie bei Nacht. Wenn man erst einmal da ist, will gar nicht erst wieder weg. Der Anblick des beleuchteten Eiffelturms war so fantastisch und beeindruckend, dass es mir die Sprache verschlug.
Das sage ich nicht nur so dahin. Wer einmal dort gewesen ist, weiß, wovon ich spreche.
Zu dem Zeitpunkt fand auch das Musikfest in Paris statt. Hierbei werden in ganz Paris kostenlos Konzerte gegeben. Ich war auch auf einem, bei dem Yannick Noah aufgetreten ist. (Den kannte ich überhaupt nicht.) Aber anschließend sollten die Scorpions auftreten, und das war auch der Hauptgrund dafür, dass ich da überhaupt hingegangen bin. Aber da unsere ganze Klasse zu einer bestimmten Uhrzeit wieder im Hotel sein sollten, haben wir diesen Auftritt verpasst.
Ihr glaubt gar nicht, wie sauer ich war, als ich dieses Ereignis sausen lassen musste. Na, jetzt kann ich es sowieso nicht mehr ändern.
Wer in Paris Kleidung kaufen möchte, hat da keine Probleme, denn da folgt eine Boutique nach der anderen. Es ist schließlich nicht umsonst eine Modemetropole, man sollte nur das nötige Kleingeld mitbringen.
Wen ich jetzt habe überzeugen können, Paris kennenzulernen, dem rate ich, das Auto stehen zu lassen. In Paris sind Autos nicht viel wert, und es wird auch dementsprechend mit ihnen umgegangen. An Verkehrsregeln hält sich sowieso niemand und es gibt kein Auto, das nicht verbeult oder zerkratzt ist. Kurz gesagt: "Die fahren dort, wie die Verrückten."
Es gilt das Motto: In jedem Fall ist der Fußgänger schuld!
Man kann jedes Ziel im Zentrum mit der Metro erreichen. Bitte keine Rucksäcke auf dem Rücken tragen o.ä., denn dort wird geklaut wie bei der Olympiade.
Ich wünsche Euch noch viel Spaß in Paris!
Bon Voyage!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-06 17:23:36 mit dem Titel Paris ohne Metro? Das geht doch gar nicht..
Da mein letzter Bericht bereits über Paris handelt, dachte ich mir, dass ich mich in dieses Thema doch ruhig noch weiter vertiefen könnte. Da ich bereits dreimal dort war, müsste ich mittlerweile genügend Informationen dazu besitzen.
Mein heutiges spezifisches Thema ist die Metro von Paris. Hierbei handelt es sich um das U-Bahn-Netz unter Paris. Ich glaube, heute wäre Paris ohne Metro vollkommen aufgeschmissen, denn es ist so ziemlich das meistgenutzte öffentliche Nahverkehrsmittel! Ohne die Metro geht wirklich gar nichts!
Man kann mit der Metro wirklich jede Ecke von Paris aufsuchen. Doch bevor man damit Paris bestaunt, sollte man sich mit dem U-Bahn-System vertraut machen, schließlich muss man ja wissen, wie das ganze funktioniert. Es ist nicht für jeden leicht zu begreifen, aber im Prinzip ist es einfach:
Das Netz besteht aus 14 U-Bahn-Linien, die jeweils mit einer Nummer von 1-14 gekennzeichnet sind. Die 14. ist die neueste von allen und, was noch viel wichtiger ist, die sauberste. Ich hatte bereits das Vergnügen damit zu fahren. Sie sieht verdammt modern aus.
Um Metro fahren zu können, braucht man erst einmal Tickets, die man sich an jeder Metrostation kaufen kann. Bei Dauertickets bekommt man in der Regel auch kleine Metrokarten dazu, die das ganze Metro-Netz mit ihren Linien und Stationen enthält. So eine Karte sollte man immer dabei haben.
Wenn man von Station A nach Station B gelangen will, sollte man wissen, wo man sich befindet. Spätestens wenn man sich in der Metrostation befindet, wird man Schilder mit dem Namen der Station und der Nummer der Linie finden. Diese sucht man auf der Karte und natürlich auch die Station, zu der man hinfahren will. Anhand der Karte sucht man sich den kürzesten Weg. Wenn dieser feststeht, egal ob mit Umsteigen oder nicht, dann benötigt man nur noch die Richtung. Jede Linie hat 2 Endstationen, die jeweils als Richtungsangaben dienen. Je nachdem zu welcher Station man will, fährt man in die entsprechende Richtung. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, hat man?s drauf.
Um sich nicht zu verfahren, sind auf allen Schildern Richtungsangaben, und wenn eine davon nicht mir Ihrer übereinstimmt, so sollte man nach einem Ausgang (Sortie) mit der richtigen ?Direction? suchen. Aufgrund der guten Ausschilderung kann man in der Metro nicht viel falsch machen.
Soviel zur Funktionsweise der Metro, aber es gibt auch eine gewisse Verhaltensweise, die man sich dort aneignen sollte.
Tipp 1:
Die Tickets, mit denen Sie fahren, funktionieren längst nicht immer. Sie sind mit einem Magnetstreifen versehen, und dieser sollte nie in Kontakt mit Magneten oder elektronischen Geräten (Handy) kommen, sonst werden sie unbrauchbar. Sollte das doch passieren, sollte man es sofort an der Kasse melden, dann bekommt man in der Regel auch ein neues Ticket.
Weiterhin besitzen die Dauertickets auch eine Art Minutensperre. D.h. man kann nicht 2 mal hintereinander an den Automaten vorbeikommen. Das bedeutet, man kann auch keine Leute auf diesem Wege durch weiterreichen der Karte ?durchschmuggeln?.
Tipp 2:
In der Metro wimmelt es nur so von Taschendieben, daher sollte man sein Portemonnaie nie in der Gesäßtasche tragen. Das ist leichte Beute. Auch Rucksäcke eignen sich nicht dafür, weil die von hinten leicht zu öffnen sind. Bei großem Gedränge fällt es daher nicht auf, wenn Sie einer leicht streift und etwas mitgehen lässt.
Am besten ist immer noch eine Handtasche, die man möglichst vorne im eigenen Blickfeld trägt.
Die Diebe halten sich besonders an Umsteigegleisen auf, z.B. Opéra.
Trotzdem sollten Sie sich nicht krampfhaft an den Taschen festhalten, wo Sie Ihre Moneten verborgen haben, denn gerade dadurch geben Sie den Dieben den Tipp, wo sie zu suchen haben.
Tipp 3:
An den Metrostationen befinden sich auch immer Wachleute, zum Teil Polizisten, aber auch spezielle Wachmänner, die den Ablauf kontrollieren und hinter Taschendieben her sind. Man erkennt sie an ihrer dunkelblauen Uniform. In ihrer Nähe sollte man sich nie auffällig verhalten, sich z.B. in eine Schlägerei verwickeln lassen oder auch nur laut sein. Wenn diese das sehen, kommen die erst einmal mit einer Truppe und verprügeln jeden einzelnen, egal ob Opfer oder Täter. In dieser Hinsicht sind die echt brutal!
Tipp 4:
Man sollte den Feierabendverkehr möglichst meiden, denn dann sind die Wagons proppevoll. Wenn man als Gruppe reist, sollte man das besonders meiden, denn es können welche verloren gehen, weil meistens nicht viele Menschen dazusteigen können.
Beim Fahren sollte man darauf achten, dass man keinem direkt in die Augen schaut, sonst fühlen sich die Leute belästigt, und man weiß nie genau, wen man vor sich hat. Also Vorsicht!
Also dann, gute Fahrt!
Gruß Jascherka
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-19 17:33:41 mit dem Titel Paris: Verkehrssystem = Chaos
War irgendeiner von Euch schon mal in Paris? Wenn ja, dann werdet Ihr mir sicher zustimmen, dass das Verkehrssystem dort eigentlich gar keines ist. Mit der Metro kommt man schon voran, aber mit dem Auto wird das schon happig!
Als ich das erste Mal dort war, dachte ich, ich würde im Chaos versinken und wünschte mir auf der Stelle Deutschlands geordnete Straßen wieder zurück. Ich hatte noch nie so viele Verkehrssünder auf einem Haufen gesehen.
An die Verkehrsregeln hält sich dort niemand. Wenn man z.B. bei Grün über die Straße geht, muss man trotzdem damit rechnen, dass man jeden Moment mit größter Wahrscheinlichkeit angefahren wird. Die Zebrastreifen stellen dort nur eine Straßendekoration dar.
Ein Autofahrer ist dreister als der andere, aber das wird wahrscheinlich nötig sein, um dort voran zu kommen.
Das Chaos ist wahrscheinlich auch der Hauptgrund für die vielen Unfälle. Es gibt nicht ein einziges Auto, das dort nicht mindestens eine Schramme oder Beule besitzt, mal abgesehen davon, dass der Großteil nur Schrott auf Rädern ist.
Ich glaube TÜV kennen die gar nicht. Ein Auto stellt dort also keinen wirklich besonders großen Wert dar. Wenn Unfälle passieren, dann findet sich da jeder mit ab. Dann ist da halt eine Beule mehr und es kommt zu keinem Versicherungskrieg wie in Deutschland. Es wird wie gewohnt weitergefahren, nur eben mit Beule, die meistens unbehoben bleibt.
Wenn bei solchen Unfällen Menschen verletzt oder sogar getötet werden, geht das meist auf das Konto der Opfer, und nicht wie in Deutschland auf das der Autofahrer.
Aber wie die Einwohner parken, das übertrifft wirklich alles! Überall, wo Platz ist, heißt die Devise! Auf dem Zebrastreifen und vor der Ampel! Entscheidend dabei ist aber nicht wo sie parken, sondern wie sie parken.
Stoßstange an Stoßstange!
Das ist kein Scherz, denn die Autos stehen dort immer miteinander in Kontakt. Jemandem beim Parken zuzuschauen ist echt ein Erlebnis! Die Lücken sind meistens so eng, dass es regelrecht eine Kunst ist, so etwas zu können.
Die meisten Autos stehen nicht auf der Handbremse, daher wird dort oft aus Platzmangel der Nachbar nach vorne oder nach hinten geschoben, und das mit dem eigenen Wagen!
Ich frage mich noch immer, wie man aus solchen Lücken wieder rauskommt. Wenn Ihr also das nächste Mal Paris besucht, dann gebe ich Euch 2 Räte:
1. Lasst Euer Auto zu Hause, denn wenn es nicht geklaut wird, dann wird es beschädigt.
2. Als Fußgänger sollte man sich einigermaßen sichere Straßenübergänge suchen, anstatt einfach so über die Straße zu laufen. Das endet oft unerfreulich. Selbst wenn dieser Übergang einen Umweg erfordert!
Vorsichtig sollte man besonders vor dem Louvre sein, denn da kommt man nur auf Umwegen sicher auf die Champs-Elysées.
Ein weiteres Krisenzentrum ist der Étoile Charles de Gaulle. Das ist eine ringförmige Straße um den Triumphbogen herum. Dort laufen eine Menge Straßen zusammen, daher ist es dort besonders gefährlich! Man sollte daher nicht einmal versuchen, die Straße direkt zu überqueren! Um zum Triumphbogen zu gelangen, sollte man die Unterführung nehmen!
Ich hoffe ich habe Euch damit helfen können!
Gruß Jascherka
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