Indian Love Story (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2011
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Erfahrungsbericht von khaybar
Hollywood meets Bollywood...
Pro:
SRK, Preity Zinta, Drehort, feinfühlig, familiär, sensibel, emotional, zärtlich und liebevoll
Kontra:
evtl. Glaubwürdigkeit
Empfehlung:
Ja
Und wieder einmal ist es soweit: RTLII bringt am 18. März wieder einen Bollywood-Blockbuster aus dem Jahre 2003: „Kal Ho Na Ho“, was wörtlich übersetzt bedeutet: „Morgen sei oder sei nicht“ oder „Der Morgen könnte nie kommen“ der Kinotitel hieß „Indian Love Story“. Doch RTLII nennt den Film: „Lebe und denke nicht an morgen“. Und wieder ist es ein Film mit Shah Rukh Khan. Zur Zeit kommt man einfach an dem Kerl nicht vorbei. Shah Rukh Khan, der mittlerweile mit SRK abgekürzt wird, ist zur Zeit der gefragteste Mann Bollywoods. Er wurde am 2.November 1965 in Neu Delhi (Indien) geboren und ist einer der erfolgreichsten indischen Bollywood-Schauspieler. Er stammt aus einer muslimischen Familie. Seine Mutter war Sozialarbeiterin in Delhi. SRK studierte an der Muslimischen Universität Massenkommunikation und wurde über die Fernsehserie Fauzi populär. In den ersten Rollen verkörperte SRK die Rollen der Bösewichte, jedoch so überzeugend, daß er mit Darr und Baazigar zum Star wurde. Besonders als Filmpaar mit Kajol avancierte er zum romantischen Helden der 90er. In Deutschland war er auf RTLII in „In guten wie in schweren Tagen“ als Filmheld zu sehen. Mittlerweile besitzt SRK seine eigene Produktionsfirma (Dreams Unlimited). In Indien prangt SRK von vielen Werbeplakaten, wie die eines Colaherstellers oder eines Handynetzbetreibers hierzulande.
*****
Story
*****
Naina Catherine Kapur (Preity Zinta) lebt in New York. Sie studiert, ist befreundet mit dem reichen Rohit Patel (Saif Ali Khan) und glättet daheim die Wogen zwischen Ihrer Mama und Oma, seit ihr Vater Selbstmord begangen hat. Seither haßt ihre Oma Lajjo (Sushma Seth) Schwiegertochter Jennifer (Jaya Bachchan), der sie die Schuld am Ableben des Sohnes gibt und noch mehr die Enkelin Gia (Daniela De Almeida), die von Jenny adoptiert wurde. Naina hofft, ein Engel würde erscheinen, und die Familie endlich zusammenbringen. Ein Engel kommt tatsächlich - in Person des vorlauten Aman Mathur (Shahrukh Khan), der mit seiner Mutter (Reema Lagoo) aus Indien angereist und bei seinem Onkel eingezogen ist, der gleich neben Nainas Familie wohnt. Aman verguckt sich sofort in Naina und mischt die Familie mit seiner charmanten und aufdringlichen Art auf.
Naina mag ihn am Anfang nicht sonderlich. Doch Aman weiß, wie er die Familie zu behandeln hat. Jeder hat auf seiner Art und Weise Liebe nötig, die Aman auch vom ganzen Herzen selbstlos an Alle zu verteilen scheint. Langsam erwärmt sich auch Naina für Aman. Derweil merkt Rohit, daß er seine beste Freundin Naina eigentlich liebt. So sucht er Rat bei Aman. Für Aman ist es wie ein Dolchstoß ins Herz. Doch er hilft wider erwarten Rohit bei seinen Bemühungen um Naina, was alle irritiert. Eines Tages sieht Naina Aman mit einer anderen und stellt ihn zur Rede. Aman muß nun zugeben, daß die andere seine Verlobte ist. Dies wiederum bricht Naina da Herz, die Aman liebt. Aber die Geschichte nimmt doch eine andere Wendung, denn Aman hat gelogen. Doch wieso unterdrückt Aman seine Liebe zu Naina? Was hat er zu verbergen? ….
Karan Johar schrieb das Drehbuch und produzierte den Film. Für die Regie setzte er zwar Nikhil Advani ein, der schon für ihn und Regisseur Aditya Chopra „Dilwale Dulhaniya Lejayenge“ als Assistent gearbeitet hat, doch \"Kal Ho Naa Ho\" ist voll und ganz ein Baby des „In guten wie in schweren Tagen“- und „Kuch Kuch Hota Hai“-Hitregisseurs Johar. Wenn man ihn kurz auf einen Nenner bringen soll, so vereint er Starensemble, episch-melodramatischen Charakter von „ In guten wie in schweren Tagen“ mit einer trendigen Präsentation à la „Dil Chahta Hai“. Ein Beweis für diesen \"hippen\" Touch ist bereits der Setort: 52 Tage New York. Keine Alpen, keine Schweiz, noch nicht mal Indien! Der Film spielt komplett in New York. Doch nach einem sehr amerikanisierten Start wird \"Kal Ho Naa Ho\" immer indischer. Wie man es nämlich von einem Johar-Film nicht anders erwarten darf, ist \"Kal Ho Naa Ho\" stark inszeniert. Ich habe selten einen Bollywood-Film gesehen, der technisch besser gemacht ist. Jede Kameraeinstellung sitzt, die Farben sind überwältigend, die Musik stimmt, der Schnitt ist klasse. 180 Minuten Top-Ästhetik. Alleine dafür muß man ihn schon lieben. Und dann kommt SRK ins Spiel. King Khan reißt den Film zwar an sich, aber nicht als Ego-Trip. Er kommt schließlich als guter Engel ins Spiel (deshalb wurde \"Kal Ho Naa Ho\" von einigen als Remake von \"Anand\", 1970 abgestempelt) und das ist seine Funktion. Er soll Gutes tun und die Kapur-Familie retten. Ja gar erlösen. Daß SRK die meisten Szenen dominiert, liegt daran, daß Johar ihm vollständig vertraut. Und weil SRK eben ein riesiges Charisma ;-) besitzt. Klar kennen wir seine Ticks, Macken und übertriebenen Gesten - aber wir lieben ihn. Wer nach nunmehr 10 Jahren mit SRK als Indiens Superstar sich nicht an ihn gewöhnt hat, wird es wohl nie tun. Wer es tat, betet ihn in KHNH an.
Wieder einmal mein Rat an alle Leute, die den Film an der Seite ihrer Freundin oder Ehefrau schauen: Nehmt jede Menge Taschentücher mit! „Man wird während des ganzen Filmes eimerweise heulen“, so Johar. Und alle die sich seiner Filme bewusst sind, können ihn beim Wort nehmen, denn er hat es schon zwei Mal zuvor geschafft, die Menschen massenweise in Heulkrämpfe ausbrechen zu lassen, einmal in „Kuch Kuch Hota Hai“ und das andere Mal in „In guten wie in schweren Tagen“, und ich denke, er wird es wieder schaffen! Auch einige der Songtitel des Filmes (Sony Music) lassen uns schon Trauriges erahnen, da wären zum Beispiel „Mahi Ve“ (Oh Geliebter), „Kuch To Hua Hai“ ( Es ist etwas passiert ) und „Bidai“ (Trennung). Aber auch so kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen, daß SRK mit seiner schauspielerischen Leistung glänzen wird, und daß der Schmerz und das Leid seines Charakters die Zuschauer sehr berühren wird.
*****
Fazit:
*****
Grundsätzlich brauchen wir über die Glaubwürdigkeit eines Bollywoodfilmes nicht diskutieren, denn die meisten sind es nicht. Aber die meisten Zuschauer erwarten das von solchen Filmen auch gar nicht. Hinzu kommt, daß der Film sich niemals so richtig verkaufen ließe. Film-Kommerz in Indien heißt nun mal: Träumen und nicht an morgen denken, genau wie der übersetzte Titel de Filmes. Mein Bericht sollte vor allem die Leute auf den Geschmack bringen, die wegen RTLII bei ciao.de diesen Film nachschlagen. Ich habe mir den Film schon letztes Jahr auf DVD angeguckt, wie immer für 1,-- EUR in Frankfurt a.M. . Die Qualität der DVD war eher mäßig, wahrscheinlich pakistanische Raubkopie (und TS). Ansonsten aber wieder einmal ein g r o ß e r Gefühlsfilm mit Überraschungen und viel Tränen, also A N S C H A U E N !
Euer Khaybar
© ۲۰۰۵ خیبر
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Story
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Naina Catherine Kapur (Preity Zinta) lebt in New York. Sie studiert, ist befreundet mit dem reichen Rohit Patel (Saif Ali Khan) und glättet daheim die Wogen zwischen Ihrer Mama und Oma, seit ihr Vater Selbstmord begangen hat. Seither haßt ihre Oma Lajjo (Sushma Seth) Schwiegertochter Jennifer (Jaya Bachchan), der sie die Schuld am Ableben des Sohnes gibt und noch mehr die Enkelin Gia (Daniela De Almeida), die von Jenny adoptiert wurde. Naina hofft, ein Engel würde erscheinen, und die Familie endlich zusammenbringen. Ein Engel kommt tatsächlich - in Person des vorlauten Aman Mathur (Shahrukh Khan), der mit seiner Mutter (Reema Lagoo) aus Indien angereist und bei seinem Onkel eingezogen ist, der gleich neben Nainas Familie wohnt. Aman verguckt sich sofort in Naina und mischt die Familie mit seiner charmanten und aufdringlichen Art auf.
Naina mag ihn am Anfang nicht sonderlich. Doch Aman weiß, wie er die Familie zu behandeln hat. Jeder hat auf seiner Art und Weise Liebe nötig, die Aman auch vom ganzen Herzen selbstlos an Alle zu verteilen scheint. Langsam erwärmt sich auch Naina für Aman. Derweil merkt Rohit, daß er seine beste Freundin Naina eigentlich liebt. So sucht er Rat bei Aman. Für Aman ist es wie ein Dolchstoß ins Herz. Doch er hilft wider erwarten Rohit bei seinen Bemühungen um Naina, was alle irritiert. Eines Tages sieht Naina Aman mit einer anderen und stellt ihn zur Rede. Aman muß nun zugeben, daß die andere seine Verlobte ist. Dies wiederum bricht Naina da Herz, die Aman liebt. Aber die Geschichte nimmt doch eine andere Wendung, denn Aman hat gelogen. Doch wieso unterdrückt Aman seine Liebe zu Naina? Was hat er zu verbergen? ….
Karan Johar schrieb das Drehbuch und produzierte den Film. Für die Regie setzte er zwar Nikhil Advani ein, der schon für ihn und Regisseur Aditya Chopra „Dilwale Dulhaniya Lejayenge“ als Assistent gearbeitet hat, doch \"Kal Ho Naa Ho\" ist voll und ganz ein Baby des „In guten wie in schweren Tagen“- und „Kuch Kuch Hota Hai“-Hitregisseurs Johar. Wenn man ihn kurz auf einen Nenner bringen soll, so vereint er Starensemble, episch-melodramatischen Charakter von „ In guten wie in schweren Tagen“ mit einer trendigen Präsentation à la „Dil Chahta Hai“. Ein Beweis für diesen \"hippen\" Touch ist bereits der Setort: 52 Tage New York. Keine Alpen, keine Schweiz, noch nicht mal Indien! Der Film spielt komplett in New York. Doch nach einem sehr amerikanisierten Start wird \"Kal Ho Naa Ho\" immer indischer. Wie man es nämlich von einem Johar-Film nicht anders erwarten darf, ist \"Kal Ho Naa Ho\" stark inszeniert. Ich habe selten einen Bollywood-Film gesehen, der technisch besser gemacht ist. Jede Kameraeinstellung sitzt, die Farben sind überwältigend, die Musik stimmt, der Schnitt ist klasse. 180 Minuten Top-Ästhetik. Alleine dafür muß man ihn schon lieben. Und dann kommt SRK ins Spiel. King Khan reißt den Film zwar an sich, aber nicht als Ego-Trip. Er kommt schließlich als guter Engel ins Spiel (deshalb wurde \"Kal Ho Naa Ho\" von einigen als Remake von \"Anand\", 1970 abgestempelt) und das ist seine Funktion. Er soll Gutes tun und die Kapur-Familie retten. Ja gar erlösen. Daß SRK die meisten Szenen dominiert, liegt daran, daß Johar ihm vollständig vertraut. Und weil SRK eben ein riesiges Charisma ;-) besitzt. Klar kennen wir seine Ticks, Macken und übertriebenen Gesten - aber wir lieben ihn. Wer nach nunmehr 10 Jahren mit SRK als Indiens Superstar sich nicht an ihn gewöhnt hat, wird es wohl nie tun. Wer es tat, betet ihn in KHNH an.
Wieder einmal mein Rat an alle Leute, die den Film an der Seite ihrer Freundin oder Ehefrau schauen: Nehmt jede Menge Taschentücher mit! „Man wird während des ganzen Filmes eimerweise heulen“, so Johar. Und alle die sich seiner Filme bewusst sind, können ihn beim Wort nehmen, denn er hat es schon zwei Mal zuvor geschafft, die Menschen massenweise in Heulkrämpfe ausbrechen zu lassen, einmal in „Kuch Kuch Hota Hai“ und das andere Mal in „In guten wie in schweren Tagen“, und ich denke, er wird es wieder schaffen! Auch einige der Songtitel des Filmes (Sony Music) lassen uns schon Trauriges erahnen, da wären zum Beispiel „Mahi Ve“ (Oh Geliebter), „Kuch To Hua Hai“ ( Es ist etwas passiert ) und „Bidai“ (Trennung). Aber auch so kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen, daß SRK mit seiner schauspielerischen Leistung glänzen wird, und daß der Schmerz und das Leid seines Charakters die Zuschauer sehr berühren wird.
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Fazit:
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Grundsätzlich brauchen wir über die Glaubwürdigkeit eines Bollywoodfilmes nicht diskutieren, denn die meisten sind es nicht. Aber die meisten Zuschauer erwarten das von solchen Filmen auch gar nicht. Hinzu kommt, daß der Film sich niemals so richtig verkaufen ließe. Film-Kommerz in Indien heißt nun mal: Träumen und nicht an morgen denken, genau wie der übersetzte Titel de Filmes. Mein Bericht sollte vor allem die Leute auf den Geschmack bringen, die wegen RTLII bei ciao.de diesen Film nachschlagen. Ich habe mir den Film schon letztes Jahr auf DVD angeguckt, wie immer für 1,-- EUR in Frankfurt a.M. . Die Qualität der DVD war eher mäßig, wahrscheinlich pakistanische Raubkopie (und TS). Ansonsten aber wieder einmal ein g r o ß e r Gefühlsfilm mit Überraschungen und viel Tränen, also A N S C H A U E N !
Euer Khaybar
© ۲۰۰۵ خیبر
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