Paris Testbericht

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Erfahrungsbericht von saubazi

Paris- Studienfahrt in die Stadt der Liebe

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Man nehme 15 Mädchen, 2Jungs und 2 Lehrer und steige
um 7.47 mit einem durchschnittlichen Alkoholpegel von
0,5 Promille (Oktoberfest vornachts) in den IC nach
Paris, Heraus kommt eine Studienfahrt des LK
Französisch, die man nicht so schnell vergisst.



Inhalt:

1. Anreise
2. Hotel
3. Das Programm vom 29.09.02-04.10.02
a) Anreise, Eiffelturm, Paris bei Nacht, Cartier
Latin
b) L\'Ile de la Cité, Notre Dame, Sainte-Chapelle
Centre G. Pompidou, Les Halles, Sacré Coeur
c) Eiffelturm, La Sorbonne, Géode
d) Louvre, Tuleries, Champs Elysées, Place de la
Concorde, Obelisk, Arc de Triomphe, Grand Arc,
Kino
e) Le Marais, Opéra, Galeries Lafayette, Musée
d\'Orsay
4. Abreise
5. Essen und Trinken
6. Verkehrsmittel (Metro, RER, Bus)
7. Fazit



1. Anreise:
-----------
Wie schon angedeutet waren wir alle noch ziemlich
fertig vom der Wiesn als wir um 7.46 in den Zug nach
Paris stiegen. Hbf München, gaaaanz weit vor und dann
die Plätze suchen. Nach einigen Minuten gings dann
auch schon los. Die Zugfahrt war wenig spektakulär,
jeder versuchte nur seinen Brechreiz zu unterdrücken,
nachdem ein volltrunkener Engländer mit seinem 0,33L
\"Mass\"krug\" durchs Abteil wankte und lauthals
verkündete, er fühle sich \"like a pile of
bullshit\".Der Biergeruch tat sein Übriges und so
versuchten wir, nachdem wir die saueren Apfelringe
unseres Lehrers aufgrund unserer bedenklich
strapazierten Mägen dankend abgelehnt hatten, zu
schlafen. Irgendwie war die Zeit dann auch bald um
und wir waren um 16.30 in Paris-Gare de Lyon. Erst
mal durch das Ticketchaos durchblicken und dann mit
Sack und Pack in die Metro.

2. Das Hotel:
-------------
Nach 30minütigem Suchmarsch haben wir dann auch den
Boulevard Picpus gefunden, die Hausnummer 80 war dann
schon FAST kein Problem mehr.
Zimmerverteilung. 4er-Zimmer 2 Einzelzimmer für die
Lehrer und ein Doppelzimmer für die Jungs, auf gehts.
Die Zimmertür würde gut zu einer Rumpelkammer passen,
EG. Innen schauts aber ganz gemütlich aus, Doppelbett
im Grand-Lit-Format, Fernseher, Bad mit Klo,
Waschbecken und Dixi-Duschkabine. Macht dann 52€ die
Nacht, das teuerste Zimmer das das Hotel zu bieten
hat, die anderen kosten so 40€ aufwärts.
***
SPECIAL extra für unser Zimmer: EINGEBAUTE VIBRATION
IN DUSCHE UND BETT! Die U-Bahn fährt im 2-Minutentakt
direkt unter uns durch, das macht Laune! Aber von 1
Uhr bis 5 Uhr nachts fährt ja keine, macht dann 4
Stunden Schlaf, wem das nicht reicht...
***

3. Das Programm vom 29.09.02-04.10.02
-------------------------------------
Studienfahrt, kein Erholungsurlaub, deshalb hatten
wir auch wenig Ruhe, denn die Abende wurden auch
meist lang.

a) 29.09.2002
-------------
Eiffelturm bei Nacht, leider schon geschlossen
deshalb Aufstieg nicht möglich, aber auch von unten
ein majestätischer und absolut unbeschreiblicher
Anblick! Die Polizei mit kugelsicheren Westen und der
Maschinenpistole im Anschlag tut unserer Faszination
keinen Abbruch. Überall Tauben, naja, das ist das
weniger Schöne, und die Eiffelturmverkäufer fangen
nach 30 Minuten auch schön langsam an, einen zu
nerven. Man kann aber toll mit ihnen handeln 3 kleine
Eiffelturmschlüsselanhänger für 2€ oder vielleicht
sogar billiger. Nachdem wir auf eine hinter dem
Eiffelturm gelegene Aussichtsplattform gegangen waren
um ein paar Fotos zu schiessen und das Panorama zu
genießen gingen wir weiter, am Louvre vorbei, dem
Obelisken, an der Seine entlang mit Blick auf das
Musée d\'Orsay bis wir dann endlich nach ca. 2 Stunden
im Quartier Latin ankamen. Dort durften wir uns frei
bewegen und erst mal was Essen. Zum leiblichen Wohl
will ich aber später noch was schreiben, denn das ist
in Paris so eine Sache.Danach sollten wir uns eine
\"Carte Orange\" ausstellen lassen, damit wir immer die
Metro, die RER und den Bus etc. benutzen konnten.
Dazu aber auch später noch.
Für diesen Abend wars genug und wir gingen erst mal
Schlafen, naja, bis 1 Uhr waren wir noch wach, wegen
der mehr oder weniger \"good vibrations\".

b) 30.09.2002
-------------
L\'Ile de la Cité, rundherum die Seine, also dieses
Stadtviertel ist fast wie eine Insel. Wir besuchten
Notre Dame und die Sainte-Chapelle (L\'Ile
Saint-Louis), das ist eine Kirche mit zwei
Stockwerken, die aus irgendeinem Grund stärker
bewacht war als das Louvre. Metalldetektor und
Röntgen der Rucksäcke. Taschenmesser wurden
aufbewahrt und unsere Ausweisdaten aufgeschrieben,
danach konnten wir das Zeug wieder haben. Zum
Eintritt musste man sich als Gruppe natürlich Wochen
davor angemeldet haben, sonst kommt man gar nicht
rein, Einzelpersonen natürlich schon. Für Schüler bis
17 (das waren wir in dem Fall natürlich) war es
kostenlos, die unermäßigten Einzelpreise kenne ich
leider nicht, ich schätze mal so 3-5€.
Die Sainte-Chapelle ist in völlig mit Gold
ausgekleidet und hat eine blaue Decke-Sternenhimmel.
Die kräftige Farbe zusammen mit dem Gold sieht
einfach wunderbar aus, doch wenn man dann noch in die
Oberkirche hinaufsteigt, dann bleibt einem
unweigerlich der Mund offen stehen, vor allem wenn
man einen Sonnigen Tag erwischt hat. Die Kirche ist
zwar völlig leer, weil alles weggeschafft wurde, aber
die Glasfenster sind erhalten und einfach der
Wahnsinn. Am Eingang gibt es Informationstafeln in
sämtlichen Sprachen.

Am Nachmittag gingen wir dann zum Centre Georges
Pompidou. Das Gebäude dürfte wohl hinreichend bekannt
sein, zumindest was seine Aussenfassade angeht. Glas,
Stahl, Röhren...Ganz interessant ist, dass rot den
Personentransport symbolisiert, dann gibt es noch
blau und grün für Versorgungsleitungen und
Wasserleitungen etc. Im C.G.P. befindet sich unter
anderem ein Museeum, in dem sich moderne Kunst
befindet (Mistgabel hängt von der Decke-ein bekannter
Name steht drunter-also Kunst). Wir haben es
angeschaut, nachdem wir alle Schwierigkeiten mit der
Gruppengröße geregelt hatten. Sicher nicht jedermans
Sache, aber ein paar Kunstwerke waren schon dabei,
Bilder, die wirklich eindrucksvoll waren.
Aber auch die Aussicht vom C.G.P. ist das. Man hat
einen wunderbaren Blick über die Stadt, so weit man
sie überhaubt einsehen kann-also bis zum Horizont.
Dann waren die Hallen (Les Halles) an der Reihe, in
denen wir uns aber nicht allzu lange aufhielten, weil
wir einfach schon viel zu k.o. von der vielen
Lauferei waren. Es handelt sich bei den Hallen um ein
Gigantisches Einkaufsparadies, in dem man alles
findet, was das Herz begehrt, nur nicht das was wir
unbedingt brauchten-einen Supermarkt. Der war einige
Querstraßen weiter versteckt rechts in Richtung der
Metrostation beim Rathaus glaub ich. Wenn jemand von
euch einmal nach Paris fahren will und einen
Supermarkt sucht, dann kann er das in der Innestadt
ziemlich vergessen, weil die Franzosen es anscheinend
lustig finden, alles in der Banlieue zu kaufen...
Wir setzten uns dann in einen Stadtpark und sahen
jungen Frauen beim Yoga zu, was unsere Lehrerin
spontan animierte, Handstände zu machen und die Beine
hinter den Kopf zu tu. Der Lehrer hats nachgemacht,
zumindest den Handstand. Nachdem die 2 sich ausgetobt
hatten gingen wir wieder zurück ins Hotel.
Am Abend war dann Sacré Coeur dran. Die ganzen Stufen
nach oben haben sich aber gelohnt, die Kirche sieht
zumindest von aussen echt schön aus. Und der Blick
auf Paris bei Nacht ist auf ein Neues einfach
unbeschreiblich. Wer genug Geld dabei hat kann sich
ja ein Teelicht leisten und es in der Kirche für
schlappe 2€ anzünden. Wem das nicht reicht, der kann
sich auch für die 10€-Variante einer Grabkerze
entscheiden. Toll oder?
Wir durften uns dann selber was zu essen suchen. Wir
fanden zu 2. ein gemütliches Restaurant auf zwei
Etagen, ein kleines unscheinbares Häuschen, mit
romantischer Klaviermusik in einer
Seitengasse-traumhaft. Extra für uns arme Schüler,
die so gut Französisch sprechen haben sie dann auch
noch einmal das Mittagsmenü für 9€ springen lassen.
Der Kellner war echt total nett und wir hatten
unseren Spaß mit ihm. Er versuchte sein Bestes auf
Deutsch und wir unser Bestes auf Französisch.
Um 24Uhr fuhren wir alle wieder ins Hotel, wo wir
dann ein bisschen dösten, bis die Metro auch Ruhe
gab.

c) 01.10.02
-----------
Frühstück für 7€ im Hotel ist eigentlich ganz ok, der
Kaffee schmeckt etwas nach Chlor, wie das ganze
Leitungswasser in fast ganz Paris, aber damit kann
man auch mal leben, zumindest eine Woche lang.
Morgensport einmal auf den Eifelturm steigen für 3€
und wieder runter. Ein wirklich wunderbarer Blick in
alle Richtungen, den man nicht so schnell vergisst,
genauso wie die Preise. Wenn man den Aufzug nimmt,
dann ist man mit 9€ bis zur mittleren
Aussichtsplattform dabei, wer noch höher hinaus will
muss nochmal 5€ abdrücken-die TOTALE ABZOCKE DER
TOURISTEN, finde ich!
Danach stand das Studentenviertel mit der Sorbonne
auf dem Plan. Wir machten allerdings schon am Mittag
schlapp und kauften uns alle Sandwiches in einer
kleinen Nebengasse, wo wir einen netten Franzosen
trafen, der uns in der Langen Schlange vor dem
Geschäft unterhielt. Wir hatten den totalen
Volltreffer gelandet, das war ein unter Kennern total
bekannter Sandwichladen, der viele tausend Sandwiches
im Jahr verkauft und auch in London eine Filiale
haben soll. Der Preis war einfach super, 2,30€-für
ein 35cm Sandwich voller Schinken, Käse, Salat,
Tomate, Gurke etc. eben das was man rein haben
wollte. Mit dem erworbenen Essen setzten wir uns in
einen Stadtpark. Der 2. Junge im Kurs war ganz stolz,
dass er es geschafft hatte, 1,5L Wasser für schlappe
35Cent zu erwerben. Ich lachte ihn aus, weil ich
gerade vom Klo kam, wo ich für einmal pinkeln am
Pissoir schlappe 40Cent gezahlt hatte. Ihn ärgerte
das maßlos, half aber nix, ist in Paris der
Standardpreis auf öffentlichen meist sehr schlecht
geputzten Toiletten!

Am Abend gingen wir in die Géode, das ist ein
IMAX-Kino in einer Kugel, sie ist aussen verspiegelt
uns sieht innen wie aussen toll aus. Dort sahen wir
uns dann für ungefähr 8€ einen IMAX-Film über das
Leben und seine Ursprünge an-war recht nett.
Danach zogen wir uns auf unser Hotelzimmer zurück, wo
wir noch etwas kostengünstiger mit Wein und
Knabberzeug aus dem Supermarkt Party machten.

d) 02.10.02
-----------
Louvre. Kurz vor halb neun waren wir an der
Metrostation ausgestiegen, doch die hatte noch nicht
offen, weil wenn das Louvre erst um halb neun
aufmacht, dann auch erst die Metrostation, die dort
hinein führt. Bald gingen die Gitter hoch und wir
marschierten los. Wir mussten unsere Rucksäcke
abgeben, nachdem unsere Lehrerin angemault wurde, sie
solle doch ihre Gruppe mal diszipliniert aufstellen
(WIR MUSSTEN UNS ALLEN ERNSTES IN 2ER REIHEN
AUFSTELLEN). Hier war es mit der Sicherheit aber
nicht so weit her, wir hätten ohne weiteres irgend
etwas in der Hosentasche haben können, oder in der
Jacke, keinen hätte es gestört, von den überall
befestigten Kameras mal abgesehen. Wir starteten also
gleich los um die MONA LISA anzuschaun, äh ja... Toll
... ich hätte sie mir größer, schöner und heller
vorgestellt, aber naja. Nachdem wir das Louvre
gesehen hatten, was eigentlich schon ganz interessant
war, gingen wir durch die Tulerien und an den Champs
Elyées entlang bis zum Obelisken, der auf der Place
de la Concorde steht, genau an dem Fleck, an der
früher die Gouillotine stand. Danach weiter bis zum
Arc de Triomphe. Hinaufgestiegen sind wir nicht, denn
6€ waren uns zu teuer. Man gelangt nur über eine
Unterführung dort hin, denn rund herum ist ein
Kreisverkehr, in den 12 Straßen rein und raus führen.
Die Franzosen schaffen es auch tatsächlich ohne
Unfälle, im Kreisverkehr mindestens 40 km/h zu
fahren, also ist ein Rüberkommen zu Fuß unmöglich.
Dann fuhren wir mit der Metro zum Grand Arc. Man
steigt aus der Metro und denkt sich, man ist in New
York, plötzlich eine Skyline um einen rum, die man
normalerweise nicht gerade mit Paris verbindet.
Hinter einem erhebt sich dann der Grand Arc (Großer
Bogen), ein modernes Gebäude, verglasspiegelt und
eben wie ein Bogen, oder wie ein eckiges umgedrehtes
U aussehend. Hier hatten wir dann auch Feierabend für
heute und wir entschieden uns in einen Supermarkt zu
gehen, den es hier in einem riesigen Einkaufscenter
mit über 1000 Geschäften gab. Auchan glaub ich hieß
er und war wirklich gigantisch. Allein für Chips gab
es 400m lange und mindestens 3m hohe Regale... Hier
deckten wir uns mit Wein, Wasser und Knabbersachen
ein und gingen dann ins Kino.
La mémoire dans la peau (Die Bourne Identität, bzw.
der frz. Titel auf deutsch:Die Erinnerung in der
Haut). Den Film fand ich cool, endlich mal wieder
Action, was man von dem Film in der Géode nicht
behaubten konnte. Wir hatten uns sogar einen
Studenten- und Schülerpreis ergattert, unter 7€, weil
wir alle unsere Ausweise dabei hatten. Wir wurden
dann von dem Idioten an der Kasse drauf hingewiesen,
dass der Film auf Französisch und ohne Untertitel
sei...HAHA dachten wir uns schon. Wir haben wohl mehr
verstanden als er, denn die deutschen Sätze waren für
uns nicht ganz so schwer zu verstehen, aber amüsant.
Danach fuhren wir ins Hotelzimmer und lehrten den
Wein. Um 2 gingen wir dann auch schlafen.

e) 03.10.02
-----------
Heute war Le Marais dran, ein teueres Stadtviertel,
bei dem man sich ein durchschnittliches Mittagessen
schon mal leisten kann, wenn man 80€ ausgeben will,
pro Person versteht sich. Früher Wohnsitz der frz.
Könige, heute Judenviertel, deshalb gibts dort auch
einige Synagogen.
Danach gingen wir in die Galeries Lafayette, riesige
Einfaufscenter, war ganz lustig, wenn da nicht meine
schei... Migräne gewesen wäre, wegen der zog ich es
vor nicht in der Gegend rumzulaufen und statt des
Musée d\'Orsay lieber das Hotelzimmer aufzusuchen um
zu ...dösen... schlafen war nicht möglich bei dem
Metrolerm, auch schlecht mit Ohropax. Der Rest der
Gruppe fand das Museum aber ganz schön, da sich darin
moderenere Kunstwerke befinden.
Am Abend gingen wir dann noch chinesisch Essen, naja,
es war durchschnittlich, danach gingen wir ins Bett.

4. Abreise
-----------
Am Vormittag durften wir noch einkaufen und uns für
die Reise fertig machen, dann gings um 13.47 auch
schon wieder los nach München, wo wir dann um 22.17
ankamen und mit dem letzen Zug Richtung Rosenheim und
Salzburg mit total besoffenen Wiesenheimkehrern bis
Grafing Bahnhof fuhren. Um 23.30 war ich dann daheim,
und froh, trotz all der schönen Eindrücke, die mir
noch lange in Erinnerung bleiben werden, mein Bett
und mein Umfeld wieder zu haben.


5. Essen und Trinken
--------------------
Essen und Trinken ist in Paris einfach nur
schweineteuer, wir haben einmal für 0,33 Cola 4€
bezahlt. Essen kann man im Restaurant billigstens ab
12€ ungefähr. Das steigert sich aber ins
unermessliche, vor allem wenn man ein armer Tourist
ist und sich nicht so gut auskennt.
Wenn man sich unterwegs Sandwiches an der Straße
kauft, dann ist es ratsam, die Preise zu vergleichen,
denn man kann schon auf 100m einige Euro sparen. Von
3€ bis 6€ ist da alles dabei. Hier empfielt es sich,
Nebenstraßen aufzusuchen. Insidertip, die Qualität
steigt manchmal sogar noch und der Preis fällt
merklich. Wenn man nicht gerade ein Menü essen will,
dann sollte man in ein Café oder eine Brasserie
gehen, dort kann man auch mal nur einen Salatteller
essen. Ethnisch essen zu gehen spart auch enorm Geld,
denn beim Chinesen zahlt man vielleicht 8€ für ein
Gericht, beim Franzosen wie gesagt je nach Restaurant
wenn man Glück hat ab 12€ aufwärts, und dabei bleibt
es meist nicht (Bedienung, Wein, Wasser muss man
aufpassen, dass sie nicht zu viel berechnen, weil die
Rechnungen meist nicht aufgegliedert sind). Wenn wir
zum Essen gegangen sind haben wir uns generell zuvor
auf der Straße das Menü ausgesucht, und sind dann
rein um genau das und kein anderes zu bestellen, wenn
sie das nicht hatten sind wir wieder raus, da man
sonst nur abgezockt wird. Manchmal bekamen wir dann
eine Alternative für den gleichen Preis zugesagt-auch
gut.
Ich würde immer französische Speisekarten fordern,
denn auch hier kann einem passieren, dass nicht nur
die Sprache für die Touristen angeglichen wurde
sondern auch die Preise.
Wenn man das beachtet, dann kommt man ganz gut
zurecht, eine billige Alternative für Essen
zwischendurch ist der Supermarkt. Wenn man einen
findet, dann gibt es dort eigentlich alles, was man
für zwischendurch braucht. Gemischte Salate mit Soße
und Besteck kosten so ca. 3-4€ und Baguettes und
Aufstrich kann man ja auch noch kaufen.


6. Verkehrsmittel (Metro, RER, Bus)
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Wir benutzten die Woche in Paris andauernd die Metro
und die RER (SBahn die nicht so oft hält). Dafür
hatten wir uns eine \"Carte Orange\" machen lassen. Man
braucht dafür ein Passfoto, muss diese Karte dann
ausstellen lassen und seine Daten eintragen. Dann
muss man sich noch die Zonen aussuchen die man fahren
will und bekommt danach die Wertmarke ausgestellt.
Wir hatten Zone 1 und 2 und zahlten dafür 13€ für die
Woche von Montag - Freitag, durchaus günstig, wenn
man bedenkt wie oft wir die Metro und die RER benutzt
haben. Am Wochenende gilt die Wochenkarte aber nicht,
hier ist immer noch die Beste Methode, wenn man sich
ein \"Carnet\" kauft, ein 10er Block Einzelfahrkarten.


7. Fazit:
---------
Paris ist eine Reise wert, die nach Möglichkeit wohl
auch länger als 5 Tage sein sollte, denn man kann gar
nicht alles anschauen, man sieht nie genug. Es ist
eine wundervolle Stadt, vor allem Nachts,
vorausgesetzt man hält sich nicht in den falschen
Stadtteilen auf. Etwas nervig sind auf Dauer die
Hundeschei... und die vielen Tauben. Leider ist auch
der Preis für das Leben in Paris sehr hoch. Vor allem
Touristen werden schamlos ausgenützt.
Ich habe trotz sparsamer Lebensweise gut 100€ in 5
Tagen verbraucht, war aber nie wirklich satt, denn
man bekommt einfach nichts für sein Geld und ein
deftiges Gericht sucht man eh so gut wie vergebens.

Probierts selbst aus- wenn ihr noch mehr Infos
braucht, dann meldet euch, ich habe auch schöne Fotos
auf meinem PC-ihr müsst es nur sagen.

Bis zum nächsten Mal
euer saubazi


PS.: Wer jetzt wirklich alles durchgelesen hat, den
muss ich echt bewundern. Der ist echt ein Parisfan,
oder ein Saubazi-Fan, hehe, danke fürs Lesen!


(c) 13.10.2002 by saubazi

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