Pfannkuchen Testbericht

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  • Kosten:  niedrig

Erfahrungsbericht von Perserkatze

P wie Palatschinken...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

... oder wie man in old Germany sagt, P wie Pfannkuchen... hmmm oder E wie Eierkuchen? Wie auch immer bei uns ist es die Palatschinke :-)

Liebe Leserinnen und Leser!

Wenn man einige meiner Berichte gelesen hat dann kann man nur unschwer erkennen, dass ich mich hier bereits des öfteren schon als „Fleischfresser“ geoutet habe. Auch habe ich schon mehrmals erwähnt dass ich mehr von hausgemachten Speisen, denn von „Packerlwirtschaft“ halte und somit möchte ich gerne wieder ein Rezept los werden, das ich noch aus Kinderzeiten von meinem Onkel aus – ja ihr lest richtig – Wuppertal kenne. Es handelt sich hier um sogenannte Speckpalatschinken, deren genaue Herkunft ich leider nicht kenne.

Es verhielt sich so, dass mein Onkel und meine Tante zu Besuch waren – er lebte nun schon seit geraumer Zeit in Wien – und meiner Mutter irgendwie nicht das Richtige einfiel um die Gäste zu bewirten. Spontan bot sich mein Onkel an, eine ihm bekannte und recht einfache Speise auf den Tisch zu bringen. Meiner Mutter war das wohl nicht sehr angenehm den quasi fremden Mann in ihrer Küche hantieren zu lassen, aber er durfte diese dann doch „entweihen“. Ich war damals so etwa 13 Jahre alt und verfolgte die Zubereitung der Speckpalatschinken mit großem Interesse.

Ich weiß nicht wie genau die Zutaten für Pfannkuchen in Deutschland abgewogen werden, wir hierzulande machen diese Dinger mehr aus dem Gefühl heraus. Da wird keine Waage zur Hilfe genommen, denn die Konsistenz dieses Teiges kann man wirklich fühlen. Aber ich denke so ziemlich jede/r Hausfrau/Hausmann hat in seinem Leben schon mal Pfannkuchen gebacken und somit reicht es wohl hier bloß die Zutaten zu nennen aber auf eine Gewichtsangabe zu verzichten. Wenn ihr jedoch genau wissen wollt, wieviel man von allem braucht, werde ich bei nächster Gelegenheit diese Speise für mich zubereiten und dabei alles abwiegen und messen.

Der Palatschinkenteig ist meiner Meinung nach eine ganz einfache Sache, denn man vermischt lediglich Mehl, etwas Wasser, Milch, Ei und eine Prise Salz miteinander und fühlt mit dem Schöpfer (Kelle?) ob der Teig die richtige Festigkeit hat. Er sollte nicht zu dickflüssig sein aber man muss beim Abschöpfen einen kleinen „Widerstand“ spüren. Seltsam, so einfach dieses Rezept auch ist, so schwer ist es wohl zu beschreiben.

Bevor ich mit dem Braten beginne wird der Speck vorbereitet. Ich verwende dafür in Scheiben geschnittenen Hamburger Speck – ein gut geräucherter durchzogener Bauchspeck. Es sollte kein milder Frühstücksspeck verwendet werden, da dies der Palatschinke nicht den richtigen Geschmack verleiht. Also wirklich darauf achten, dass man einen recht würzigen Speck verwendet. Ich lege die Scheiben schon einzeln auf ein Schneidebrett, damit ich diese schnell zur Hand habe, da man zum Belegen der Pfannkuchen wenig Zeit hat. Palatschinken sind ja sehr schnell gebraten und wenn man die Speckscheiben erst trennen muss, kommt man leicht in Stress. Etwaige Knorpel sollte man vorher noch entfernen.

In einer runden Stielpfanne – ©Perserkatze besitzt eigens dafür eine beschichtete Tefal Palatschinkenpfanne die einen ganz niederen Rand hat – wird etwas Öl oder Margarine erhitzt. Das Fett sollte wirklich heiß sein, denn dann gelingt auch schon die erste Palatschinke – alte Hausfrauenweisheit: Die erste kann man meistens vergessen. Man entnimmt einen Schöpfer Teig und verteilt diesen gleichmäßig in der Pfanne – was man durch leichtes Schwenken erreicht. Solange die sichtbare Seite des Pfannkuchens noch flüssig ist, legt man drei (die Menge kann man je nach Belieben variieren) Scheiben Speck darauf und wartet bis die Unterseite die gewünschte goldbraune Farbe aufweist. Dann dreht man die Palatschinke einfach um und lässt sie auch auf der belegten Seite gut anbraten. Fertig! Das war es dann auch schon. Man nimmt das runde Ding nur noch aus der Pfanne, legt es auf einen flachen Teller und rollt es - wie auch bei Marmeladepalatschinken gewohnt - zusammen.

Ich empfehle dazu grünen Blattsalat oder auch Chinakohl, welchen man ohne weiteres mit Balsamico Essig zubereiten kann. Aber auch mit normaler Marinade schmeckt er vorzüglich und passt hervorragend. Man sollte tunlichst auf Ketchup und Ähnliches verzichten, da dies den ohnehin guten und würzigen Geschmack nur verfälschen würde.

Aus meiner Erfahrung schließe ich, dass man bei „normalem“ Hunger mit drei bis fünf Palatschinken pro Person rechnet, da dazu ja Salat serviert wird. Durch die einzelne Zubereitung der Speise ist es aber ein Einfaches, für größere Esser weitere Pfannkuchen zu produzieren.

Geschmacklich kann ich hier wirklich eine Empfehlung abgeben und die Zubereitungszeit hält sich in Grenzen, lediglich etwas vernebelt ist die Küche, da sich durch das Braten schon so einiger Rauch entwickelt.

An den Zutaten ist zu erkennen, das sich auch der finanzielle Aufwand dieser Speise in Grenzen hält, denn fast alle Zutaten hat man ohnehin meist im Kühl- bzw. Vorratsschrank.

Nun wünsche ich euch noch gutes Gelingen und Mahlzeit!

Hungerverspürende Grüße schickt euch eure ©Perserkatze.

Wien, am 28. Juni 2002

48 Bewertungen, 9 Kommentare

  • frankensteins

    03.02.2009, 22:59 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    denke gerade an die Flaschen schüttelnden modernen Menschen, die wissen gar nicht, was ihnen entgeht. lg

  • Puenktchen3844

    27.01.2009, 23:31 Uhr von Puenktchen3844
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein schöner Bericht. LG

  • anonym

    18.08.2008, 11:44 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH - Liebe Grüße Simone

  • blackangel63

    10.08.2008, 20:49 Uhr von blackangel63
    Bewertung: sehr hilfreich

    EiNeN ScHoEnEn SoNnTaG-aBeNd. GrUß AnJa

  • anonym

    11.11.2006, 11:30 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • campimo

    09.10.2006, 12:13 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • ochsenfrosch43

    17.08.2006, 16:25 Uhr von ochsenfrosch43
    Bewertung: sehr hilfreich

    beruhigt mich, dass auch dir mal ab und zu Sonderzeichen durchrutschen... LG ;-)

  • Estha

    28.07.2006, 13:48 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    ☼☼☼ ... lg susi ... ☼☼☼

  • Zuckermaus29

    27.07.2006, 01:08 Uhr von Zuckermaus29
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh von mir für Dich :o) Viele Grüße Jeanny