Purpurpracht-Buntbarsch Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
Erfahrungsbericht von sonderskunk
Ein König unter den Cichliden
Pro:
sehr schöner Fisch, einfache Zucht, relativ pflegeleicht
Kontra:
kein Gesellschaftsfisch, da etwas agressiv
Empfehlung:
Ja
EINLEITUNG
**********
Der Pelvicachromis pulcher, oder auch Purpurprachtbarsch bzw. Königscichlide genannt, gehört zu der Familie der Buntbarsche.
Er kommt ürsprünglich aus Nigeria und Kamerun und lebt dort in Tümpeln bzw. langsam fließenden Gewässern.
Sie werden bis zu 6 Jahren alt und Kosten im Handel um die 5 Euro.
Haltung
*******
Diese sehr schönen Fische leben monogam und brauchen ein bepflanztes Auarium ab 60 Litern mit vielen Versteckmöglichkeiten und einigen Höhlen. Bei warmen Temperaturen zwischen 24-28 Grad und regelmäßigen Teilwasserwechseln (50%) blüht der Purpurprachtbarsch erst richtig auf und macht seinem Namen alle Ehre.
Ein ph-Wert um die 7 wäre optimal für den PPB, ansonsten stellt er keine größeren Ansprüche an das Wasser, zumindest ist das meine langjährige Erfahrung.
Man sollte maximal ein Paar pro Aquarium halten, da es sonst zu harten Revierkämpfen kommt, bei denen eines der Tiere mit Sicherheit den kürzeren ziehen wird. Beifische sollten auch erst in größeren Aquarien ab 100 cm gehalten werden und sind, wenn man diese Art züchten möchte nicht sehr hilfreich, da sie die PPB dabei stören.
Futter
******
Man kann sie mit normalem Trockenfutter füttern, dem sie nicht unbedingt abgeneigt gegenüber stehen. Ergänzend sollte auf jeden Fall tiefgefrorenes Futter, wie Mückenlarven, und Grünfutter, wie überbrühte Salatblätter, bereitgestellt werden, zumindest für die Zucht ist dies eine Vorraussetzung.
Geschlechtsunterschiede
***********************
Die Männchen werden deutlich größer und haben spitzere Flossen, während die Weibchen kleiner bleiben, dafür wesentlich schöner gefärbt sind. Vor allem die purpurne Farbe des Bauches der Weibchen hat dieser Fisch seinen Namen zu verdanken.
Zucht
*****
Die Zucht dieser Fische ist nicht sehr kompliziert und auch für absolute Neueinsteiger zu bewältigen. Ein Becken von 60 cm länge ist die Untergrenze, aber wenn sich das Paar erstmal richtig kennengelernt hat, funktioniert die Zucht auch in so einem Becken.
Als Bepflanzung empfehle ich stabile Pflanzen, wie Hornkraut oder Wasserpest, die sehr üppig vorkommen sollten. Vallisnerien gehen auch.
Da diese Fische Höhlenbrüter sind, dürfen genügend Versteckmöglichkeiten und Höhlen natürlich nicht fehlen. Gut geeignet sind halbe Kokusnussschalen, umgedrehte Blumentöpfe und sonstige Ton-Unterkünfte. Ein kleines Loch in der Decke ist von Vorteil, da so ein gewisser Wasserdurchfluss durch die Höhle gegeben ist und die Gefahr der Verpilzung der Eier sinkt.
Nimmt das Weibchen die Höhlen nicht an, dann sollte man den Eingang in eine andere Richtung drehen oder vor dem Eingang ein paar Pflanzen gesetzt werden, damit der Höhleneingang relativ geschützt ist.
Hat das Weibchen sich eine geeignete Höhle ausgesucht, wird sie von beiden Tieren gründlichst gesäubert. Nach erfolgter Eiablage und Besamung durch das Männchen verlässt das Weibchen die Höhle nur noch zum Futter suchen, da sie das Gelege ständig durch zu fächern von frischem Wasser sauber hält. Das Männchen schwimmt im Revier herum und hält sich häufig vor dem Eingang der Höhle auf.
Große und alte Weibchen sollen auf bis zu 300 Eiern kommen, bei mir waren es maximal allerings um die 100.
Bei ungeübten Eltern kann es vorkommen, dass sie ihre Eier oder Jungen selber auffressen, was sich nach ein paar Versuchen aber legen wird, denn Übung macht bekanntlich den Meister.
Dann sind beide Elterntiere absolute Familienmenschen und kümmern sich rührend um den Nachwuchs.
Ca. 6 Tage nach dem Schlupf der Jungen machen sie erste Erkundungstouren durchs Becken, wobei das Weibchen sie anführt. Kommt ein Junges von der Truppe ab, dann holt das Weibchen ihn wieder. Keine Angst sie will ihn nicht fressen, sondern spuckt ihn dann wieder zur Gruppe.
Aufpassen sollte man, das der Filter während der Zeit, wo die Jungen recht klein sind runtergedreht wird oder mit einem Damenstrumpf überzogen wird, da sonst sehr viele Jungfische eingesogen werden.
Aufziehen sollte man die Brut mit Artemia, dann wachsen sie schnell und es werden sehr viele durchkommen.
FAZIT & EIGENE ERFAHRUNG
************************
Ich züchte diese Fische mittlerweile seit ein paar Jahren sehr erfolgreich.
Mit einem Paar angefangen, ist mein Händler mittlerweile mehr Kunde von mir als ich von ihm, da sich diese Fische wirklich sehr rasch vermehren.
Da er keine größeren Ansprüche stellt, wie ich finde, ist er als Einsteigerfisch absolut geeignet, nur sollte man sich schon vor dem Kauf informieren, an wen man die vielen Junge später abgeben kann.
Vor allem das excellente Brutpflegeverhalten der Fische beeindruckt einen immer wieder und fesselt einen vor dem Aquarium. So hat mich ein Weibchen während es Junge hatte und ich die Scheiben reinigen wollte angefallen und keine Angst vor dem viel größeren \"Angreifer\" gehabt :-)
Deshalb sollte man sie auch in einem Artenbecken, d.h. ohne Beifische und nur paarweise halten, da sie während der Aufzucht extrem aggressiv werden können.
Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen und habe euch Lust auf diesen Fisch gemacht! Wenn ihr Interesse daran habt und aus der Nähe von Augsburg kommt, dann meldet euch doch mal, ich habe garantiert ein schönes Paar für euch :-)
Vielen Dank für´s lesen und weiterhin viel Spaß
Nils
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Der Pelvicachromis pulcher, oder auch Purpurprachtbarsch bzw. Königscichlide genannt, gehört zu der Familie der Buntbarsche.
Er kommt ürsprünglich aus Nigeria und Kamerun und lebt dort in Tümpeln bzw. langsam fließenden Gewässern.
Sie werden bis zu 6 Jahren alt und Kosten im Handel um die 5 Euro.
Haltung
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Diese sehr schönen Fische leben monogam und brauchen ein bepflanztes Auarium ab 60 Litern mit vielen Versteckmöglichkeiten und einigen Höhlen. Bei warmen Temperaturen zwischen 24-28 Grad und regelmäßigen Teilwasserwechseln (50%) blüht der Purpurprachtbarsch erst richtig auf und macht seinem Namen alle Ehre.
Ein ph-Wert um die 7 wäre optimal für den PPB, ansonsten stellt er keine größeren Ansprüche an das Wasser, zumindest ist das meine langjährige Erfahrung.
Man sollte maximal ein Paar pro Aquarium halten, da es sonst zu harten Revierkämpfen kommt, bei denen eines der Tiere mit Sicherheit den kürzeren ziehen wird. Beifische sollten auch erst in größeren Aquarien ab 100 cm gehalten werden und sind, wenn man diese Art züchten möchte nicht sehr hilfreich, da sie die PPB dabei stören.
Futter
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Man kann sie mit normalem Trockenfutter füttern, dem sie nicht unbedingt abgeneigt gegenüber stehen. Ergänzend sollte auf jeden Fall tiefgefrorenes Futter, wie Mückenlarven, und Grünfutter, wie überbrühte Salatblätter, bereitgestellt werden, zumindest für die Zucht ist dies eine Vorraussetzung.
Geschlechtsunterschiede
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Die Männchen werden deutlich größer und haben spitzere Flossen, während die Weibchen kleiner bleiben, dafür wesentlich schöner gefärbt sind. Vor allem die purpurne Farbe des Bauches der Weibchen hat dieser Fisch seinen Namen zu verdanken.
Zucht
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Die Zucht dieser Fische ist nicht sehr kompliziert und auch für absolute Neueinsteiger zu bewältigen. Ein Becken von 60 cm länge ist die Untergrenze, aber wenn sich das Paar erstmal richtig kennengelernt hat, funktioniert die Zucht auch in so einem Becken.
Als Bepflanzung empfehle ich stabile Pflanzen, wie Hornkraut oder Wasserpest, die sehr üppig vorkommen sollten. Vallisnerien gehen auch.
Da diese Fische Höhlenbrüter sind, dürfen genügend Versteckmöglichkeiten und Höhlen natürlich nicht fehlen. Gut geeignet sind halbe Kokusnussschalen, umgedrehte Blumentöpfe und sonstige Ton-Unterkünfte. Ein kleines Loch in der Decke ist von Vorteil, da so ein gewisser Wasserdurchfluss durch die Höhle gegeben ist und die Gefahr der Verpilzung der Eier sinkt.
Nimmt das Weibchen die Höhlen nicht an, dann sollte man den Eingang in eine andere Richtung drehen oder vor dem Eingang ein paar Pflanzen gesetzt werden, damit der Höhleneingang relativ geschützt ist.
Hat das Weibchen sich eine geeignete Höhle ausgesucht, wird sie von beiden Tieren gründlichst gesäubert. Nach erfolgter Eiablage und Besamung durch das Männchen verlässt das Weibchen die Höhle nur noch zum Futter suchen, da sie das Gelege ständig durch zu fächern von frischem Wasser sauber hält. Das Männchen schwimmt im Revier herum und hält sich häufig vor dem Eingang der Höhle auf.
Große und alte Weibchen sollen auf bis zu 300 Eiern kommen, bei mir waren es maximal allerings um die 100.
Bei ungeübten Eltern kann es vorkommen, dass sie ihre Eier oder Jungen selber auffressen, was sich nach ein paar Versuchen aber legen wird, denn Übung macht bekanntlich den Meister.
Dann sind beide Elterntiere absolute Familienmenschen und kümmern sich rührend um den Nachwuchs.
Ca. 6 Tage nach dem Schlupf der Jungen machen sie erste Erkundungstouren durchs Becken, wobei das Weibchen sie anführt. Kommt ein Junges von der Truppe ab, dann holt das Weibchen ihn wieder. Keine Angst sie will ihn nicht fressen, sondern spuckt ihn dann wieder zur Gruppe.
Aufpassen sollte man, das der Filter während der Zeit, wo die Jungen recht klein sind runtergedreht wird oder mit einem Damenstrumpf überzogen wird, da sonst sehr viele Jungfische eingesogen werden.
Aufziehen sollte man die Brut mit Artemia, dann wachsen sie schnell und es werden sehr viele durchkommen.
FAZIT & EIGENE ERFAHRUNG
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Ich züchte diese Fische mittlerweile seit ein paar Jahren sehr erfolgreich.
Mit einem Paar angefangen, ist mein Händler mittlerweile mehr Kunde von mir als ich von ihm, da sich diese Fische wirklich sehr rasch vermehren.
Da er keine größeren Ansprüche stellt, wie ich finde, ist er als Einsteigerfisch absolut geeignet, nur sollte man sich schon vor dem Kauf informieren, an wen man die vielen Junge später abgeben kann.
Vor allem das excellente Brutpflegeverhalten der Fische beeindruckt einen immer wieder und fesselt einen vor dem Aquarium. So hat mich ein Weibchen während es Junge hatte und ich die Scheiben reinigen wollte angefallen und keine Angst vor dem viel größeren \"Angreifer\" gehabt :-)
Deshalb sollte man sie auch in einem Artenbecken, d.h. ohne Beifische und nur paarweise halten, da sie während der Aufzucht extrem aggressiv werden können.
Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen und habe euch Lust auf diesen Fisch gemacht! Wenn ihr Interesse daran habt und aus der Nähe von Augsburg kommt, dann meldet euch doch mal, ich habe garantiert ein schönes Paar für euch :-)
Vielen Dank für´s lesen und weiterhin viel Spaß
Nils
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