Prater (Riesenrad) Testbericht
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Erfahrungsbericht von sili74
Wiens geliebtes Riesenrad
Pro:
wunderbare Aussicht, romantisch
Kontra:
nix für Höhenängstige
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich euch mal eine Sehenswürdigkeit aus meiner Heimat vorstellen. Zu meiner Schade muss ich gestehen dass es nicht einmal 3 Jahre her ist, dass ich das erste und bis jetzt auch letzte Mal mit dem Wiener Riesenrad „gefahren“ bin. Es war jedoch ein schönes Erlebnis.
Im Vordergrund das malerische Wien, in der Ferne die Hänge des Wienerwaldes — die Kulisse könnte nicht schöner sein. Man meint sogar, die beschwingten Klänge eines Straußwalzers zu hören.
Das Riesenrad steht im Wiener Prater, einem großen Park, und ist seit mehr als 100 Jahren ein geschätztes Wahrzeichen der Stadt. Ein Plakat am Eingang verkündet: „Erst dann kennen Sie Wien, wenn Sie die Stadt vom Riesenrad aus gesehen haben“.
Mini-Musem
***********
Das Warten in der Schlange, bis man endlich in einen der Wagons des berühmten Wahrzeichens steigen kann, wird dem Besucher durch eine kleines, aber feines Prater-Museum verkürzt. Hier kann mann sich ein bisschen über die Vergangenheit und die Geschichte des Wiener Würstl-Praters und seines Riesenrades informieren.
Das Wiener Riesenrad existiert schon länger als alle anderen Riesenräder, obwohl seine Erhaltung keineswegs problemlos war. Wie wurde dieser Koloss aus Stahl errichtet? Wie war es ihm möglich, die Stürme der Zeit zu überdauern?
Wer sich hierfür interessiert bzw. sich dafür begeistern kann, so wie ich, dem vergeht die Zeit wie im Flug. Und ehe man es sich versieht schwebt man schon hoch über Wien und genießt den wunderschönen Ausblick und einen Hauch von Nostalgie.
Das erste Riesenrad
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Um die Geschichte des Riesenrades zu verfolgen, gehen wir ins 19. Jahrhundert zurück, in das Zeitalter der industriellen Revolution. Stahl war damals der bevorzugte Industriebaustoff. In einigen Hauptstädten der Welt entstanden die gewagtesten Stahlskelettbauten — der Kristallpalast in London, das Palmenhaus in Wien und der Eiffelturm in Paris. Führend in dieser Architektur war jedoch Chicago, und hier sollte auch 1893 anlässlich der Weltausstellung das erste Riesenrad der Welt von dem amerikanischen Ingenieur George Ferris erbaut werden.
Ferris’ gewaltiges Rad hatte einen Durchmesser von 76 Metern; und die Fahrgäste — in jedem der 36 Waggons hatten 40 Personen Platz — konnten 20 Minuten lang einen herrlichen Blick auf Chicago und seine Umgebung genießen. Für viele Besucher der Weltausstellung war dies das Beeindruckendste überhaupt. Allerdings verlor das sogenannte Ferris Wheel von Chicago schließlich den Reiz des Neuen, und nachdem es zweimal abgebaut und woanders wieder aufgebaut worden war, wurde es 1906 endgültig abgerissen und verschrottet. Doch die Idee von einem Riesenrad wurde bereits in den Köpfen anderer weiterentwickelt.
Das Riesenrad kommt nach Wien
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Walter Basset, Ingenieur und pensionierter englischer Marineoffizier, war von dem Riesenrad in Chicago derart begeistert, dass er 1894 mit dem Konstruktionsentwurf für ein Riesenrad begann, das in Earl’s Court in London errichtet werden sollte. Später baute er Riesenräder in Blackpool (England) und in Paris. Inzwischen suchte Gabor Steiner, der in Wien für Unterhaltung und Vergnügen sorgte, nach neuen Attraktionen für die Wiener Bevölkerung. Ein Beauftragter von Walter Basset fragte eines Tages Gabor Steiner, ob er daran interessiert sei, als Partner von Basset in Wien ein Riesenrad zu bauen. Die Männer wurden schnell handelseinig, und bald stand auch ein geeigneter Platz für die Sensation aus England zur Verfügung. Aber wie verhielt es sich mit der Baugenehmigung?
Als Steiner seine Konstruktionspläne der Stadt vorlegte, schaute der Baurat auf die Pläne, sah Steiner an, blickte dann wieder auf die Pläne und schüttelte den Kopf. „Glauben Sie wirklich, lieber Direktor, dass sich jemand finden kann, der Ihnen zur Erbauung dieses Monstrums die Bewilligung erteilen und dafür die Verantwortung tragen wird?“ Steiner flehte: „Aber in London und in Blackpool existieren doch solche Räder und funktionieren tadellos!“ Doch der Baurat war nicht umzustimmen. „Das können die Engländer machen, wie sie wollen, ich trage meine Haut nicht zu Markte“, erwiderte er. Doch Steiner setzte alle Hebel in Bewegung, und schließlich wurde eine Baugenehmigung erteilt.
Der Bau der riesigen Stahlkonstruktion war an sich schon eine Sensation. Täglich fanden sich Schaulustige auf der Baustelle ein und kommentierten den Baufortschritt. Nach nur acht Monaten war das Werk vollendet, und am 21. Juni 1897 erfolgten die letzten Hammerschläge, ausgeführt von Lady Horace Rumbold, Gemahlin des britischen Botschafters am Wiener Hof. Einige Tage später wurde das Riesenrad in Betrieb genommen. „Alles war entzückt, und es gab nicht zu bewältigende Stürme auf die Kassen“, berichtete Steiner später.
Stürmische Zeiten für das Riesenrad
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Erzherzog Franz Ferdinand, Thronfolger des österreichisch-ungarischen Monarchen, warf gern einen Blick vom Riesenrad aus auf die Hauptstadt der Monarchie. Seine Ermordung im Juni 1914, die den Ersten Weltkrieg auslöste, wirkte sich auch auf das Riesenrad aus. Es war nun nicht nur seines berühmten Gastes beraubt, sondern auch für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich, weil man es als militärischen Aussichtsposten nutzen wollte. Im Mai 1915 wurde der Betrieb des Riesenrades allerdings wieder aufgenommen. Zu jener Zeit herrschte jedoch ein Mangel an Eisen im Land. Da stand nun für alle sichtbar das Riesenrad, das scheinbar nur darauf wartete, abgebaut zu werden. 1919 wurde es an einen Prager Geschäftsmann verkauft, der das Riesenrad innerhalb von drei Monaten demontieren sollte. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Demontage der komplizierten Konstruktion teurer gewesen wäre, als die Eisenteile an Erlös gebracht hätten. Das berühmte Wahrzeichen war nur knapp dem Todesstoß entronnen, und ein dankbares Publikum hatte weiterhin sein Vergnügen.
Der Krieg und der Zusammenbruch der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn brachte gravierende Änderungen für Wien mit sich. In den 1930er Jahren verschlechterte sich die Wirtschaftslage zusehends, und die politische Situation spitzte sich zu. Steiner, einst ein gefeierter Mann, fürchtete wegen seiner jüdischen Herkunft um sein Leben und sah sich gezwungen zu fliehen. Trotzdem hatte das Riesenrad 1939 und 1940 einen Besucherrekord zu verzeichnen. Unterdessen war der Zweite Weltkrieg ausgebrochen, und das schien in den Menschen ein unbändiges Verlangen nach Vergnügungen auszulösen. Doch im September 1944 eilte eine alarmierende Nachricht durch die Stadt: „Das Riesenrad brennt!“ Durch einen Kurzschluss in der benachbarten Achterbahn war Feuer ausgebrochen und hatte das Riesenrad erfasst, so dass sechs Waggons ausbrannten. Aber das Schlimmste sollte noch kommen.
Im April 1945, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, geriet das Riesenrad abermals in Brand. Dabei brannten alle 30 Waggons aus, und die technische Anlage wurde zerstört. Das einzige, was erhalten blieb, war die ausgeglühte Eisenkonstruktion. Aber selbst das bedeutete nicht das Ende des Riesenrades. Nach dem Krieg lagen ganze Häuserblocks in Schutt und Asche, doch das Riesenrad — nur noch ein Stahlskelett — hielt unbeirrt stand. Erneut sollte sich herausstellen, dass eine Demontage zu teuer wäre. Gab es eine Alternative?
Ja, es wurde wieder instand gesetzt. Obwohl aus Sicherheitsgründen nur jeder zweite Waggon ersetzt wurde, dreht es sich seit Mai 1947 wieder und ermöglicht seinen begeisterten Besuchern einen Ausflug in luftige Höhen. Durch Filme wie Der dritte Mann mit der auf der Zither gespielten unvergesslichen Titelmelodie wurde das Riesenrad weit über die Grenzen Wiens hinaus bekannt.
Während die Riesenräder in Chicago, London, Blackpool und Paris schließlich nur noch als Alteisen Verwendung fanden, dreht sich das Wiener Riesenrad immer noch. Es ist ein Zeugnis für den Aufbauwillen der Nachkriegsgeneration und ist zu einem Wahrzeichen Wiens geworden.
Fazit
*****
Wer einmal nach Wien kommt, sollte unbedingt eine Fahrt mit dem Riesenrad machen. Während man dort ist, sieht man vielleicht einen älteren Herrn, der seinen Enkeln erzählt, wie er hoch oben im Riesenrad versuchte, sein wild schlagendes Herz zu beruhigen, als Großmutter ihm ihr Jawort gab. So wie das bei meinem Opa der Fall war. Süüüß nicht!
PS: Wenn jemandem von euch der Bericht bekannt vorkommt, liegt das daran, dass ich ihn bereits einmal in einer anderen Kategorie veröffentlicht hatte. Nachdem Ciao nun meinen Produktvorschlag angenommen hat, habe ich den alten Bericht löschen lassen und ihn nun in etwas überarbeiteter Form neu veröffentlicht. Danke fürs noch mal lesen.
Eure sili74
Im Vordergrund das malerische Wien, in der Ferne die Hänge des Wienerwaldes — die Kulisse könnte nicht schöner sein. Man meint sogar, die beschwingten Klänge eines Straußwalzers zu hören.
Das Riesenrad steht im Wiener Prater, einem großen Park, und ist seit mehr als 100 Jahren ein geschätztes Wahrzeichen der Stadt. Ein Plakat am Eingang verkündet: „Erst dann kennen Sie Wien, wenn Sie die Stadt vom Riesenrad aus gesehen haben“.
Mini-Musem
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Das Warten in der Schlange, bis man endlich in einen der Wagons des berühmten Wahrzeichens steigen kann, wird dem Besucher durch eine kleines, aber feines Prater-Museum verkürzt. Hier kann mann sich ein bisschen über die Vergangenheit und die Geschichte des Wiener Würstl-Praters und seines Riesenrades informieren.
Das Wiener Riesenrad existiert schon länger als alle anderen Riesenräder, obwohl seine Erhaltung keineswegs problemlos war. Wie wurde dieser Koloss aus Stahl errichtet? Wie war es ihm möglich, die Stürme der Zeit zu überdauern?
Wer sich hierfür interessiert bzw. sich dafür begeistern kann, so wie ich, dem vergeht die Zeit wie im Flug. Und ehe man es sich versieht schwebt man schon hoch über Wien und genießt den wunderschönen Ausblick und einen Hauch von Nostalgie.
Das erste Riesenrad
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Um die Geschichte des Riesenrades zu verfolgen, gehen wir ins 19. Jahrhundert zurück, in das Zeitalter der industriellen Revolution. Stahl war damals der bevorzugte Industriebaustoff. In einigen Hauptstädten der Welt entstanden die gewagtesten Stahlskelettbauten — der Kristallpalast in London, das Palmenhaus in Wien und der Eiffelturm in Paris. Führend in dieser Architektur war jedoch Chicago, und hier sollte auch 1893 anlässlich der Weltausstellung das erste Riesenrad der Welt von dem amerikanischen Ingenieur George Ferris erbaut werden.
Ferris’ gewaltiges Rad hatte einen Durchmesser von 76 Metern; und die Fahrgäste — in jedem der 36 Waggons hatten 40 Personen Platz — konnten 20 Minuten lang einen herrlichen Blick auf Chicago und seine Umgebung genießen. Für viele Besucher der Weltausstellung war dies das Beeindruckendste überhaupt. Allerdings verlor das sogenannte Ferris Wheel von Chicago schließlich den Reiz des Neuen, und nachdem es zweimal abgebaut und woanders wieder aufgebaut worden war, wurde es 1906 endgültig abgerissen und verschrottet. Doch die Idee von einem Riesenrad wurde bereits in den Köpfen anderer weiterentwickelt.
Das Riesenrad kommt nach Wien
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Walter Basset, Ingenieur und pensionierter englischer Marineoffizier, war von dem Riesenrad in Chicago derart begeistert, dass er 1894 mit dem Konstruktionsentwurf für ein Riesenrad begann, das in Earl’s Court in London errichtet werden sollte. Später baute er Riesenräder in Blackpool (England) und in Paris. Inzwischen suchte Gabor Steiner, der in Wien für Unterhaltung und Vergnügen sorgte, nach neuen Attraktionen für die Wiener Bevölkerung. Ein Beauftragter von Walter Basset fragte eines Tages Gabor Steiner, ob er daran interessiert sei, als Partner von Basset in Wien ein Riesenrad zu bauen. Die Männer wurden schnell handelseinig, und bald stand auch ein geeigneter Platz für die Sensation aus England zur Verfügung. Aber wie verhielt es sich mit der Baugenehmigung?
Als Steiner seine Konstruktionspläne der Stadt vorlegte, schaute der Baurat auf die Pläne, sah Steiner an, blickte dann wieder auf die Pläne und schüttelte den Kopf. „Glauben Sie wirklich, lieber Direktor, dass sich jemand finden kann, der Ihnen zur Erbauung dieses Monstrums die Bewilligung erteilen und dafür die Verantwortung tragen wird?“ Steiner flehte: „Aber in London und in Blackpool existieren doch solche Räder und funktionieren tadellos!“ Doch der Baurat war nicht umzustimmen. „Das können die Engländer machen, wie sie wollen, ich trage meine Haut nicht zu Markte“, erwiderte er. Doch Steiner setzte alle Hebel in Bewegung, und schließlich wurde eine Baugenehmigung erteilt.
Der Bau der riesigen Stahlkonstruktion war an sich schon eine Sensation. Täglich fanden sich Schaulustige auf der Baustelle ein und kommentierten den Baufortschritt. Nach nur acht Monaten war das Werk vollendet, und am 21. Juni 1897 erfolgten die letzten Hammerschläge, ausgeführt von Lady Horace Rumbold, Gemahlin des britischen Botschafters am Wiener Hof. Einige Tage später wurde das Riesenrad in Betrieb genommen. „Alles war entzückt, und es gab nicht zu bewältigende Stürme auf die Kassen“, berichtete Steiner später.
Stürmische Zeiten für das Riesenrad
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Erzherzog Franz Ferdinand, Thronfolger des österreichisch-ungarischen Monarchen, warf gern einen Blick vom Riesenrad aus auf die Hauptstadt der Monarchie. Seine Ermordung im Juni 1914, die den Ersten Weltkrieg auslöste, wirkte sich auch auf das Riesenrad aus. Es war nun nicht nur seines berühmten Gastes beraubt, sondern auch für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich, weil man es als militärischen Aussichtsposten nutzen wollte. Im Mai 1915 wurde der Betrieb des Riesenrades allerdings wieder aufgenommen. Zu jener Zeit herrschte jedoch ein Mangel an Eisen im Land. Da stand nun für alle sichtbar das Riesenrad, das scheinbar nur darauf wartete, abgebaut zu werden. 1919 wurde es an einen Prager Geschäftsmann verkauft, der das Riesenrad innerhalb von drei Monaten demontieren sollte. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Demontage der komplizierten Konstruktion teurer gewesen wäre, als die Eisenteile an Erlös gebracht hätten. Das berühmte Wahrzeichen war nur knapp dem Todesstoß entronnen, und ein dankbares Publikum hatte weiterhin sein Vergnügen.
Der Krieg und der Zusammenbruch der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn brachte gravierende Änderungen für Wien mit sich. In den 1930er Jahren verschlechterte sich die Wirtschaftslage zusehends, und die politische Situation spitzte sich zu. Steiner, einst ein gefeierter Mann, fürchtete wegen seiner jüdischen Herkunft um sein Leben und sah sich gezwungen zu fliehen. Trotzdem hatte das Riesenrad 1939 und 1940 einen Besucherrekord zu verzeichnen. Unterdessen war der Zweite Weltkrieg ausgebrochen, und das schien in den Menschen ein unbändiges Verlangen nach Vergnügungen auszulösen. Doch im September 1944 eilte eine alarmierende Nachricht durch die Stadt: „Das Riesenrad brennt!“ Durch einen Kurzschluss in der benachbarten Achterbahn war Feuer ausgebrochen und hatte das Riesenrad erfasst, so dass sechs Waggons ausbrannten. Aber das Schlimmste sollte noch kommen.
Im April 1945, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, geriet das Riesenrad abermals in Brand. Dabei brannten alle 30 Waggons aus, und die technische Anlage wurde zerstört. Das einzige, was erhalten blieb, war die ausgeglühte Eisenkonstruktion. Aber selbst das bedeutete nicht das Ende des Riesenrades. Nach dem Krieg lagen ganze Häuserblocks in Schutt und Asche, doch das Riesenrad — nur noch ein Stahlskelett — hielt unbeirrt stand. Erneut sollte sich herausstellen, dass eine Demontage zu teuer wäre. Gab es eine Alternative?
Ja, es wurde wieder instand gesetzt. Obwohl aus Sicherheitsgründen nur jeder zweite Waggon ersetzt wurde, dreht es sich seit Mai 1947 wieder und ermöglicht seinen begeisterten Besuchern einen Ausflug in luftige Höhen. Durch Filme wie Der dritte Mann mit der auf der Zither gespielten unvergesslichen Titelmelodie wurde das Riesenrad weit über die Grenzen Wiens hinaus bekannt.
Während die Riesenräder in Chicago, London, Blackpool und Paris schließlich nur noch als Alteisen Verwendung fanden, dreht sich das Wiener Riesenrad immer noch. Es ist ein Zeugnis für den Aufbauwillen der Nachkriegsgeneration und ist zu einem Wahrzeichen Wiens geworden.
Fazit
*****
Wer einmal nach Wien kommt, sollte unbedingt eine Fahrt mit dem Riesenrad machen. Während man dort ist, sieht man vielleicht einen älteren Herrn, der seinen Enkeln erzählt, wie er hoch oben im Riesenrad versuchte, sein wild schlagendes Herz zu beruhigen, als Großmutter ihm ihr Jawort gab. So wie das bei meinem Opa der Fall war. Süüüß nicht!
PS: Wenn jemandem von euch der Bericht bekannt vorkommt, liegt das daran, dass ich ihn bereits einmal in einer anderen Kategorie veröffentlicht hatte. Nachdem Ciao nun meinen Produktvorschlag angenommen hat, habe ich den alten Bericht löschen lassen und ihn nun in etwas überarbeiteter Form neu veröffentlicht. Danke fürs noch mal lesen.
Eure sili74
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