Porsche Carrera GT Testbericht
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- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von ET2000
Alltagsrennwagen
Pro:
Bremsen, Getriebe, Motor
Kontra:
Preis, Übersichtlichkeit
Empfehlung:
Ja
Vorabinfos
Porsche erneuert seine Modellpalette rundherum. So hat auch der 911er einige Neuerungen erfahren.
Neben optischen Retuschen wurde auch wieder einmal der Motor überarbeitet.
Optisch wurde von vielen Kunden die eher klassische Linienführung von früher gefordert. So nahm man wieder Abschied von den ovalen Scheinwerfergläsern und bietet das neue Modell wieder mit runden Scheinwerfergläsern an.
Versicherung
Der neue 911 Carrera Cabrio ist in der Versicherung günstiger als befürchtet. In der Schadenfreiheitsklasse SF5 für Haftpflicht und Vollkasko (VK incl. 300 Euro SB, TK incl. 0 Euro SB) kostet der Wagen ab ca. 1400 Euro jährlich.
Preis / Ausstattung
Der Grundpreis des 911 Carrera Cabrios beträgt gut 85.000 Euro. Serienmässig gibt es dafür z.B. 18 Zoll Räder mit vorne 235er und hinten 265er Bereifung. Das Testfahrzeug war mit der dezenten Bereifung 295/30ZR19 für hinten und 235/35ZR19 für vorne ausgestattet.
Diverse Airbags und das Stabilitätssysten PSM von Porsche sind serienmässig. Das Stabilitätssystem beinhaltet Dinge wie ABS, ASR und ESP usw. .
Fensterheber und Windschott sind ebenso wie Klimaanlage, Soundpackage, Zentralverriegelung, Ledersitze, Heimleuchtautomatik, Bordcomputer, elektrischem Verdeck enthalten.
Trotzdem gibt es eine ellenlang Ausstattungsliste die den Preis des Fahrzeugs locker über die 100.000 Euro bringen.
Das von mir getestete Fahrzeug war mit einigen dieser Extras austgestattet und kam so auf einen Fahrzeugpreis von 97.000 Euro.
Es sind also nicht einmal 5 Millionen Mitgliederlesungen erforderlich. Allerdings glaube ich das ds eng wird bei ciao :-)
Service
Das viele Menschen immer wieder und lange Porsche fahren und die Firma damit eine hohe Kundenbindung hat, hat nicht alleine mit den Fahrzeugen zu tun.
Bei meinen anonymen Tests von Verkäufern fällt auf, dass man in Bezug auf Kundenservice anderer Marken wie Mercedes und BMW in der Regel einiges voraus hat.
So hat man auch nach Kauf einies Fahrzeuges den Verkäufer als stetigen Ansprechpartner, der sich um Werkstatttermine kümmert, der die Kunden rundum betreut und im Bedarfsfall auch mal einen kostenlosen Leihwagen zur Verfügung stellt.
Die gesteten Verkäufer bei Porsche waren sympatisch, nicht arrogant und nahmen sich viel Zeit. Die Beratung erfolgte ohne Druck und die Meinung des Kunden wurde respektiert. Bei BMW hatte ich da oft die Erfahrung machen müssen, dass die Verkäufer versuchen ihre eigene Meinung dem Kunden aufzudrücken. Mal von einer gewissen Arroganz dort abgesehen.
Die Werkstätten der Porsche Zentren machen einen sehr ordentlichen, gepflegten Eindruck. Hier ist kein Dreck verschmiert und der Kunde hat durch grosse Glassflächen Einblick in die Tätigkeiten. Jeder Mitarbeiter grüsst freundlich.
Damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich habe derartig positive Erfahrungen auch bei anderen Marken sammeln können. Dort aber eher im Einzelfall. Bei Porsche konnte ich in München und Umgebung diese Erfahungen ohne Abzüge machen.
Die Werkstattkosten liegen auf dem Niveau von Mercedes. Damit teilweise also etwas günstiger als BMW, auf jeden Fall aber nicht höher. Das ein 911er in den Ersatzteilen teurer ist als z.B. ein A-KLasse Benz dürfte jedem klar sein.
Auf dem Firmengelände hab ich mal ein paar Fahrzeuge inspiziert die nach einem Unfall z.B. instant gesetzt wurden. Die Lackierarbeiten waren hervorragend. Keine Orangenhaut und die Farben passten auch bei schwierigeren Farbtönen im Bereich Blau, Grau Metallic sehr genau.
Raumangebot
Auch bei einem 911er ist das Raumangebot ein Thema. Der Carrera ist eigentlich ein 2 Sitzer. Hinter den Vordersitzen gibt es noch eine Notsitzbank. Geeignet für Kleinkram oder nen Koffer, einer Reisetasche oder 2 Hamstern. Wobei ich letztere auf Grund der Grösse nur in Kindersitzen unterbringen würde.
Wichtiger sind die Plätze vorne. Mit 184cm habe ich auch bei geschlossenem Verdeck ausreichend Platz nach oben. Auch der räumliche Eindruck nach vorne und zur Seite ist ausreichend.
Sehr volumiöse Menschen dürften allerdings ein wenig Schwierigkeiten haben. Jedoch ist der 911er grosszügiger geschnitten als z.B. der Boxster, bei dem man mit 185cm und deutlich unter 100kg bereits das Mögliche ausschöpft.
Da wo bei den meisten Autos die Motorhaube sitzt hat Porsche traditionell einen Kofferraum. Wobei man hier getrost Koffer als Singular anwenden darf.
Funktionalität / Übersicht
Im Porsche findet man sich schnell zurecht. Die Bedienung der Klimaanlage, Fensterheber usw, usw. ist einfach, funktioniert intuitiv.
Das bewertete Testfahrzeug war mit Navigationssystem und Telefonmodul ausgestattet. Die Handhabung ist einfach.
Das Navi funktioniert über Pfeilsymbole. Im Grossen auf dem Bildschirm der Mittelkonsole, im Kleinen werden die Pfeile noch zwischen den Anzeigeinstrumenten dargestellt.
Kleiner Schwachpunkt der Pfeilanzeige: Gabelt sich die Strasse ist man sich im ersten Moment nicht ganz sicher wie man nun fahren muss. Eine Kartenanzeige wäre besser.
Anderer Nachteil ist, dass neben dem Radio auch andere Funktionen über den Monitor bedient werden. Z.B. das Radio. Da der Monitor und die Tasten recht tief sitzen nimmt man so zwangsläufig den Blick von der Strasse.
Sehr einfach zu handhaben dagegen das elektrische Verdeck. Beim Boxster muss man noch einen Hebel entriegeln, beim Carrera geht das ohne. Einfach einen Knopf gedrückt halten und schwups verschwindet das Verdeck komplett.
Der 911er ist nach vorne recht übersichtlich. Die beiden Wulste an der Seite makieren wunderbar die seitlichen Enden. Doch Vorsicht: Hinten issa breida !
Überhaupt nach hinten ist die Übersicht nur offen wirklich gut. Geschlossen hat der Wagen einen riesigen toten Winkel. Die Seitenwände des Verdecks nehmen da viel Sicht.
Fahrleistungen
Auf der Autobahn hatte ich da gleich mal meine Begegnung der dritten Art. Zunächst einmal war da ein Mercedes CLK230 Kompressor der ne ganze Weile zumindest einigermassen mithielt. Sound, Höchstgeschwindigkeit und diverse Veränderungen zeigten mir das da aber nicht alles serienmässig war. Ganz mithalten konnte er aber nicht. Dann gabs da so nen E-Klasse der W124 Generation. Also etwas älter. Bis Tempo 255km/h lieferte der identische Fahrleistungen. Das kam mir spanisch vor. Runter von der Autobahn fuhr er dann neben mich und der Fahrer machte seine Scheibe runter. Der Sound des Benz lies schlimmes erfahren.
Ein alter GT3 Fahrer hatte auf einmal ne Familie. Da wurde ihm der GT3 zu klein und er benötigte eine Limousine. Ein Eklasse ist da aber zu langsam also baut man sich einen 6 Liter Motor in die Eklasse und tuckert mit 400PS durch die Gegend. Ein Fall von Verhaltensauffälligkeit ?
Jedenfalls zollte der Fahrer dem Carrera Respekt und meinte das der alte GT3 mit dem neuen Carrera Probleme hätte.
In der Tat, der Wagen strotzt nur so von Drehmoment. Bis 240km/h ist ein eindeutiger Zug spürbar. Darüber hinaus geht\'s dann noch zügig bis ca. 275km/h. Danach geht\'s schrittweise und bei 290km/h war dann für mich Ende, da die Verkehrssituation keine weitere Experimente zulies.
Angegeben wird der Carrera mit 5,2Sekunden von 0-100 km/h. Die Spitze soll 285km/h betragen. Beides halte ich für absolut realistisch.
Wichtiger jedoch: Auch im niedrigen Drehzahlbereich lässt sich der Carrera zügig bewegen. Dann brummelt er so gemütlich vor sich hin. 370 Nm stehen auf dem Papier bei 4.250 1/min zur Verfügung. Es sind aber definitv nie unter 290Nm und das schon ab 1500 U/min. Das beeindruckt.
Ein junger vielleicht 22 jähriger, braungebrannter, armraushängender, grimmig dreinschauender Bubi schien übrigens etwas dem Grössenwahn verfallen. Sein 325i so dachte er würd doch nen Carrera kriegen. Zumindest beim Start an der Ampel. 5.000 U/min reichten dann aus um diesen abzuhängen. Also fast spritsparende Beschleunigung quasi. Dazu noch ein Tipp an den jugen Mann: Wenn man beide Hände ans Lenkrad nimmt dann kommt man auch nicht in die Verlegenheit fast rechts in den Kofferraum eines parkenden PKW`s zu düsen.
Das Testfahrzeug war zusätzlich mit diversen Sportpaketen von Porsche ausgestattet. Der nette kleine Sportknopf auf der Mittelkonsole bewirkt das der Wagen dann richtig hart wird und das sich die Drosselklappen schneller öffnen. Das Ergebnis ist eine noch aggressivere Gasannahme die man tatsächlich spürt.
Verbrauch
Wer zügig über die Landstrasse huscht ohne an die Reserven zu gehen kommt mit 9 Litern aus. In der Stadt liegt der Verbrauch je nach Verkehrsdichte bei 13-17 Litern. Letzterer Wert allerdings bei sehr hoher Verkehrsdichte in München.
Vollgas- u. Höchstgeschwindigkeitsetappen bringen den Verbrauch kaum über 17 Liter.
Im Schnitt bei zügiger Fahrweise kommt man mit 12 Litern aus. Ein Wert der in Anbetracht der Leistung absolut ok ist. Getankt werden muss SuperPlus.
Konnte ich übrigens schon beim Octavia keinen Unterschied zwischen Vpower und SuperPlus feststellen, so hätte ich ihn bei einen der gefahrenen Porsche erwartet. Dem war aber nicht so. In keinster Beziehung.
Fahrverhalten
Nässe
Die diversen elektronischen Fahrhilfen halten den Wagen auf der Strecke. Das funktioniert super. Auch wer aus der Kurver herausbeschleunigt bekommt so viel Leistung wie der Wagen verträgt. Der 911er bricht nicht aus. Bei Nässe greift die Elektronik früh ein. Heckantrieb und 325PS wollen gebändigt werden.
Mit dem Sportpaket lässt sich das Ganze etwas aggressiver gestalten. Auch hier greift die Elektronik wirksam ein, jedoch etwas später. Es wird ein leichter Driftwinkel zugelassen.
Trocken
Auch hier greift die Elektronik im Ernstfall wirksam ein. Jedoch liegt der Grenzbereich auf trockender Strasse sehr hoch. Wer Limousinen oder deutlich langsamere Fahrzeuge gewohnt ist wird kaum so weit kommen bis die Elektronik regelt.
Die Sportstellung lässt auch hier wieder einen leichten Driftwinkel zu. Das Fahrwerk ist deutlich straffer, das Fahrzeug liegt etwas tiefer und auf kurvigen Landstrassen wird der Otto Normalverbraucher sich garnicht trauen diesen Grenzbereich auszuloten.
Zum Vergleich: Kurvengeschwindigkeiten bei denen ich mit einem E36 328i mit Sportfahrwerk mit 75km/h Schweissausbrüche bekam kann ich in der Sporteinstellung ohne Schweiss mit 100km/h durchfahren. Und der BMW liegt wirklich nicht schlecht.
Bis 250km/h liegt der Carrera sehr ruhig. In der Sportstellung bis 260km/h. Darüber hinaus sucht man sich dann eher gut ausgebaute Strassen, denn Flickenteppiche und Wellen sorgen deutlich für Unruhe.
Ohne Elektronik
Bitte nie bei Nässe ! Das Fahrzeug reagiert giftig, man muss vorsichtig mit dem Gas hantieren. Ansonsten dreht sich das Heck plötzlich weg. Im Gegensatz zu manch Limousine geht dies nicht langsam ankündigend sondern ruckartig heftig. Der geübte Fahrer hat damit auf freier (!) Strecke aber auch viel Spass. Zumal die Geschwindigkeiten bei Nässe noch nicht soo hoch sind.
Auf trockener Strecke ist der Grenzbereich vor allem in der Sportstellung mit Elektronik so hoch das man es nicht ohne probieren will. Denn die Grenze ist hier wirklich erreicht. Das Fahrzeug geht dann ebenfalls mit dem Heck weg aber nicht ganz so giftig wie bei Nässe.
Reifen
Montiert waren Pirelli P7Zero in oben genannter Grösse. Die Pirelli bieten einen Kompromiss zwischen Verschleiss, Komfort und Haftung. Vor allem bei Nässe verhalten sie sich noch angenehm und laufen auch nicht extrem jeder Rille nach.
Wer es kompromisslos mag nehme die Bridgestone. Die sind hart. Yokohama dagegen sind sehr weich abgestimmt, kleben auf der Strasse und sind bei Nässe nicht so prickelnd. Aufgrund der weichen Abstimmung sind die Yokos schnell verschlissen.
Sonstiges
Der Geradeauslauf ist mit der Bereifung stark eingeschränkt. Der Boxster S hielt hier besser die Spur. Gerade werd neu in den Carrera einsteigt ist stetig am korrigieren. Dafür ist der Carrera scheinbar etwas unempfindlicher gegen Seitenwind. Wobei ich mich hier nicht festlegen möchte, da die Hochgeschwindigkeitstour beim Boxster 2x von starkem Seitenwind beeinträchtigt war, während beim Carrera nur mässig Wind wehte.
Lenkung
Erst jetzt fällt mir ein, dass ich auch die Lenkung bewerten sollte. Das zeigt, dass mir diese nicht unangenehm aufgefallen ist.
So vermittelt die Lenkung in jeder Situation sehr guten Fahrbahnkontakt. Erst ab so 270km/h hat man ein wenig das Gefühl das der Wagen vorne an Anpressdruck verliert und die Lenkung etwas unsicher wird.
Stösse werden nicht unangenehm an den Fahrer weitergegeben.
Die Lenkung ist sehr direkt und man hat ein wenig, nicht ganz so stark wie im Boxster, das Gefühl in einem GoKart zu sitzen.
Bremsen
Die Bremsen sind mit das Wichtigste bei so einem Fahrzeug. Die Bremsen des Carrera packen kräftig zu, lassen sich dabei sehr gut dosieren. Die Verzögerungswerte sind hervorragend. Es fällt einem nicht so auf, aber wenn ein S-Klasse Mercedes hinter einem, ebenfalls von 230 km/h vollbremsend, plötzlich verdächtig nah kommt, dann werden die Verhältnisse klar. Der Fahrer hielt danach übrigens Abstand. Bzw. wo dann die Strasse frei war kam er eh nicht mehr mit. Aber ohne Scherz sollte wer mit diesem Auto stärker bremst auch den Hintermann im Auge haben. Denn die Verzögerungsleistung liegt deutlich über dem Schnitt. Das beweisen ja auch immer wieder Tests von Fachmagazinen wo der Porsche als Referenz gilt.
Fading ist für den Porsche ein Fremdwort. Die Bremsen bremsen so lange es erforderlich ist. Im Vergleich zum Boxster hab ich nicht das Gefühl das sie stärker verzögern, aber noch eine Spur feinfühliger, weicher in der Abstimmung.
Schaltung
6 Gänge und einer schöner als der andere. Ein richtiger Gängehaarem.
Die Schaltwege sind kurz, die Gänge so exakt geführt das ein Verschalten nach Eingewöhnung schon fast grob fahrlässig ist. Das knackt richtig bei zügigem Einlegen und passt !
Da hakt nix beim Schalten. Das Getriebe lässt sich sogar mit einem Finger schalten wenn man denn will. Die aufzuwendenden Kräfte sind etwas höher als in einer Limousine, aber durchaus auch auf langen Fahrten von weniger muskulösen Personen zu bewältigen.
Komfort
Der 911er ist etwas komfortabler ausgelegt als der Boxster. Längere Wellen werden gut absorbiert. Auch Fahrbahnunebenheiten der nicht all zu groben art bügelt das Fahrwerk recht gut glatt. Natürlich hat das Fahrzeug eine straffe Abstimmung. Einzig die 30er Reifen verhindern nicht das auch etwas grössere Unebenheiten dann doch ziemlich hart beim Passagier landen.
Der Motor hängt weiter hinten als beim Boxster und scheint insgesamt etwas gedämpfter. So brubbelt er gemütlich vor sich hin und ist bis 3000 U/min fast zärtlich leise. Bis 4500 U/min macht er dann dezent auf sich aufmerksam um darüber bullig, kraftvoll in tiefer Tonlage zu signalisieren das da Kraft drin steckt. Laut wird er dabei nie.
Die Windgeräusche sind auch bei sehr hoher Geschwindigkeit sehr gering. Toll für ein Cabrio !
Die Klimaanlage funktioniert sehr effektiv, sowohl zum Kühlen als auch zum Heizen.
Letzteres funktioniert offen mit einem sehr starken Gebläse derartig gut das einem auch bei 13 Grad Aussentemperatur und offenem Verdeck zu heiss werden kann.
Zugig wird es etwas später als im Boxster. Hier erst so ab 140km/h.
Die Sportsitze kann ich nur bedingt empfehlen. Sie sind eng geschnitten und vermitteln eine zumindest für mich merkwürdige Sitzposition. Sie sind straff, nicht unkonfortabel. Allerdings bieten auch die Seriensitze guten Seitenhalt, geben etwas mehr Bewegungsfreiheit und ich empfand die Sitzposition als angenehmer. Bei den Sportsitzen hatte ich immer das Gefühl das mein Nacken nach vorne gedrückt wird. Dies kann natürlich daran liegen das ich insgesamt meist eine relativ steile Sitzposition bevorzuge.
Die Pedalkräfte sind insgesamt etwas höher als wohl gewohnt. Jedoch gewöhnt man sich schnell daran und auch wer nicht Tour de France Fahrer ist kann ermüdungsfrei oft die Kupplung, Bremsen und Gas treten.
Sonstiges
Das Fahrzeug war mit BI-Xenon Scheinwerfern ausgestattet. Die Xenonscheinwerfer sind dabei durchaus zu empfehlen. So leuchten sie den rechten Fahrbahnrand deutlich besser aus und auf die Strasse eilende diverse Tiere werden früher gesichtet.
Die Strasse wird beim Carrera insgesamt gut ausgeleuchtet und sorgt für gute Sicht.
Die Scheibenwischer hatte ich schon beim Boxster kritisiert. Auch hier überzeugen sie mich nicht so recht. Definitiv zu klein wird die Scheibe nicht ausreichend gereinigt.
Verarbeitung / Qualitätseindruck
Auch im offenen Zustand knistert und knirscht es nicht. Der Carrera wirkt wie aus einem Guss. Schalter, Fächer usw. sind alle massiv.
Optisch bin ich ein wenig enttäuscht. In der Volllederausstattung hat das Amaturenbrett eine kleine Lederkante die nicht ganz grade ist. Die Mittelkonsole ist exakt wie im Boxster. Nicht billig aber in einem 100.000 Euro kann man noch ein wenig Höherwertiges erwarten.
Fazit
Der 911 Carrera ist ein rundum gelungener Sportler. Leistung mehr als genug in allen Bereichen, eine gute Alltagstauglichkeit und selbst ein gewisser Komfort ist vorhanden. Als Alleinfahrzeug und vielleicht noch einem Kleinwagen für die Stadt würde ich das Fahrzeug bevorzugen.
Als Spassmobil und Kontrast zur einer Limousine würde ich den BoxsterS vorziehen, der kompromissloser sportlich ist, aber ebend auch weniger alltagstauglich.
Bei identischer Ausstattung kostet der 911er 97.000 Euro und der BoxsterS 67.000 Euro. 30.000 Euro für nur wenig höhere Leistung, für etwas mehr Komfort und Alltagstauglichkeit.
HINWEIS:
Leider lässt yopi bei der Auswahl nur das Modelljahr 2003 zu. Es handelt sich aber bei dem getesteten Fahrzeug um die aktuelle Variante, also Modelljahr 2005 !
38 Bewertungen, 10 Kommentare
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22.06.2010, 01:05 Uhr von ChrisS91
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreicher Bericht!
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17.03.2007, 12:37 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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16.03.2006, 20:29 Uhr von FrauNeedle
Bewertung: sehr hilfreichZwar nichts für mich, aber sehr hilfreicher Bericht ;-) LG
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16.03.2006, 08:57 Uhr von Naffy
Bewertung: sehr hilfreichGruß Naffy
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16.03.2006, 00:22 Uhr von sindimindi
Bewertung: sehr hilfreichSehr schön geschriebener Bericht,der allerdings einen fatalen Irrtum enthält: Die Werkstattkosten eines 911 sind immer höher als die eines BMW...ich fahr' ja schließlich selbst einen: <br/>BMW ist dennoch völlig überteuert, weshalb ich meinen betagte
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15.03.2006, 22:33 Uhr von WreckRin
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich, LG Sandra <br/>würd mich über Gegenlesungen freun
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09.03.2006, 22:08 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich...sh...*g*...Lg, Christina
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26.01.2006, 17:02 Uhr von elvia022
Bewertung: sehr hilfreichsh aber leider nicht in meinem Budget drin. Und mit einem Kind etwas unpraktisch. Da bleiben wir mal beim Toyota corolla verso. Familienkutsche eben.
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25.11.2005, 00:18 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht
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28.09.2005, 13:27 Uhr von willibald-1
Bewertung: sehr hilfreichals Spielzeugauto könnte ich mir den wohl leisten....
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