PowerQuest PartitionMagic Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Benutzerfreundlichkeit:  sehr gut
  • Updatemöglichkeit:  gut

Erfahrungsbericht von kerlimaus99

Wie werden aus einer großen Platte viele kleine ?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nun da gibt es ja generell viele Möglichkeiten: Hammer, Säge, Flex oder ähnliches Werkzeug. Sollte es sich bei der Platte aber nicht für eine Span- oder Arbeitsplatte, sondern eine Festplatte Eures Computers handeln, so dürfte die Funktionsweise nach einer solchen Behandlung stark eingeschränkt sein, also versuchen wir es lieber mit einem Partitions-Programm.

Was ist das denn, kann man das essen, werden vielleicht einige jetzt fragen und ich will mal kurz und hoffentlich allgemeinverständlich erklären, was es damit auf sich hat. Ich möchte hierbei schon mal im voraus alle Computer-Freaks und -Fachleute um Verständnis bitten, wenn es nicht so super fachlich wird in der Beschreibung, aber ich möchte, daß sich alle etwas darunter vorstellen können und da ich selbst seit rund 20 Jahren in der IT-Branche arbeite, könnt Ihr mir ruhig zutrauen, daß ich es auch ausführlich und fachspezifischer formulieren könnte, an dieser Stelle aber bewußt nicht will.

Unter Partitionen versteht man Bereiche der Festplatte, die zu einen Dateisystem zusammengefasst sind und die in der Regel einen Laufwerkbuchstaben tragen. So kann man zum Beispiel auf einer Platte gleichzeitig die Laufwerke C und D einrichten. Dies wären dann in der Regel sogenannte Primärpartitionen, von denen auch gebootet werden kann, aber es gibt auch logische. Da man nur vier Primärpartitionen auf einer Platte anlegen kann, muß man zusätzliche logische wählen, falls man mehr braucht, dann wird eine primäre in mehrere logische unterteilt, deren Dateisysteme dann allerdings vom gleichen Typ sein müssen, aber jede einen eigenen Laufwerksbuchstaben trägt. Die meisten Festplatten werden heute aber wohl mit einer einzigen Primärpartition betrieben, von der aus auch gebootet wird und welche die gesamte Platte umfaßt.

Warum überhaupt Partitionieren ? Gute Frage. Früher war es so, daß die DOS- und Windows-Partitionen über ein sogenanntes FAT-Filesystem (FAT = File Allocation Table) verwaltet wurden. In diesem FAT ist für jede kleinste zu belegende Einheit ein Eintrag vorhanden, zu welcher Datei diese gehört und ob sie belegt oder frei ist. Da ein FAT nur eine bestimmte Anzahl an Einträgen aufnehmen kann, so werden die Einheiten bei zunehmender Plattengröße immer größer, so daß im Extremfall auch beim Abspeichern einer kleinen Datei, zum Beispiel 100 Byte, ein Bereich von 64 kByte belegt wird, wenn 64 kB die kleinste Einheit sind, also wären über 60000 Byte Speicherplatz verloren. Diesen Verlust nennt man auch innere Fragmentierung. Um dies zu vermeiden legt man mehrere Partitionen an, hat somit mehrere FAT´s und kleinere Einheiten. Dies ist aber seit Einführung der Filesysteme FAT32 ab Windows 95 b oder NTFS für Windows 2000, NT oder XP nicht mehr nötig, aber warum dann.

Viele User wollen zum Beispiel mehrere Betriebssysteme auf einem Rechner haben, was bei den heute immer größer werdenden Platten auch kein Problem ist, wenn man eine Verwendung dafür hat.

Hier einige Beispiele:

1. Man hat einen neuen Rechner mit Windows Xp und einer großen Platte, aber einige der bevorzugten Spiele laufen vielleicht nicht unter Xp, sondern nur unter 98 oder 95, also warum nicht eine kleinere Partition dafür anlegen.

2. Viele User experimentieren auch gerne, und haben zum Beispiel Windows und Linux auf dem Rechner oder wollen eine neue Betriebssystemvariante erst mal testen bevor sie den Rechner komplett darauf umstellen.

3. Auf vielen kommerziellen Servern werden für verschiedene Abteilungen oder Fachbereiche Partitionen eingerichtet, so daß hierüber die Freigabe und der Zugriff der einzelnen User geregelt wird. Dies wäre zwar auch auf Verzeichnisebene möglich, aber da bei kompletten Laufwerke die getrennte Datensicherung und ein Teil-Recovery einfacher sind, wird meist zu dieser Lösung gegriffen.

Nun aber genug zu den Partitionen und zum eigentlichen Produkt. Microsoft liefert zum Beispiel zu seinen Betriebssystemen auch immer ein Programm (FDisk) mit aus, mit dem man partitionieren kann, welches aber sehr umständlich ist und auch für Fachleute nicht angenehm in der Anwendung ist.

Aus diesem Grunde greifen wir in unserem Betrieb zu PowerQuest´s Partition Magic 7.0. Dieses Programm läßt sich sehr einfach installieren und erfordert eigentlich noch nicht einmal einen Neustart nach der Installation, den ich aber wie bei allen Systemprogrammen empfehlen würde.

Dieses Programm bietet im bereich der Partitionierung viele Möglichkeiten und läßt keine Wünsche offen. So kann man die Größe bereits bestehender Partitionen verändern, bestehende löschen, neue erzeugen, mehrere verbinden, aber eine Partition benennen oder den Typ des Dateisystems ändern, wobei hier allerdings Vorsicht geboten ist, so kann man aus einem FAT ohne Probleme ein FAT32 oder NTFS und aus einem FAT32 ohne Probleme ein NTFS machen, was umgekehrt nicht immer möglich ist, d. h. eine vorgenommene Konvertierung ist eventuell später nicht mehr rückgängig zu machen.

Obwohl das Programm sehr einfach aufgebaut ist und durch zahlreiche Assistenten unterstützt ist, sollte natürlich nur so jemand ein solches Programm benutzen, der in diesem Bereich auch wirklich weiß, was er macht, denn sonst sind Datenverluste fast vorprogrammiert.

Trotzdem sollten Defragmentierung und die Sicherung der wichtigsten Daten vor Einsatz eines solchen Programms obligatorisch sein, denn man weiß ja nie und immer wenn man es nicht erwartet schlägt Murphy wieder zu und was schief gehen kann, geht auch schief.

Partition Magic unterstützt die Filesysteme FAT, FAT32, NTFS und Ext2, wobei NTFS wie bereits erwähnt nur für Windows 2000, NT und Xp ist, und Ext“ für Linux.

Wer sich dieses Programm zulegen möchte, daß immerhin knapp 100 Euro kostet, und Windows Xp benutzt, sollte auf jeden Fall darauf achten, daß er eine 7.0 Version bekommt, weil frühere unter Xp manchmal Schwierigkeiten machten. Das gleiche gilt natürlich für Leute, die sich demnächst Xp zulegen wollen.

Bei Einsatz mehrere Betriebssysteme ist natürlich ein Boot-Manager erforderlich, der auch gleich mitgeliefert wird, und wer Windows und Linux mischen will, sollte auch diesem Boot-Magic einsetzen, denn der Boot-Manager Lilo ist eher nur für verschiedene Linux-Versionen geeignet.

Ich bin von diesem Programm rundum begeistert, zumal auch Support und Update seitens PowerQuest per Internet reibungslos und ohne Probleme funktioniert.

Ob man nun als „Privatmann“ wirklich ein solches Programm braucht, kann natürlich nur jeder selbst entscheiden und wenn jetzt manche auf die Idee kommen sich dieses Programm zu mehreren zu kaufen, so halte ich dies zwar prinzipiell für eine gute Idee, gebe aber zu bedenken, daß das Programm rein rechtlich aus Lizenzgründen immer nur gleichzeitig auf einem Rechner installiert sein darf, also Deinstallation nicht vergessen.

Wer aber meint, ein solche Programm aus diesem Bereich gebrauchen zu können, dem kann ich PowerQuest´s Partition Magic 7.0 nur empfehlen, er wird die Investition nicht bereuen.

Entschuldigen möchte ich mich dafür, daß der allgemeine Teil diesmal sehr lang ausgefallen ist, aber ich wollte halt, daß jeder weiß, um was es geht und worüber ich schreibe und bitte deshalb die Cracks um Verständnis.

Sollte ich Wichtiges oder Wissenswertes vergessen haben, so bin ich für Eure Anregungen und Hinweise in den Kommentaren wie immer sehr dankbar und werde sie gegebenenfalls in einem Update verarbeiten.

Danke für Euer Interesse und fürs Lesen.

Liebe Grüße und einen schönen Tag

Euer zum Glück nicht partitionierter kerlimaus99

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