Plasmaspenden Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Kira0815
Warum nicht des Geldes wegen???
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ja warum nicht? Warum soll man nicht das „Angenehme“ (die Aufwandsentschädigung = das Geld) mit dem Nützlichen (anderen zu helfen) verbinden. Was ist so verwerflich daran, sich für ein paar Mark (bzw. Euro) eine dicke Nadel in den Arm pieksen zu lassen, eine halbe Stunde zu pumpen und sich hinterher hundemüde zu fühlen? Mir wurde oft diese Frage gestellt. Ich wurde sogar schon mit einem Laborkarnickel verglichen oder der „Prostitution“ (Geld für den Körper, bzw. etwas aus diesem) bezichtigt. Hä??? Da frag ich mich, was das damit zu tun hat.
Klar es gibt so herzensgute und nächstenliebende Menschen, die machen das für nichts, aber warum soll man das Geld das man sowieso bekommt verschmähen???
Bildet euch selber eine Meinung, ich werde euch hoffentlich dabei helfen, indem ich hier mal meine dazu kundtue.
Aber zuerst die Fakten:
Plasmaspende ist Lebenswichtig!!! (5DM in die Floskelkasse) – Ist aber so! Ohne die vielen freiwilligen Spender könnten z.B. Bluterkranke kein so angenehmes Leben führen. Aus dem Plasma wird u.a. der für sie lebenswichtige Blutgerinnungsfaktor gewonnen. Aber das ist nur eine der vielen Verwendungsmöglichkeiten. Weitere Produkte, die aus Spenderplasma hergestellt werden sind: Albumin (wird bei Verbrennungen und schweren Verletzungen gegeben und gleicht den Verlust von körpereigenem Eiweiß aus), Immunglobuline (Antikörper – daraus werden Impfstoffe hergestellt – z.B. gegen Hepatitis, FSME usw., deswegen kann man als Plasmaspender auch in den Genuss einer sonst kostenpflichtigen Impfung, wie Hepatitis kommen) und Fibrinkleber – wird häufig bei Operationen verwendet, um innere Organe zu behandeln.
Das menschliche Blutplasma (55% unseres Blutes) besteht zu 91% aus Wasser und geringen Anteilen an Nährstoffen, Hormonen, Mineralien, Transportstoffen und eben den begehrten über 120 verschiedenen Eiweißverbindungen. Es enthält keine Blutzellen und regeneriert sich daher nach einer Spende innerhalb von 1-2 Tagen.
Bei einer Spende werden 750 ml entnommen, der Flüssigkeitsverlust wird anschließend durch eine Kochsalz-Lösungsinfusion ausgeglichen.
Die Vorteile für den Spender: regelmäßige Blutuntersuchungen, Gesundheitskontrollen und diverse Tests (z.B. HIV), die man sonst bezahlen müsste und die Aufwandsentschädigung.
Sicherheit und Hygiene wird groß geschrieben: für den Spender besteht keinerlei Risiko einer Infektion, weil alle Geräte und Utensilien, die zu einer Spende benötigt werden, danach vernichtet werden. Das Risiko für den Empfänger wird auf ein Minimum reduziert, indem die Spenden erst nach einem halben Jahr unter laufender Gesundheitskontrolle verwendet werden und Spenden von Risikogruppen generell ausgeschlossen sind.
Plasmaspenden kann jeder, der sich gesund fühlt, mindestens 18 ist und mindestens 50 kg wiegt – über die Einzelheiten, z.B. ob man zu einer Risikogruppe gehört oder die Blutwerte eine Spende nicht zu lassen, wird man dann vom Fachpersonal informiert.
Und nun meine eigenen Erfahrungen:
Ich habe in meinem Briefkasten eine Infobroschüre der Humanplasma GmbH gefunden. Beim durchblättern fielen mir sofort die DM-Beträge ins Auge – als Student ist man dann ja besonders aufmerksam. Ich habe die Hotline angerufen und mir einen Termin zur Erstuntersuchung geben lassen. Dazu muss man einige Zeit mitbringen: man muss einen ellenlangen Fragebogen ausfüllen (dabei hilft einem aber auch der Arzt), es wird Blutdruck, Temperatur, Gewicht und Größe bestimmt und die Personalien aufgenommen. Der Arzt checkt dann den Fragebogen und man wird noch mal gründlich untersucht (Herz, Lungen etc.). Danach wird einem etwas Blut abgenommen (2 Röhrchen) und man kann in einer Woche wieder antanzen. Ist man spendentauglich kann man dies dann tun. Man wird freundlich begrüßt und bekommt was zu trinken, Gewicht, Blutdruck und Temperatur werden jedes Mal bestimmt und man muss auch jedes Mal einen einseitigen Fragebogen ausfüllen. Darin sind Angaben zu Urlaubsreisen, Medikamenteneinnahme usw. aufgeführt.
Nachdem der Arzt seinen Segen gegeben hat, wird man zu einer freundlichen Schwester oder einem freundlichen Pfleger geleitet, auf einem bequemen Liegesessel positioniert und über den Ablauf informiert. Beim ersten Mal war mir schon sehr mulmig zumute, als ich diese mords-dicke Nadel sah. Das Stechen tut aber nicht mehr weh, als mit einer dünnen, weil sie sind gut geschliffen und das Personal ist erfahren. Natürlich empfindet das jeder anders, aber ich fand es nicht besonders schlimm.
Zuerst wird dann wieder zur Kontrolle etwas Blut abgenommen und dann wird die Entnahmemaschine angeschlossen. Insgesamt wird in ca. 10 Zyklen jeweils 120 ml Blut entnommen, und abzüglich dem Plasma wieder zurück in den Körper gepumpt. Bei der Entnahme muss man aktiv mit der Hand mitpumpen, das war beim ersten Mal sehr anstrengend, aber dann hat man den Dreh schnell raus und kann nebenbei sogar lesen. Nach einer halben Stunden ist der ganze Spaß vorbei. Man bekommt noch einen halben Liter Kochsalzlösung und dann wird man verbunden – mit einem Druckverband. Diesen muss man dann auch für mindestens 3 Stunden dran lassen und darf den Arm an diesem Tag nicht mehr belasten – ist alles kein Problem, man hat ja noch den anderen. Dann muss man noch eine halbe Stunde in der Aufnahme warten und bekommt zu trinken, so viel man will und natürlich das Geld. Das sind bei jeder Spende erst mal 30 DM, bei jeder 4.Spende innerhalb von 30 Tagen 50 DM und bei jeder 5.Spende innerhalb von 30 Tagen 60 DM. Mann kann alle 3 – 4 Tage gehen und kommt so auf über 200 DM im Monat – ein netter Nebenverdienst – steuerfrei!!! Hinterher ist man ziemlich schlapp und mit dem Tag ist nicht mehr viel los – aber wenn man sich ein wenig ausgeruht hat, kann man sogar abends noch weggehen. Da sollte man allerdings mit dem Alkoholgenuss aufpassen, mich hats mal ganz schön hingerafft – schlägt alles etwas schneller an als sonst. ;-)
Alles in allem eine gute Möglichkeit, das Bafög aufzupolieren und auch etwas Gutes zu tun.
Ich würde mich über Kommentare, Fragen etc. sehr freuen.
Vielen Dank für’s Lesen.
Klar es gibt so herzensgute und nächstenliebende Menschen, die machen das für nichts, aber warum soll man das Geld das man sowieso bekommt verschmähen???
Bildet euch selber eine Meinung, ich werde euch hoffentlich dabei helfen, indem ich hier mal meine dazu kundtue.
Aber zuerst die Fakten:
Plasmaspende ist Lebenswichtig!!! (5DM in die Floskelkasse) – Ist aber so! Ohne die vielen freiwilligen Spender könnten z.B. Bluterkranke kein so angenehmes Leben führen. Aus dem Plasma wird u.a. der für sie lebenswichtige Blutgerinnungsfaktor gewonnen. Aber das ist nur eine der vielen Verwendungsmöglichkeiten. Weitere Produkte, die aus Spenderplasma hergestellt werden sind: Albumin (wird bei Verbrennungen und schweren Verletzungen gegeben und gleicht den Verlust von körpereigenem Eiweiß aus), Immunglobuline (Antikörper – daraus werden Impfstoffe hergestellt – z.B. gegen Hepatitis, FSME usw., deswegen kann man als Plasmaspender auch in den Genuss einer sonst kostenpflichtigen Impfung, wie Hepatitis kommen) und Fibrinkleber – wird häufig bei Operationen verwendet, um innere Organe zu behandeln.
Das menschliche Blutplasma (55% unseres Blutes) besteht zu 91% aus Wasser und geringen Anteilen an Nährstoffen, Hormonen, Mineralien, Transportstoffen und eben den begehrten über 120 verschiedenen Eiweißverbindungen. Es enthält keine Blutzellen und regeneriert sich daher nach einer Spende innerhalb von 1-2 Tagen.
Bei einer Spende werden 750 ml entnommen, der Flüssigkeitsverlust wird anschließend durch eine Kochsalz-Lösungsinfusion ausgeglichen.
Die Vorteile für den Spender: regelmäßige Blutuntersuchungen, Gesundheitskontrollen und diverse Tests (z.B. HIV), die man sonst bezahlen müsste und die Aufwandsentschädigung.
Sicherheit und Hygiene wird groß geschrieben: für den Spender besteht keinerlei Risiko einer Infektion, weil alle Geräte und Utensilien, die zu einer Spende benötigt werden, danach vernichtet werden. Das Risiko für den Empfänger wird auf ein Minimum reduziert, indem die Spenden erst nach einem halben Jahr unter laufender Gesundheitskontrolle verwendet werden und Spenden von Risikogruppen generell ausgeschlossen sind.
Plasmaspenden kann jeder, der sich gesund fühlt, mindestens 18 ist und mindestens 50 kg wiegt – über die Einzelheiten, z.B. ob man zu einer Risikogruppe gehört oder die Blutwerte eine Spende nicht zu lassen, wird man dann vom Fachpersonal informiert.
Und nun meine eigenen Erfahrungen:
Ich habe in meinem Briefkasten eine Infobroschüre der Humanplasma GmbH gefunden. Beim durchblättern fielen mir sofort die DM-Beträge ins Auge – als Student ist man dann ja besonders aufmerksam. Ich habe die Hotline angerufen und mir einen Termin zur Erstuntersuchung geben lassen. Dazu muss man einige Zeit mitbringen: man muss einen ellenlangen Fragebogen ausfüllen (dabei hilft einem aber auch der Arzt), es wird Blutdruck, Temperatur, Gewicht und Größe bestimmt und die Personalien aufgenommen. Der Arzt checkt dann den Fragebogen und man wird noch mal gründlich untersucht (Herz, Lungen etc.). Danach wird einem etwas Blut abgenommen (2 Röhrchen) und man kann in einer Woche wieder antanzen. Ist man spendentauglich kann man dies dann tun. Man wird freundlich begrüßt und bekommt was zu trinken, Gewicht, Blutdruck und Temperatur werden jedes Mal bestimmt und man muss auch jedes Mal einen einseitigen Fragebogen ausfüllen. Darin sind Angaben zu Urlaubsreisen, Medikamenteneinnahme usw. aufgeführt.
Nachdem der Arzt seinen Segen gegeben hat, wird man zu einer freundlichen Schwester oder einem freundlichen Pfleger geleitet, auf einem bequemen Liegesessel positioniert und über den Ablauf informiert. Beim ersten Mal war mir schon sehr mulmig zumute, als ich diese mords-dicke Nadel sah. Das Stechen tut aber nicht mehr weh, als mit einer dünnen, weil sie sind gut geschliffen und das Personal ist erfahren. Natürlich empfindet das jeder anders, aber ich fand es nicht besonders schlimm.
Zuerst wird dann wieder zur Kontrolle etwas Blut abgenommen und dann wird die Entnahmemaschine angeschlossen. Insgesamt wird in ca. 10 Zyklen jeweils 120 ml Blut entnommen, und abzüglich dem Plasma wieder zurück in den Körper gepumpt. Bei der Entnahme muss man aktiv mit der Hand mitpumpen, das war beim ersten Mal sehr anstrengend, aber dann hat man den Dreh schnell raus und kann nebenbei sogar lesen. Nach einer halben Stunden ist der ganze Spaß vorbei. Man bekommt noch einen halben Liter Kochsalzlösung und dann wird man verbunden – mit einem Druckverband. Diesen muss man dann auch für mindestens 3 Stunden dran lassen und darf den Arm an diesem Tag nicht mehr belasten – ist alles kein Problem, man hat ja noch den anderen. Dann muss man noch eine halbe Stunde in der Aufnahme warten und bekommt zu trinken, so viel man will und natürlich das Geld. Das sind bei jeder Spende erst mal 30 DM, bei jeder 4.Spende innerhalb von 30 Tagen 50 DM und bei jeder 5.Spende innerhalb von 30 Tagen 60 DM. Mann kann alle 3 – 4 Tage gehen und kommt so auf über 200 DM im Monat – ein netter Nebenverdienst – steuerfrei!!! Hinterher ist man ziemlich schlapp und mit dem Tag ist nicht mehr viel los – aber wenn man sich ein wenig ausgeruht hat, kann man sogar abends noch weggehen. Da sollte man allerdings mit dem Alkoholgenuss aufpassen, mich hats mal ganz schön hingerafft – schlägt alles etwas schneller an als sonst. ;-)
Alles in allem eine gute Möglichkeit, das Bafög aufzupolieren und auch etwas Gutes zu tun.
Ich würde mich über Kommentare, Fragen etc. sehr freuen.
Vielen Dank für’s Lesen.
9 Bewertungen, 2 Kommentare
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14.05.2002, 20:04 Uhr von Ayhan
Bewertung: sehr hilfreichPlasmaspenden tue ich auch, vor allem weil es Leben rettet und weil man dabei ganz schön die Urlaubskasse aufbessern kann.
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27.02.2002, 18:12 Uhr von hexe77
Bewertung: sehr hilfreichIch finde ebenfalls nichts verwerfliches daran, Plasma gegen Bezahlung zu spenden. Das rote Kreuz z. B. kriegt eine Menge Geld für Blutspenden und "frühstückt" den Spender mit einem Brötchen ab!
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