Rauchen in der Schwangerschaft Testbericht

No-product-image
ab 13,19
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(1)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(2)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(7)

Erfahrungsbericht von Mafiaschlumpfine_

Sogar ich habe es geschafft ...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallöchen!!!

Ich möchte mich heute diesem Thema widmen, weil auch ich zu den Frauen gehörte, die 25 - 30 Zigaretten am Tag geraucht haben. Spass gemacht oder geschmeckt hat es nie, es hatte Gründe, die man lieber verschweigen will. Aber aufhören, das wollte ich dann doch nicht so richtig. Es gab ja keinen Grund ...

... bis zu dem Tag, an dem der rosafarbene Punkt bei meinem Test nicht mehr wegging. Ich zog wie nervös an meiner Zigarette und ich wusste, das würde nicht die Letzte sein!

Durch das Bekanntwerden der Schwangerschaft war ich grösstenteils geschockt und überfordert, auf der anderen Seite überglücklich - aber das mit Rauchen bekam ich nicht in den Griff. Mein Schatz schimpfte, meine Eltern appellierten an meinen Verstand und auf Arbeit war die Versuchung riesig, da viele rauchten. Rücksicht nahm dort auch keiner! Es war ja auch so einfach, eine rauchen und man kam auf andere Gedanken. Aber ich wusste, dass ich reduzieren oder aufhören musste - ich war es meinem, unserem, Kind schuldig. Es sollte die Chance haben gesund zur Welt zu kommen...

- Viele werdende Mütter können aus Suchtgründen nicht von alleine aufhören und benötigen ärztliche Unterstützung. Hier hilft der Frauenarzt oder die Krankenkassen! Wer trotzdem den persönlichen Willen verspürt das Rauchen einzuschränken oder zu beenden, der kann gerne weiterlesen! -

So habe ich es geschafft!!
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Bei meiner zweiten Vorsorgeuntersuchung habe ich den Arzt gefragt, wie das mit dem Rauchen ist. Sollte ich langsam aufhören oder sofort? Die Antwort kam prompt - jede Zigarette die sie weniger rauchen, bedeutet mehr Luft für ihr Kind. Es schadet nicht, wenn sie auf einen Schlag aufhören. Entzugserscheinungen wird das Kind nicht haben, wenn man in den ersten 2 - 3 Monaten aufhört. Im Übrigen ist das Nikotin, was ihr vorher die ganze Zeit schon in euch reingepustet habt, immer noch im Körper gespeichert - also bekommt euer Kind immer noch die \"Dröhnung\". Es nimmt dann eben nur ab, wenn ihr aufhört mit rauchen und somit wird das Kind auch langsam entwöhnt.

Wenn ihr wissen wollt, was euer Kind bei einer Zigarette empfindet, dann nehmt euch einen Strohhalm. Nehmt ihn in den Mund, haltet die Nase dabei aber zu, und atmet ganz normal durch den Halm die Luft ein, dann drückt ihr diesen zusammen, so dass keine Luft mehr hindurch kann - und jetzt wisst ihr, wie euer Kind sich fühlt. Ihr könnt es vielleicht länger aushalten oder durch die Nase atmen, aber euer Kind hat nur die Nabelschnur - den persönlichen Strohhalm. Schaut euch dabei auch noch das Ultraschallbild an und stellt euch vor, wie es nach Luft ringt.
Alleine dieser Gedanke liess mich nicht mal mehr die letzte Zigarette rauchen.. ich wollte nicht, dass mein Kind in mir erstickt.

Das zweite Problem erwartete mich zu Hause - alle meine Bekannten waren starke Raucher. Ich fing an, alle auf den Balkon zu verbannen, auch meinen Schatz. Vernünftige Menschen verstehen das und fangen nicht an zu motzen. Das passives Rauchen auch dem Kind schaden kann, das ist ja nun fast jedem klar.
Egal wo ich war, ich fing an den Rauch zu hassen. Mit der Zeit wurde meine Nase wieder für Gerüche empfindlicher und ich fing an den Qualm überall zu riechen - an seinen Sachen, in der Küche usw. Es war grauenhaft. Ich habe es nicht geschafft, meinen Schatz zum Aufhören zu bewegen - er raucht heute noch. Natürlich wäre es besser, wenn der Mann auch die Glimmstengel wegwirft, aber zwingen ist nicht gut und dann wird derjenige leicht reizbar. Der Wille muss bei beiden da sein!

Wer nicht mit einem Mal aufhören kann, der sollte reduzieren - 5 Zigaretten am Tag für den Anfang und dann Schritt für Schritt weiter runter. Beobachtet euch, wann ihr die Zigaretten raucht - morgens beim Frühstück, beim Mittag oder beim Fernsehen! Fragt euch, warum ihr raucht - aus Langeweile, Frust oder damit ihr was in den Händen habt? Überlegt, was ihr gegen eine Zigarette eintauschen könnt und wollt. Vielleicht einen Schokoriegel, ein Eis oder vielleicht Obst. Ein Kaugummi tuts irgendwann auch nicht mehr, glaubt mir.
Legt euch rauchfreie Zonen zu - vielleicht erst das Auto, dann das Wohnzimmer, Küche usw. Irgendwann habt ihr dann nichts mehr, wo ihr euch zurückziehen könnt! Sagt dem Partner bescheid, dass er nicht rauchen möge, wenn ihr dabei seid und seid ruhig böse, wenn er es doch tut. Sagt einfach, ob er nicht wüsste, dass sein Kind keine Luft bekommt.

Irgendwann habt ihr es dann so weit runtergeschraubt, dass ihr evtl. nur noch 1 Zigarette am Tag raucht - jetzt kommt der Punkt, wo ich mir gesagt habe, brauche ich diese denn auch noch? Legt sie vor euch auf den Tisch, schaut dieses lange Ding an und krümelt es fein säuberlich auseinander und dann schmeisst ihr es einfach weg ( eine kaputte Zigarette kann man nicht mehr rauchen ) - so wie das Verlangen noch eine zu rauchen! Guckt zu eurem Bauch und erzählt eurem Baby, was ihr gerade gemacht habt .. für euch beide!!

Im Übrigen ist es ein Irrtum das Lightzigaretten besser sind, ganz im Gegenteil. Raucher, die früher starke Marken hatten, werden jetzt länger und tiefer inhalieren um die gleiche Wirkung ungefähr zu erzielen. Das ist im Endeffekt noch schädlicher! Wenn ihr schon weiterraucht, dann bitte bei der Marke bleiben und eben reduzieren...

Wie sieht es eigentlich aus mit den Entzugserscheinungen?? Eine gute Frage - ich habe nichts bei mir feststellen können. Kein Zittern, keine nervösen Anfälle oder Kribbeln. Im Gegenteil mein Gesicht wirkte etwas fülliger und ich sah etwas besser aus.. nicht mehr so eingefallen! Zugenommen habe ich durch das Aufhören nicht - bis auf meine Schwangerschaftspfunde. Es mag auch daran liegen, dass der Körper auf Schwangerschaft eingestellt ist und die Hormone anders gelagert sind.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wenn euch wirklich gelüstet - glaubt mir! Sowas hat jede Frau mal. Bei mir waren es drohende Verlustängste, Einsamkeit, Überforderung und das Gefühl zu versagen - allerdings gestattete ich mir immer nur einen Zug und das unter Kontrolle meines Schatzes. Allerdings schmeckt das so eklig, wenn man lange nicht mehr geraucht hat und der andere Aspekt ist der, des Nichtschmeckens - irgendwie merkt man nichts. Man raucht zwar, aber es kommt doch nichts an. Zwischendurch habe ich auch mal eine Zigarette geraucht - nach vorheriger Absprache mit dem Arzt und zu Silvester. Aber auch kurz vor der Entbindung musste ich mir noch eine Kleine gönnen, beim Kaffeeklatsch... das wars dann aber auch. Ich hatte immer den Strohhalm im Hinterkopf, irgendwie prägt sich sowas wirklich tief ein.

Ich bin bewusst nicht auf die Krankheiten, Spätfolgen und Anfeindungen der Mitmenschen eingegangen - es bringt nichts! Niemand kann eine Schwangere zwingen aufzuhören, wenn sie es selber nicht will. Da helfen auch keine Bilder von Krankheiten - weil sie dann mit Argumenten kommt, dass ihre Freundin auch geraucht hat und das Kind ist gesund. Gegen sowas kommt keiner an, da sollte man Schwangere nicht unterschätzen. Dann kommt vielleicht noch der Spruch - das kann auch ohne Rauchen passieren! Womit sie allerdings auch recht haben wird und das muss man eingestehen.
Entwicklungsschäden und Missbildungen können auch durch Röteln entstehen oder andere Krankheiten - Rauchen mindert aber einen Grossteil davon. Wie bei einem Kuchen! Je weniger wir von dem Kuchen zu uns nehmen umso mehr bleibt über - also je weniger wir rauchen, umso mehr Chancen hat das andere Lebewesen.

Man muss sich selber im Klaren sein, was Rauchen meinem Kind schadet - andere Kinder sind nicht meine Kinder! Andere Kinder muss ich nicht zur Welt bringen und andere Kinder muss ich nicht grossziehen...

Trotzdem bin ich der Meinung, dass Raucherinnen nicht verurteilt werden dürfen - es gibt viele Gründe, warum ein Mensch nicht standhaft oder Willens genug ist. Die Gründe werden für viele weniger verständlich sein, aber für die Person ist es nun mal wichtig. Trotzdem wird diese Frau ihr Kind nicht weniger lieben und hoffen und bangen, dass es gesund zur Welt kommt. Sie wird sich vielleicht auch gesund ernähren und liebevoll das Kinderzimmer einrichten .. nur mit dem Rauchen, das wird sie nicht lassen können.

Wer möchte kann das Geld für jede gesparte Schachtel in ein Sparschwein stecken und sich nach Ende der Schwangerschaft etwas Schönes gönnen - vielleicht ein Besuch im Kosmetikstudio, beim Frisör oder einfach neue schicke Klamotten.

- Die Frage nach dem Rauchen in der Schwangerschaft kann ich mit nein beantworten, allerdings bin ich kein Mensch, der eine Schwangere meidet oder sogar an den Pranger stellt, wenn sie raucht. Das hilft dieser Person nicht weiter und treibt sie eventuell noch mehr in diesen Sumpf. Wenn eine Frau nicht alleine die Kraft aufbringen kann, dann müssen ihr Freunde helfen und auf den Glimmstengel verzichten - alleine rauchen macht nämlich keinen Spass! -

Als Tipp kann ich eigentlich nur den Selbstversuch mit dem Strohhalm mitgeben - es macht einem wirklich bewusst, was das Kind fühlt und wie es versucht zu überleben und eine Zigarette dauert ca. 5 min. ..


Gruss Mafi

PS.: das mit den Bewertungen ist immer so eine blöde Sache .. aber ich empfehle den Tipp mit dem Strohhalm ;o.. das Rauchen jedoch nicht!!

18 Bewertungen