Pferdepflege Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Nadira
Zwischen Wurmkuren und Impfungen
Pro:
Das Pferd bleibt gesund
Kontra:
/
Empfehlung:
Ja
Wer einmal ein Pferd hatte oder noch immer hat, kennt das elend mit den Behandlungen. Man blickt nicht mehr durch, was braucht mein Pferd, wo kann ich ein wenig sparen. Seit einiger Zeit ist eine Diskussion bei den Tierbesitzern darüber entbrand, ob es wirklich gesund ist sein Tier jedes Jahr zu impfen. Auch bei den Wurmkuren ist man sich nicht immer sicher ob viermal jährlich gekurt werden muss und warum überhaupt. Ich habe versucht kurz die wichtigsten Informationen zusammen zu stellen.
Schutzimpfungen
Impfungen ist die Immunisierung des Körpers gegen bestimmte Krankheitserreger. Dabei werden abgeschwächte Krankheitserreger der Krankheit in den Körper eingespritzt. Anschließend bildet der Körper Abwehrstoffe, sogenannte Antikörper. Bei dem Ausbruch der Krankheit werden die gebildeten Antikörper eingesetzt.
Es gibt vier unerlässlichen Pflichtimpfungen, welche lebensnotwenig oder wichtig für Turniermeldungen sind.
***********Tetanus- Impfung***********
Diese Impfung ist wirklich wichtig und unerlässlich.
Erreger: Tetanus wird mittels Bakterien übertragen. Diese dringen in kleine Wunden ein und produzieren dort ein Nervengift. Dieses verursacht bei dem befallen Pferd Verkrampfung der Skelettmuskulatur. Dadurch wird das Pferd steif und kann sich nicht mehr bewegen. Es stirbt an dieser Krankheit ohne Impfung qualvoll.
Häufigkeit der Impfung: Zunächst gibt der Tierarzt zwei Impfungen im Abstand von 4- 6 Wochen. Anschließend eine Wiederholungsimpfung, alle ein bis zwei Jahre.
***********Influenza- Impfung***********
Auch diese Impfung ist sehr notwendig.
Erreger: Diese Viruserkrankung löst Entzündungen der Bronchien aus. Symptome für die Erkrankung sind Husten, Nasenausfluss, Fieber, Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Trotz der Ähnlichkeit mit der menschlichen Grippe sollte diese Krankheit nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie kann sich sehr schnell zu einer chronischen Bronchitis entwickeln.
Ansteckung: Ansteckung ist besonders auf Plätzen mit Pferdeansammlungen möglich. Meist auf Turnieren, Shows oder Rallyes. Die Krankheitserreger können auch durch Menschen oder Gegenstände übertragen werden.
Häufigkeit: Zunächst gibt der Tierarzt zwei Impfungen im Abstand von 4- 6 Wochen. Anschließend eine Wiederholungsimpfung, alle 6- 12 Monate.
***********Tollwut- Impfung***********
In waldreichen Gebieten unbedingt notwenig.
Erreger: Diese Krankheit ist auf alle warmblütigen Tiere (auch Menschen) übertragbar. Bei befall endet sie immer tödlich. Durch Bisse von befallenen Tieren überträgt der Speichel die Erreger auf die Blutbahn. Dadurch wird eine Infektion des Nervensystem hervorgerufen.
Häufigkeit: Erst eine einmalige Impfung anschließend jährlich.
***********Herpes- Impfung***********
Eigentlich eine zusätzliche Impfung, sollte dennoch getätigt werden.
Erreger: Wie bei der Influenza ist die Herpes Erkrankung eine von Viren übertragene Krankheit. Sie tritt in drei Formen auf:
1. Eine Form löst bei Stuten Verfohlung aus. Daher ist diese Impfung unabdingbar für Züchter.
2. Sehr häufig löst sie eine chronische Atemsweginfektion aus.
3. Seltener hingegen tritt eine zentrale Störung des Nervensystem auf. Dabei treten die Symptome eines Kreuzverschlag auf, später bricht die Hinterhand weg. Diese Form ist tödlich.
Wurmkur
Pferde werden oft von Spulwürmern, Palisadenwürmern (Blutwürmer) und von Laven der Magenbremse (Pferdefliege/ Pferdeassel) befallen. Sie werden, wie viele andere Tiere, die lästigen Parasiten nie ganz los. Denoch müssen sie mittels Stall- und Weidehygiene und Wurmkuren in Grenzen gehalten werden. Es gibt Wurmkuren als Pulver, Granulat oder Paste außerdem in drei verschiedenen Wirkstoffgruppen gegen unterschiedliche Wurmarten. Da Würmer resistent gegen ein Mittel werden können, wenn es zu oft angewendet wird, sollten diese Präparate in einem regelmäßigen Zyklus abwechselt angewendet werden:
April: Benzimidazole
Juli: Pyrantel
Oktober: Ivermectin
Januar: Ivermectin
Persönlich kenne ich allerdings niemanden der es viermal jährlich tut. Wichtig ist das Kuren im Frühjahr und im Herbst zu den Weidewechselzeiten. Ein gekurtes Pferd verschleppt keine Würmer auf die neue Weide und so wird der Kreislauf zunächst unterbrochen. Wichtig ist, sollten die Pferde nicht wechseln, die weide regelmäßig komplett abzuäppeln und den Stallmist wärend und kurz nach der Kur nicht auf den normalen Stallmist aufzuschichten sondern getrennt zu deponiern.
***********Wurmbefall:***********
Würmer legen im Darm Eier ab, anschließend werden diese mit dem Kot ausgeschieden. In 3- 15 Tagen entwickelt sich daraus eine Larve, diese setzt sich dann auf Stroh, Gras oder Heu und werden so vom Pferd wieder aufgenommen. Vom Darm ausbohrt sich die Larve in andere Organe. Dieser Vorgang kann bis zu 11 Monate andauern und schädigt Blut-, Gefäßwände und betroffene Organe. Symptome für den Wurmbefall sind struppiges Fell, Fressunlust, mangelnde Leistungsbereitschaft, Husten, Kolik oder Durchfall. Ein ausgewachsener Wurm legt im Pferdedarm wieder Eier ab und der Teufelskreis beginnt wieder von vorne...
Doch starkem Wurmbefall führt zu unheilbaren Schäden im Organbereich.
Außerdem kann der Wurm Thelazia lacrymalis, der durch die Augenfliege übertragen wird, bei Pferden zu Bindehaut- und Hornhautentzündung sowie zu Periodischer Augenentzündung führen. Die gängigen Wurmkuren werden durch das Maul gespritzt und wirken nicht gut genug, Wurmmittel zur Anwendung am Auge gibt es noch nicht. Die einzigste Methode bisher ist die unter einer örtlichen Betäubung vorgenommene Herausspülung der Parasiten aus dem Bindehautsack und dem Tränennasenausgang.
Schutzimpfungen
Impfungen ist die Immunisierung des Körpers gegen bestimmte Krankheitserreger. Dabei werden abgeschwächte Krankheitserreger der Krankheit in den Körper eingespritzt. Anschließend bildet der Körper Abwehrstoffe, sogenannte Antikörper. Bei dem Ausbruch der Krankheit werden die gebildeten Antikörper eingesetzt.
Es gibt vier unerlässlichen Pflichtimpfungen, welche lebensnotwenig oder wichtig für Turniermeldungen sind.
***********Tetanus- Impfung***********
Diese Impfung ist wirklich wichtig und unerlässlich.
Erreger: Tetanus wird mittels Bakterien übertragen. Diese dringen in kleine Wunden ein und produzieren dort ein Nervengift. Dieses verursacht bei dem befallen Pferd Verkrampfung der Skelettmuskulatur. Dadurch wird das Pferd steif und kann sich nicht mehr bewegen. Es stirbt an dieser Krankheit ohne Impfung qualvoll.
Häufigkeit der Impfung: Zunächst gibt der Tierarzt zwei Impfungen im Abstand von 4- 6 Wochen. Anschließend eine Wiederholungsimpfung, alle ein bis zwei Jahre.
***********Influenza- Impfung***********
Auch diese Impfung ist sehr notwendig.
Erreger: Diese Viruserkrankung löst Entzündungen der Bronchien aus. Symptome für die Erkrankung sind Husten, Nasenausfluss, Fieber, Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Trotz der Ähnlichkeit mit der menschlichen Grippe sollte diese Krankheit nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie kann sich sehr schnell zu einer chronischen Bronchitis entwickeln.
Ansteckung: Ansteckung ist besonders auf Plätzen mit Pferdeansammlungen möglich. Meist auf Turnieren, Shows oder Rallyes. Die Krankheitserreger können auch durch Menschen oder Gegenstände übertragen werden.
Häufigkeit: Zunächst gibt der Tierarzt zwei Impfungen im Abstand von 4- 6 Wochen. Anschließend eine Wiederholungsimpfung, alle 6- 12 Monate.
***********Tollwut- Impfung***********
In waldreichen Gebieten unbedingt notwenig.
Erreger: Diese Krankheit ist auf alle warmblütigen Tiere (auch Menschen) übertragbar. Bei befall endet sie immer tödlich. Durch Bisse von befallenen Tieren überträgt der Speichel die Erreger auf die Blutbahn. Dadurch wird eine Infektion des Nervensystem hervorgerufen.
Häufigkeit: Erst eine einmalige Impfung anschließend jährlich.
***********Herpes- Impfung***********
Eigentlich eine zusätzliche Impfung, sollte dennoch getätigt werden.
Erreger: Wie bei der Influenza ist die Herpes Erkrankung eine von Viren übertragene Krankheit. Sie tritt in drei Formen auf:
1. Eine Form löst bei Stuten Verfohlung aus. Daher ist diese Impfung unabdingbar für Züchter.
2. Sehr häufig löst sie eine chronische Atemsweginfektion aus.
3. Seltener hingegen tritt eine zentrale Störung des Nervensystem auf. Dabei treten die Symptome eines Kreuzverschlag auf, später bricht die Hinterhand weg. Diese Form ist tödlich.
Wurmkur
Pferde werden oft von Spulwürmern, Palisadenwürmern (Blutwürmer) und von Laven der Magenbremse (Pferdefliege/ Pferdeassel) befallen. Sie werden, wie viele andere Tiere, die lästigen Parasiten nie ganz los. Denoch müssen sie mittels Stall- und Weidehygiene und Wurmkuren in Grenzen gehalten werden. Es gibt Wurmkuren als Pulver, Granulat oder Paste außerdem in drei verschiedenen Wirkstoffgruppen gegen unterschiedliche Wurmarten. Da Würmer resistent gegen ein Mittel werden können, wenn es zu oft angewendet wird, sollten diese Präparate in einem regelmäßigen Zyklus abwechselt angewendet werden:
April: Benzimidazole
Juli: Pyrantel
Oktober: Ivermectin
Januar: Ivermectin
Persönlich kenne ich allerdings niemanden der es viermal jährlich tut. Wichtig ist das Kuren im Frühjahr und im Herbst zu den Weidewechselzeiten. Ein gekurtes Pferd verschleppt keine Würmer auf die neue Weide und so wird der Kreislauf zunächst unterbrochen. Wichtig ist, sollten die Pferde nicht wechseln, die weide regelmäßig komplett abzuäppeln und den Stallmist wärend und kurz nach der Kur nicht auf den normalen Stallmist aufzuschichten sondern getrennt zu deponiern.
***********Wurmbefall:***********
Würmer legen im Darm Eier ab, anschließend werden diese mit dem Kot ausgeschieden. In 3- 15 Tagen entwickelt sich daraus eine Larve, diese setzt sich dann auf Stroh, Gras oder Heu und werden so vom Pferd wieder aufgenommen. Vom Darm ausbohrt sich die Larve in andere Organe. Dieser Vorgang kann bis zu 11 Monate andauern und schädigt Blut-, Gefäßwände und betroffene Organe. Symptome für den Wurmbefall sind struppiges Fell, Fressunlust, mangelnde Leistungsbereitschaft, Husten, Kolik oder Durchfall. Ein ausgewachsener Wurm legt im Pferdedarm wieder Eier ab und der Teufelskreis beginnt wieder von vorne...
Doch starkem Wurmbefall führt zu unheilbaren Schäden im Organbereich.
Außerdem kann der Wurm Thelazia lacrymalis, der durch die Augenfliege übertragen wird, bei Pferden zu Bindehaut- und Hornhautentzündung sowie zu Periodischer Augenentzündung führen. Die gängigen Wurmkuren werden durch das Maul gespritzt und wirken nicht gut genug, Wurmmittel zur Anwendung am Auge gibt es noch nicht. Die einzigste Methode bisher ist die unter einer örtlichen Betäubung vorgenommene Herausspülung der Parasiten aus dem Bindehautsack und dem Tränennasenausgang.
19 Bewertungen, 1 Kommentar
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13.04.2006, 11:33 Uhr von Sommergirl
Bewertung: sehr hilfreichausführlich und informativ
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