Pferdepflege Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Queeny72
Kleine Tips zur Hufpflege
Pro:
Mühe lohnt sich
Kontra:
sehr Aufwendig
Empfehlung:
Ja
Jeder Pferdebesitzer kennt das Leid mit der Hufpflege. Mal sind sie Hufe zu trocken, mal zu nass, sie brechen aus, faulen …….
Ein geeignetes Mittel zu finden ist sehr schwer. Ich habe mir im Laufe der Zeit ein paar verschiedene Mittel zusammengestellt, die ich je nach Bedarf anwende.
Oberstes Gebot in der Hufpflege ist die Reinigung.
Die besten Mittel können nicht wirken, wenn der Huf nicht von den Ammoniakrückständen gereinigt wird. Egal ob Sommer oder Winter ist das regelmäßige Auswaschen der Hufe also Pflicht. Manche Besitzer sind der Ansicht, dass die Hufe durch bloßes Abspritzen der Beine sauber werden, aber das reicht bei weitem nicht aus!
Reinigung:
°°°°°°°°°°°
Am leichtesten funktioniert die Reinigung mit einem Eimer. Viele Besitzer versuchen es mit dem Abspritzschlauch und kommen in leichte Bedrängnis, Bürste, Schlauch und Huf gleichzeitig festzuhalten. Mit einem Eimer, den man einfach unter den hochgehaltenen Huf stellt, spart man zusätzlich noch viel Wasser. Diese Methode kann man auch im Winter anwenden, da mit etwas Übung kein Wasser auf den Boden läuft, das dort schnell frieren und Glätte verursachen kann.
Mutige Pferde kann man auch für ein paar Minuten mit dem Huf in den Eimer stellen. (Mein Pferd lässt das leider nicht zu)
Bürsten
°°°°°°°°°
Ich habe mir aus dem Supermarkt eine kleine Hand-Spülbürste besorgt. Sie ist rund, hat einen Durchmesser von ca. 5cm und lange kräftige Borsten. Sie hat genau die richtige Größe, um die Innenseite der Hufe zu schrubben.
Für Außen ist eine kurze Wurzelbürste sehr gut geeignet. Besitzer von Pferden mit schwarzen Hufen, sollten nicht vergessen, die Außenseite der Hufe kräftig abzuschrubben. Da mein Wallach 3 weiße Hufe hat, sehe ich sehr genau, wann sich die verunreinigte Außenschicht gelöst hat.
Fliegenschwamm
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Für die Außenseite und die Ballen ist ein Fliegenschwamm auch eine tolle Sache. Gerade an den Ballen sind viele Pferde etwas empfindlich und mögen die Wurzelbürsten meistens nicht. Hier eignet sich der Fliegenschwamm hervorragend um die Mistrückstände vorsichtig zu entfernen. Er ist erhältlich im Supermarkt, oder beim Autozubehör.
Nach dem Reinigen sollten die Hufe antrocknen, damit sie die Pflegemittel besser aufnehmen.
Fett/Öl:
°°°°°°°°
Mein Hufschmied befürwortet Öl. Es verteilt sich besser in die Ritzen der Hufe und kann somit besser aufgenommen werden. Ich verwende meistens das Huföl von Leovet. Es enthält noch zusätzlich pflegende Stoffe wie Avocado, Jojoba, Sesam und Ringelblume.
Auch Olivenöl kann hervorragend für die Hufpflege angewendet werden. Hier sind allerdings die Kosten deutlich höher.
Nachteil von den Ölen: Sie färben die Hufe nicht ein. Also nichts für Freunde von blanken schwarzen Hufen.
Innenseite der Hufe:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Jetzt kommen wir in die Problemzone des Hufes.
Frisch nach dem Beschlag trage ich eine Schicht Teer auf. (Strahl aussparen) Viele Besitzer sind gegen das Verwendung von Teer, da man die Poren schließt und die Atmung der Hufe einschränkt. Ich habe mit meinem Hufschmied gesprochen und er hat mir erklärt, dass die Innenseite der Hufe in der Boxenhaltung ca. 22 Stunden am Tag der Ammoniakbelastung ausgesetzt ist. Aus diesem Grund ist die Abwehr des Hufes vorrangig. Man sollte es aber nicht öfter als 1x in der Woche anwenden.
Nasse und faule Innseite:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
1. Zahnpasta
Zahnpasta trocknet bekanntlich aus. Diese Eigenschaft ist auch in diese Bereich anwendbar. Mit einer alten Zahnbürste etwas Paste auf den Strahl bürsten. Mit etwas Watte den Strahl tamponieren.
2. Jodoform
Jodoform ist in der Apotheke erhältlich. Die Anwendung sollte sehr vorsichtig und nur sehr dosiert erfolgen. Die Dämpfe schädigen nicht nur uns Menschen, auch bei Pferden wurde nachgewiesen, dass Jodoform auf die Leber geht.
3. Tamponieren
Das effektivste, aber auch das aufwendigste Mittel. Ich habe mir hierfür Wattepads aus der Kosmetikabteilung gekauft. Sie haben genau die richtige Größe. Den Huf vorher gut reinigen, Desinfektionsmittel auf das Wattepad geben und dann mit dem Hufkratzer in den Strahl drücken. Das Pad sollte am besten komplett verschwinden, sonst fällt es schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Strahl. Wenn man konsequent täglich frisch tamponiert, bekommt man die Nässe schnell in Griff.
Raspel:
°°°°°°°°
Eine Raspel oder Feile sollte jeder Besitzer zur Hand haben. Die Außenwände der Hufe brechen im Sommer gerne aus. Hier verhält es sich ähnlich wie mit unseren Fingernägeln. Direkt die betroffene Stelle mit der Raspel so kürzen, dass zwischen Eisen und Ausbruch ein kleiner Spalt bleibt. So wird der Druck auf die ausgebrochene Stelle vermindert und eine weiteres Ausbrechen unterbunden.
Hufnägel:
°°°°°°°°°°
Ab der 4. Wochen sollte man die Hufnägel genau kontrollieren. Sollte sich ein Nagel lockern, kann man diesen problemlos mit einem harten Gegenstand (Raspel) wieder Festschlagen. Haben sich mehrere Nägel gelockert (z.B. durch Reintreten), sollte man diese direkt vom Hufschmied ersetzen lassen.
Fazit:
°°°°°°
Das die meisten Pferde in Boxenhaltung leben, ist Vorsorge natürlich immer noch am Besten. Wer die Möglichkeit hat sein Pferd täglich zu misten, sollte diese auch Nutzen. Mit etwas Übung braucht man dafür nicht länger als ca. 10 Minuten. Wichtig ist nur, dass das Nassgetränkte Stroh und die Pferdeäpfel aussortiert werden.
Ich nehme mir die Zeit, da mich diese im Endeffekt weniger kostet, als zahlreiche Mittel gegen Strahlenfäule. Dazu reinige ich ca. 3 x in der Woche die Hufe innen mit Wasser und Bürste und öle sie kräftig ein. Schon über ein halbes Jahr habe ich dadurch keinen Ansatz von faulen oder nassen Hufen mehr gehabt. Toi, toi, toi.
Ein geeignetes Mittel zu finden ist sehr schwer. Ich habe mir im Laufe der Zeit ein paar verschiedene Mittel zusammengestellt, die ich je nach Bedarf anwende.
Oberstes Gebot in der Hufpflege ist die Reinigung.
Die besten Mittel können nicht wirken, wenn der Huf nicht von den Ammoniakrückständen gereinigt wird. Egal ob Sommer oder Winter ist das regelmäßige Auswaschen der Hufe also Pflicht. Manche Besitzer sind der Ansicht, dass die Hufe durch bloßes Abspritzen der Beine sauber werden, aber das reicht bei weitem nicht aus!
Reinigung:
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Am leichtesten funktioniert die Reinigung mit einem Eimer. Viele Besitzer versuchen es mit dem Abspritzschlauch und kommen in leichte Bedrängnis, Bürste, Schlauch und Huf gleichzeitig festzuhalten. Mit einem Eimer, den man einfach unter den hochgehaltenen Huf stellt, spart man zusätzlich noch viel Wasser. Diese Methode kann man auch im Winter anwenden, da mit etwas Übung kein Wasser auf den Boden läuft, das dort schnell frieren und Glätte verursachen kann.
Mutige Pferde kann man auch für ein paar Minuten mit dem Huf in den Eimer stellen. (Mein Pferd lässt das leider nicht zu)
Bürsten
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Ich habe mir aus dem Supermarkt eine kleine Hand-Spülbürste besorgt. Sie ist rund, hat einen Durchmesser von ca. 5cm und lange kräftige Borsten. Sie hat genau die richtige Größe, um die Innenseite der Hufe zu schrubben.
Für Außen ist eine kurze Wurzelbürste sehr gut geeignet. Besitzer von Pferden mit schwarzen Hufen, sollten nicht vergessen, die Außenseite der Hufe kräftig abzuschrubben. Da mein Wallach 3 weiße Hufe hat, sehe ich sehr genau, wann sich die verunreinigte Außenschicht gelöst hat.
Fliegenschwamm
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Für die Außenseite und die Ballen ist ein Fliegenschwamm auch eine tolle Sache. Gerade an den Ballen sind viele Pferde etwas empfindlich und mögen die Wurzelbürsten meistens nicht. Hier eignet sich der Fliegenschwamm hervorragend um die Mistrückstände vorsichtig zu entfernen. Er ist erhältlich im Supermarkt, oder beim Autozubehör.
Nach dem Reinigen sollten die Hufe antrocknen, damit sie die Pflegemittel besser aufnehmen.
Fett/Öl:
°°°°°°°°
Mein Hufschmied befürwortet Öl. Es verteilt sich besser in die Ritzen der Hufe und kann somit besser aufgenommen werden. Ich verwende meistens das Huföl von Leovet. Es enthält noch zusätzlich pflegende Stoffe wie Avocado, Jojoba, Sesam und Ringelblume.
Auch Olivenöl kann hervorragend für die Hufpflege angewendet werden. Hier sind allerdings die Kosten deutlich höher.
Nachteil von den Ölen: Sie färben die Hufe nicht ein. Also nichts für Freunde von blanken schwarzen Hufen.
Innenseite der Hufe:
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Jetzt kommen wir in die Problemzone des Hufes.
Frisch nach dem Beschlag trage ich eine Schicht Teer auf. (Strahl aussparen) Viele Besitzer sind gegen das Verwendung von Teer, da man die Poren schließt und die Atmung der Hufe einschränkt. Ich habe mit meinem Hufschmied gesprochen und er hat mir erklärt, dass die Innenseite der Hufe in der Boxenhaltung ca. 22 Stunden am Tag der Ammoniakbelastung ausgesetzt ist. Aus diesem Grund ist die Abwehr des Hufes vorrangig. Man sollte es aber nicht öfter als 1x in der Woche anwenden.
Nasse und faule Innseite:
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1. Zahnpasta
Zahnpasta trocknet bekanntlich aus. Diese Eigenschaft ist auch in diese Bereich anwendbar. Mit einer alten Zahnbürste etwas Paste auf den Strahl bürsten. Mit etwas Watte den Strahl tamponieren.
2. Jodoform
Jodoform ist in der Apotheke erhältlich. Die Anwendung sollte sehr vorsichtig und nur sehr dosiert erfolgen. Die Dämpfe schädigen nicht nur uns Menschen, auch bei Pferden wurde nachgewiesen, dass Jodoform auf die Leber geht.
3. Tamponieren
Das effektivste, aber auch das aufwendigste Mittel. Ich habe mir hierfür Wattepads aus der Kosmetikabteilung gekauft. Sie haben genau die richtige Größe. Den Huf vorher gut reinigen, Desinfektionsmittel auf das Wattepad geben und dann mit dem Hufkratzer in den Strahl drücken. Das Pad sollte am besten komplett verschwinden, sonst fällt es schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Strahl. Wenn man konsequent täglich frisch tamponiert, bekommt man die Nässe schnell in Griff.
Raspel:
°°°°°°°°
Eine Raspel oder Feile sollte jeder Besitzer zur Hand haben. Die Außenwände der Hufe brechen im Sommer gerne aus. Hier verhält es sich ähnlich wie mit unseren Fingernägeln. Direkt die betroffene Stelle mit der Raspel so kürzen, dass zwischen Eisen und Ausbruch ein kleiner Spalt bleibt. So wird der Druck auf die ausgebrochene Stelle vermindert und eine weiteres Ausbrechen unterbunden.
Hufnägel:
°°°°°°°°°°
Ab der 4. Wochen sollte man die Hufnägel genau kontrollieren. Sollte sich ein Nagel lockern, kann man diesen problemlos mit einem harten Gegenstand (Raspel) wieder Festschlagen. Haben sich mehrere Nägel gelockert (z.B. durch Reintreten), sollte man diese direkt vom Hufschmied ersetzen lassen.
Fazit:
°°°°°°
Das die meisten Pferde in Boxenhaltung leben, ist Vorsorge natürlich immer noch am Besten. Wer die Möglichkeit hat sein Pferd täglich zu misten, sollte diese auch Nutzen. Mit etwas Übung braucht man dafür nicht länger als ca. 10 Minuten. Wichtig ist nur, dass das Nassgetränkte Stroh und die Pferdeäpfel aussortiert werden.
Ich nehme mir die Zeit, da mich diese im Endeffekt weniger kostet, als zahlreiche Mittel gegen Strahlenfäule. Dazu reinige ich ca. 3 x in der Woche die Hufe innen mit Wasser und Bürste und öle sie kräftig ein. Schon über ein halbes Jahr habe ich dadurch keinen Ansatz von faulen oder nassen Hufen mehr gehabt. Toi, toi, toi.
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