Purpurpracht-Buntbarsch Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
Erfahrungsbericht von telemo
Purpurprachtbarsch *Wow* :-))
Pro:
Sehr hübsch, leichte Pflege, wunderschöne Brutpflege
Kontra:
Eigentlich Nix
Empfehlung:
Ja
Bitte wundert euch nicht über meine Überschrift. Allerdings hat sie natürlich auch seine Bedeutung, denn ein Bewohner unserer heimischen Aquarien ist der Purpurprachtbarsch. Nun, sicher ist dieser Name etwas lang und sollte eigentlich nur seine deutsche Bezeichnung darstellen. Die Aquarianer kennen ihn da schon eher unter dem Namen Pulcher oder Kribensis. Was es damit auf sich hat, werde ich euch dann später noch erklären.
Ich selbst habe diesen Fisch weit länger als 10 Jahre selbst gehalten und erfolgreich gezüchtet. Vielleicht kann der ein oder andere von meinen Erfahrungen profitieren oder überlegt sich den Kauf, denn ohne Zweifel gehört der Kribensis zu den attraktivsten Fischen unsere Aquarien.
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Die Heimat
Beheimatet ist der Kribensis in Afrika. Genauer gesagt, im südlichen Nigeria und in Teilen Kameruns, wo er in Flüssen, sowie auch im Brackwasser sehr verbreitet ist. Er lebt also bevorzugt in fließenden Gewässern, welches uns als Aquarianer schon einiges zur Haltung sagt. Eine stärkere Filterung macht den Kribensis also nichts, sondern wird eher einer artgerechten Haltung gerecht.
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Artenbeschreibung
Mit lateinischen Namen ist dieser wunderschöne Fisch, auf den Namen „Pelvicachromis pulcher“ getauft worden. Na ja, nicht gerade getauft. Ihr wisst was ich meine. Er gehört zu den Barschen. Um hier etwas genauer zu sein. Zu den Zwergcichliden. Cichlide ist der Allgemeine Begriff für eine ganze Gattung von Barschen. Und diese gibt es auch als beträchtlich größere Fische. Daher eben Zwerg. Der Kribensis ist einer der ältesten Bewohner unserer Aquarium. Nach meinem Kenntnisstand, wurde er um das Jahr 1900 erstmals in Aquarien gehalten. Ich mag gar nicht dran denken was das zu der Zeit für Aquarien gewesen sind. Ich sag mal bloß – konstante Temperatur. Aber das ist ein anderes Thema.
Der Kribensis ist ein sehr ruhiger Barsch, der lediglich in der Zeit der Brutvorbereitung- und pflege Reviere bildet und in dieser Zeit auch energisch seine Reviere verteidigt. Die Männchen werden ca. 10 cm groß, wobei die Weibchen meist nur 7-8 cm groß sind.
Der Name Kribensis, stammt von einer früheren Beschreibung der Ichthyologen, die den lateinischen Namen vor Jahren geändert haben. Bei mir hat sich Kribensis aber eingeprägt und die etwas älteren Aquarianer werden sofort mit diesem Namen etwas anfangen können.
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Geschlechtsunterschiede
Wer meine Berichte der letzten Zeit verfolgt hat, wird sicher wissen, dass es bei Barschen bedeutend leichter ist, die Männchen von den Weibchen zu unterscheiden. Die Männchen sind größer als die Weibchen und beim Männchen sind die Rücken- und Afterflosse spitz ausgezogen. Beim Weibchen sind sie da eher abgerundet. Weiterhin sind die Weibchen meist farbenfroher und somit attraktiver. Aber auch die Männchen sind sehr hübsch und haben besonders in der zeit der Brutpflege wunderschöne Farben.
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Die Haltung
Die Haltung dieser wunderschönen Fisches sollte in Aquarien erfolgen die gut bepflanzt und mit ausreichenden Versteckmöglichkeiten ausgestattet sind. Der Kribensis ist ein guter Schwimmer, hält sich aber sehr gerne in Verstecken auf. Als Standart gilt hier die Kokosnuss. Viele Aquarianer werden es kennen. Eine halbierte Kokosnuss die auf den Kopf gestellt wird und oben eine kleine Öffnung hat, bietet dem Kribensis scheinbar eine ideale Vorraussetzung. Nicht nur um sich zu verstecken, sondern auch um dort seine Brutpflege vorzubereiten um später dort abzulaichen.
Auch wenn ich schon gesehen habe, dass 60 Liter als ausreichend zur Pflege angesehen wurden, möchte ich sagen dass für diesen Fisch mindestens 120 Liter zur Verfügung gestellt werden sollten. Selbst dann kann man ihn nur als Pärchen halten, da er ja auch einen gewissen Freiraum braucht. Ich persönlich habe der Kribensis immer in größeren Aquarien gehalten, wobei eine Vergesellschaftung immer problemlos war. Nur für intensive Nachzuchten habe ich ihn in separaten Aufzuchtbecken gehalten.
An die Wasserwerte stellt der Kribensis nach meinen Erfahrungen nicht all zu hohe Anforderungen. Da bei mir sehr hartes Wasser ist, konnte ich ihn unter diesen Bedingen halten, sowie auch im weichen Wasser. Als Richtwert für die Haltung sollte aber eine Härte zwischen vorhanden sein. Ich denke diese Werte können ihm eine optimale Haltung bieten. Aber, wie bereits erwähnt ist der Kribensis sehr anpassungsfähig und daher sollte er im weichen und harten Wasser keine Probleme haben.
Die Fütterung ist recht problemlos. Er nimmt allerdings bevorzugt Lebendfutter, sowie Frostfutter. Allerdings ist auch die Fütterung mit Flockenfutter möglich, wobei man unbedingt darauf achten sollte dass diese Ernährung nicht auf Dauer durchgeführt wird. Auch wenn viele Hersteller von Flockenfutter gegenteiliges behaupten, stimmt dieses nicht. Die Sonne kommt wieder höher und es wird nicht lange dauern bis wieder Wasserflöhe und Mückenlarven in Massen, in diversen Tümpeln vorhanden sind. Hier kann man dann das beste Futter selbst besorgen. Dieses gilt übrigens nicht nur für den Kribensis, sondern für alle Bewohner unserer Aquarien.
Kurz ein paar Worte zur Wassertemperatur. Optimale Halterungsbedingungen erreicht man hier bei Temperaturen zwischen 24 bis 28 Grad. Wobei ich persönlich eher die höheren Temperaturen bevorzuge. Der Grund dafür liegt in der Nachzucht.
Diese Fische können bis zu 5 Jahre alt werden und haben daher ein eher durchschnittliches Alter.
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Die Vergesellschaftung
Das wichtigste gleich vorne weg. Eine Vergesellschaftung ist durchaus möglich. Viele denken immer noch dass Barsche nur allein gehalten werden können. Dieses ist ganz und gar nicht so. Der Kribensis ist, wie bereits erwähnt nur in der Laich- und Brutphase aggressiv, aber dieses auch nicht sehr stark. Meist vertreibt er nur die Eindringliche in seine Reviere, ohne ihnen irgendwelche Schäden zuzufügen. Aber auch hier ist Vorsicht und gute Beobachtung von Nöten, denn auch Fische haben unterschiedliche Charaktere. Man kann also auch durchaus mal einen Raufbold erwischen. Bei mir schwammen sie mit Salmlern, Schmerlen und Welsen in einem 400 Liter Aquarium und ich konnte nie irgendwelche Probleme Feststellen. Man sollte jetzt aber nie auf den Gedanken kommen den Kribensis in ein 200 Liter Becken zu stecken, in dem schon eine ganze Anzahl von Fischen vorhanden ist. Dieses kann durchaus auch zu dem Verlust von mehreren Fischen führen. Also Vorsicht ist bei der Größe des Aquariums geboten.
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Die Zucht
Tja, bei diesem Fisch fast mein Lieblingsthema. Die Erklärung dafür ist recht einfach. Der Kribensis lässt sich relativ einfach züchten. Das heißt also, dass kein großer Aufwand nötig ist um diese Fische zum Ablaichen zu bringen. Die Paare finden sich relativ schnell und so eine Ehe hält meist ein ganzes Fischleben an. Wer ernsthaft eine Nachzucht betreiben will ist gut beraten den Kribensis in ein extra Zuchtbecken zu setzen. Hier ist es dann wunderschön zu beobachten, wie die Eltern ihre kleinen „spazieren“ führen.
Zur Zucht sind Wasserwerte von 6-10 dGH und ein PH wert von 7 erforderlich. Hier müssen wir also das Wasser ein wenig aufbereiten. In der schon beschriebenen Kokosnuss oder einen umgedrehten kleinen Blumentopf und einen gut bepflanzten Aquarium, das mindestens 80 Liter haben sollte können wir uns nun, fast schon zurück lehnen und auf die Balz warten. Das hört sich jetzt unheimlich leicht an. Ist es aber auch. Fast, denn natürlich sind Dinge wie, Wasserwechsel und regelmäßige Fütterung genauestens zu beachten. Um den Ablaichvorgang etwas zu beschleunigen kann man des Öfteren das Wasser zu fast 50% wechseln. Sollte die Laichvorbereitung beginnen, erkennen wir es meist daran dass das Männchen ein paar Steine aus der Höhle ausbuddelt. Das Weibchen bekommt recht schnell einen purpurroten Bauch. Sollte man nach spätestens 10 Wochen keinen Erfolg haben, ist es ratsam sich ein anderes Pärchen zu besorgen.
Wenn wir aber Glück haben ist es wunderschön diese Tiere zu beobachten. Während immer ein Elternteil in der Höhle ist und die Eier mit Frischwasser befächelt, sichert der andere die Umgebung ab. Es werden normalerweise 150 bis 200 Eier gelegt, wobei nach ca. 2-4 Tagen die jungen schlüpfen und nach weiteren 5 bis 8 Tagen die Jungen frei schwimmen. Und das ist ein Bild für die Götter. Die Jungen schwimmen im Schwarm und werden von den Eltern begleitet. Eine richtige Familie schwimmt durch unser Aquarium. Nach ca. einer Woche ist der Dottersack der jungen verbraucht und wir müssen mit Aufzuchtfutter dafür sorgen dass unser Nachwuchs auch schnell wächst. Hier eignet sich spezielles Aufzuchtfutter besonders gut. Artemia - oder noch besser Cyclops Nauplien eignen sich hier besonders gut.
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Mein Fazit
Nun, ich habe ja schon so einiges über den Fisch geschrieben. Möchte aber eines nicht vergessen. Wie schon gesagt habe ich diesen Fisch weit über 10 Jahre gehalten und erfolgreich gezüchtet. Er ist sehr pflegeleicht und ich hatte nie Probleme mit ihm. Daher ist er auch uneingeschränkt von mir zu empfehlen und wird sicher auch dem Anfänger in der Aquaristik viel Freude bereiten. Besonders seine Eigenart, als Höhlenbrüter und die gesamte Brutpflege macht ihn sehr interessant.
Wir bekommen den Kribensis zu recht unterschiedlichen Preisen. Ich habe ihn schon für 10, allerdings auch schon für 4 Euro gesehen. Wobei ich sagen möchte dass mir diese 4 Euro eher realistisch erscheinen. Aber spielt der Preis eine so große Rolle? Wir haben es hier mit Lebewesen zu tun. Kann man das mit einem Preis festlegen? Nun, dieses ist sicher ein anderes Thema.
Ich hoffe, ich konnte euch wieder einen interessanten Bewohner unserer Aquarien vorstellen und freue mich auf eure Kommentare.
Ich selbst habe diesen Fisch weit länger als 10 Jahre selbst gehalten und erfolgreich gezüchtet. Vielleicht kann der ein oder andere von meinen Erfahrungen profitieren oder überlegt sich den Kauf, denn ohne Zweifel gehört der Kribensis zu den attraktivsten Fischen unsere Aquarien.
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Die Heimat
Beheimatet ist der Kribensis in Afrika. Genauer gesagt, im südlichen Nigeria und in Teilen Kameruns, wo er in Flüssen, sowie auch im Brackwasser sehr verbreitet ist. Er lebt also bevorzugt in fließenden Gewässern, welches uns als Aquarianer schon einiges zur Haltung sagt. Eine stärkere Filterung macht den Kribensis also nichts, sondern wird eher einer artgerechten Haltung gerecht.
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Artenbeschreibung
Mit lateinischen Namen ist dieser wunderschöne Fisch, auf den Namen „Pelvicachromis pulcher“ getauft worden. Na ja, nicht gerade getauft. Ihr wisst was ich meine. Er gehört zu den Barschen. Um hier etwas genauer zu sein. Zu den Zwergcichliden. Cichlide ist der Allgemeine Begriff für eine ganze Gattung von Barschen. Und diese gibt es auch als beträchtlich größere Fische. Daher eben Zwerg. Der Kribensis ist einer der ältesten Bewohner unserer Aquarium. Nach meinem Kenntnisstand, wurde er um das Jahr 1900 erstmals in Aquarien gehalten. Ich mag gar nicht dran denken was das zu der Zeit für Aquarien gewesen sind. Ich sag mal bloß – konstante Temperatur. Aber das ist ein anderes Thema.
Der Kribensis ist ein sehr ruhiger Barsch, der lediglich in der Zeit der Brutvorbereitung- und pflege Reviere bildet und in dieser Zeit auch energisch seine Reviere verteidigt. Die Männchen werden ca. 10 cm groß, wobei die Weibchen meist nur 7-8 cm groß sind.
Der Name Kribensis, stammt von einer früheren Beschreibung der Ichthyologen, die den lateinischen Namen vor Jahren geändert haben. Bei mir hat sich Kribensis aber eingeprägt und die etwas älteren Aquarianer werden sofort mit diesem Namen etwas anfangen können.
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Geschlechtsunterschiede
Wer meine Berichte der letzten Zeit verfolgt hat, wird sicher wissen, dass es bei Barschen bedeutend leichter ist, die Männchen von den Weibchen zu unterscheiden. Die Männchen sind größer als die Weibchen und beim Männchen sind die Rücken- und Afterflosse spitz ausgezogen. Beim Weibchen sind sie da eher abgerundet. Weiterhin sind die Weibchen meist farbenfroher und somit attraktiver. Aber auch die Männchen sind sehr hübsch und haben besonders in der zeit der Brutpflege wunderschöne Farben.
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Die Haltung
Die Haltung dieser wunderschönen Fisches sollte in Aquarien erfolgen die gut bepflanzt und mit ausreichenden Versteckmöglichkeiten ausgestattet sind. Der Kribensis ist ein guter Schwimmer, hält sich aber sehr gerne in Verstecken auf. Als Standart gilt hier die Kokosnuss. Viele Aquarianer werden es kennen. Eine halbierte Kokosnuss die auf den Kopf gestellt wird und oben eine kleine Öffnung hat, bietet dem Kribensis scheinbar eine ideale Vorraussetzung. Nicht nur um sich zu verstecken, sondern auch um dort seine Brutpflege vorzubereiten um später dort abzulaichen.
Auch wenn ich schon gesehen habe, dass 60 Liter als ausreichend zur Pflege angesehen wurden, möchte ich sagen dass für diesen Fisch mindestens 120 Liter zur Verfügung gestellt werden sollten. Selbst dann kann man ihn nur als Pärchen halten, da er ja auch einen gewissen Freiraum braucht. Ich persönlich habe der Kribensis immer in größeren Aquarien gehalten, wobei eine Vergesellschaftung immer problemlos war. Nur für intensive Nachzuchten habe ich ihn in separaten Aufzuchtbecken gehalten.
An die Wasserwerte stellt der Kribensis nach meinen Erfahrungen nicht all zu hohe Anforderungen. Da bei mir sehr hartes Wasser ist, konnte ich ihn unter diesen Bedingen halten, sowie auch im weichen Wasser. Als Richtwert für die Haltung sollte aber eine Härte zwischen vorhanden sein. Ich denke diese Werte können ihm eine optimale Haltung bieten. Aber, wie bereits erwähnt ist der Kribensis sehr anpassungsfähig und daher sollte er im weichen und harten Wasser keine Probleme haben.
Die Fütterung ist recht problemlos. Er nimmt allerdings bevorzugt Lebendfutter, sowie Frostfutter. Allerdings ist auch die Fütterung mit Flockenfutter möglich, wobei man unbedingt darauf achten sollte dass diese Ernährung nicht auf Dauer durchgeführt wird. Auch wenn viele Hersteller von Flockenfutter gegenteiliges behaupten, stimmt dieses nicht. Die Sonne kommt wieder höher und es wird nicht lange dauern bis wieder Wasserflöhe und Mückenlarven in Massen, in diversen Tümpeln vorhanden sind. Hier kann man dann das beste Futter selbst besorgen. Dieses gilt übrigens nicht nur für den Kribensis, sondern für alle Bewohner unserer Aquarien.
Kurz ein paar Worte zur Wassertemperatur. Optimale Halterungsbedingungen erreicht man hier bei Temperaturen zwischen 24 bis 28 Grad. Wobei ich persönlich eher die höheren Temperaturen bevorzuge. Der Grund dafür liegt in der Nachzucht.
Diese Fische können bis zu 5 Jahre alt werden und haben daher ein eher durchschnittliches Alter.
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Die Vergesellschaftung
Das wichtigste gleich vorne weg. Eine Vergesellschaftung ist durchaus möglich. Viele denken immer noch dass Barsche nur allein gehalten werden können. Dieses ist ganz und gar nicht so. Der Kribensis ist, wie bereits erwähnt nur in der Laich- und Brutphase aggressiv, aber dieses auch nicht sehr stark. Meist vertreibt er nur die Eindringliche in seine Reviere, ohne ihnen irgendwelche Schäden zuzufügen. Aber auch hier ist Vorsicht und gute Beobachtung von Nöten, denn auch Fische haben unterschiedliche Charaktere. Man kann also auch durchaus mal einen Raufbold erwischen. Bei mir schwammen sie mit Salmlern, Schmerlen und Welsen in einem 400 Liter Aquarium und ich konnte nie irgendwelche Probleme Feststellen. Man sollte jetzt aber nie auf den Gedanken kommen den Kribensis in ein 200 Liter Becken zu stecken, in dem schon eine ganze Anzahl von Fischen vorhanden ist. Dieses kann durchaus auch zu dem Verlust von mehreren Fischen führen. Also Vorsicht ist bei der Größe des Aquariums geboten.
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Die Zucht
Tja, bei diesem Fisch fast mein Lieblingsthema. Die Erklärung dafür ist recht einfach. Der Kribensis lässt sich relativ einfach züchten. Das heißt also, dass kein großer Aufwand nötig ist um diese Fische zum Ablaichen zu bringen. Die Paare finden sich relativ schnell und so eine Ehe hält meist ein ganzes Fischleben an. Wer ernsthaft eine Nachzucht betreiben will ist gut beraten den Kribensis in ein extra Zuchtbecken zu setzen. Hier ist es dann wunderschön zu beobachten, wie die Eltern ihre kleinen „spazieren“ führen.
Zur Zucht sind Wasserwerte von 6-10 dGH und ein PH wert von 7 erforderlich. Hier müssen wir also das Wasser ein wenig aufbereiten. In der schon beschriebenen Kokosnuss oder einen umgedrehten kleinen Blumentopf und einen gut bepflanzten Aquarium, das mindestens 80 Liter haben sollte können wir uns nun, fast schon zurück lehnen und auf die Balz warten. Das hört sich jetzt unheimlich leicht an. Ist es aber auch. Fast, denn natürlich sind Dinge wie, Wasserwechsel und regelmäßige Fütterung genauestens zu beachten. Um den Ablaichvorgang etwas zu beschleunigen kann man des Öfteren das Wasser zu fast 50% wechseln. Sollte die Laichvorbereitung beginnen, erkennen wir es meist daran dass das Männchen ein paar Steine aus der Höhle ausbuddelt. Das Weibchen bekommt recht schnell einen purpurroten Bauch. Sollte man nach spätestens 10 Wochen keinen Erfolg haben, ist es ratsam sich ein anderes Pärchen zu besorgen.
Wenn wir aber Glück haben ist es wunderschön diese Tiere zu beobachten. Während immer ein Elternteil in der Höhle ist und die Eier mit Frischwasser befächelt, sichert der andere die Umgebung ab. Es werden normalerweise 150 bis 200 Eier gelegt, wobei nach ca. 2-4 Tagen die jungen schlüpfen und nach weiteren 5 bis 8 Tagen die Jungen frei schwimmen. Und das ist ein Bild für die Götter. Die Jungen schwimmen im Schwarm und werden von den Eltern begleitet. Eine richtige Familie schwimmt durch unser Aquarium. Nach ca. einer Woche ist der Dottersack der jungen verbraucht und wir müssen mit Aufzuchtfutter dafür sorgen dass unser Nachwuchs auch schnell wächst. Hier eignet sich spezielles Aufzuchtfutter besonders gut. Artemia - oder noch besser Cyclops Nauplien eignen sich hier besonders gut.
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Mein Fazit
Nun, ich habe ja schon so einiges über den Fisch geschrieben. Möchte aber eines nicht vergessen. Wie schon gesagt habe ich diesen Fisch weit über 10 Jahre gehalten und erfolgreich gezüchtet. Er ist sehr pflegeleicht und ich hatte nie Probleme mit ihm. Daher ist er auch uneingeschränkt von mir zu empfehlen und wird sicher auch dem Anfänger in der Aquaristik viel Freude bereiten. Besonders seine Eigenart, als Höhlenbrüter und die gesamte Brutpflege macht ihn sehr interessant.
Wir bekommen den Kribensis zu recht unterschiedlichen Preisen. Ich habe ihn schon für 10, allerdings auch schon für 4 Euro gesehen. Wobei ich sagen möchte dass mir diese 4 Euro eher realistisch erscheinen. Aber spielt der Preis eine so große Rolle? Wir haben es hier mit Lebewesen zu tun. Kann man das mit einem Preis festlegen? Nun, dieses ist sicher ein anderes Thema.
Ich hoffe, ich konnte euch wieder einen interessanten Bewohner unserer Aquarien vorstellen und freue mich auf eure Kommentare.
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