Planet der Affen (2001) (DVD) Testbericht

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ab 12,27
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von BeAsT81

Kiffende Affen auf Menschenjagd

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Tim Burton, Schöpfer surrealer Meisterwerke, wie Sleepy Hollow, Mars Attacks, Batman und Edward mit den Scherenhänden, tritt erneut in Aktion. Mit ihm natürlich sein langjähriger Weggefährte Danny Elfman, welcher sich auch diesmal wieder für die Musik zuständig fühlte. Da fehlt eigentlich nur noch Johnny Depp und der altbewährte 3er Klan wäre wieder zusammen!

Aber was so gut anfängt und auch klingt muss nicht immer gut enden. Um uns das zu beweisen wollte Tim Burton sich wohl mal aus der Erfolgswelle herausholen um allen dann in seinem nächsten Film zu zeigen was für ein ganzer Kerl er ist. (Ich hoffe sein nächster Film ist nicht „Rückkehr auf den Planet der Affen“)

Bevor ich nun ein bisschen was zu der Story sage, fange ich am besten mal mit einem kurzen Ausflug in das Jahr 1968 an.

Franklin Schaffner liest den Roman „Planet Of The Apes“ von Pierre Boulle und ist begeistert von der Idee einen ordentlichen Film daraus zu machen. Was er damit angerichtet hat wird ihm schon nach der ersten Kinowoche klar. Ein Run auf den Film in den Kinos und eine Idee für eine Fortsetzung entstehen. Schnell wird klar, das man da vielleicht doch ein bisschen mehr draus machen könnte und lässt bei Teil 2 („Rückkehr zum Planet der Affen“) im Jahr 1970 wiederum das Ende offen. Jetzt wird gemetzelt was das Zeug hält, wieder neu erdacht und wir bringen es letztendlich auf ganze 5 Filme, welche eine abgeschlossene Handlung darstellen. ( ´71 – Flucht vom Planet der Affen; ´72 – Eroberung vom Planet der Affen; ´73 – Schlacht um den Planet der Affen)

Es folgten 2 Serien, welche auf dem Thema der Filme basierend 1974 und 1975 im Fernsehen anliefen. Es folgt 1981 nach langer Zeit dann noch einmal eine Verwurstung des Themas und dann ist erst mal lange Zeit Ruhe im Affenzirkus.

Was will nun Tim Burton von uns und vor allem was bietet er, um das Publikum wieder ins Kino zu locken?


*** Storyvergleich *** (Schnellleser aufgepasst hier gibt’s was interessantes!!!)

-´68-
Der Film „Planet der Affen“ von ´68 handelte von einem Menschen der durch einen Zeitstrudel in die Zukunft geworfen wird und auf der Erde mit einem Raumschiff notlandet.

-´2001-
Tim Burtons Film beginnt mit einer Forschungsstation im Jahr 2029 (also schon ein bisschen in der Zukunft) in der Affen zu Weltraumfahrern ausgebildet werden. Von der Forschungsstation, welche ein bisschen DS9 ähnelt, (nur ein kleines bisschen, aber ich kann mich da auch irren) wird eine Anomalie entdeckt zu welcher ein Affe, Perikles, zur Erkundung ausgesandt wird. Unser Held der Geschichte, Capt. Leo Davidson alias Mark Wahlberg, fliegt dem Affen hinterher um ihn nachdem der Funkkontakt abgerissen ist, wieder zurück zu holen.
(Er hat dabei den dämlichen Satz: „Schicke keinen Affen um die Arbeit eines Menschen zu machen“ auf den Lippen, welcher meiner Erinnerung nach aus dem Originalfilm stammt, aber genau anders herum)
Leo verschwindet auch in dem Strudel und macht eine wunderbar actionreiche Notlandung (Digital Sound System hab Dank) auf einem unbekannten Planeten.

-beide-
der ganze nächste Teil ist eigentlich sehr ähnlich. Der Mensch wird gefangen genommen von sprechenden Affen, welche in einer Zivilisierten Welt leben und Menschen wie Tiere halten. Die Affen sind dabei auf einem relativ niedrigen Stand der technischen Entwicklung, im Original haben sie allerdings richtige Forscher und Wissenschaftler, im Remake kämpfen die Affen mit Lanzen und haben gerade mal die Schleuder erfunden. Er flieht zusammen mit der Menschenrechtlerin, (der Begriff bekommt eine ganz neue Bedeutung) welche in beiden Teilen sehr ähnlich von den Gesichtszügen ist, und ein paar anderen Menschen. Er flieht bis in eine verbotene Zone, in der, nach den Legenden der Affen, das Leben der Affen begann.

-´68-
Unserem Helden wird allmählich klar das er sich nicht auf einem fremden Planeten, wie er erst vermutete, befindet, sondern auf der Erde, aber in einer Zukunft nach einem großen Atomkrieg, welcher wohl fast alle Menschen ausrottete und die Affen die Oberhand gewinnen ließ.

-2001-
Unsere Protagonist (endlich fällt mir das Wort ein) empfängt die ganze Zeit irgendwelche Signale, welche er als Zeichen seiner Leute deutet, die wohl nach ihm suchen. Als er im verbotenen Land („CaLiMa“ genannt) ankommt, findet er dort ... (MEHR VERRATE ICH NICHT, NAGUT NOCH EIN BISSCHEN) ... keinen Suchtrupp.

-´68-
Die Flucht der Menschen endet in der Verbotenen Zone in welcher die Gottheit der Affen steht, eine alte Atomrakete, dessen Zündung das ganze Land vernichten würde. Es kommt zu einem Krieg Menschen gegen Affen und zur Zündung der Rakete. Ich glaube mich dunkel zu erinnern, das dann abgeblendet wurde und es im 2. Teil dann weiter ging.

-2001-
Nur eins noch. Es gibt keine Atomrakete, aber zu einem Kampf kommt es trotzdem. Der Protagonistenheld Leo reist wieder durch den Zeitstrudel und landet auf der Erde. Ich habe jetzt die Unmengen an „ooh“ und „Ahh“ Effekte ausgelassen, damit es wenigstens noch ein bisschen spannend bleibt.


*** Analyse *** (Das ist was stinklangweilige, also unbedingt überlesen *g*)

Worin besteht nun genau der Unterschied, der das Remake von der Wiederholung unterscheidet?

Tim Burton setzt der Gesellschaft in seinem Film genauso den Spiegel auf und dreht die Verhältnisse einfach um, genau wie es Schaffner 1968 getan hat nur handelt es sich diesmal um eine andere Gesellschaft.

Damals war die Rassenproblematik immer noch ein klitzekleiner Teil in den Köpfen der Menschen, deshalb teilt der alte Film die Affen in 3 Kategorien ein: Wissenschaftler, Krieger und Staatsdiener. Dies teilt die Affen einmal in 3 völlig unterschiedliche Klassen auf und kann gleichzeitig auch ähnlich der Rassentrennung interpretiert werden. Die Gottheit Atombombe würde ich als Kritik am kalten Krieg (die ständige Angst ob eines Angriffs) oder aber auch an der Kuba Krise, welche zur Zeit der Entstehung des Films von aktuellem Anlaß war, deuten.

Im Jahr 2001 spielt die Rassenfrage kaum noch eine Rolle in den Köpfen der zivilisierten Menschheit, dafür aber Tierschützer, Straßenkinder, Drogen und machthungrige Generäle. Deshalb werden auch diesmal keine Atombomben oder ähnliche Wunder angebetet, aber auf den Straßen lungern Kinder rum und die Alten rauchen was das Zeug hält. Die Staatsmänner machen lieber Urlaub als sich um den Staat zu kümmern und dreckige Menschenhändler, welche im Grunde total friedlich sind, machen krumme Geschäfte.


*** Zusammenfassung *** (ist ein Synonym für Fazit)

Der Film bietet kaum Neues, die Gags sind überholt. Es wird abgekupfert wo es nur geht, ob es sich um Erfindungen aus dem Star Trek Universum oder simple Wiederholungen aus den original Affenfilmen, alles wird gnadenlos wiederverwurstet. (ein schönes Wort)

Tim Burton hat sich mit diesem Film wohl einen kleinen Kindheitstraum erfüllt und wird, wenn keiner zugeschaut hat auch mal im Affenkostüm rumgesprungen sein. Leider teile ich diese ungeheure kindliche Freude an dem Traum der Wiederverwurstung (schon wieder *g*) nicht.

Ich bin der Meinung man hätte es lieber auf sich beruhen lassen. Die Sammel-DVD-Edition der 5 Originalfilme steht mittlerweile auch schon in den Regalen und das hätte eigentlich genug Aufsehen um der alten Filme Willen gemacht.

Leider hat dieser Film ein offenes Ende und Tim Burton wird hoffentlich nicht zur Folter aller Folter greifen und einen 2. Teil drehen. (was eigentlich überhaupt nicht sein Stil wäre)

Ich sage nur Schuster bleib bei deinen Leisten und Tim bleib bei deiner surrealen Welt mit kopflosen Reitern, kichernden Aliens und sprechenden Fledermäusen.

Ach ja, eine Empfehlung gebe ich trotzdem, denn wer das Original nicht kennt, der kann sich diesen Sci-Fi-Action-Abenteuer Film ruhig anschauen. Aber allen anderen rate ich davon ab. Die 3 Sterne gebe ich aus den von mir geschilderten Gründen, weil die Story eben viel zu sehr kopiert ist.

BeAsT sagt danke fürs Lesen und geht da hinten links den Gang nach draußen...


... kommt dann noch mal rein, verbeugt sich tief und erwähnt noch mal die stimmungsvolle Musik von Danny Elfman, welcher wohl demnächst wieder mal Thema eines Berichts sein wird, geht diesmal nach rechts hinten raus und bleibt dort bis zum nächsten Bericht.

11 Bewertungen