Reiseleiter/in Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Einstellungschancen:
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- Verdienstmöglichkeiten:
- Sozialleistungen:
Erfahrungsbericht von AndreaK.
Die Wahrheit über den klassischen Traumjob
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Besonders nicht die sogenannten \"Prestigejobs\", egal ob bei einer Fluglinie oder als reisendes \"Mädchen für alles\". Was es mit dem Job als Reiseleiterin so auf sich hat, lest Ihr hier:
1. Einleitung
2. Interessante Facts über den Job
3. Erfahrungen als Busreiseleitung
4. Erfahrungen als stationäre Urlaubsbetreuung
5. Fazit
1. Einleitung
--------------------
Da ich immer schon sehr reiselustig war und mich seit meiner Kindheit für Geschichte und Geographie interessierte, schien mir der Job als Reiseleiter für mich geradezu prädestiniert. Das war er auch, wie ich feststellte, aber nicht für lange Zeit. Ich habe insgesamt vier Jahre lang neben meinem Studium als Reiseleiterin gearbeitet. Die ersten beiden Jahre war ich als Busreiseleiterin in ganz Europa unterwegs und begleitete Gruppen auf verschiedenen Fahrten. Die zwei darauffolgenden Sommersaisonen arbeitete ich als stationäre Reiseleiterin oder Urlaubsbetreuung auf Mallorca und Kos.
2. Interessante Facts über den Job
-------------------------------------
Grundsätzlich ist keine bestimmte Ausbildung für einen Reiseleiter vorgeschrieben. Doch das heißt nicht, daß es keine Ausbildung für diese Sparte gibt.
In Österreich wird ein Kurzlehrgang für Reiseleiter im WIFI (Wirtschaftsförderungsinstitut) angeboten, der alle Bereiche dieses Berufs abdeckt. Man lernt in Fallstudien mit Problemen aller Art umzugehen, erfährt viel darüber, wie Ausflüge und Fahrten organisiert werden sollten und bekommt viele brauchbare Tricks mit auf den Weg. Ich habe so einen Lehrgang am WIFI Innsbruck besucht und kann sagen, daß ich danach gut gerüstet in den Job einsteigen konnte.
Inklusive Prüfungstaxen kostet so ein Lehrgang 4.000,-ATS (ungefähr 600,- DM) und ist wirklich nützlich.
3. Erfahrungen als Busreiseleitung
--------------------------------------
Die Zeit als Busreiseleiterin war grundsätzlich recht schön.
Allerdings - und das gebe ich hier zu bedenken - darf man in so einem Job keine Berührungsängste haben, denn nicht selten verbringt man mit einer Gruppe von 40 Leuten 15 Stunden auf engstem Raum in einem Bus.
Bei jeder Fahrt gab es ein oder zwei Störenfriede, die dachten, die Gruppe gegen mich aufhetzen zu müssen, die betrunken andere Gäste belästigten oder sonst irgendwie ungut auffielen. In solchen Situationen sind starke Nerven gefragt. Man darf sich nicht unterbuttern lassen, besonders dann nicht, wenn man - so wie ich damals - um einiges jünger ist als der Durchschnitt.
Ich begann mit 20 Jahren mit diesem Job, das Alter meiner Gäste begann bei knapp 40 aufwärts. Der Leser kann sich sicher vorstellen, wie \"gerne\" sich 40-50jährige etwas von einer 20 jährigen Reiseleiterin sagen lassen. Also braucht man hier auch ordentlich Durchsetzungsvermögen.
Das absolut Anstrengende am Busreiseleiterjob ist die Vorbereitung, die mitunter Monate in Anspruch nehmen kann. Und diese Vorbereitungsphase ist nicht nur zeitaufwendig sondern manchmal auch teuer. Man braucht die Straßenkarten in einem möglichst genauen Maßstab der Länder, durch die man fährt und Reiseführer über Sehenwürdigkeiten, die man seinen Gästen näher bringen muß.
Als Reiseführer sind dabei \"Baedecker\" und \"Dumont\" besonders zu empfehlen, weil sie alles - Kultur, Wirtschaft, Geschichte, Landeskunde, etc. - gut abdecken, aber sie gehören eben auch zur teuersten Kategorie der Reiseführer mit Kosten zwischen 300,- und 500,- ATS, also 40,- bis 70,- DM. Man muß sich sehr genau auf die Fahrten vorbereiten, schreibt am besten Tourismusverbände der Destinationen an, um ausführliches Informationsmaterial zu bekommen und stellt die Route nach wissenswerten Fakten zusammen.
Wichtig beim Beruf des Busreiseleiters ist es auch, gut Karten lesen zu können. Man ist nicht nur der große \"Wissensautomat\", der quasi auf Knopfdruck Informationen ausspukt, sondern auch Assistent des Busfahrers, der nicht zugleich konzentriert fahren und Karten lesen kann. Außerdem ist der Busfahrer - besonders wenn man ihm hilft - ein guter Verbündeter, wenn es mit Gästen Schwierigkeiten geben sollte.
Also, ein nettes Nebeneinander und eine faire Aufteilung des Trinkgelds bedeuten beim nächsten Notfall Schützenhilfe durch den Busfahrer, die jeder Reiseleiter gut brauchen kann - ich spreche da aus persönlicher Erfahrung!
A propos Trinkgeld: wer meint, in diesem Job vom Trinkgeld leben zu können, irrt. Die Gäste geben immer weniger Trinkgeld, fordern aber im Gegenzug immer mehr vom Reiseleiter.
Nach zwei Jahren Busreiseleitung war mir das unstete Leben doch etwas zu viel geworden und ich entschied mich - nicht zuletzt um auch mein Studium weiterzubringen - die Sommersaisonen als stationäre Urlaubsbetreuung in eine südliche Destination zu gehen.
4. Erfahrungen als stationäre Urlaubsbetreuung
---------------------------------------------------
Damit sind Vor- und Nachteile verbunden.
Unbestrittener Vorteil und das Reizvollste an diesem Beruf ist der lange Auslandsaufenthalt. Man lebt in einem fremden Land mit Menschen einer fremden Kultur zusammen, lernt Sprachen und lernt auch, sich anzupassen. Letzteres würde ich jedem empfehlen, der im Ausland eine schöne Zeit verbringen will. Den Ausländer hervorzukehren zieht nicht - das gilt auch oder besonders für Reiseleiter.
Die Vorbereitungsphase für die Destination ist zwar auch intensiv, aber nicht so langwierig wie bei Busreiseleitungen. Man informiert sich einmal umfangreich über das Land und speziell den eigenen Aufenthaltsort, über Kultur, Sprache, Mentalität und Lebensweise der Bevölkerung und gibt das dann in Informationsveranstaltungen und Sprechstunden, die man regelmäßig in den Hotels abhält, an die Gäste weiter. Dazwischen arbeitet man auch auf dem Flughafen, ist für den Abflug und die Ankunft der Gäste zuständig, kümmert sich um Probleme wie fehlendes Gepäck, Platzreservierungen und den Transfer von und zu den Hotels.
Auch Papierkram muß ein Reiseleiter erledigen. Das geschieht an einem Bürotag einmal pro Woche, wo die Willkommenkuverts für die Gäste vorbereitet und mit wichtigen Informationen gefüllt, die Abflug- und Ankunftslisten geschrieben und Ausflugsabrechnungen gemacht werden.
Der Reiseleiter ist nicht nur Informationsstelle sondern auch Verkäufer: Ausflüge und Mietwagen sollen an die Gäste verkauft werden - je mehr, desto besser, denn das schlägt sich für den Reiseleiter in der Provision nieder, die den an und für sich gar nicht berühmten Gehalt doch sehr versüßt.
Doch gerade stationäre Urlaubsbetreuung heißt nicht, daß man selbst Urlaub machen kann. 50 bis 60 Stunden pro Woche sind keine Seltenheit, in der Hochsaison sogar an der Tagesordnung, immense Flugverspätungen, die man auf dem Flughafen überbrücken muß und Abflüge bzw. Ankünfte mitten in der Nacht oder morgens um 3 Uhr ebenfalls keinen Ausnahmen.
5. Fazit
----------------
Wer sich also für den Beruf des Reiseleiters entscheiden will, sollte sich über folgendes im Klaren sein:
- man braucht starke Nerven und eine hohe Toleranzgrenze
- am besten, man übt das Lächeln vor dem Spiegel, denn manchmal gilt: \"ich lächle, auch wenn mir nicht danach ist\".
- bloß nicht unterkriegen lassen, Durchsetzungsvermögen und ein selbstbewußtes Auftreten sind absolut notwendig!
- wer sich nicht an die Kultur seines Aufenthaltslandes anpassen will, wird eine sehr einsame Zeit auf seiner Destination verbringen
- der Job verlangt körperlich und psychisch einiges ab, das sollte man auf keinen Fall vergessen
- man braucht unbedingt die Fähigkeit, sich selbst motivieren zu können, denn die Gäste \"konsumieren\" meist nur, geben aber kaum etwas. Damit meine ich Lob, Motivation,... Man darf also keinesfalls den Kopf in den Sand stecken.
- eine gute Allgemeinbildung ist das Rüstzeug eines qualifizierten Reiseleiters, Sprachenkenntnisse sind unabdingbar!
- wenn in der Tourismusbranche gespart wird, dann spüren das die Reiseleiter zuerst. Deshalb nicht verzagen, wenn man viele Bewerbungen schreiben muß.
- ein persönlicher Hinweis: ich selbst habe als stationäre Urlaubsbetreuung für Gulet Touropa Touristik, einem österreichischen Reiseveranstalter, der jetzt von TUI übernommen wurde, gearbeitet. Ich persönlich würde diese Firma niemandem als Arbeitgeber empfehlen. Das Arbeitsklima ist sehr schlecht, die Vorgesetzten oft arrogant und unfähig und die Firma steht im Notfall nicht hinter ihren Reiseleitern, etwas das aber gerade in Notsituationen oft wichtig wäre.
Alles in allem habe ich durch meine vier Jahre als Reiseleiterin sehr, sehr viel gelernt, besonders, daß Menschen oft das Schrecklichste sein können. Aber es hat sich trotzdem gelohnt, denn gerade die \"menschlichen Lichtblicke\" haben mich in meiner Entwicklung wirklich weitergebracht.
1. Einleitung
2. Interessante Facts über den Job
3. Erfahrungen als Busreiseleitung
4. Erfahrungen als stationäre Urlaubsbetreuung
5. Fazit
1. Einleitung
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Da ich immer schon sehr reiselustig war und mich seit meiner Kindheit für Geschichte und Geographie interessierte, schien mir der Job als Reiseleiter für mich geradezu prädestiniert. Das war er auch, wie ich feststellte, aber nicht für lange Zeit. Ich habe insgesamt vier Jahre lang neben meinem Studium als Reiseleiterin gearbeitet. Die ersten beiden Jahre war ich als Busreiseleiterin in ganz Europa unterwegs und begleitete Gruppen auf verschiedenen Fahrten. Die zwei darauffolgenden Sommersaisonen arbeitete ich als stationäre Reiseleiterin oder Urlaubsbetreuung auf Mallorca und Kos.
2. Interessante Facts über den Job
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Grundsätzlich ist keine bestimmte Ausbildung für einen Reiseleiter vorgeschrieben. Doch das heißt nicht, daß es keine Ausbildung für diese Sparte gibt.
In Österreich wird ein Kurzlehrgang für Reiseleiter im WIFI (Wirtschaftsförderungsinstitut) angeboten, der alle Bereiche dieses Berufs abdeckt. Man lernt in Fallstudien mit Problemen aller Art umzugehen, erfährt viel darüber, wie Ausflüge und Fahrten organisiert werden sollten und bekommt viele brauchbare Tricks mit auf den Weg. Ich habe so einen Lehrgang am WIFI Innsbruck besucht und kann sagen, daß ich danach gut gerüstet in den Job einsteigen konnte.
Inklusive Prüfungstaxen kostet so ein Lehrgang 4.000,-ATS (ungefähr 600,- DM) und ist wirklich nützlich.
3. Erfahrungen als Busreiseleitung
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Die Zeit als Busreiseleiterin war grundsätzlich recht schön.
Allerdings - und das gebe ich hier zu bedenken - darf man in so einem Job keine Berührungsängste haben, denn nicht selten verbringt man mit einer Gruppe von 40 Leuten 15 Stunden auf engstem Raum in einem Bus.
Bei jeder Fahrt gab es ein oder zwei Störenfriede, die dachten, die Gruppe gegen mich aufhetzen zu müssen, die betrunken andere Gäste belästigten oder sonst irgendwie ungut auffielen. In solchen Situationen sind starke Nerven gefragt. Man darf sich nicht unterbuttern lassen, besonders dann nicht, wenn man - so wie ich damals - um einiges jünger ist als der Durchschnitt.
Ich begann mit 20 Jahren mit diesem Job, das Alter meiner Gäste begann bei knapp 40 aufwärts. Der Leser kann sich sicher vorstellen, wie \"gerne\" sich 40-50jährige etwas von einer 20 jährigen Reiseleiterin sagen lassen. Also braucht man hier auch ordentlich Durchsetzungsvermögen.
Das absolut Anstrengende am Busreiseleiterjob ist die Vorbereitung, die mitunter Monate in Anspruch nehmen kann. Und diese Vorbereitungsphase ist nicht nur zeitaufwendig sondern manchmal auch teuer. Man braucht die Straßenkarten in einem möglichst genauen Maßstab der Länder, durch die man fährt und Reiseführer über Sehenwürdigkeiten, die man seinen Gästen näher bringen muß.
Als Reiseführer sind dabei \"Baedecker\" und \"Dumont\" besonders zu empfehlen, weil sie alles - Kultur, Wirtschaft, Geschichte, Landeskunde, etc. - gut abdecken, aber sie gehören eben auch zur teuersten Kategorie der Reiseführer mit Kosten zwischen 300,- und 500,- ATS, also 40,- bis 70,- DM. Man muß sich sehr genau auf die Fahrten vorbereiten, schreibt am besten Tourismusverbände der Destinationen an, um ausführliches Informationsmaterial zu bekommen und stellt die Route nach wissenswerten Fakten zusammen.
Wichtig beim Beruf des Busreiseleiters ist es auch, gut Karten lesen zu können. Man ist nicht nur der große \"Wissensautomat\", der quasi auf Knopfdruck Informationen ausspukt, sondern auch Assistent des Busfahrers, der nicht zugleich konzentriert fahren und Karten lesen kann. Außerdem ist der Busfahrer - besonders wenn man ihm hilft - ein guter Verbündeter, wenn es mit Gästen Schwierigkeiten geben sollte.
Also, ein nettes Nebeneinander und eine faire Aufteilung des Trinkgelds bedeuten beim nächsten Notfall Schützenhilfe durch den Busfahrer, die jeder Reiseleiter gut brauchen kann - ich spreche da aus persönlicher Erfahrung!
A propos Trinkgeld: wer meint, in diesem Job vom Trinkgeld leben zu können, irrt. Die Gäste geben immer weniger Trinkgeld, fordern aber im Gegenzug immer mehr vom Reiseleiter.
Nach zwei Jahren Busreiseleitung war mir das unstete Leben doch etwas zu viel geworden und ich entschied mich - nicht zuletzt um auch mein Studium weiterzubringen - die Sommersaisonen als stationäre Urlaubsbetreuung in eine südliche Destination zu gehen.
4. Erfahrungen als stationäre Urlaubsbetreuung
---------------------------------------------------
Damit sind Vor- und Nachteile verbunden.
Unbestrittener Vorteil und das Reizvollste an diesem Beruf ist der lange Auslandsaufenthalt. Man lebt in einem fremden Land mit Menschen einer fremden Kultur zusammen, lernt Sprachen und lernt auch, sich anzupassen. Letzteres würde ich jedem empfehlen, der im Ausland eine schöne Zeit verbringen will. Den Ausländer hervorzukehren zieht nicht - das gilt auch oder besonders für Reiseleiter.
Die Vorbereitungsphase für die Destination ist zwar auch intensiv, aber nicht so langwierig wie bei Busreiseleitungen. Man informiert sich einmal umfangreich über das Land und speziell den eigenen Aufenthaltsort, über Kultur, Sprache, Mentalität und Lebensweise der Bevölkerung und gibt das dann in Informationsveranstaltungen und Sprechstunden, die man regelmäßig in den Hotels abhält, an die Gäste weiter. Dazwischen arbeitet man auch auf dem Flughafen, ist für den Abflug und die Ankunft der Gäste zuständig, kümmert sich um Probleme wie fehlendes Gepäck, Platzreservierungen und den Transfer von und zu den Hotels.
Auch Papierkram muß ein Reiseleiter erledigen. Das geschieht an einem Bürotag einmal pro Woche, wo die Willkommenkuverts für die Gäste vorbereitet und mit wichtigen Informationen gefüllt, die Abflug- und Ankunftslisten geschrieben und Ausflugsabrechnungen gemacht werden.
Der Reiseleiter ist nicht nur Informationsstelle sondern auch Verkäufer: Ausflüge und Mietwagen sollen an die Gäste verkauft werden - je mehr, desto besser, denn das schlägt sich für den Reiseleiter in der Provision nieder, die den an und für sich gar nicht berühmten Gehalt doch sehr versüßt.
Doch gerade stationäre Urlaubsbetreuung heißt nicht, daß man selbst Urlaub machen kann. 50 bis 60 Stunden pro Woche sind keine Seltenheit, in der Hochsaison sogar an der Tagesordnung, immense Flugverspätungen, die man auf dem Flughafen überbrücken muß und Abflüge bzw. Ankünfte mitten in der Nacht oder morgens um 3 Uhr ebenfalls keinen Ausnahmen.
5. Fazit
----------------
Wer sich also für den Beruf des Reiseleiters entscheiden will, sollte sich über folgendes im Klaren sein:
- man braucht starke Nerven und eine hohe Toleranzgrenze
- am besten, man übt das Lächeln vor dem Spiegel, denn manchmal gilt: \"ich lächle, auch wenn mir nicht danach ist\".
- bloß nicht unterkriegen lassen, Durchsetzungsvermögen und ein selbstbewußtes Auftreten sind absolut notwendig!
- wer sich nicht an die Kultur seines Aufenthaltslandes anpassen will, wird eine sehr einsame Zeit auf seiner Destination verbringen
- der Job verlangt körperlich und psychisch einiges ab, das sollte man auf keinen Fall vergessen
- man braucht unbedingt die Fähigkeit, sich selbst motivieren zu können, denn die Gäste \"konsumieren\" meist nur, geben aber kaum etwas. Damit meine ich Lob, Motivation,... Man darf also keinesfalls den Kopf in den Sand stecken.
- eine gute Allgemeinbildung ist das Rüstzeug eines qualifizierten Reiseleiters, Sprachenkenntnisse sind unabdingbar!
- wenn in der Tourismusbranche gespart wird, dann spüren das die Reiseleiter zuerst. Deshalb nicht verzagen, wenn man viele Bewerbungen schreiben muß.
- ein persönlicher Hinweis: ich selbst habe als stationäre Urlaubsbetreuung für Gulet Touropa Touristik, einem österreichischen Reiseveranstalter, der jetzt von TUI übernommen wurde, gearbeitet. Ich persönlich würde diese Firma niemandem als Arbeitgeber empfehlen. Das Arbeitsklima ist sehr schlecht, die Vorgesetzten oft arrogant und unfähig und die Firma steht im Notfall nicht hinter ihren Reiseleitern, etwas das aber gerade in Notsituationen oft wichtig wäre.
Alles in allem habe ich durch meine vier Jahre als Reiseleiterin sehr, sehr viel gelernt, besonders, daß Menschen oft das Schrecklichste sein können. Aber es hat sich trotzdem gelohnt, denn gerade die \"menschlichen Lichtblicke\" haben mich in meiner Entwicklung wirklich weitergebracht.
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