Pioneer DJM-600 Testbericht



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Erfahrungsbericht von Dr_Ed
Club-Classics Vol. I
Pro:
robuste Verarbeitung, hohe Zuverlässigkeit, überragende Ausstattung
Kontra:
- wenn überhaupt - der Preis
Empfehlung:
Ja
Wie Ihr mittlerweile mitbekommen habt, bin ich ja in meiner Freizeit als halb-professioneller Plattenleger unterwegs. Aber egal, wo ich unterwegs bin, egal, ob in Clubs oder mit einer gestellten Anlage von der Agentur, für die arbeite - es gibt ein Teil, was mir fast immer und überall treue Dienste leistet: Das Mischpult DJM 600 von Pioneer. Es ist das Nachfolgemodell vom DJM 500, das weiterhin unverändert angeboten wird.
Was das besondere an dem Gerät ist, soll Euch dieser Bericht verraten.
ERSCHEINUNGSBILD/AUSSEHEN
Das Mischpult sieht aus, wie man sich auch als technischer Laie ein Mischpult vorstellt, es hat 5 Schieberegler und jede Menge Drehknöpfe mit denen man etwas einstellen kann. Der Profi erkennt sofort, dass er ein 4-Kanal-Mischpult vor sich hat, also ein Gerät, an das man 4 verschiedene Abspielgeräte anschließen und miteienander koordinieren kann. In der Regel sind das 2 CD-Spieler und 2 Plattenspieler. Außerdem gibt es noch einen separaten Mikrofon-Kanal. Man könnte sagen, das Gerät ist in insgesamt 7 Spalten gegliedert:
-Ganz links ist die Spalte für Mikrofon und Kopfhörer. Beide haben jeweils ein 6,5 mm Klinkenstecker-Eingang. Für das Mikro gibt es auf der Rückseite des Mischpultes gibt es noch eine weiteren separaten Eingang für einen sogenannten XLR-Stecker. Darunter befinden sich 3 Drehregler, mit deren Hilfe man Höhen, Mitten und Tiefen im Mikrofon-Betrieb regulieren kann.
Darunter befinden sich dann 2 Drehregler mit denen man die Balance und die Lautstärke auf dem Kopfhörer regulieren kann.
-Rechts daneben ist die Spalte für den 1. Kanal. Oben befinden sich 4 Drehknöpfe, der oberste für den Gain (die Lautstärke), darunter jeweils ein Drehregler für Höhen, Mitten und Tiefen. Darunter befindet sich ein Druckknopf, der dafür sorgt, dass man das, was auf diesem Kanal läuft auch auf Kopfhörer hören kann. Darunter befindet sich ein Schieberegler, wo dann auch wieder die Lautstärke geregelt werden kann.
+++Exkurs+++
Die technischen Laien unter Euch werden fragen, wofür man mehrere Lautstärkeregler braucht. Das hat folgende Bewandnis: Wenn verschiedene Aufnahmen hat (z.B. aus den 70ern und aus den 90ern), die unterschiedlich ausgesteuert sind, dann klingen sie bei identischer Anordnung der Lautstärke-Einstellung dennoch unterschiedlich laut. Um das zu kompensieren, stellt man die Gain-Lautstärke der niedriger ausgesteuerten Aufnahme etwas höher.
+++Exkurs Ende+++
Die 3 anderen Kanäle sind genauso aufgebaut.
In der 6. Spalte von links befindet sich der Master-Regler. Mit ihm kann man die Grundlautstärke einstellen, die am Ende aus den Boxen kommen soll. Das hat den Sinn, dass der Lautstärkepegel an den Lärmpegel und die Größe des jeweiligen Raumes angepasst werden kann. Wenn z.B. bei einer Hochzeitsfeier während des Essens dezente Hintergrundmusik gespielt werden soll, dann soll das auf einem anderen Level geschehen, als z.B. später beim Hochzeitstanz. Die Aussteuerung des Masterlevels wird dann auch noch mittels bunter Leuchtdioden angezeigt.
-Ganz rechts befindet sich oben der Ein- und Ausschaltknopf. Darunter befinden sich 2 Displays, die einem z.B. die BPM-Zahl entweder des einstellten Kanals oder des Master-Ausgangs anzeigen. Darunter befinden sich noch 3 Drehknöpfe, mit denen man die verschieden Effekte einstellen kann, sowie weitere persönliche Einstellungen vornehmen kann.
Im unteren Bereich des Pultes befindet sich noch der Crossfader, mit dessen Hilfe man zwischen den beiden gerade in Betrieb befindlichen Abspielkanälen hin und her blenden kann.
Die Bedienelemente sind übersichtlich und logisch angeordnet, so dass sich selbst technische Laien nach einer kurzen Einweisung schnell zurechtfinden. Das Ganze ist in dezentem Schwarz gehalten.
HANDHABUNG/BEDIENUNG
Dank der übersichtlichen und logischen Anordnung der Bedienelemente kommt man sehr schnell zurecht, d.h. selbst wenn man das Gerät das erste Mal vor sich hat, ist die Eingewöhnungsphase recht kurz.
Der Widerstand der einzelnen Knöpfe ist hoch genug, um nicht durch eine unbedachte bzw ungeschickte Bewegung die Einstellungen durcheinander zu bringen. Andererseits sind sie gering genug, um für eine Änderung der Einstellung keinen großen Kraftaufwand zu benötigen. Auch Grobmotoriker können die gewünschten Einstellungen schnell, präzise und unproblematisch durchführen. Die Handhabung ist dank der übersichtlichen und logischen Anordnung der Bedienelemente denkbar einfach und unproblematisch.
AUSSTATTUNG/FEATURES
Auf diesem Gebiet setzt Pioneer mit diesem Mischpult mal wieder Maßstäbe: War schon das Vorgängermodell DJM 500 mit einigen technischen Raffinessen ausgestattet, so setzt der Nachfolger DJM 600 nochmal eins oben drauf.
Hier die Ausstattungsdetails im Einzelnen:
+8sec-Sampler mit Level, Pitch und Nahtlosloop-Funktion
+Auto-Filter
+Auto-Transformer
+Delay
+Echo
+Flan ger
+Auto Pan
+Pitchshifter
TECHNISCHE DATEN
+Abmessungen: L320 x B 357,4 x H 107mm
+Gewicht: 6 KG
+Rauschabstand: <90 dB
+Klirrfaktor: 0,02%
+Crossfader in ALPS-Bauweise
+Klangregelung mit Cut-Funktion (-26dB)
+Tone-Control Höhen/Mitten/Bässe -26dB/+12dB
+Effekt-Send für alle Kanäle
+symmetrische (XLR-Klinke), sowie asymmetrische (Cinch) Ausgänge
+Master-Balance
PREIS-/LEISTUNGSVERHÄLTNIS
Kommen wir zum einzigen Punkt, an dem mein Urteil nicht so ganz euphorisch ausfallen wird.
Einerseits lässt die Ausstattung des Gerätes so gut wie gar keine Wünsche offen. Es arbeitet sehr zuverlässig und ist auch einigermaßen robust, d.h. man muss schon sehr wenig pfleglich mit dem Gerät umgehen, um mal einen Ausfall zu provozieren.
Auf der anderen Seite muss man für die üppige Ausstattung auch einen üppigen Preis bezahlen. In der Regel kostet das Gerät im einschlägigen Fachhandel meist knapp unter 900,-EUR, was natürlich kein Pappenstiel ist und das Gerät nicht gerade zum Schnäppchen macht.
FAZIT
Insgesamt muss man sagen, dass dieses Gerät für den anspruchsvollen DJ das absolute Nonplusultra darstellt, weil es robust verarbeitet ist, zuverlässig arbeitet, eine Menge technischer Finessen bietet und darüber hinaus einfach zu bedienen ist.
Ob einem das die knapp 900,-EUR Kaufpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Zumindest ist es kein rausgeschmissenes Geld, denn man erhält dafür in jedem Fall einen reellen Gegenwert.
In der Regel fährt man aber auch mit dem weiterhin erhältlichen DJM 500 auch ganz gut, was dann mit ca. 750,-EUR etwas günstiger in der Anschaffung ist.
27 Bewertungen, 14 Kommentare
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07.06.2008, 01:06 Uhr von ingoa09
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich! Gruß Ingo
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30.04.2008, 23:51 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreicheinen schönen abend wünsche ich dir
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10.11.2007, 08:33 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH + LG :-)))
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10.07.2007, 00:55 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSH LG pet
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06.07.2007, 17:43 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris
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03.07.2007, 15:11 Uhr von golfgirl
Bewertung: sehr hilfreichLg Dani
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01.07.2007, 01:10 Uhr von bodenseestern
Bewertung: sehr hilfreichGruß Petra
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30.06.2007, 23:58 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
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30.06.2007, 23:29 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichl.g. petra
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30.06.2007, 22:55 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichEin interessanter Bericht. ‹(•¿-)› Liebe Grüße aus Berlin, Wilfriede
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30.06.2007, 20:00 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichLG Anita
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30.06.2007, 19:00 Uhr von gerrhosaurus1978
Bewertung: sehr hilfreichLG, Daniela
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30.06.2007, 18:48 Uhr von strubbine
Bewertung: sehr hilfreichschönes Wochenende
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30.06.2007, 18:32 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichtolle beschreibung lg
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