Portugal Testbericht
ab 28,79 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von ecke5
Ach, war das schön!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen. Wir sind seit 2 Tagen aus Portugal zurück und die Erinnerungen noch ganz frisch. Von unserer Reise, unseren Erlebnissen möchte ich heute erzählen.
1. Tag/ Anreise
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Der Wecker klingelte recht früh. Genau um 4.45 Uhr riss er uns aus dem Schlaf. Übernachtet hatte wir in einem Hotel, ganz in der Nähe von München. Um 5.35 Uhr wartete auch schon der Shuttlebus vorm Hotel, der uns zum Flughafen München bringen sollte.
Also los ging es. Nur----- weit sind wir nicht gekommen. Ein sehr seltsames Geräusch hörten nicht nur wir, sondern auch der Fahrer. Also rechts ran und erst einmal nachgeschaut. Wie sollte es anders sein, wir hatten einen Platten auf dem hinteren Reifen.
Ich ahnte schon, dass wird ein ganz besonderer Urlaub und ich sollte Recht behalten.
Also: Der Fahrer rief um 6 Uhr an ( Abflug war um 7.25 Uhr ) und besorgte ein Ersatzfahrzeug. Eine Stunde vor Abflug waren wir dann am Flughafen und konnten noch einchecken. Bein Check- In dann die nächste böse Überraschung für mich.
Wie hatten auf der LTU gebucht und da gibt’s nur Nichtraucherflüge. Eh, Mist. Wie soll ich bloß die 2.50 Stunden samt meiner Flugangst ohne meine Glimmstängel überstehen?
Superpünklich um 6.25 Uhr hob die Boing 757 in Richtung Faro ab. Wie allgemein üblich gab`s dann an Bord Frühstück und nach einer Flugzeit von 2.30 Stunden setzte unsere Maschine überpünklich auf dem Flughafen Faro sicher auf.
Nachdem wir unser Gepäck wieder vollständig beisammen hatten, ging es mit dem Europcar Shuttlebus zur Mietwagenübergabe unweit des Flughafens.
Die Übergabe war recht problemlos, sieht man von Sprachproblemen einmal ab.
Nun ging es los. Also Karte raus und ab in Richtung Ferienwohnung.
Weit waren wir nicht gekommen, schon am ersten Kreisverkehr fuhren wir falsch und merkten doch bald, dass wir erst einmal zurück müssen.
Irgendwann dann hatten wir die Richtung gefunden und über die Schnellstrasse bzw. Autobahn ist die Küste entlang der Algarve gut befahrbar. Nur, die Abfahrt zu unseren Ferienort Carvoeiro fanden wir nicht. Und so brummten wir weiter um dann in der Stadt Portimäo zu landen.
Also wieder zurück und dann endlich haben wir unser laut Reiseführer „ Fischerdorf „ gefunden. Nun irrten wir Ziellos durch den doch recht großen Ort und suchten verzweifelt unsere Ferienanlage. Nach ca. 1 Stunden hatten wir es dann doch gefunden.
Wir bekamen unseren Schlüssel, fuhren zu unserem Apartment und suchten weitere 20 Minuten einen Parkplatz. Voller Erwartungen öffnete ich das Apartment und war doch überrascht. Ein großzügiges Apartment stand uns nun die nächsten 2 Wochen zur Verfügung. Zu dieser Apartmentanlage gehörten 2 Swimmingpools. Einer für Schwimmer, einer war für die kleinen Planschgäste.
Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt hatten und wir unsere langen Klamotten von Leibe gerissen haben, stand der erste Einkauf auf dem Programm. Gleich am Ortseingang ist ein großer Supermarkt, wo man alles zu recht pasablen Preisen erhalten kann. Im Ort selber sind zahlreiche kleine Läden, in denen man Waren des täglichen Bedarfes kaufen kann.
Nachdem wir unsere Einkäufe verstaut hatten und etwas zum Mittag gegessen hatten, legte ich mich aufs Ohr und verschlief den ganzen Nachmittag. Meine beiden Männer sonnten sich derweilen am Pool.
Abends haben wir dann den Rest aus den Koffern ausgepackt und sind zum Atlantik gegangen, um den Sonnenuntergang zu genießen.
2. Tag
°°°°°°°°°°
Nach dem selbst zubereiteten Frühstück, welches wir auf unserem rießigen Balkon eingenommen haben, wurde beschlossen, die erste Tour zu unternehmen. Wir suchten und eine kleine Route raus. Diese führte nach Ferragudo.
Ferragudo liegt malerisch in einer Bucht, gegenüber der Stadt Potimäo. Von Sandstrand aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Bucht, die Stadt Potimäo und die Burg, welche auf einem Hügel über Ferragudo liegt.
Gegen Nachmittag fuhren wir zurück in unser „Fischerdörfchen“ Carvoeiro.
Carvoeiro hat eine kleine Sandbucht. Diese ist eingebettet zwischen Klippen und Steilfelsen. Wie schon erwähnt wurde es in unserem Reiseführer als ein Fischerdorf beschrieben. Ich hab ein Fischerdorf doch anders in Erinnerung. Der Ort ist recht groß und von wirklichen Fischern fehlt jede Spur. Statt dessen hat sich der Ort zu einer Ferienstadt entwickelt, wie die gesamte Algarve westlich von Faro. Eine Bettenhochburg jagt die nächste. Absolut positiv an Carvoeiro ist, dass es hier keine Hochhäuser wie in anderen Städten gibt und ein kleiner ursprünglicher Charme erhalten wurde.
Der Ort bietet Feriengästen zahlreiche Restaurants, Geschäfte und den kleinen Strand. Anstatt von zahllosen Hotels findet man hier familiengerechte Apartments. Urlauber kommen hauptsächlich aus England, Portugal, Spanien und Deutschland.
Wer wie wir weder portugiesisch, noch spanisch, noch französisch und auch kein Englisch kann, der kommt mit den bekannten Händen und Füßen auch weiter. Speisekarten sind auch in Deutsch erhältlich und in manchen Restaurants kann man ein paar Brocken Deutsch. Uns stört es nicht, dass man in anderen Ländern kein Deutsch kann, Hauptsache man ist bereit unser Wörterbuch und die bekannten Hände und Füße zu akzeptieren.
Im übrigen habe ich einen Polizisten kennen lernen müssen ( dazu später mehr ), der Portugiesisch, Spanisch, Englisch und Französisch konnte. Fand ich absolut bemerkenswert und dann dieser Stelle habe ich mich mal wieder derart geschämt, für meine miesserablen Sprachkenntnisse. Es wird allerhöchste Zeit, dass ich Englisch lerne.
Nach einen ausgiebigen Abendessen und einem letzten Blick aufs Meer hinaus wurde das Licht ausgeknipst.
3. Tag
°°°°°°°°°°°°°°
Was tun an einem Tag der schon mit viel Sonnenschein beginnt? Mein Mann hatte die glorreiche Idee nach Andalusien / Spanien zu fahren. Ich würde mal schätzen, dass Spanien ungefähr 150 Km von unserem Urlaubsort entfernt ist.
Man fährt erst über die Schnellstrasse und später über die Autobahn. Andalusien ist somit recht schnell und gut zu erreichen.
Auf dem Weg nach Spanien kommt man am Castro Marim vorbei. Dieses liegt ca. 5 Km vor der Grenze zu Spanien und ist einen Besuch bzw. Abstecher wert. Schon von weitem sieht man 2 Burgen, welche aus dem 12 Jh. stammen. Der Ausblick von Oben über ist sensationell und die Burgen ( Castelo ) sind noch in einem recht gutem Zustand.
Die erste Stadt in Spanien ist Ayamonte. Viel zu sehen gibt’s dort nicht.
Wir setzten uns in ein Restaurant direkt am Hafen und bestellten was leckeres zum Mittag. Spanien ist ja eigentlich berühmt für gute Küche. Nur, was uns dort aufgetischt wurde, war weder Essbar noch Genießbar.
Außer dem schönen Hafen und der kleinen Innenstadt, die zum Bummeln einläd haben wir nichts gefunden, was erwähnenswert ist.
Schon aufgrund der Entfernung von der Algarve ein Ausflug der nicht unbedingt sein muß. Allerdings können wir nun behaupten, zumindest schon mal einen Fuß auf Andalusien gesetzt zu haben.
Der Tag endete mit einem gutem Glas Wein auf unserem Balkon.
4. Tag
°°°°°°°°°°°°°°
Ein Tag in Carvoeiro.
Auch solche Tage muss es geben. Immerhin waren wir im Urlaub, nicht auf der Flucht. Was soviel bedeutet, dass wir den ganzen Tag auf der faulen Haut am Strand und Nachmittags am Pool zugebracht haben.
Bei der Gelegenheit bietet es sich an, die Urlaubskarten zu schreiben und sich auch gleich seinen ersten Sonnenbrand abzuholen.
Man unterschätzt die Sonne hier doch gewaltig. Durch den kühlen Wind der an der Küste weht, kommt es einem nicht so warm vor.
Im übrigen war es Abends sogar kühl. So Kühl, dass man sich doch eine Jacke ins Urlaubsgepäck stecken sollte.
Bei meinen bisherigen Urlauben, egal ob Kreta, Malta oder die anderen südlichen Regionen, auch Abends war es immer noch sehr warm. In Portugal war dies nicht der Fall.
5. Tag
°°°°°°°°°°°°°°
Nach dem fauligen Vortag, ging es heute nach Monchique.
Monchique liegt nördlich der Algarve. Man fährt auf guten Strassen ins Landesinnere.
Caldas de Monchique ( ca. 6 Km vor Monchique ) ist ein Kurbad. Landschaftlich sehr Grün und Ruhig. Hier fließt aus dem Inneren der Berge ein schwefelhaltiges Wasser. In dem Kurhaus kann man dieses Heilwasser abgepackt in Flaschen kaufen. Das Wasser schmeckt nach Schwefel und soll angeblich allerlei Gebrechen heilen. Da das Wasser nicht teuer ist, kann man einen Schluck ruhig riskieren, schaden tut es nicht.
Verläßt man den Kurort kommt man nach Monchique.
Hier findet man die Pfarrkirche und ein Franziskanerkloster.
Direkt im Dorfzentrum findet man einige Cafe`s, die zum verweilen einladen. Wir haben nach einen Cafe und einer kleinen Stärkung beschlossen, weiter in Richtung Osten durch das Landesinnere zu fahren. Auf der Karte fanden wir eine Strasse, die eine Berg und Talfahrt versprach. Aber gerade auf solchen Routen findet man viel ursprüngliches, wundervolle Landschaften und die schönsten Erlebnisse.
Schon nach ein paar Kilometern waren wir jedoch erstaunt, wie gut die Strasse dann doch war.
Wie wir es erwartet hatten, lag einem eine wunderschöne Landschaft zu Füßen. Komisch fand ich nur, dass wir nach ca. 15 Km das nächste Dorf nicht erreichten. Auch nach weiteren 5 Km. nicht. Ich machte mir so meine Gedanken, ob wir auf der richtigen Strasse sind. Weit und breit war kein Dorf, kein Auto, kein Mensch. Nur eine bergig- grüne Landschaft. Und eine derart gute Strasse war nirgends eingezeichnet.
Wir sind letztlich nicht östlich, sondern südlich an der Algarve angekommen. Wenn ich heute in die Strassenkarte schaue, dann hab ich immer noch keine Ahnung, wo wir lang gefahren sind. Wir stießen letztlich auf die Hauptstrasse, die an der Algarve entlang führt. Ungefähr 5 Km. vor Portimäo hatte uns die Algarve wieder.
Ein Ausflug, der uns heute noch schmunzeln lässt und ein Rätsel über die Tour aufgibt.
6. Tag
°°°°°°°°°°°°°°°
Am Abend zuvor hatte ich noch mal im Reiseführer geblättert und einen kleinen, aber feinen Hinweis auf eine Insel gefunden.
Man fährt die Schnellstrasse der Algarve in östlicher Richtung. Vorbei an Faro bis nach Olhäo. Kurz vor der Stadt fährt man weiter in östlicher Richtung bis Fuseta. Von hier aus bringt ein Boot aller 30 Minuten Badehungrige auf die kleine Insel Armona. Eine Fahrt ( Hin- und Rückfahrt ) kostet gerade mal 1,15 Euro.
Die Insel Armona ist eine kleine Idylle. Ein feinsandiger Strand rund um die gesamte Insel. Flach abfallende Strandabschnitte, die das Baden zum Erlebnis machen.
Auf der Insel selber findet man eine Handvoll Häuser, 3 oder 4 Cafe`s und Ruhe. Die Insel ist Autofrei und auf jedem Fall einen Besuch wert.
Nachdem wir erst nur 1 – 2 Stunden bleiben wollten, mieteten wir uns einen großen Sonnenschirm und blieben bis zum Nachmittag.
Fuseta ( manche schreiben es auch Fuzeta ) ist ein kleiner, beschaulicher Ort. Direkt an dem kleinen Hafen findet man unzählige Parkplätze.
Im übrigen ist die Insel auch von Olhäo aus erreichbar. Allerdings verkehren hier die Boote nur aller 1 – 2 stunden.
Nach einem so schönen Badetag genehmigten wir uns noch eine gute Flasche Wein, bis wir total erschöpft ins Bett gefallen sind. Sonne macht bekanntlich müde.
7. Tag
°°°°°°°°°°°°
Mein Mann hatte im Reiseführer geblättert und beschlossen, wir fahren nach Loule.
Loule liegt etwa auf der Höhe von Faro in nördlicher Richtung. Am Samstag ist hier Markttag. In den Markthallen wird alles lautstark angeboten. Vom lebenden Kaninchen, über Obst, Gemüse, Fisch, bis hin zu Hundewelpen.
Die Markthallen liegen im Zentrum der Stadt. Bis man aber dort ankommt, muß man 1. erst einmal die chaotischen Verkehrsverhältnisse überstehen, 2. einen Parkplatz finden und 3. dann noch die Markthalle aufspüren.
Gleich beim Betreten der Markthalle nimmt man den süßlichen Duft nach allerlei Gewürzen war. Am Ende der Markthalle sind unzählige Fischstände, wo fangfrischer Fisch angeboten wird. Auch wir sind an diesen Ständen nicht vorbei gekommen und haben uns fürs Abendbrot Lachskotlett mitgenommen.
Loule ist mit 20 000 Einwohnern die größte Stadt im Inneren der Algarve. Irgendwo in unserem Reiseführer hatten wir gelesen: „Portugiesen sind unberechenbare, rücksichtslose Autofahrer“. In Loule haben wir diese Aussage dann verstanden. Wir haben 3 Kreuze gemacht, als wir Heil aus der Stadt wieder raus waren.
Zum Abendbrot haben wir den Lachs zubreitet. Er war wirklich Fangfrisch, Superlecker und ein Glas vom guten portugiesischen Wein rundeten das Abendmahl ab.
8. Tag
°°°°°°°°°°°°°
Heut war Sonntag der 30. 06. 2002. Dem einen oder anderen fällt bei diesem Datum sicherlich das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft ein. Und auch an uns ist dieses Ereignis nicht vorbei gegangen.
Den halben Tag verbrachten wir daher vorm Fernseher. Den Rest des Tages legten wir uns an den Strand und schauten vielen jubelnden Portugiesen zu.
Viel mehr ist an diesem Tage nicht geschehen. Also ein Urlaubstag zum faulenzen. Muß auch sein.
9. Tag
°°°°°°°°°°°°°°
Der Wecker klingelte um 8.00 Uhr. Ja, wir hatten uns für diesen Tag einen Wecker gestellt. Was soviel bedeutet, dass heute eine große Tour auf dem Programm stand.
Diese führte uns ca. 250 Km. ins Landesinnere nach Evora.
Evora wurde 1986 zum Weltkulturdenkmal erklärt. Die Stadt prägen 30 Kirchen und Klöster. Rund um die Stadt ist eine erhaltene Stadtmauer zu besichtigen.
Schon von weitem sieht man auf einem Hügel eine Burg, welche eine Augenweide ist. In dieser Burg ist das Stadtmuseum, der Grund unserer Fahrt nach Evora.
Nachdem wir einmal um das gesamte Bauwerk gelaufen waren, hatten wir endlich den Eingang entdeckt. Zuerst Freude, dann blankes Entsetzten! Was stand da groß an der Pforte geschrieben?
MONTAG geschlossen! Und heute war Montag. Da hatten wir uns 250 Km die Nationalstrasse durch das Landesinnere gequält und dann standen wir vor verschlossener Türe. Das ist mal wieder typisch für uns.
Aber wie schon erwähnt, bietet Evora eine Vielzahl von Bauwerken. Wir haben uns zu Fuß aufgemacht, das Stadtinnere zu erkunden. Dabei fällt man sprichwörtlich in die Kirchen.
Evora möchte ich allen wärmstens ans Herz legen. Nur: Bitte nicht Montags!
Nachmittags kehrten wir dann noch in ein uriges Cafe ein. Die nette Portugiesin bedauerte uns Deutsche erst einmal zur verlorenen WM. Sie erzählte uns, dass ihr Mann aus Deutschland stammt und versuchte mit Händen und Füßen ein Gespräch mit uns zu führen. Eine kleine, aber feine Begebenheit. Sie konnte kein Deutsch, wir kein Portugiesisch, verstanden haben wir uns dennoch.
Am späten Nachmittag fuhren wir dann in sengender Hitze zurück. An diesem Tage habe ich meine Sparsamkeit verflucht, mein Mietauto ohne Klimaanlage gebucht zu haben.
Völlig erschöpft setzten wir uns Abends noch in ein Restaurant und genossen den Wind am Meer.
10. Tag
°°°°°°°°°°°°
Nach dem ereignisreichen Vortag haben wir erst einmal fast bis Mittag geschlafen. Und dann beschlossen wir einstimmig, den Tag faulenzend am Pool zu verbringen. Dabei schmiedeten wir Pläne für den nächsten Tag, den der Urlaub neigte sich doch schon etwas dem Ende.
11. Tag
°°°°°°°°°°°°
Zuerst ging die Fahrt wieder nach Monchique. Nein, nein, wir wollten nicht noch mal in den schönen Kurort. Von Monchique aus fuhren wir diesmal in westliche Richtung. Eine recht gute Strasse führt von Monchique aus nach Aljezur. Hier ist man dann an der Westküste Portugals.
Von hier aus gelangt man immer in Küstennähe nach S. Vicente. Es ist der südwestlichste Zipfel Europas. Auf einer Aussichtsplattform aus hat man einen grandiosen Ausblick auf den Atlantik.
Weiter ging es nach Sagres. Hier steht auf einem Felsvorsprung die Reste einer Festung. Im übrigens die einzige Burg/ Festung die wir besichtigten wo Eintritt verlangt wurde. Alle kleinen Burgen die man in unzähligen Mengen findet ( ich hab hier nicht alles genannt ) und die man auf jeder Fahrt rechts und links sieht, waren Eintrittsfrei.
Sie stehen sprichwörtlich in der Landschaft rum und laden zum Besuch ein.
Von Sagres aus fährt man nun wieder auf der Schnellstrasse an der Algarve zurück zum Feriendomizil.
12. Tag
°°°°°°°°°°°°
Kindertag. Nein, nicht der 1. Juni. Heute war der Tag, an dem unser 13 jähriger Sprössling bestimmen konnte/ sollte, was wir heute unternehmen.
Erwartet hatten wir, dass uns ein Besuch der an der Algarve ansässigen Wasser- Spass- Parks bevor stand. Aber er meinte, dass will er nicht. Er möchte nochmals zur Insel, nach Fuseta.
Also sind wir diesen Tag nochmals nach Fuseta gefahren und mit dem Boot aus auf die Insel Armona. Genauso wie beim ersten Aufenthalt war es ein wunderschöner Bade- Strandtag.
Dies änderte sich schlagartig, als wir zum Auto zurück kehrten. Als ich das Auto auf der Beifahrerseite aufschließen wollte, meine ich noch verdutzt: „ Ich hab vergessen das Auto abzuschließen, das ist aber komisch“.
Es war nicht komisch und ich hatte auch nicht vergessen, das Auto abzuschließen. Unser Mietwagen war aufgebrochen wurden. Da wir nichts im Auto zurück gelassen hatten, fehlte zwar nichts, aber das Schloß auf der Fahrerseite war kaputt. Das Auto ließ sich nicht mehr auf dieser Seite abschließen. Wir waren sauer, da wir zwar eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hatten, aber die Selbstbeteiligung lag bei 300 Euro. Die sahen wir uns nun löhnen.
Tief betrübt führen wir zurück. Am Abend fingen wir nun an unsere Koffer zu packen und den Wecker auf 4.50 Uhr zu stellen.
13. Tag
°°°°°°°°°°°°
Der Wecker klingelte pünktlich um 4.50 Uhr. Heute war der Tag der Urlaubstage! Es ging am vorletzten Urlaubstag noch nach Lissabon. Ich hatte schon vor dem Abflug meiner Familie damit gedroht, wenn wir einmal in Portugal sind, dann fahren wir nach Lissabon. Egal wie weit es ist und was es kostet.
Die Fahrt haben wir nicht mit dem Mietwagen unternommen, sondern einen dieser Ausflüge vor Ort über die Reiseleitung gebucht.
Von unserer Unterkunft aus, war Lissabon ca. 300 Km entfernt. 50 Euro kostete das ganze pro Person und wir haben es nicht bereut.
Gegen 10.30 Uhr erreichten wir die Hauptstadt. Lissabon liegt am Flussufer. Will man vom Süden aus nach Lissabon, muß man über eine der 2 Brücken fahren. Schon die Fahrt über die 17 Km lange Brücke wurde zum Ereignis und dann waren wir dort. Zuerst ging es nach Belem.
Belem ist ein Stadtteil von Lissabon. Hier findet man auf engsten Raum das Hieronymuskloster, das Denkmal der Entdeckungen, das Marinemuseum usw., usw..
Wir kamen aus dem staunen nicht mehr raus.
Gegen 13.00 Uhr verließen wir Belem. Nun kam eine kleine Stadtrundfahrt. Wir drückten uns die Nasen an dem Fenster des Busses platt.
Abschliessend blieben uns noch 2,5 stunden Zeit, die Innenstadt zu entdecken.
Gegen 16.30 Uhr ging es da zurück.
Ich möchte hier zu diesem Tag nur soviel sagen. Es war der absolute Höhepunkt unserer Reise. Lissabon ist wunderschön. Leider war unser Aufenthalt natürlich viel zu kurz. Wenn wir es irgendwie einrichten können, werden wir Lissabon nochmals besuchen. Dann aber für eine Woche. Und einrichten werden wir das, ganz bestimmt.
Gegen 20.30 Uhr waren wir wieder da. Nach dem essen packten wir noch ein paar Sachen ein und genossen ein Glas Wein am Strand.
14. Tag
°°°°°°°°°°°°°°
Heimreise.
Morgens haben wir noch die letzten Sachen eingepackt. Dann bummelten wir noch durch unseren Ferienort und machten uns gegen 14.00 Uhr auf nach Faro. Unterwegs haben wir noch an einen der vielen Keramikläden angehalten und Andenken gekauft. Unser Flug sollte um 18.50 Uhr losgehen.
Gegen 15.00 Uhr legten wir dann los. Ab auf die Schnellstrasse Richtung Faro.
An dieser Stelle muß ich noch kurz was zu unserem Mietwagen berichten. Wir haben ihn vollgetankt übernommen und sollten ihn leer wieder bringen.
Und das LEER haben wir dann auch wörtlich genommen. Gleich nach der abfahrt nach Faro, ca. 4 Km vor dem Europcar Center blieb der Wagen stehen. Schluß- Aus- Feuerabend.
Mein Mann setzte Sorgenfalten auf, ich bekam die Panik.
Der Fehler war schnell gefunden. Der Tank war leer.
Was nun? Wir mussten zum Flug.
Mann, gar nicht dumm, stellte erst mal Warnschild auf und rannte davon, Benzin besorgen. Was er vergessen hatte: Geld mitnehmen. Und eine Tankstelle war weit und breit nicht zu sehen.
Da stand ich nun, der Verzweiflung nahe und dann kam auch noch die Polizei. Klar, er wollte wissen, was wir da Mitten auf der Spur machen.
Er konnte Portugiesisch, Spanisch, Englisch und auch noch Französisch. Nur Deutsch, dass konnte er nicht.
Irgendwie verstand ich aber, dass er einen Abschleppwagen holen wollte. Bloß nicht! Mit Händen und Füßen konnte ich ihm begreiflich machen, dass hätten wir schon getan. War eine blanke Lüge.
Und dann stand ich wieder da. Mit vollem Auto, Kind, irgendwo 5 Km vor der Mietwagenübergabe.
Nach über einer halben stunde kam mein Mann. Mit einer Wasserflasche voll Benzin. In der Hosentasche hatte er noch genau 5 Euro gefunden, zum bezahlen.
Mit einem Liter Benzin im Tank schafften wir es bis zur Übergabe.
Ich war Fix und Fertig.
Für das kaputte Schloss mussten wir „ nur“ 60 Euro bezahlen. Wir hatten mit mehr gerechnet.
Nun noch mit dem Shuttlebus zum Flughafen, einchecken, abheben und gegen 23.00 Uhr landeten wir auf dem Flughafen München.
So, ich bin wieder da.
Bleibt nur noch mein Fazit.
Es war ein schöner Urlaub. Mehr muß ich nicht mehr sagen.
Euer Ecke5
1. Tag/ Anreise
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Der Wecker klingelte recht früh. Genau um 4.45 Uhr riss er uns aus dem Schlaf. Übernachtet hatte wir in einem Hotel, ganz in der Nähe von München. Um 5.35 Uhr wartete auch schon der Shuttlebus vorm Hotel, der uns zum Flughafen München bringen sollte.
Also los ging es. Nur----- weit sind wir nicht gekommen. Ein sehr seltsames Geräusch hörten nicht nur wir, sondern auch der Fahrer. Also rechts ran und erst einmal nachgeschaut. Wie sollte es anders sein, wir hatten einen Platten auf dem hinteren Reifen.
Ich ahnte schon, dass wird ein ganz besonderer Urlaub und ich sollte Recht behalten.
Also: Der Fahrer rief um 6 Uhr an ( Abflug war um 7.25 Uhr ) und besorgte ein Ersatzfahrzeug. Eine Stunde vor Abflug waren wir dann am Flughafen und konnten noch einchecken. Bein Check- In dann die nächste böse Überraschung für mich.
Wie hatten auf der LTU gebucht und da gibt’s nur Nichtraucherflüge. Eh, Mist. Wie soll ich bloß die 2.50 Stunden samt meiner Flugangst ohne meine Glimmstängel überstehen?
Superpünklich um 6.25 Uhr hob die Boing 757 in Richtung Faro ab. Wie allgemein üblich gab`s dann an Bord Frühstück und nach einer Flugzeit von 2.30 Stunden setzte unsere Maschine überpünklich auf dem Flughafen Faro sicher auf.
Nachdem wir unser Gepäck wieder vollständig beisammen hatten, ging es mit dem Europcar Shuttlebus zur Mietwagenübergabe unweit des Flughafens.
Die Übergabe war recht problemlos, sieht man von Sprachproblemen einmal ab.
Nun ging es los. Also Karte raus und ab in Richtung Ferienwohnung.
Weit waren wir nicht gekommen, schon am ersten Kreisverkehr fuhren wir falsch und merkten doch bald, dass wir erst einmal zurück müssen.
Irgendwann dann hatten wir die Richtung gefunden und über die Schnellstrasse bzw. Autobahn ist die Küste entlang der Algarve gut befahrbar. Nur, die Abfahrt zu unseren Ferienort Carvoeiro fanden wir nicht. Und so brummten wir weiter um dann in der Stadt Portimäo zu landen.
Also wieder zurück und dann endlich haben wir unser laut Reiseführer „ Fischerdorf „ gefunden. Nun irrten wir Ziellos durch den doch recht großen Ort und suchten verzweifelt unsere Ferienanlage. Nach ca. 1 Stunden hatten wir es dann doch gefunden.
Wir bekamen unseren Schlüssel, fuhren zu unserem Apartment und suchten weitere 20 Minuten einen Parkplatz. Voller Erwartungen öffnete ich das Apartment und war doch überrascht. Ein großzügiges Apartment stand uns nun die nächsten 2 Wochen zur Verfügung. Zu dieser Apartmentanlage gehörten 2 Swimmingpools. Einer für Schwimmer, einer war für die kleinen Planschgäste.
Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt hatten und wir unsere langen Klamotten von Leibe gerissen haben, stand der erste Einkauf auf dem Programm. Gleich am Ortseingang ist ein großer Supermarkt, wo man alles zu recht pasablen Preisen erhalten kann. Im Ort selber sind zahlreiche kleine Läden, in denen man Waren des täglichen Bedarfes kaufen kann.
Nachdem wir unsere Einkäufe verstaut hatten und etwas zum Mittag gegessen hatten, legte ich mich aufs Ohr und verschlief den ganzen Nachmittag. Meine beiden Männer sonnten sich derweilen am Pool.
Abends haben wir dann den Rest aus den Koffern ausgepackt und sind zum Atlantik gegangen, um den Sonnenuntergang zu genießen.
2. Tag
°°°°°°°°°°
Nach dem selbst zubereiteten Frühstück, welches wir auf unserem rießigen Balkon eingenommen haben, wurde beschlossen, die erste Tour zu unternehmen. Wir suchten und eine kleine Route raus. Diese führte nach Ferragudo.
Ferragudo liegt malerisch in einer Bucht, gegenüber der Stadt Potimäo. Von Sandstrand aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Bucht, die Stadt Potimäo und die Burg, welche auf einem Hügel über Ferragudo liegt.
Gegen Nachmittag fuhren wir zurück in unser „Fischerdörfchen“ Carvoeiro.
Carvoeiro hat eine kleine Sandbucht. Diese ist eingebettet zwischen Klippen und Steilfelsen. Wie schon erwähnt wurde es in unserem Reiseführer als ein Fischerdorf beschrieben. Ich hab ein Fischerdorf doch anders in Erinnerung. Der Ort ist recht groß und von wirklichen Fischern fehlt jede Spur. Statt dessen hat sich der Ort zu einer Ferienstadt entwickelt, wie die gesamte Algarve westlich von Faro. Eine Bettenhochburg jagt die nächste. Absolut positiv an Carvoeiro ist, dass es hier keine Hochhäuser wie in anderen Städten gibt und ein kleiner ursprünglicher Charme erhalten wurde.
Der Ort bietet Feriengästen zahlreiche Restaurants, Geschäfte und den kleinen Strand. Anstatt von zahllosen Hotels findet man hier familiengerechte Apartments. Urlauber kommen hauptsächlich aus England, Portugal, Spanien und Deutschland.
Wer wie wir weder portugiesisch, noch spanisch, noch französisch und auch kein Englisch kann, der kommt mit den bekannten Händen und Füßen auch weiter. Speisekarten sind auch in Deutsch erhältlich und in manchen Restaurants kann man ein paar Brocken Deutsch. Uns stört es nicht, dass man in anderen Ländern kein Deutsch kann, Hauptsache man ist bereit unser Wörterbuch und die bekannten Hände und Füße zu akzeptieren.
Im übrigen habe ich einen Polizisten kennen lernen müssen ( dazu später mehr ), der Portugiesisch, Spanisch, Englisch und Französisch konnte. Fand ich absolut bemerkenswert und dann dieser Stelle habe ich mich mal wieder derart geschämt, für meine miesserablen Sprachkenntnisse. Es wird allerhöchste Zeit, dass ich Englisch lerne.
Nach einen ausgiebigen Abendessen und einem letzten Blick aufs Meer hinaus wurde das Licht ausgeknipst.
3. Tag
°°°°°°°°°°°°°°
Was tun an einem Tag der schon mit viel Sonnenschein beginnt? Mein Mann hatte die glorreiche Idee nach Andalusien / Spanien zu fahren. Ich würde mal schätzen, dass Spanien ungefähr 150 Km von unserem Urlaubsort entfernt ist.
Man fährt erst über die Schnellstrasse und später über die Autobahn. Andalusien ist somit recht schnell und gut zu erreichen.
Auf dem Weg nach Spanien kommt man am Castro Marim vorbei. Dieses liegt ca. 5 Km vor der Grenze zu Spanien und ist einen Besuch bzw. Abstecher wert. Schon von weitem sieht man 2 Burgen, welche aus dem 12 Jh. stammen. Der Ausblick von Oben über ist sensationell und die Burgen ( Castelo ) sind noch in einem recht gutem Zustand.
Die erste Stadt in Spanien ist Ayamonte. Viel zu sehen gibt’s dort nicht.
Wir setzten uns in ein Restaurant direkt am Hafen und bestellten was leckeres zum Mittag. Spanien ist ja eigentlich berühmt für gute Küche. Nur, was uns dort aufgetischt wurde, war weder Essbar noch Genießbar.
Außer dem schönen Hafen und der kleinen Innenstadt, die zum Bummeln einläd haben wir nichts gefunden, was erwähnenswert ist.
Schon aufgrund der Entfernung von der Algarve ein Ausflug der nicht unbedingt sein muß. Allerdings können wir nun behaupten, zumindest schon mal einen Fuß auf Andalusien gesetzt zu haben.
Der Tag endete mit einem gutem Glas Wein auf unserem Balkon.
4. Tag
°°°°°°°°°°°°°°
Ein Tag in Carvoeiro.
Auch solche Tage muss es geben. Immerhin waren wir im Urlaub, nicht auf der Flucht. Was soviel bedeutet, dass wir den ganzen Tag auf der faulen Haut am Strand und Nachmittags am Pool zugebracht haben.
Bei der Gelegenheit bietet es sich an, die Urlaubskarten zu schreiben und sich auch gleich seinen ersten Sonnenbrand abzuholen.
Man unterschätzt die Sonne hier doch gewaltig. Durch den kühlen Wind der an der Küste weht, kommt es einem nicht so warm vor.
Im übrigen war es Abends sogar kühl. So Kühl, dass man sich doch eine Jacke ins Urlaubsgepäck stecken sollte.
Bei meinen bisherigen Urlauben, egal ob Kreta, Malta oder die anderen südlichen Regionen, auch Abends war es immer noch sehr warm. In Portugal war dies nicht der Fall.
5. Tag
°°°°°°°°°°°°°°
Nach dem fauligen Vortag, ging es heute nach Monchique.
Monchique liegt nördlich der Algarve. Man fährt auf guten Strassen ins Landesinnere.
Caldas de Monchique ( ca. 6 Km vor Monchique ) ist ein Kurbad. Landschaftlich sehr Grün und Ruhig. Hier fließt aus dem Inneren der Berge ein schwefelhaltiges Wasser. In dem Kurhaus kann man dieses Heilwasser abgepackt in Flaschen kaufen. Das Wasser schmeckt nach Schwefel und soll angeblich allerlei Gebrechen heilen. Da das Wasser nicht teuer ist, kann man einen Schluck ruhig riskieren, schaden tut es nicht.
Verläßt man den Kurort kommt man nach Monchique.
Hier findet man die Pfarrkirche und ein Franziskanerkloster.
Direkt im Dorfzentrum findet man einige Cafe`s, die zum verweilen einladen. Wir haben nach einen Cafe und einer kleinen Stärkung beschlossen, weiter in Richtung Osten durch das Landesinnere zu fahren. Auf der Karte fanden wir eine Strasse, die eine Berg und Talfahrt versprach. Aber gerade auf solchen Routen findet man viel ursprüngliches, wundervolle Landschaften und die schönsten Erlebnisse.
Schon nach ein paar Kilometern waren wir jedoch erstaunt, wie gut die Strasse dann doch war.
Wie wir es erwartet hatten, lag einem eine wunderschöne Landschaft zu Füßen. Komisch fand ich nur, dass wir nach ca. 15 Km das nächste Dorf nicht erreichten. Auch nach weiteren 5 Km. nicht. Ich machte mir so meine Gedanken, ob wir auf der richtigen Strasse sind. Weit und breit war kein Dorf, kein Auto, kein Mensch. Nur eine bergig- grüne Landschaft. Und eine derart gute Strasse war nirgends eingezeichnet.
Wir sind letztlich nicht östlich, sondern südlich an der Algarve angekommen. Wenn ich heute in die Strassenkarte schaue, dann hab ich immer noch keine Ahnung, wo wir lang gefahren sind. Wir stießen letztlich auf die Hauptstrasse, die an der Algarve entlang führt. Ungefähr 5 Km. vor Portimäo hatte uns die Algarve wieder.
Ein Ausflug, der uns heute noch schmunzeln lässt und ein Rätsel über die Tour aufgibt.
6. Tag
°°°°°°°°°°°°°°°
Am Abend zuvor hatte ich noch mal im Reiseführer geblättert und einen kleinen, aber feinen Hinweis auf eine Insel gefunden.
Man fährt die Schnellstrasse der Algarve in östlicher Richtung. Vorbei an Faro bis nach Olhäo. Kurz vor der Stadt fährt man weiter in östlicher Richtung bis Fuseta. Von hier aus bringt ein Boot aller 30 Minuten Badehungrige auf die kleine Insel Armona. Eine Fahrt ( Hin- und Rückfahrt ) kostet gerade mal 1,15 Euro.
Die Insel Armona ist eine kleine Idylle. Ein feinsandiger Strand rund um die gesamte Insel. Flach abfallende Strandabschnitte, die das Baden zum Erlebnis machen.
Auf der Insel selber findet man eine Handvoll Häuser, 3 oder 4 Cafe`s und Ruhe. Die Insel ist Autofrei und auf jedem Fall einen Besuch wert.
Nachdem wir erst nur 1 – 2 Stunden bleiben wollten, mieteten wir uns einen großen Sonnenschirm und blieben bis zum Nachmittag.
Fuseta ( manche schreiben es auch Fuzeta ) ist ein kleiner, beschaulicher Ort. Direkt an dem kleinen Hafen findet man unzählige Parkplätze.
Im übrigen ist die Insel auch von Olhäo aus erreichbar. Allerdings verkehren hier die Boote nur aller 1 – 2 stunden.
Nach einem so schönen Badetag genehmigten wir uns noch eine gute Flasche Wein, bis wir total erschöpft ins Bett gefallen sind. Sonne macht bekanntlich müde.
7. Tag
°°°°°°°°°°°°
Mein Mann hatte im Reiseführer geblättert und beschlossen, wir fahren nach Loule.
Loule liegt etwa auf der Höhe von Faro in nördlicher Richtung. Am Samstag ist hier Markttag. In den Markthallen wird alles lautstark angeboten. Vom lebenden Kaninchen, über Obst, Gemüse, Fisch, bis hin zu Hundewelpen.
Die Markthallen liegen im Zentrum der Stadt. Bis man aber dort ankommt, muß man 1. erst einmal die chaotischen Verkehrsverhältnisse überstehen, 2. einen Parkplatz finden und 3. dann noch die Markthalle aufspüren.
Gleich beim Betreten der Markthalle nimmt man den süßlichen Duft nach allerlei Gewürzen war. Am Ende der Markthalle sind unzählige Fischstände, wo fangfrischer Fisch angeboten wird. Auch wir sind an diesen Ständen nicht vorbei gekommen und haben uns fürs Abendbrot Lachskotlett mitgenommen.
Loule ist mit 20 000 Einwohnern die größte Stadt im Inneren der Algarve. Irgendwo in unserem Reiseführer hatten wir gelesen: „Portugiesen sind unberechenbare, rücksichtslose Autofahrer“. In Loule haben wir diese Aussage dann verstanden. Wir haben 3 Kreuze gemacht, als wir Heil aus der Stadt wieder raus waren.
Zum Abendbrot haben wir den Lachs zubreitet. Er war wirklich Fangfrisch, Superlecker und ein Glas vom guten portugiesischen Wein rundeten das Abendmahl ab.
8. Tag
°°°°°°°°°°°°°
Heut war Sonntag der 30. 06. 2002. Dem einen oder anderen fällt bei diesem Datum sicherlich das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft ein. Und auch an uns ist dieses Ereignis nicht vorbei gegangen.
Den halben Tag verbrachten wir daher vorm Fernseher. Den Rest des Tages legten wir uns an den Strand und schauten vielen jubelnden Portugiesen zu.
Viel mehr ist an diesem Tage nicht geschehen. Also ein Urlaubstag zum faulenzen. Muß auch sein.
9. Tag
°°°°°°°°°°°°°°
Der Wecker klingelte um 8.00 Uhr. Ja, wir hatten uns für diesen Tag einen Wecker gestellt. Was soviel bedeutet, dass heute eine große Tour auf dem Programm stand.
Diese führte uns ca. 250 Km. ins Landesinnere nach Evora.
Evora wurde 1986 zum Weltkulturdenkmal erklärt. Die Stadt prägen 30 Kirchen und Klöster. Rund um die Stadt ist eine erhaltene Stadtmauer zu besichtigen.
Schon von weitem sieht man auf einem Hügel eine Burg, welche eine Augenweide ist. In dieser Burg ist das Stadtmuseum, der Grund unserer Fahrt nach Evora.
Nachdem wir einmal um das gesamte Bauwerk gelaufen waren, hatten wir endlich den Eingang entdeckt. Zuerst Freude, dann blankes Entsetzten! Was stand da groß an der Pforte geschrieben?
MONTAG geschlossen! Und heute war Montag. Da hatten wir uns 250 Km die Nationalstrasse durch das Landesinnere gequält und dann standen wir vor verschlossener Türe. Das ist mal wieder typisch für uns.
Aber wie schon erwähnt, bietet Evora eine Vielzahl von Bauwerken. Wir haben uns zu Fuß aufgemacht, das Stadtinnere zu erkunden. Dabei fällt man sprichwörtlich in die Kirchen.
Evora möchte ich allen wärmstens ans Herz legen. Nur: Bitte nicht Montags!
Nachmittags kehrten wir dann noch in ein uriges Cafe ein. Die nette Portugiesin bedauerte uns Deutsche erst einmal zur verlorenen WM. Sie erzählte uns, dass ihr Mann aus Deutschland stammt und versuchte mit Händen und Füßen ein Gespräch mit uns zu führen. Eine kleine, aber feine Begebenheit. Sie konnte kein Deutsch, wir kein Portugiesisch, verstanden haben wir uns dennoch.
Am späten Nachmittag fuhren wir dann in sengender Hitze zurück. An diesem Tage habe ich meine Sparsamkeit verflucht, mein Mietauto ohne Klimaanlage gebucht zu haben.
Völlig erschöpft setzten wir uns Abends noch in ein Restaurant und genossen den Wind am Meer.
10. Tag
°°°°°°°°°°°°
Nach dem ereignisreichen Vortag haben wir erst einmal fast bis Mittag geschlafen. Und dann beschlossen wir einstimmig, den Tag faulenzend am Pool zu verbringen. Dabei schmiedeten wir Pläne für den nächsten Tag, den der Urlaub neigte sich doch schon etwas dem Ende.
11. Tag
°°°°°°°°°°°°
Zuerst ging die Fahrt wieder nach Monchique. Nein, nein, wir wollten nicht noch mal in den schönen Kurort. Von Monchique aus fuhren wir diesmal in westliche Richtung. Eine recht gute Strasse führt von Monchique aus nach Aljezur. Hier ist man dann an der Westküste Portugals.
Von hier aus gelangt man immer in Küstennähe nach S. Vicente. Es ist der südwestlichste Zipfel Europas. Auf einer Aussichtsplattform aus hat man einen grandiosen Ausblick auf den Atlantik.
Weiter ging es nach Sagres. Hier steht auf einem Felsvorsprung die Reste einer Festung. Im übrigens die einzige Burg/ Festung die wir besichtigten wo Eintritt verlangt wurde. Alle kleinen Burgen die man in unzähligen Mengen findet ( ich hab hier nicht alles genannt ) und die man auf jeder Fahrt rechts und links sieht, waren Eintrittsfrei.
Sie stehen sprichwörtlich in der Landschaft rum und laden zum Besuch ein.
Von Sagres aus fährt man nun wieder auf der Schnellstrasse an der Algarve zurück zum Feriendomizil.
12. Tag
°°°°°°°°°°°°
Kindertag. Nein, nicht der 1. Juni. Heute war der Tag, an dem unser 13 jähriger Sprössling bestimmen konnte/ sollte, was wir heute unternehmen.
Erwartet hatten wir, dass uns ein Besuch der an der Algarve ansässigen Wasser- Spass- Parks bevor stand. Aber er meinte, dass will er nicht. Er möchte nochmals zur Insel, nach Fuseta.
Also sind wir diesen Tag nochmals nach Fuseta gefahren und mit dem Boot aus auf die Insel Armona. Genauso wie beim ersten Aufenthalt war es ein wunderschöner Bade- Strandtag.
Dies änderte sich schlagartig, als wir zum Auto zurück kehrten. Als ich das Auto auf der Beifahrerseite aufschließen wollte, meine ich noch verdutzt: „ Ich hab vergessen das Auto abzuschließen, das ist aber komisch“.
Es war nicht komisch und ich hatte auch nicht vergessen, das Auto abzuschließen. Unser Mietwagen war aufgebrochen wurden. Da wir nichts im Auto zurück gelassen hatten, fehlte zwar nichts, aber das Schloß auf der Fahrerseite war kaputt. Das Auto ließ sich nicht mehr auf dieser Seite abschließen. Wir waren sauer, da wir zwar eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hatten, aber die Selbstbeteiligung lag bei 300 Euro. Die sahen wir uns nun löhnen.
Tief betrübt führen wir zurück. Am Abend fingen wir nun an unsere Koffer zu packen und den Wecker auf 4.50 Uhr zu stellen.
13. Tag
°°°°°°°°°°°°
Der Wecker klingelte pünktlich um 4.50 Uhr. Heute war der Tag der Urlaubstage! Es ging am vorletzten Urlaubstag noch nach Lissabon. Ich hatte schon vor dem Abflug meiner Familie damit gedroht, wenn wir einmal in Portugal sind, dann fahren wir nach Lissabon. Egal wie weit es ist und was es kostet.
Die Fahrt haben wir nicht mit dem Mietwagen unternommen, sondern einen dieser Ausflüge vor Ort über die Reiseleitung gebucht.
Von unserer Unterkunft aus, war Lissabon ca. 300 Km entfernt. 50 Euro kostete das ganze pro Person und wir haben es nicht bereut.
Gegen 10.30 Uhr erreichten wir die Hauptstadt. Lissabon liegt am Flussufer. Will man vom Süden aus nach Lissabon, muß man über eine der 2 Brücken fahren. Schon die Fahrt über die 17 Km lange Brücke wurde zum Ereignis und dann waren wir dort. Zuerst ging es nach Belem.
Belem ist ein Stadtteil von Lissabon. Hier findet man auf engsten Raum das Hieronymuskloster, das Denkmal der Entdeckungen, das Marinemuseum usw., usw..
Wir kamen aus dem staunen nicht mehr raus.
Gegen 13.00 Uhr verließen wir Belem. Nun kam eine kleine Stadtrundfahrt. Wir drückten uns die Nasen an dem Fenster des Busses platt.
Abschliessend blieben uns noch 2,5 stunden Zeit, die Innenstadt zu entdecken.
Gegen 16.30 Uhr ging es da zurück.
Ich möchte hier zu diesem Tag nur soviel sagen. Es war der absolute Höhepunkt unserer Reise. Lissabon ist wunderschön. Leider war unser Aufenthalt natürlich viel zu kurz. Wenn wir es irgendwie einrichten können, werden wir Lissabon nochmals besuchen. Dann aber für eine Woche. Und einrichten werden wir das, ganz bestimmt.
Gegen 20.30 Uhr waren wir wieder da. Nach dem essen packten wir noch ein paar Sachen ein und genossen ein Glas Wein am Strand.
14. Tag
°°°°°°°°°°°°°°
Heimreise.
Morgens haben wir noch die letzten Sachen eingepackt. Dann bummelten wir noch durch unseren Ferienort und machten uns gegen 14.00 Uhr auf nach Faro. Unterwegs haben wir noch an einen der vielen Keramikläden angehalten und Andenken gekauft. Unser Flug sollte um 18.50 Uhr losgehen.
Gegen 15.00 Uhr legten wir dann los. Ab auf die Schnellstrasse Richtung Faro.
An dieser Stelle muß ich noch kurz was zu unserem Mietwagen berichten. Wir haben ihn vollgetankt übernommen und sollten ihn leer wieder bringen.
Und das LEER haben wir dann auch wörtlich genommen. Gleich nach der abfahrt nach Faro, ca. 4 Km vor dem Europcar Center blieb der Wagen stehen. Schluß- Aus- Feuerabend.
Mein Mann setzte Sorgenfalten auf, ich bekam die Panik.
Der Fehler war schnell gefunden. Der Tank war leer.
Was nun? Wir mussten zum Flug.
Mann, gar nicht dumm, stellte erst mal Warnschild auf und rannte davon, Benzin besorgen. Was er vergessen hatte: Geld mitnehmen. Und eine Tankstelle war weit und breit nicht zu sehen.
Da stand ich nun, der Verzweiflung nahe und dann kam auch noch die Polizei. Klar, er wollte wissen, was wir da Mitten auf der Spur machen.
Er konnte Portugiesisch, Spanisch, Englisch und auch noch Französisch. Nur Deutsch, dass konnte er nicht.
Irgendwie verstand ich aber, dass er einen Abschleppwagen holen wollte. Bloß nicht! Mit Händen und Füßen konnte ich ihm begreiflich machen, dass hätten wir schon getan. War eine blanke Lüge.
Und dann stand ich wieder da. Mit vollem Auto, Kind, irgendwo 5 Km vor der Mietwagenübergabe.
Nach über einer halben stunde kam mein Mann. Mit einer Wasserflasche voll Benzin. In der Hosentasche hatte er noch genau 5 Euro gefunden, zum bezahlen.
Mit einem Liter Benzin im Tank schafften wir es bis zur Übergabe.
Ich war Fix und Fertig.
Für das kaputte Schloss mussten wir „ nur“ 60 Euro bezahlen. Wir hatten mit mehr gerechnet.
Nun noch mit dem Shuttlebus zum Flughafen, einchecken, abheben und gegen 23.00 Uhr landeten wir auf dem Flughafen München.
So, ich bin wieder da.
Bleibt nur noch mein Fazit.
Es war ein schöner Urlaub. Mehr muß ich nicht mehr sagen.
Euer Ecke5
Bewerten / Kommentar schreiben