Pitu Original Testbericht

Pitu-original
ab 9,95
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Wirkungsgrad:  durchschnittlich
  • Nachwirkungen:  gering
  • Design der Verpackung:  gut
  • Kultstatus:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von krawallo

DIE SCHLIMMSTE ZUTAT FÜR CAIPIRINHA ! ! !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Auch dieses Jahr wird sich der Caipirinha wieder glänzend verkaufen. Die Hauptzutat neben Limette und Rohrzucker ist der Cachaça, ein Zuckerrohr- Destillat uns Brasilien. Dieses Trendgetränk gibt dem mittlerweile bekanntesten Cocktail seinen Geschmack und sorgt für die nötigen Promille. Wer hierzulande einen Caipirinha zubereitet bekommt, wird meistens mit der Marke PITU verwöhnt, denn PITU ist wohl nicht nur der bekannteste Cachaça hierzulande, sondern vor allem mittlerweile in fast jedem Supermarkt angeboten.
Viele halten PITU für die eigentliche Spirituose und kennen den Namen Cachaça schon mal gar nicht.


Herkunft:
Aus Zuckerrohr wird Aguardente de Cana, der Nationalschnaps Brasiliens, destilliert. Pitú ist einer der größten Hersteller von Zuckerrohrschnaps, 50 Millionen Flaschen verlassen jährlich das Werk in Vitoria de Santa Antao. PITÙ wird in Fässern importiert und in Deutschland auf Flaschen gefüllt. Als vor über 15 Jahren auch in Deutschland die Münchener Firma Anton Riemerschmid war, die mit der Marke PITÙ den ersten Cachaça auf dem deutschen Markt etablierte, mußte sie diesen aber aus Marketinggründen noch als "brasilianischen Rum" beschreiben.
Zuckerrohr ist eine kultivierte Form des Süßgrases, einer Staude, die bis zu 7 Metern Höhe erreichen kann und deren 2-7 Zentimeter dicken Halme von einem weißen Mark gefüllt sind, das einen Zuckergehalt von 13-20 Prozent erreicht.


Duft:
Wer einige andere Cachaça- Sorten probiert hat, wird den Qualitätsunterschied schon im Aroma deutlich. Statt süßliches und harmonisches Aroma, wie man es sonst von einem Destillat aus Zuckerrohr erwartet, wird man mit einem herben und eher bitteren Duft überrascht. Ein leicht holziges Aroma läßt auch dem Kenner etwas erschrecken und auch der Alkoholanteil von 40 % macht eindrucksvoll auf sich aufmerksam.
Irgendwie riecht PITU ja sogar etwas erfrischend, aber richtig überzeugen kann mich dieser Duft nicht.


Geschmack:
Nein, wirklich schmecken kann man diesen PITU nicht. Das Alkoholaroma und eine eher strenger und herber Geschmack ist für meinen Gaumen nicht angenehm, weil sich ein Genuss fast gar nicht durchsetzt. Natürlich ist ein Cachaça aufgrund des Zuckerrohr- Anteils ziemlich süß und zum Teil auch harmonisch. Daher ist auch dieser Cachaça als Komponente zum erfrischenden Caipirinha und zu Longdrinks zur seinen im Endeffekt harmonischem Geschmack zum Mixen geeignet.
In Brasilien kennt man diesen Cachaça überhaupt nicht, weil er von der Qualität einfach zu gering ist, und man belächelt die Europäer, die sich diesem Genußprodukt hingeben.
Wer seinen Caipirihna zuhause zubereitet, sollte unbedingt etwas mehr Rohrzucker beigeben und vielleicht auch den Anteil der Limetten erhöhen.


Preis:
Die Verfügbarkeit macht PITÚ zu Nummer 1 in Deutschland, denn dieser Cachaça ist wohl das erste Produkt dieser Sorte, was man kaufen kann. Leider ist es mitunter etwas lästig, wenn man immer nur diese Billigprodukt anbieten muß, ich würde mir auch bei dieser Spirituose mehr Auswahl wünschen. Diese durchsichtige Spirituose fällt jedem sofort auf, weil der Krebs auf den Flaschenetiketten ("Pitú") mittlerweile ein echtes Markenprodukt ist und kostet zwischen 10-12 €, je 700ml-Flasche. Für ein Massenprodukt dieser Art ist der Preis fast noch zu hoch, wenn man bedenkt, das Rum von gleicher Qualitätsstufe für 5-6 € erstehen kann.


Zubereitungsmöglichkeiten:
Cachaça gilt ja ansich als sehr harmonisches Getränk. Wer es nicht lassen kann, kann ihn natürlich zum Caipirihna nutzen, aber auch Longdrinks lassen sich hiermit kaputtmachen.
Viele trinken PITÙ in Cola, oder machen nutzen ihn in Cocktails mit exotischem Flair.


Fazit:
Diesen PITU kann man nicht wirklich empfehlen. Im Geschmack enttäuschend, lebt dieser Cachaça in erster Linie von seiner Berühmtheit und aufgrund seines auffälligen Logos auf den Flaschen. Wer einmal einen etwas teureren Cachaca Néga Fuló probiert hat, wird mir sicher sofort zustimmen und diesen PITU in Zukunft meiden. Im Preis ist PITU die absolute Untergrenze, im Geschmack meiner Meinung nach auch das kann man schon am Geruch erkennen. Wer dieses Jahr zum Caipirihna greifen möchte, sollte sich erkundigen, welche Spirituose dabei genutzt wird. Wenn man PITÙ stolz auf der Getränkekarte anpreist, sollte man sich eben für etwas anderes entscheiden.

26 Bewertungen, 6 Kommentare

  • ChrisS91

    12.05.2010, 00:17 Uhr von ChrisS91
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreicher Beitrag!

  • theConsultant

    23.03.2003, 21:52 Uhr von theConsultant
    Bewertung: sehr hilfreich

    Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Cachaça und "normalem" Rum?

  • Faleah

    06.08.2002, 23:07 Uhr von Faleah
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr aufklärend, hihi.

  • tobi.birkner

    30.06.2002, 12:50 Uhr von tobi.birkner
    Bewertung: sehr hilfreich

    Da muss ich dir zustimmen Nega Fulo, Canario oder auch der Cacha´ca von Mangaroca schmecken eindeutig besser.

  • Mr.Beka

    24.05.2002, 16:27 Uhr von Mr.Beka
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...auch hier kann ich Dir uneingeschränkt Recht geben ;-)

  • Jedde

    24.05.2002, 16:07 Uhr von Jedde
    Bewertung: sehr hilfreich

    hui hier biste also auch :-)