Purpurpracht-Buntbarsch Testbericht
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- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
Erfahrungsbericht von Rosensammlerin
Purpurprachtbarsch - königlich und streitsüchtig bei zu wenig Platz
Pro:
er ist wirklich schön anzusehen und auch leicht zu halten
Kontra:
es kann zu \\\"Mord und Totschlag\\\" kommen Platzbedarf!
Empfehlung:
Ja
(Pelvicachromis pulcher)
Der Purpurprachtbarsch wird im Handel sehr häufig angeboten. Männchen und Weibchen sind sehr attraktiv gefärbt, die Weibchen meistens intensiver. Insbesondere der rote Bauch sticht ins Auge. Die Männchen werden etwas größer (10 cm) und die Rückenflosse ist spitzer ausgezogen, außerdem fehlen meistens die schwarzen Flecken in der Rückenflosse.
Herkunft: Afrika, Nigeria; Temperatur ca. 25°C, Wasser mittelhart, insgesamt unproblematisch.
Futter: Flockenfutter, Frostfutter, Lebendfutter (Mückenlarven, Wasserflöhe, Cyclops, auch Algen).
Das Aquarium kann und sollte bepflanzt sein, obwohl die Fische manchmal wühlen, allerdings eher in und vor ihren Höhlen. Eine Haltung im Gesellschaftsbecken ist gut möglich, wenn das Becken groß genug ist. Die Fische beanspruchen ein Revier und vertreiben andere Fische und ganz besonders Artgenossen daraus.
Zur Zucht wird eine kleine Höhle gebraucht, entweder aus Steinen, einem kleinen Blumentopf oder z.B. eine halbe Kokosnussschale. Die Wasserwerte sind leicht herzustellen: Das Wasser sollte ca. 25° warm sein, ca. 10°dGh haben und leicht sauer sein.
Schon bald wird gebalzt, wobei die Weibchen deutlich aktiver sind. Sie präsentieren zitternd ihren knallroten Bauch dem Männchen und locken es in die Höhle. Darin wird abgelaicht und die Weibchen bewachen das Gelege äußerst gewissenhaft. Auch das Männchen wird dort nicht mehr geduldet. In der Natur bewacht das Männchen das Revier gegen Eindringlinge, während das Weibchen sich um das Gelege und später um die Jungfische kümmert. Wenn die Jungfische geschlüpft sind, werden sie vom Weibchen durch das Becken geführt und gegen Feinde erbittert beschützt. Auch das Männchen beschützt und führt die Jungfische.
In der Literatur wird als ausreichende Beckengröße 60 bis 80 cm angegeben. Das habe ich früher einmal ausprobiert und ich muss leider sagen, dass das nicht gut geht. Das Weibchen duldet keine anderen Fische in der Nähe ihrer Jungen. In einem 80 cm Becken wurde auch das Männchen regelmäßig vertrieben, es sollte sich um das Revier kümmern, aber es konnte die kleinen Kupfersalmler nicht vertreiben (wo sollten sie auch hin?).
Als das Männchen immer heftiger vertrieben wurde, besorgte ich mir eine Glasscheibe, mit der ich versuchte, die beiden etwas zu trennen, da das Männchen nur noch hinter dem Filter saß. Inzwischen schwamm das Weibchen mit ihrem Schwarm Jungfische durch das Becken, das war natürlich schön anzusehen. Die Kupfersalmler rettete ich, indem ich sie verschenkte. Das arme Männchen saß in einem ca. 20 cm breiten Bereich des Aquariums meistens hinter dem Filter. Die Trennscheibe war etwa einen cm tiefer als der Wasserspiegel, sonst wäre ja keine Filterung mehr möglich gewesen.
Am nächsten Morgen war das Weibchen mit ihrem ganzen Schwarm über die Trennscheibe in den kleinen Bereich des Männchens geschwommen, das Männchen wieder hinter dem Filter und immer wieder Attacken des Weibchens. Also entfernte ich die Trennscheibe wieder. Das Weibchen drehte ihre Runden mit den Jungfischen und ich bemerkte, dass das Männchen in seiner Ecke hinter dem Filter 3 Jungtiere bewachte. Das Männchen war dabei genau so fürsorglich wie das Weibchen. Leider wurde das Männchen vom Weibchen weiterhin heftig attackiert, es wurde immer schlimmer und eines morgens fand ich das Männchen tot im Becken.
Das Weibchen zog die Jungfische weiterhin liebevoll auf, die Fütterung ging von feinem Flockenfutter über Artemia und danach Frostfutter, so dass die Jungfische zügig wuchsen. Insgesamt wurden 34 Jungfische großgezogen, leider nur Männchen (das lag wohl an den Wasserwerten).
Jetzt hatte ich also 34 Purpurprachtbarsche, alles Männchen, nur wohin damit? Sie begannen, sich gegenseitig zu bekämpfen. Da ich ganz gute Kontakte zu verschiedenen Zoogeschäften hatte, fragte ich dort nach, ob jemand meine Jungfische haben möchte, leider meistens Fehlanzeige! In einem Zoogeschäft wurde ich sie schließlich los und ich war froh, Geld bekam ich natürlich nicht dafür.
Mein Patenkind hat jetzt auch seit einiger Zeit ein Aquarium und er hat sich Purpurprachtbarsche angeschafft, gleich 2 Paare in einem 80 cm Becken!
Sein Vater (mein Bruder); der das Drama damals mitbekommen hat, sagte nur zu ihm, frag mal deine Patentante...! Wir organisieren jetzt noch ein größeres Aquarium, damit es nicht Mord und Totschlag in dem Becken gibt.
Meine Empfehlung: Obwohl die Fische schön und leicht zu halten sind, bitte Finger weg davon, wenn nicht genügend Platz dafür da ist (und so viel Platz hat fast keiner).
61 Bewertungen, 5 Kommentare
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07.06.2006, 15:37 Uhr von Zuckermaus29
Bewertung: sehr hilfreich"sh" von mir für Dich :o) Viele Grüße Jeanny
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20.05.2006, 01:00 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichklasse geschrieben ... sh... @};--..lg susi
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20.05.2006, 00:40 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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17.05.2006, 01:09 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreich..(* " "*)...(* " "*).. .( ='o'= ).( ='o'= ). - (,,)-(,,) - (,,)-(,,)-...LG Anja :-)
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12.03.2005, 23:59 Uhr von curlywurly
Bewertung: sehr hilfreichTolle Fische, ich hatte auch mal ein Pärchen. Leider ist das Männchen an Altersschwäche eingegangen.Das Weibchen nach kurzer Zeit dann auch. Nun hab ich Yellos. Auch toll anzusehen.
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