Ravensburger Set! Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
- Präsentation:
- Spaßfaktor:
- Spielanleitung:
- Wird langweilig:
Erfahrungsbericht von Dotab
Set? Äh, nein doch nicht, oder??? ..SET!!!!
Pro:
Wirklich intelligente Idee, die das Denken fördert
Kontra:
Macht erst richtig Spaß wenn man die Regeln inwendig beherrscht
Empfehlung:
Ja
Verwandte sind doch was Tolles, kommen ab und an zu Besuch, bringen einem Geschenke mit und verschwinden nach einer bestimmten Zeit meist von alleine ....wenn doch nur alles so wäre. Als besonderes Exemplar kann ich hier meine Tante voranstellen: 2 Mal im Jahr kündigt sie sich an (seit einiger Zeit auch mit Mann) und mein kleiner Bruder und ich freuen uns schon immer darauf, denn wir wissen ja: wenn Jeannie kommt, dann gibt es Geschenke. Und nicht nur irgendwelchen sinnlosen Nippes – nein, die sind wirklich richtig toll.
Vor einigen Jahren war nun eines dieser Mitbringsel ein Kartenspiel namens „Set“. Dies bestand aus gerade Mal 81 Karten, einer Bedienungsanleitung und einer großen Schachtel. Da die Verpackung eigentlich nur Müll war, wurde diese bereits vor geraumer Zeit entsorgt. Und auch die Bedienungsanleitung scheint verschollen gegangen zu sein. Und deshalb befinden sich die Karten jetzt wohlverpackt in einer kleinen Keksdose – und beschwerden gab es bis heute auch nicht.
[Karten]
Wie erwähnt, es liegen hier 81 Karten auf einem Stapel. Auf ihnen befinden sich Symbole, welche nach folgenden Kategorien einteilbar sind:
ANZAHL : 1, 2, oder 3 gleiche Symbole auf einer Karte
FARBE: die Symbole werden entweder alle in den Farben Lila, Rot oder Türkis gehalten
FORM: alle Symbole auf einer Karte haben die gleiche Form: Rechteckig, Oval oder Wellenförmig
FÜLLUNG: Die Symbole können unterschiedlich gefüllt sein: entweder gar nicht, voll oder nur halbvoll ( erinnert an einen Ameisenkrieg und wird bei uns gemuschelt genannt)
Aus diesen 4 Kriterien lassen sich die unterschiedlichsten Karten zusammenstellen, und da keine doppelt vorhanden ist, sind es insgesamt 81 Stück :
3 Anzahl x 3 Farbe x 3 Form x 3 Füllung >>>> 3 hoch 4 >>>> 81
3 Beispiele:
1. 1 Stück; Rot, Rechteck, Leer
2. 2 Stück, Türkis, Welle, Leer
3. 2 Stück; Lila, Welle, Voll
[ Spielprinzip]
Auf einem Tisch werden 12 beliebige Karten mit den Symbolen nach oben hingelegt. Ziel ist es nun, aus diesen Karten ein „Set“ zu bilden. Gelingt dies, werden diese Spielkarten entfernt und durch 3 neue ergänzt. Wer am Ende die meisten Sets bilden konnte, gewinnt das Spiel.
Aber was ist den nun ein SET ???
Ein Set besteht aus 3 Karten, deren Symbole zusammenpassen müssen. Dabei gilt:
Entweder alle gleich oder vollkommen verschieden.!!!
Dies bezieht sich jeweils auf alle 4 Kriterien. Wenn zum Beispiel 2 Mal die Farbe Rot auftaucht und die 3 Karte jedoch Lila ist – so ist dies kein Set. Genau ist es auch mit der Füllung, der Anzahl und der Form.
3 Beispiele:
Erstens:
3 Karten:
1. 1 Stück, Lila, Oval, Voll
2. 1 Stück, Rot, Oval, Gemuschelt
3. 1 Stück, Rot, Rechteck, Leer
Dies ist kein Set, da:
- JA, Anzahl ist immer gleich
- JA, Füllung ist immer verschieden
- NEIN, Farbe ist 2:1
- NEIN, Form ist 2:1
Sobald es ein NEIN gibt, ist dies kein Set
Zweitens:
3 Karten:
1. 1 Stück, Türkis, Welle, Leer
2. 2 Stück, Türkis, Welle, Leer
3. 2 Stück, Lila, Welle, Voll
Dies ist kein Set, da:
- NEIN, Anzahl ist 2 : 1
- NEIN, Farbe ist 2 :1
- JA; Form ist immer gleich
- NEIN; Füllung ist immer verschieden
Drittens:
3 Karten:
1. 1 Stück, Rot, Oval, Gemuschelt
2. 1 Stück, Türkis, Oval, Leer
3. 1 Stück, Lila, Oval, Voll
Dies ist ein Set, da:
- JA, da die Anzahl immer gleich ist
- JA, da die Farbe immer unterschiedlich ist
- JA, da die Form immer gleich ist
- JA, da die Füllung immer unterschiedlich ist
Insgesamt muss man allerdings sagen, dass man schon eine gewisse Einführungszeit benötigt, bis man auch wirklich erkennt, um was es denn nun eigentlich geht. Denn sehr gut erklärbar sind die Regeln ja leider nicht, obwohl es ja eigentlich ganz einfach ist. Erst wenn man das Prinzip wirklich beherrscht, beginnt auch der richtige Spielspaß.
Ich persönlich habe nur gute Erfahrungen mit SET gemacht. Wir spielen es schon seit Jahren mehrmals im Jahr und es wurde noch nie langweilig: es ist eigentlich immer das selbe, jedoch auch immer vollkommen anders.
Ein besonderes Erlebnis hatte ich einmal in einem Ferienlager voller ziemlich aktiver Kinder. Als letzten Versuch packte ich dieses Spiel aus, habe es ihnen kurz erklärt, mich dann zum Spielführer ernannt (also der, der immer die Karten neu hinlegt) und danach war für 1 ½ Stunden Ruhe. Und wenn ich Ruhe meine, dann meine ich auch Ruhe. Die Kleinen haben sogar schon angefangen miteinander zu schimpfen wenn auch nur jemand laut gedacht hat – so vertieft waren sie in das Spiel und wollen nicht beim Denken gestört werden. Und ihr Wille, ein neues Set zu finden, wurde erst nach 3 Runden gebrochen. ( Am nächsten Tag wollten sie sich die Karten dann aber gleich noch einmal ausleihen)
Leider existiert der Verleger von SET , FX Schmidt Spiele, leider nicht mehr und ich habe das Spiel auch ansonsten leider nirgends gefunden. Wer jedoch seine Kinder und Betreuten durch diese Denkspiel fordern und fördern möchte, dem kann ich eigentlich nur den Tipp geben, die Karten einfach mal nachzubbauen. Wenn man hier nach einem bestimmten Prinzip vorgeht, dürfte dies eigentlich kein Problem sein.
Bei einer Altersempfehlung würde ich hier ungefähr 8 Jahre vorschlagen. Ich glaube für jüngere Kinder wären die Kriterien etwas zu unübersichtlich. Nach oben gibt es aber keine Altersbeschränkung.
Ich kann meiner Tante also nur für diese wirklich schöne Spielidee danken. Wie ich im Moment darauf komme??? Na ja, es ist Ostern und sie verbringt mit ihrem Mann die Feiertage bei uns – und hat uns auch wieder ein neues, schönes Kartenspiel mitgebracht. Und in dem Sinne, euch allen noch schöne Ostern.
Vor einigen Jahren war nun eines dieser Mitbringsel ein Kartenspiel namens „Set“. Dies bestand aus gerade Mal 81 Karten, einer Bedienungsanleitung und einer großen Schachtel. Da die Verpackung eigentlich nur Müll war, wurde diese bereits vor geraumer Zeit entsorgt. Und auch die Bedienungsanleitung scheint verschollen gegangen zu sein. Und deshalb befinden sich die Karten jetzt wohlverpackt in einer kleinen Keksdose – und beschwerden gab es bis heute auch nicht.
[Karten]
Wie erwähnt, es liegen hier 81 Karten auf einem Stapel. Auf ihnen befinden sich Symbole, welche nach folgenden Kategorien einteilbar sind:
ANZAHL : 1, 2, oder 3 gleiche Symbole auf einer Karte
FARBE: die Symbole werden entweder alle in den Farben Lila, Rot oder Türkis gehalten
FORM: alle Symbole auf einer Karte haben die gleiche Form: Rechteckig, Oval oder Wellenförmig
FÜLLUNG: Die Symbole können unterschiedlich gefüllt sein: entweder gar nicht, voll oder nur halbvoll ( erinnert an einen Ameisenkrieg und wird bei uns gemuschelt genannt)
Aus diesen 4 Kriterien lassen sich die unterschiedlichsten Karten zusammenstellen, und da keine doppelt vorhanden ist, sind es insgesamt 81 Stück :
3 Anzahl x 3 Farbe x 3 Form x 3 Füllung >>>> 3 hoch 4 >>>> 81
3 Beispiele:
1. 1 Stück; Rot, Rechteck, Leer
2. 2 Stück, Türkis, Welle, Leer
3. 2 Stück; Lila, Welle, Voll
[ Spielprinzip]
Auf einem Tisch werden 12 beliebige Karten mit den Symbolen nach oben hingelegt. Ziel ist es nun, aus diesen Karten ein „Set“ zu bilden. Gelingt dies, werden diese Spielkarten entfernt und durch 3 neue ergänzt. Wer am Ende die meisten Sets bilden konnte, gewinnt das Spiel.
Aber was ist den nun ein SET ???
Ein Set besteht aus 3 Karten, deren Symbole zusammenpassen müssen. Dabei gilt:
Entweder alle gleich oder vollkommen verschieden.!!!
Dies bezieht sich jeweils auf alle 4 Kriterien. Wenn zum Beispiel 2 Mal die Farbe Rot auftaucht und die 3 Karte jedoch Lila ist – so ist dies kein Set. Genau ist es auch mit der Füllung, der Anzahl und der Form.
3 Beispiele:
Erstens:
3 Karten:
1. 1 Stück, Lila, Oval, Voll
2. 1 Stück, Rot, Oval, Gemuschelt
3. 1 Stück, Rot, Rechteck, Leer
Dies ist kein Set, da:
- JA, Anzahl ist immer gleich
- JA, Füllung ist immer verschieden
- NEIN, Farbe ist 2:1
- NEIN, Form ist 2:1
Sobald es ein NEIN gibt, ist dies kein Set
Zweitens:
3 Karten:
1. 1 Stück, Türkis, Welle, Leer
2. 2 Stück, Türkis, Welle, Leer
3. 2 Stück, Lila, Welle, Voll
Dies ist kein Set, da:
- NEIN, Anzahl ist 2 : 1
- NEIN, Farbe ist 2 :1
- JA; Form ist immer gleich
- NEIN; Füllung ist immer verschieden
Drittens:
3 Karten:
1. 1 Stück, Rot, Oval, Gemuschelt
2. 1 Stück, Türkis, Oval, Leer
3. 1 Stück, Lila, Oval, Voll
Dies ist ein Set, da:
- JA, da die Anzahl immer gleich ist
- JA, da die Farbe immer unterschiedlich ist
- JA, da die Form immer gleich ist
- JA, da die Füllung immer unterschiedlich ist
Insgesamt muss man allerdings sagen, dass man schon eine gewisse Einführungszeit benötigt, bis man auch wirklich erkennt, um was es denn nun eigentlich geht. Denn sehr gut erklärbar sind die Regeln ja leider nicht, obwohl es ja eigentlich ganz einfach ist. Erst wenn man das Prinzip wirklich beherrscht, beginnt auch der richtige Spielspaß.
Ich persönlich habe nur gute Erfahrungen mit SET gemacht. Wir spielen es schon seit Jahren mehrmals im Jahr und es wurde noch nie langweilig: es ist eigentlich immer das selbe, jedoch auch immer vollkommen anders.
Ein besonderes Erlebnis hatte ich einmal in einem Ferienlager voller ziemlich aktiver Kinder. Als letzten Versuch packte ich dieses Spiel aus, habe es ihnen kurz erklärt, mich dann zum Spielführer ernannt (also der, der immer die Karten neu hinlegt) und danach war für 1 ½ Stunden Ruhe. Und wenn ich Ruhe meine, dann meine ich auch Ruhe. Die Kleinen haben sogar schon angefangen miteinander zu schimpfen wenn auch nur jemand laut gedacht hat – so vertieft waren sie in das Spiel und wollen nicht beim Denken gestört werden. Und ihr Wille, ein neues Set zu finden, wurde erst nach 3 Runden gebrochen. ( Am nächsten Tag wollten sie sich die Karten dann aber gleich noch einmal ausleihen)
Leider existiert der Verleger von SET , FX Schmidt Spiele, leider nicht mehr und ich habe das Spiel auch ansonsten leider nirgends gefunden. Wer jedoch seine Kinder und Betreuten durch diese Denkspiel fordern und fördern möchte, dem kann ich eigentlich nur den Tipp geben, die Karten einfach mal nachzubbauen. Wenn man hier nach einem bestimmten Prinzip vorgeht, dürfte dies eigentlich kein Problem sein.
Bei einer Altersempfehlung würde ich hier ungefähr 8 Jahre vorschlagen. Ich glaube für jüngere Kinder wären die Kriterien etwas zu unübersichtlich. Nach oben gibt es aber keine Altersbeschränkung.
Ich kann meiner Tante also nur für diese wirklich schöne Spielidee danken. Wie ich im Moment darauf komme??? Na ja, es ist Ostern und sie verbringt mit ihrem Mann die Feiertage bei uns – und hat uns auch wieder ein neues, schönes Kartenspiel mitgebracht. Und in dem Sinne, euch allen noch schöne Ostern.
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