Das Wunschspiel (gebundene Ausgabe) / Patrick Redmond Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von MissyG
Der Schützling - Patrick Redmond - Packendes Buch mit enttäuschendem Ende
Pro:
Leicht zu lesen
Kontra:
Schreckliches Ende
Empfehlung:
Ja
Leider steht hier bei Yopi unter Patrick Redmond lediglich sein Erstlingswerk. Bitte nicht wundern: Hier geht es NICHT um das Wunschspiel sondern um den \"Schützling\".
Und schwuppps, da war schon wieder ein Buch ausgelesen. So ein Ärger, was muss ich immer so viel lesen und Geld für Bücher ausgeben? Also: Mein letztes Opfer war Patrick Redmonds „Schützling“. Bis gestern waren noch 40 Seiten übrig und ich wunderte mich schon arg, wieso dieses Buch als Thriller deklariert worden war. Bis zur Seite 434 war noch fast heile Welt angesagt. Umso erschütterter bin ich über das Finalfeuerwerk gewesen, dass den Gesamteindruck des ganzen Buches zunichte macht.
Aber dazu später!
DER AUTOR
Patrick Redmond, 1966 geboren, schreib schon während seiner Schulzeit Geschichten.
Auf Wunsch seines Vaters begann er jedoch Rechtswissenschaften zu studieren und arbeitete danach in verschiedenen Anwaltskanzleien in London. In seiner Freizeit schrieb er seinen ersten Roman \"Das Wunschspiel\", der international für Furore sorgte und die Bestsellerlisten in England, Amerika und Italien im Sturm eroberte. Er hat mittlerweile seinen Beruf aufgegeben und arbeitet an seinem 3. Roman.
TECHNISCHE DATEN
Roman
Bertelsmann HC
474 Seiten
ISBN: 357000323X
Erschienen 2000 unter dem Titel \"The Puppet Show\"
Aus dem Englischen Januar 2002 von Jürgen Bürger
Preis als gebundenes Buch bei amazon 23 €. Ich habe 9,95 € (glaube ich, aber keinesfalls mehr!) bei Bertelsmann bezahlt.
Preis als Taschenbuch 9 €
ZUM BUCH
Das Buch beginnt mit einer Szene auf einer Strasse vor einem Kinderheim. Sean soll zu Pflegeeltern und sein bester Freund Michael bleibt dem Abschied fern. Sean gerade 6 Jahre alt ist in Tränen aufgelöst und hat Angst. Michael hat ihm allerlei Schauergeschichten über Pflegefamilien erzählt und so ist er doppelt verunsichert.
Aber nein, hier geht es nicht um Sean, sondern um Michael. Seine Kindheit ist von Verlusten geprägt. Erst wurde er von einer Pflegefamilie in die nächste gereicht, dann landet er schließlich im Heim. Ein verletzlicher kleiner Junge baut sich eine harten Panzer um seine Seele auf. Nur so überlebt man in einem Kinderheim.
Doch Michael hat seinen Weg gemacht. 1999 arbeitet er in der erfolgreichen Anwaltskanzlei Cox Stephens (London) als zugelassener Jurist. An seiner Seite hat er die weniger erfolgreiche Künstlerin Rebecca, die sich als Verkäuferin in der Kunstabteilung einer Buchhandlung über Wasser hält. Sie sind seit über einem Jahr liiert und leben glücklich vor sich hin.
Bis zu ihrem Umzug. Rebecca, die die Wohnung von Freunden empfohlen bekommen hat, lädt den Vermieter zu einem Drink ein und damit beginnt das Drama. Max, ein älterer Herr, sehr reich mit einer wundervollen Stimme zieht alle in seinen Bann. Besonders auf Michael hat er es abgesehen, da sie doch beide Waisenkinder sind und es beide zu etwas gebracht haben. Michael wehrt sich anfangs gegen diesen Eindringling in sein Leben, doch schon nach kurzer Zeit erliegt er Max’ Magie. Und schon geht es mit Michaels Karriere bergauf. Auch Rebecca erhält endlich die langersehnte Chance zu zeigen, was sie kann.
Immer mehr vereinnahmt Max Michael. Er lädt ihn zu Wochenendausflügen ein, rettet ihn vor lästigen Familienfeiern seiner Freundin und ebnet ihm den Weg ganz nach oben bei Cox Stephens. Rebecca wird das alles zu viel. Obwohl sie sich immer wieder einen väterlichen Freund für Michael gewünscht hat, ist ihr die Einmischung in ihre Privatsphäre lästig. Die Situation eskaliert, als sie Michael vor die Wahl stellt: Max oder sie. Doch Max ist nicht der Typ der kampflos das Objekt seiner Begierde aufgibt. Und Max kämpft mit harten Bandagen.
Max vereinnahmt, Max manipuliert, Max verlangt bedingungslosen Gehorsam. All das zu geben ist Michael nicht bereit und wird es bitter bereuen.
LESEPROBE
Ausspruch von Max
\"Und das ist das Schreckliche an der Liebe. Sie ist die endgültige Kapitulation der Macht. Wenn man jemanden liebt, verleiht man ihm die Macht, einem die schlimmsten Schmerzen zuzufügen, und man kann ihn nicht daran hindern. Es sei denn, man kontrolliert ihn vollkommen.\"
SCHREIBSTIL
Redmond unterteilt sein Werk in:
-Prolog
-Erster Teil: VERTRAUEN
-Zweiter Teil: DISTANZ
-Dritter Teil: BESITZNAHME
-Epilog
Durch diese Einteilung wird schon klar, wie das Buch aufgebaut ist. Die „Teile“ werden wiederum unterteilt in Kapitel, die nicht benannt sind. Durch diese Strukturierung macht Redmond es dem Leser leicht, seine Gedankengänge nachzuvollziehen. Er schreibt verständlich und klar. Seine Charaktere werden erst nach und nach sichtbar. Die Hintergründe ihres Handels kommen erst spät voll zur Geltung. Dadurch jedoch hält er das ganze Buch über die Spannung. Er verwendet sehr wenige Fremdworte, was das Lesen sehr leicht macht.
Seine Stärke sind die tiefgründigen Dialoge, die er alle handelnden Personen miteinander führen lässt. Sie sagen immens viel aus und prägen das Buch, halten die Handlung lebendig.
PERSÖNLICHE MEINUNG
Ich war von diesem Buch einfach fasziniert. Es ist subtil, tiefgründig und einfach fesselnd. Obwohl die Bezeichnung Thriller etwas fehl am Platze wäre.
Enttäuscht hat mich das Ende. Es macht das Buch nicht zu einem schlechten Roman, aber es hat mich derartig erschüttert, dass ich es nicht ohne weiteres empfehlen kann. 430 Seiten wird von harmlosen Personen berichtet: Michael, Max, Rebecca und Emily (Rebeccas beste Freundin) . Wohl ist Max gerissen und hinterlistig. Mehr aber auch nicht.
Das Finale passt einfach nicht zum Rest des Buches. Die Ereignisse überschlagen sich, ergeben eigentlich keinen Sinn mehr. Aus einer Nebenfigur wird ein irrer Mörder. Das Feedback dazu fehlt. Mir persönlich haben die letzten Seiten wirklich den Spaß am Buch verdorben.
Liest man andere Rezensionen über den „Schützling“ bleiben einem die Worte weg, was das für ein klasse Buch sein soll. Ganz ehrlich: knappe 4 Sterne. 3 wären ungerecht, weil ja doch 430 Seiten wirklich lesenswert sind, aber ein bisschen unverdient ist der 4. schon
FAZIT
Ein durchaus lesenswertes Buch, allerdings mit einem absolut enttäuschenden Ende
Und schwuppps, da war schon wieder ein Buch ausgelesen. So ein Ärger, was muss ich immer so viel lesen und Geld für Bücher ausgeben? Also: Mein letztes Opfer war Patrick Redmonds „Schützling“. Bis gestern waren noch 40 Seiten übrig und ich wunderte mich schon arg, wieso dieses Buch als Thriller deklariert worden war. Bis zur Seite 434 war noch fast heile Welt angesagt. Umso erschütterter bin ich über das Finalfeuerwerk gewesen, dass den Gesamteindruck des ganzen Buches zunichte macht.
Aber dazu später!
DER AUTOR
Patrick Redmond, 1966 geboren, schreib schon während seiner Schulzeit Geschichten.
Auf Wunsch seines Vaters begann er jedoch Rechtswissenschaften zu studieren und arbeitete danach in verschiedenen Anwaltskanzleien in London. In seiner Freizeit schrieb er seinen ersten Roman \"Das Wunschspiel\", der international für Furore sorgte und die Bestsellerlisten in England, Amerika und Italien im Sturm eroberte. Er hat mittlerweile seinen Beruf aufgegeben und arbeitet an seinem 3. Roman.
TECHNISCHE DATEN
Roman
Bertelsmann HC
474 Seiten
ISBN: 357000323X
Erschienen 2000 unter dem Titel \"The Puppet Show\"
Aus dem Englischen Januar 2002 von Jürgen Bürger
Preis als gebundenes Buch bei amazon 23 €. Ich habe 9,95 € (glaube ich, aber keinesfalls mehr!) bei Bertelsmann bezahlt.
Preis als Taschenbuch 9 €
ZUM BUCH
Das Buch beginnt mit einer Szene auf einer Strasse vor einem Kinderheim. Sean soll zu Pflegeeltern und sein bester Freund Michael bleibt dem Abschied fern. Sean gerade 6 Jahre alt ist in Tränen aufgelöst und hat Angst. Michael hat ihm allerlei Schauergeschichten über Pflegefamilien erzählt und so ist er doppelt verunsichert.
Aber nein, hier geht es nicht um Sean, sondern um Michael. Seine Kindheit ist von Verlusten geprägt. Erst wurde er von einer Pflegefamilie in die nächste gereicht, dann landet er schließlich im Heim. Ein verletzlicher kleiner Junge baut sich eine harten Panzer um seine Seele auf. Nur so überlebt man in einem Kinderheim.
Doch Michael hat seinen Weg gemacht. 1999 arbeitet er in der erfolgreichen Anwaltskanzlei Cox Stephens (London) als zugelassener Jurist. An seiner Seite hat er die weniger erfolgreiche Künstlerin Rebecca, die sich als Verkäuferin in der Kunstabteilung einer Buchhandlung über Wasser hält. Sie sind seit über einem Jahr liiert und leben glücklich vor sich hin.
Bis zu ihrem Umzug. Rebecca, die die Wohnung von Freunden empfohlen bekommen hat, lädt den Vermieter zu einem Drink ein und damit beginnt das Drama. Max, ein älterer Herr, sehr reich mit einer wundervollen Stimme zieht alle in seinen Bann. Besonders auf Michael hat er es abgesehen, da sie doch beide Waisenkinder sind und es beide zu etwas gebracht haben. Michael wehrt sich anfangs gegen diesen Eindringling in sein Leben, doch schon nach kurzer Zeit erliegt er Max’ Magie. Und schon geht es mit Michaels Karriere bergauf. Auch Rebecca erhält endlich die langersehnte Chance zu zeigen, was sie kann.
Immer mehr vereinnahmt Max Michael. Er lädt ihn zu Wochenendausflügen ein, rettet ihn vor lästigen Familienfeiern seiner Freundin und ebnet ihm den Weg ganz nach oben bei Cox Stephens. Rebecca wird das alles zu viel. Obwohl sie sich immer wieder einen väterlichen Freund für Michael gewünscht hat, ist ihr die Einmischung in ihre Privatsphäre lästig. Die Situation eskaliert, als sie Michael vor die Wahl stellt: Max oder sie. Doch Max ist nicht der Typ der kampflos das Objekt seiner Begierde aufgibt. Und Max kämpft mit harten Bandagen.
Max vereinnahmt, Max manipuliert, Max verlangt bedingungslosen Gehorsam. All das zu geben ist Michael nicht bereit und wird es bitter bereuen.
LESEPROBE
Ausspruch von Max
\"Und das ist das Schreckliche an der Liebe. Sie ist die endgültige Kapitulation der Macht. Wenn man jemanden liebt, verleiht man ihm die Macht, einem die schlimmsten Schmerzen zuzufügen, und man kann ihn nicht daran hindern. Es sei denn, man kontrolliert ihn vollkommen.\"
SCHREIBSTIL
Redmond unterteilt sein Werk in:
-Prolog
-Erster Teil: VERTRAUEN
-Zweiter Teil: DISTANZ
-Dritter Teil: BESITZNAHME
-Epilog
Durch diese Einteilung wird schon klar, wie das Buch aufgebaut ist. Die „Teile“ werden wiederum unterteilt in Kapitel, die nicht benannt sind. Durch diese Strukturierung macht Redmond es dem Leser leicht, seine Gedankengänge nachzuvollziehen. Er schreibt verständlich und klar. Seine Charaktere werden erst nach und nach sichtbar. Die Hintergründe ihres Handels kommen erst spät voll zur Geltung. Dadurch jedoch hält er das ganze Buch über die Spannung. Er verwendet sehr wenige Fremdworte, was das Lesen sehr leicht macht.
Seine Stärke sind die tiefgründigen Dialoge, die er alle handelnden Personen miteinander führen lässt. Sie sagen immens viel aus und prägen das Buch, halten die Handlung lebendig.
PERSÖNLICHE MEINUNG
Ich war von diesem Buch einfach fasziniert. Es ist subtil, tiefgründig und einfach fesselnd. Obwohl die Bezeichnung Thriller etwas fehl am Platze wäre.
Enttäuscht hat mich das Ende. Es macht das Buch nicht zu einem schlechten Roman, aber es hat mich derartig erschüttert, dass ich es nicht ohne weiteres empfehlen kann. 430 Seiten wird von harmlosen Personen berichtet: Michael, Max, Rebecca und Emily (Rebeccas beste Freundin) . Wohl ist Max gerissen und hinterlistig. Mehr aber auch nicht.
Das Finale passt einfach nicht zum Rest des Buches. Die Ereignisse überschlagen sich, ergeben eigentlich keinen Sinn mehr. Aus einer Nebenfigur wird ein irrer Mörder. Das Feedback dazu fehlt. Mir persönlich haben die letzten Seiten wirklich den Spaß am Buch verdorben.
Liest man andere Rezensionen über den „Schützling“ bleiben einem die Worte weg, was das für ein klasse Buch sein soll. Ganz ehrlich: knappe 4 Sterne. 3 wären ungerecht, weil ja doch 430 Seiten wirklich lesenswert sind, aber ein bisschen unverdient ist der 4. schon
FAZIT
Ein durchaus lesenswertes Buch, allerdings mit einem absolut enttäuschenden Ende
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