Probleme in der Schwangerschaft Testbericht
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Erfahrungsbericht von jamesi_bg
Angst vor der Geburt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin, war einer meiner ersten Gedanken: \"Oh mein Gott, wie soll ich nur die Geburt überstehen?\"
Ja, das blieb aber nicht nur einer meiner ersten Gedanken, sondern diese Frage verfolgte mich bis ca. vorgestern.
\"Bis vorgestern?\" werdet ihr jetzt fragen. Ja, das war wirklich so. Ich bin gestern zu dem Entschluß gekommen, dass ich mich vor der Geburt nicht mehr fürchte.
Jetzt stellt sich auch für mich die große Frage: Warum hab ich das gestern erst bemerkt?
Ich versuche jetzt mal die Fakten alle klar darzulegen, wie es zu diesen Gefühlen kommt:
1. Erfahrungsberichte andere Mütter:
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
a) Meine eigene Mutter:
Sie empfand die Geburt einfach nur als schreckliche Sache. Zwar mit einem äußerst positiven Ergebnis, doch insgesamt einfach nur als ein schmerzhaftes, deprimierendes, trauriges und erschreckendes Ereignis. Der Grund warum ich ein Einzelkind bin. Sie hat mir schon oft von meiner Geburt erzählt, aber ich habe noch nie wirklich überlegt, warum es für sie so schrecklich war, dass sie keine weiteren Kinder bekommen hat. Ich schätze es aber jetzt so ein:
Mein Vater war nicht erreichbar, als es wirklich los ging. Er war irgendwo in einem Gasthaus, und hat sich betrunken, oder so. Klar, das ist schon mal gar nicht schön. Naja, nach 20 Jahren soll ihm verziehen sein, er war eben noch jung.
Dann hätte die Hebamme gerade ihre Schicht beendet, als es soweit war. Sie hat also wegen mir Überstunden machen müssen, und das passte ihr so gaar nicht. Sie war also die ganze Geburt über sehr gemein zu meiner Mama. Noch dazu kam, dass meine Mutter 25 Kilo zugenommen hat, also war sie ziemlich dick. Das passte der Hebamme auch nicht. Kurz und ganz, sie war sehr unfreundlich, was man als Gebärende wahrscheinlich in diesem Augenblick nun gar nicht gebrauchen kann.
Bis es zu den eigentlichen Presswehen kam, waren schoon fast 23 Stunden vergangen, was das ganze auch nicht leichter machten, weil meine Mum dann doch schon erschöpft war.
Fazit: Meine Geburt war für meine Mutter wirklich nicht sehr schön, somit kann sie mir auch nichts positives darüber berichten.
b) Meine Tante:
Mein kleiner Cousin ist jetzt 8 Jahre alt, und meine Tante erzählt mir immer wieder, dass sie nach seiner Geburt sofort noch ein Kind hätte bekommen können. Unglaublich werden jetzt viele sagen. Hab ich anfangs auch gedacht. Aber ich glaube sie meint es wirklich so. Für sie war es das Schönste, das sie jemals erlebt hat. Ein großartiges Ereignis, das nur eine Frau erleben kann. Sie hatte keine Angst vor der Geburt, und es waren für sie keine Schmerzen sagt sie. Was es sonst war, kann sie nicht beschreiben, es war einfach nur ein riesen Erlebnis für sie. Die Geburt an sich dauerte insgesamt ca. 5 Stunden, dann war alles vorbei. Und sie sagt mir auch immer wieder, wenn ich positiv vorausblicke, dann kann gar nichts schief gehen, und die Geburt meines Kindes wird sehr schön werden.
Fazit: Ich möchte ihr ja glauben, aber ich weiß noch nicht so recht, ob das mit den Schmerzen so funktioniert.
c) Eine Freundin von mir:
Sie hat vor 2 Wochen ihr zweite Kind zur Welt gebracht, den kleinen Noah. Die zweite Geburt hat insgesamt nur eine! Stunde gedauert, dafür war sie sehr heftig. Trotzdem war die erste Geburt ihrer Tochter schlimmer. Sie hat mal gesagt: \"Es glaubt mir keiner wenn ich das sage, aber es gab einen Moment, da wollte ich wirklich sterben.\" Sie meint das auch vollkommen ernst, dass sie lieber sterben wollte, als diese Schmerzen noch länger zu ertragen. Sie hat sich auch selbst noch nie so schreien gehört, wie bei der Geburt ihrer Tochter. Die hat zwar auch nur 4 Stunden gedauert (beachtliche Leistung für das 1. Kind), aber es hat gereicht, dass sie den Schmerz bis heute nicht vergessen hat.
Fazit: Sie hat zwar noch ein zweites Kind bekommen, aber nun ist Schluß sagt sie. Naja, auch nicht grade aufmunternde Worte von ihrer Seite.
2. Fernsehsendungen:
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Ich seh mir im TV oft Sendungen wie \"Mein Baby\", \"Hallo Baby\" oder \"Schnulleralarm\" an, und habe da schon einiges mitgekriegt, wie verschieden alle Geburten doch sind. Aber irgendwie hat es einen beträchtlichen Anteil daran, dass ich jetzt keine Angst mehr habe, mein Kind auf die Welt zu bringen. Ich war ja am Anfang total unsicher, ich wusste weder, was da auf mich zukommt, noch wie ich damit umgehen soll. Aber je öfter ich sehe, wie die Frauen damit umgehen, desto besser und \"erfahrener\" fühle ich mich.
Klar, jede Geburt ist anders, und man kann nie wissen was passiert, aber ich weiß zumindest in etwa, wie das ganze ablaufen wird.
3. Bücher:
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Eine Freundin von mir hat mir gleich zu Beginn der Schwangerschaft einige Bücher vorbei gebracht, in denen es um Schwangerschaft und Geburt geht. Die Geburt hab cih erst jetzt in den Büchern nachgelesen, und es war mir auch wirklich eine Hilfe. Ich habe dabei wieder Dinge gelesen, die ich bis dahin noch nicht wußte, und mich auch nicht interessierten.
Ich glaube, je mehr man weiß, desto sicherer fühlt man sich. Wahrscheinlich ist diese Angstgefühl einfach nur Unsicherheit gewesen.
4. Körperliche Verfassung:
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Wenn man eine bessere Kondition hat, und bis zum Ende der Schwangerschaft körperlich aktiv war, und sich nicht nur hängen lässt, dann beeinflußt das auch den Geburtsvorgang positiv.
Das hab ich zumindest mal gehört. Also hab ich mich aufgerafft, und bin jetzt mit Freude aktiv. Zum Beispiel gestern waren mein Partner und 3 Freunde beim Canyoning. Mir hat das fast das Herz zerrissen, weil ich das schon immer mal machen wollte, und diesmal ja leider nicht mit konnte. Aber ich bin trotzdem mitgefahren. Ich hab sie beim Aufstieg begleitet, das war ein Marsch von ca. einer Stunde (hin und retour). Für mich wars natürlich etwas anstrengend, aber ich habe den ganzen Weg mit Bravour gemeistert. (So schätze ich das mal ein!). Dann bin ich noch im Fluß gewatet, während die anderen ihre Flußwanderung absolvierten. Mir hat das auch total Spaß gemacht, und ich hab mich total gefreut, dass ich mit den anderen Schritt halten konnte. Immerhin hab ich ja sozusagen 10 kg Proviant mitzutragen.
Da mir das gestern solchen Spaß bereitet hat, sind wir heute gleich wieder wandern gegangen. Und zwar auf einen Berg der sich \"Eisenstein\" nennt, und in meinem Heimatort liegt. Er ist 1.200 m hoch, und die Strecke ist ziemlich steil. Wir sind das erste Stück mit dem Auto gefahren, und dann weiter zu Fuß. Gleich zu Beginn war es sehr steil, ich dachte schon ich schaff es nicht. Ich hab aber nichts gesagt, und hab brav durchgehalten. Nach einer guten Stunde waren wir dann am Gipfel. Ich war so stolz auf mich, ich konnt es gar nicht glauben. Aber ich wollte den anderen irgendwie zeigen, dass ich nicht nur zuhause rumsitze und ein langes Gesicht mache, sondern dass ich auch noch da bin. Das hab ich heute bewiesen, und ich kann euch gar nicht sagen, wie stolz ich auf mich bin. Ab Freitag bin ich im neunten Monat schwanger. Ich werde mich jetzt unter Woche etwas schonen, mein Schatz ist ja sowieso nicht zuhause, aber dann am Wochenende ist wieder ein Wandertag geplant.
Keine Sorge, wir machen das immer so, dass es jederzeit die Möglichkeit gibt umzukehren, oder jemanden zu erreichen. Auch sind die Strecken ja nciht Hochgebirgspfade, sondern gute, markierte Wanderwege. Also sollte mir eigentlich nichts passieren. Wer weiß, wie lang ich das noch machen kann. Zum Schluß wird es dann ohnehin nicht mehr gehen. Also muss ich die Zeit jetzt noch nutzen. Ich möchte ja bei der Geburt noch immer eine gute Ausdauer haben, damit kann ich dem Kind helfen, das Ganze schneller zu bestreiten.
5. Endeffekt:
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Momentan sieht es also für mich so aus: Ich weiß, dass das was auf mich zukommt sicher kein Honigschlecken wird, aber ich freue mich schon auf die Herrausforderung. Ich werde das sicher schaffen. Haben ja schließlich schoon so ca. Milliarden von Frauen vor mir geschafft. Immerhin hab ich nach der Anstrengung sicher die schönste Entschädigung auf meinem Bauch liegen.
Das einzige, dass mir jetzt noch Angst bereitet, ist folgendes: \"Was, wenn die Schmerzen wirklich unerträglich werden, und ich dann unschöne Dinge sage. Ob jetzt zu meinem Peter (der dabei sein wird), oder allgemein. In die Richtung, dass das alles Sch..... ist, und mir das alles schon so auf ......naja, du weißt wohin geht. Ich hoffe doch, dass ich mich so weit unter Kontrolle habe, aber ich kann eben schwer einschätzen, wie ich in solch einer Situation reagiere. Das wäre mir echt peinlich, oder wenn ich zum Schreien anfange. Das wäre sicher für meinen Freund nicht so schön. Er ist ja doch hilflos, und wenn ich dann noch vor Schmerzen schreie, wird es für ihn noch schlimmer.
Aber ich hoffe eben mal, dass es nicht so weit kommt, und ich mit dem Schmerz einigermaßen umgehen kann. Vielleicht ist es ja wie bei meiner Tante, und es sind gar keine Schmerzen für mich!?!? Man darf ja wohl noch hoffen, oder?
Also, hiermit beende ich mein nächtliches Schreiben, und wünsche allen, die auch Angst haben, dass es ihnen so ergeht wie mir. Das die Angst einfach irgendwann weg ist, und man sich auf die Geburt wirklich freut.
Wünsche eine gute Nacht euch allen, bis dann
Bianca
69 Bewertungen, 15 Kommentare
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30.10.2008, 11:33 Uhr von domiaustria
Bewertung: sehr hilfreichBei mir war es wie bei Deiner Mutter - ich fand's furchtbar... und bevor ich mal ein zweites bekomme muss ich das echt noch verdauen! lg domiaustria.
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03.07.2008, 10:45 Uhr von denisinlove
Bewertung: sehr hilfreichSehr interessanter Bericht! LG Denise
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28.03.2008, 11:50 Uhr von Turbotisl1
Bewertung: sehr hilfreichging meiner freundin beim ersten auch so, aber jede geburt ist sowieso anders und auch für mich waren es einschneidende erlebnisse, die für immer im gedanken bleiben----lg
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05.02.2008, 14:33 Uhr von manu63
Bewertung: sehr hilfreichlg manu63
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01.02.2008, 21:03 Uhr von Animagus17
Bewertung: sehr hilfreichLG Debby
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23.01.2008, 18:21 Uhr von mrwong
Bewertung: sehr hilfreichsh.........................ich freu mich auch über jede GEGENLESUNG von euch viele und liebe grüße Felix :-)
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14.01.2008, 00:19 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH ..mfg STRIKER
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18.12.2007, 11:31 Uhr von wolli007
Bewertung: sehr hilfreichlg Wolli
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11.12.2007, 00:31 Uhr von paula2
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße
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26.11.2007, 23:00 Uhr von mami_online
Bewertung: sehr hilfreichsh ... du hast es wohl überlebt, gehe ich von aus... *grins ... LG, Nicole
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19.09.2007, 14:20 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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04.07.2007, 13:02 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichKann ich nicht mitreden. Hab noch keine Kids ...smile....lg panico:-)
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02.05.2007, 15:23 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichl. g. petra
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10.04.2007, 23:05 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan ;>))))
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02.04.2007, 13:08 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreich‹^› ‹(•¿•)› ‹^›Liebe Grüße aus Berlin
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