Pfanni Semmelknödel Testbericht

Pfanni-semmelknoedel
ab 6,47
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  gut
  • Geruch:  gut
  • Zubereitung:  sehr schwierig

Erfahrungsbericht von LeaofRafiki

Fastfoodbrösel oder Arbeitserleichterung?

3
  • Geschmack:  gut
  • Geruch:  gut
  • Zubereitung:  sehr schwierig
  • Kaufanreiz:  Preis

Pro:

mal eine leckere Abwechslung

Kontra:

Zwiebeln am folgenden Tag hör- und riechbar, keine BE Angaben für Diabetiker

Empfehlung:

Ja

Zum einen: Eigentlich bin ich ja eine Verfechterin der Slow Food und bevorzuge Lebensmittel in Bio-Qualität, uneigentlich bin ich manchmal auch faul und/oder es soll schnell gehen, dann greife auch ich zuweilen nach Fertiggerichten oder Halb-Fertigen.
Zum anderen: Ich liebe Semmelknödel, scheue mich aber nach wie vor vor der Arbeit, diese selbst zu machen, zumal ich einen ausgesprochenen Ekel vor eingeweichten Brötchen hab (weswegen ich auch beim Buletten Fabrizieren immer auf ein Tütchen Küchenhelfer zurückgreife...).
Zum dritten bin ich, relativ, markentreu. Gerade was Semmelknödel aus der Tüte angeht, dann auch immer solche, die schon in kleinen Kochbeuteln sind, denn das Gemantsche mit der Pampe ist meinen Magennerven auch nicht gerade zuträglich, zudem bin ich auf Pfanni eingeschworen, nicht nur, weil ich die Marke schon von Kindheit an kenne, sondern weil sie meiner Meinung nach die bestschmeckendesten Kartoffel-Fertigprodukte herstellen.
So geschah es vor einiger Zeit, daß ich bei meinem Lieblings-EDEKA im Wühlkorb dicht vor der Kasse ein ausgelistetes Produkt entdeckte, das meine Neugier erregte: „Pfanni Semmel Knödel mit Röstzwiebeln\".
Wie gesagt, ich liebe Semmelknödel, darüber kommen nur noch Böhmische Knödel (oder Serviettenknödel genannt, die ich aber am liebsten in einem Restaurant der tschechischen besser gesagt böhmischen Küche esse, denn zuhause gelingen sie mir nie so gut), am liebsten pur, nur mit brauner Butter und gerösteten Zwiebeln oder aber mit viel Sosse.
Hier nun schien mir ein weiterer Arbeitsgang in der Küche abgenommen, der des Zwiebeln Schälens, Hackens und Bratens... Also ab in meinen Einkaufswagen damit, zumal der Preis von € 0,99 mich auch bei einem Flop nicht in den Ruin getrieben hätte.

Verpackt sind die sechs kleinen Kochbeutelchen wie üblich in einer Pappschachtel und obendrein in einem Folienbeutel, damit sie nicht schon verfrüht Feuchtigkeit anziehen. In diesem Beutel halten sie sich auch noch einige Wochen, so er wieder gut verschlossen ist, wenn man nicht alle 6 auf einmal verbrauchen will, weil man keine Großfamilie zu beköstigen hat.

Die Zubereitung ist denkbar einfach, braucht aber dennoch gute zwanzig Minuten, nämlich 10 Minuten, die die Knödel in einem Topf mit reichlich kaltem gesalzenen Wasser vorquellen, wobei es ratsam ist, derweil ein paar Mal umzudrehen, die Zeit, die das Wasser braucht, um zu kochen, die eigentliche Kochzeit von 1 Minute sowie weitere 10 Minuten zum Ziehen im dann nicht mehr kochen sollenden Wasser.
Anschließend kurz mit kaltem Wasser Abschrecken, sie aus der Plastik-Kochbeutel-Folie befreien und fertig.

Letzteres sollte mittels der Pfanni-Aufreißlasche eigentlich problemlos gehen, aber entweder stell ich mich da jedesmal wieder besonders blöd bei an, oder aber ich erwisch jedesmal eine Montagsproduktion, jedenfalls klappt es bei mir nie, ohne daß ich mir die Finger an den immer noch sehr heißen Knödel verbrenne, weil sich mindestens eine der Kochbeutellaschensollbruchstellen all meinen Versuchen hartnäckig widersetzt.

Immerhin, habe ich auch diese letzte Hürde genommen, liegen sie verzehrbreit vor mir, die Knödel, bereit, genügend braune Butter oder Sosse aufzunehmen, daß sich jedes Kalorienzählen von selbst verbietet.

Der Geschmack dieser nun mit Röstzwiebeln angereicherten Semmelknödel ist vorzüglich. Fein würzig ohne allzu aufdringlich nach Zwiebeln zu schmecken, wiewohl die in ihnen enthaltenen sich am folgenden Tag auf dem Stillen Örtchen hörbar (und riechbar...) machen. Dies sogar in weitaus stärkerem Maße, als wenn ich selber Zwiebeln schneiden und anbraten würde, von daher würde ich stillenden Müttern sowie Kleinkindern vom Verzehr dieser Variante abraten!
Aber davon abgesehen sind sie wie gesagt sehr lecker, feingewürzt und von herzhaftem Geschmack

Zwar sind neben den Semmelstücken und den Zwiebeln auch Kräuter in den Knödeln zu sehen, sowohl in denen auf meinem Teller als auf den auf der Packung abgebildeten, die ich erst für Petersilie hielt, aber ein Blick auf die Zutatenliste belehrt mich eines besseren...
64 % Semmelwürfel (bestehend aus Weizenmehl, Speisesalz, gehärtetem pflanzlichem Fett undGewürz)
8 % Röstzwiebeln
gehärteten pflanzlichen Ölen
Stärke und Weizenmehl
Eipulver
Weizengries
Speisesalz
Schnittlauch
Gewürze (mit Selleriesaat)
Hefeextrakt
Gewürzextrakte
Zucker

Gottlob steht letzterer an letzter Stelle und spielt sich geschmacklich nicht in den Vordergrund, sonst müßte man die dazu passende Sosse durch Kompott ersetzen...

Heresteller ist die (mir bislang eher aus dem Seifenfach bekannte) Unilever
Bestfoods (also doch Nahrungsmittel...) Deutschland GmbH
mit Sitz in 22772 Hamburg und dem Werk Stavenhagen (in Mecklenburg-Vorpommern) als Produktionsstätte.

Für diejenigen, denen es wichtig ist, hier noch schnell die Nährwertangaben je 100 g zubereitete Knödel:
575kJ / 137 kcal als Brennwert
4 g Eiweiß
22 g Kohlenhydrate
4 g Fett
dazu die Information, daß 1 Portion = 2 zubereitete Semmelknödel à 95 g enthalten.
Für schwache Rechner bedeutet dies, daß die obigen Angaben pro Person einfach zu verdoppeln sind.
Ein Hinweis auf BE für Diabetiker ist leider nicht gegeben.

Abschließende Bewertung:
Obwohl die mit Röstzwiebeln angereicherten Semmelknödel nicht unlecker waren, werde ich sie mir nicht noch einmal kaufen, genauso wenig wie die auf der Packung angepriesenen mit Speck und Röstzwiebeln angereicherten weiteren Variationen, denn ich bevorzuge es doch, den traditionellen (Semmel)Knödeln Speck und oder Röstzwiebeln auf traditionelle Art, sprich in der Sosse untergebracht, beizufügen. Wer aber experimentierfreudig ist und gerne mal etwas neues ausprobiert, findet hier eine schnelleAbwechslung des Speisezettels.


© LeaofRafiki 23. März 2004

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ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener auf irgendwelchen anderen Plattformen, aber dafür vielleicht auf meiner Homepage www.leaofrafiki.de *grins*

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