Lasst Knochen sprechen (Taschenbuch) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2004
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Erfahrungsbericht von mima007
Lieber die Finger davon lassen!
Pro:
unterhaltsam, stellenweise spannend, kenntnisreich
Kontra:
voller Klischees, meist wenig spannend
Empfehlung:
Nein
Tempe Brennan und ihr Neffe Kit geraten zwischen die Fronten zweier rivalisierender Motorradbanden, die in der kanadischen Metropole Montreal einen blutigen Krieg führen.
Die Autorin
°°°°°°°°°°°°°°°
Kathy Reichs, 1950 geboren, arbeitet u.a. als forensische Anthropologin (wie ihre Helden) an gerichtsmedizinischen Instituten von Montreal und Charlotte, South Carolina, aber auch als Gutachterin für die UNO und das Pentagon. Sie unterrichtet hin und wieder an der FBI-Akademie in Quantico, Virginia. Ihr neuester Roman, \"Durch Mark und Bein\", ist im Blessing-Verlag erschienen, der zum Bertelsmann-Imperium gehört.
Handlung
°°°°°°°°°°°
Wieder einmal wird die gerichtsmedizinische Anthropologin Tempe Brennan im kanadischen Montreal eingesetzt, um die lokalen Polizeibehörden mit ihrem Spezialwissen zu unterstützen.
Auf dem Weg zum Ballettunterricht wurde die neunjährige Emily Anne Toussaint mitten auf der Straße von Kugeln getroffen. Ein weiteres unschuldiges Opfer im Bandenkrieg rivalisierender Motorradgangs der Großstadt, die sich um das Drogengeschäft streiten. So scheint es zumindest. Die erschütterte Brennan nimmt sich vor, die Mörder zu finden und dingfest zu machen.
Doch dann stößt sie auf dem Gelände eines Montrealer Bikerclubs auf die Leiche eines weiteren Mädchens: Sarah Osprey stammt aus Brennans Heimat South Carolina. Als sie dort mit einer Polizistin spricht, erhält sie Fotos aus der Mordzeit: Sie zeigen bekannte Montrealer Biker.
Merkwürdig ist jedoch dabei, dass der eine der Biker, Cherokee Desjardins, kürzlich bereits ermordet wurde, und der andere, Lyle Crease, ist ein stadtbekannter Fernsehreporter, der sich auffällig stark für Brennans Untersuchungsergebnisse interessiert.
Als Crease mal bei Brennan in ihrer Wohnung vorbeischaut, lernt er Kit kennen, der ebenfalls ein Faible für schwere Motorräder hat. Kit ist Brennans 19-jähriger Neffe aus Texas und auf der Durchreise, wie er behauptet. Und so ziehen Crease und Kit los, um sich die Bikerattraktionen von Montreal anzusehen. Denkt Brennan.
Wie sehr sie sich hat täuschen lassen, erweist sich schließlich am Tag des Begräbnisses eines Bandenmitglieds. In einer wilden Schießerei rechnen die zwei Banden der Heathens und der Vipers miteinander ab - und Crease, der frühere Biker, hat Kit als Geisel mitten zwischen den Fronten aufgestellt. Es geht um Leben und Tod ihres Neffen, wie Brennan - wieder einmal zu spät - erkennt.
Mein Eindruck
°°°°°°°°°°°°°°°°
Das Buch liest sich im Vergleich zum Bestseller \"Knochenarbeit\" zäh, unerfreulich und kompliziert. Zäh, weil sich die Ermittlungsarbeit fruchtlos hinzieht und durch personelle Querelen mit Brennans Kollegen verzögert wird. Unerfreulich, weil es keinerlei positive oder bestärkende Ereignisse in Brennans Lebens gibt: kein Lover weit und breit (der einzige, Ryan, arbeitet als verdeckter Ermittler), und nur ein Gernegroß-Neffe im Haus. Höchst frustrierend für den leser sind auch die zahlreichen Gelegenheiten, zu denen Brennan wichtige Hinweise übersieht oder -hört. Man sollte meinen, sie habe bei ihren kanadischen Ermittlungen mehr Misstrauen gelernt.
Und kompliziert, weil sich die Liste der Name von hier bis zum Mond erstreckt. Nicht nur muss man sich Brennans Kollegen merken, sondern auch etliche Namen von Bikerbanden und ihren Mitgliedern merken soll. Von Brennans familiären und freundschaftlichen Bindungen ganz abgesehen.
Ein Krimi also wie aus dem richtigen Leben gegriffen. Denkt man. Aber dann stellen sich merkwürdige Parallelen zu Reichs Roman \"Knochenarbeit\" ein: Die Verbindung zurück nach Carolina, der nahe Verwandte, der in tödliche Gefahr gerät - all das hatten wir doch schon. Gehen Reichs die Ideen aus, oder versucht sie ein Erfolgsrezept bis zum Gehtnichtmehr auszulutschen?
Unterm Strich
°°°°°°°°°°°°°
Ich benötigte mehrere Wochen, um das Buch zu lesen, und der einzige lohnende Teil darin ist der Showdown zwischen den Bikergangs - mitten auf dem Friedhof von Montreal ist das eine echte Schau. Ansonsten ist der Roman bis auf wenige Stellen kaum einmal spannend. Und wer sich ein paar frustrierte Tage ersparen möchte, sollte das Buch links liegen lassen.
Michael Matzer (c) 2004ff
Info: Deadly Décisions, 2000; Blanvalet 05/2002, München; 346 Seiten, EU 8,90, aus dem US-Englischen übersetzt von Klaus Berr; ISBN 3-442-35590-7
Die Autorin
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Kathy Reichs, 1950 geboren, arbeitet u.a. als forensische Anthropologin (wie ihre Helden) an gerichtsmedizinischen Instituten von Montreal und Charlotte, South Carolina, aber auch als Gutachterin für die UNO und das Pentagon. Sie unterrichtet hin und wieder an der FBI-Akademie in Quantico, Virginia. Ihr neuester Roman, \"Durch Mark und Bein\", ist im Blessing-Verlag erschienen, der zum Bertelsmann-Imperium gehört.
Handlung
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Wieder einmal wird die gerichtsmedizinische Anthropologin Tempe Brennan im kanadischen Montreal eingesetzt, um die lokalen Polizeibehörden mit ihrem Spezialwissen zu unterstützen.
Auf dem Weg zum Ballettunterricht wurde die neunjährige Emily Anne Toussaint mitten auf der Straße von Kugeln getroffen. Ein weiteres unschuldiges Opfer im Bandenkrieg rivalisierender Motorradgangs der Großstadt, die sich um das Drogengeschäft streiten. So scheint es zumindest. Die erschütterte Brennan nimmt sich vor, die Mörder zu finden und dingfest zu machen.
Doch dann stößt sie auf dem Gelände eines Montrealer Bikerclubs auf die Leiche eines weiteren Mädchens: Sarah Osprey stammt aus Brennans Heimat South Carolina. Als sie dort mit einer Polizistin spricht, erhält sie Fotos aus der Mordzeit: Sie zeigen bekannte Montrealer Biker.
Merkwürdig ist jedoch dabei, dass der eine der Biker, Cherokee Desjardins, kürzlich bereits ermordet wurde, und der andere, Lyle Crease, ist ein stadtbekannter Fernsehreporter, der sich auffällig stark für Brennans Untersuchungsergebnisse interessiert.
Als Crease mal bei Brennan in ihrer Wohnung vorbeischaut, lernt er Kit kennen, der ebenfalls ein Faible für schwere Motorräder hat. Kit ist Brennans 19-jähriger Neffe aus Texas und auf der Durchreise, wie er behauptet. Und so ziehen Crease und Kit los, um sich die Bikerattraktionen von Montreal anzusehen. Denkt Brennan.
Wie sehr sie sich hat täuschen lassen, erweist sich schließlich am Tag des Begräbnisses eines Bandenmitglieds. In einer wilden Schießerei rechnen die zwei Banden der Heathens und der Vipers miteinander ab - und Crease, der frühere Biker, hat Kit als Geisel mitten zwischen den Fronten aufgestellt. Es geht um Leben und Tod ihres Neffen, wie Brennan - wieder einmal zu spät - erkennt.
Mein Eindruck
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Das Buch liest sich im Vergleich zum Bestseller \"Knochenarbeit\" zäh, unerfreulich und kompliziert. Zäh, weil sich die Ermittlungsarbeit fruchtlos hinzieht und durch personelle Querelen mit Brennans Kollegen verzögert wird. Unerfreulich, weil es keinerlei positive oder bestärkende Ereignisse in Brennans Lebens gibt: kein Lover weit und breit (der einzige, Ryan, arbeitet als verdeckter Ermittler), und nur ein Gernegroß-Neffe im Haus. Höchst frustrierend für den leser sind auch die zahlreichen Gelegenheiten, zu denen Brennan wichtige Hinweise übersieht oder -hört. Man sollte meinen, sie habe bei ihren kanadischen Ermittlungen mehr Misstrauen gelernt.
Und kompliziert, weil sich die Liste der Name von hier bis zum Mond erstreckt. Nicht nur muss man sich Brennans Kollegen merken, sondern auch etliche Namen von Bikerbanden und ihren Mitgliedern merken soll. Von Brennans familiären und freundschaftlichen Bindungen ganz abgesehen.
Ein Krimi also wie aus dem richtigen Leben gegriffen. Denkt man. Aber dann stellen sich merkwürdige Parallelen zu Reichs Roman \"Knochenarbeit\" ein: Die Verbindung zurück nach Carolina, der nahe Verwandte, der in tödliche Gefahr gerät - all das hatten wir doch schon. Gehen Reichs die Ideen aus, oder versucht sie ein Erfolgsrezept bis zum Gehtnichtmehr auszulutschen?
Unterm Strich
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Ich benötigte mehrere Wochen, um das Buch zu lesen, und der einzige lohnende Teil darin ist der Showdown zwischen den Bikergangs - mitten auf dem Friedhof von Montreal ist das eine echte Schau. Ansonsten ist der Roman bis auf wenige Stellen kaum einmal spannend. Und wer sich ein paar frustrierte Tage ersparen möchte, sollte das Buch links liegen lassen.
Michael Matzer (c) 2004ff
Info: Deadly Décisions, 2000; Blanvalet 05/2002, München; 346 Seiten, EU 8,90, aus dem US-Englischen übersetzt von Klaus Berr; ISBN 3-442-35590-7
24 Bewertungen, 2 Kommentare
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16.08.2004, 18:54 Uhr von kleenerknuffi
Bewertung: sehr hilfreichhat mir auch nicht so zugesagt. Oft dachte ich nur werwar das jetzt wieder? Dafür habe ich zwei andere von ihr gelesen, die ich nicht so schlecht fand. Liebe Grüße Bine
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14.08.2004, 19:02 Uhr von Rebba
Bewertung: sehr hilfreichReichs richtig schrottig. Peinlich, peinlich, was die Autorin da abgeliefert hat.
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