Planten un Blomen Testbericht

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Erfahrungsbericht von RatteHamburg

Planten un Blomen in Hamburg

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Planten un Blomen liegt am Nordwestrand der Hamburger Neustadt.
Der Name ist Plattdeutsch und bedeutet, für den Nichthamburger, Pflanzen und Blumen.
Das Gelände setzt sich zusammen aus den Großen Wallanlagen, den Kleinen Wallanlagen, dem Alten Botanischen Garten und Planten un Blomen.
Zwar ist die Bezeichnung für diesen Park allgemein Planten un Blomen, aber es besteht wie genannt aus vier Teilen.

Warum Wallanlagen?
Im 17.Jahrhundert erweiterte Hamburg seine damaligen Befestigungsanlagen rund um den damaligen Stadtkern, aus Angst vor der Heimsuchung des 30jährigen Krieges und um die Unabhängigkeit der Stadt zu wahren.
Man kann heute noch Teile dieser Festungswerke sehen, z.B. in den breiten Straßenzügen vom Klosterwall, Steintorwall, Esplanaden oder Glockengießerwall.

Westlich der Alster hat man die Wallanlagen gärtnerisch zu einem Parkareal umgestaltet diese sind nun unter den oben genannten Bezeichnungen bekannt.
Die Grünanlagen sind zwar immer wieder durch Straßenzügen getrennt, man hat sie aber 1972 unter der Bezeichnung „Wallringpark“ zusammengeschlossen.
1986 bekam das Ganze dann den Namen Planten un Blomen, unter dem Namen ist die Gartenanlage dann auch jedem bekannt.

Das ganze Areal wird begrenzt von den Straßen Glacischaussee, Karolinenstraße, Rentzelstraße, Gorch-Fock-Wall und dem Holstenwall.
Und kommt somit auf eine Gesamtgröße von etwa 2km mal 1km, allerdings ist die Breite an einigem Stelle der Großen Wallanlagen auf nur 300m bemessen.

Der Park ist durchzogen von etlichen Wasserflächen, diese sind zum Teil durch Reste alter Festungsgräben entstanden.
Planten un Blomen ist Hamburgs bekannteste und beliebteste Grünanlage.
Von 1863 bis 1930 gab es hier auch Hamburgs ersten zoologischen Garten (damals unter der Führung des bekannten Zoologen Alfred Brehm).
Zur niederdeutschen Gartenschau des Jahres 1935 wurde das Gelände dann von Karl Plomin zu einem großen Gartenpark umgestalltet.
In den Jahren 1953, 1963, 1973 fanden hier die internationalen Gartenbauausstellungen (IGA) statt.

Zu den heutigen Anziehungspunkten gehören heute neben vielen schönen Blumenbeeten und Pflanzenrabatten eine Wasserlichtorgel im großen Parksee.
Wasserkaskaden, mehrere Wasser- und Tropengärten, verschiedene Freizeiteinrichtungen für jung und alt, sowie mehrere Gaststätten.
In einem großen Pavillon finden im Sommer fast täglich Musikveranstaltungen statt.

Eine weitere Attraktion ist der kunstvoll angelegte japanische Garten, den ein japanischer Landschaftsarchitekt Namens Joshikuni Araki entworfen hat.
Große Steine aus den Fichtelgebirge liegen dort und erwecken den Eindruck das sie es schon immer dort gegeben hat.
Aus einer Quelle am höchsten Punkt des Gartens fließen zwei Wasserläufe.
Der Eine fließt zwischen Felswänden über flache Steinstufen, der Andere ergießt sich aus vierstöckigen Kaskarden in einen stillen Teich.
Am Ufer des Teiches steht ein japanisches Teehaus in dem man eine Zeit verweilen kann.

In den Kleinen Wallanlagen findet man einen riesigen Kinderspielplatz, einen Sumpfpflanzengarten und eine Wassertreppe.

In den Großen Wallanlagen findet man eine Reihe Spezialgärten, einen Wasserspielplatz, Kinderbühne, eine Rollschubahn (im Winter Eislaufbahn) und eine Töpferei, ferner eine Altentagesstätte.

Andere hamburgerische Sehenswürdigkeiten sind auch nicht weit.
So findet man z.B. an der Nordspitze des Parks das raumgreifende Ziviljustizgebäude, in der Nordostecke steht das 1929 versetzte Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I, ganz im Süden das Museum für Hamburgerische Geschichte und das Hamburger Messegelände ist direkt angeschlossen.

Ich meine das Planten un Blomen eine der schönsten Orte ist die Hamburg zu bieten hat und würde einen Ausflug nur empfehlen!

Viel Spaß dabei :o)

Die Ratte aus Hamburg