Reithosen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Heksen
Die Superbuks
Pro:
bequem, guter Sattelhalt
Kontra:
Billigimporte, Preis
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Lesenden,
Ihr wisst vielleicht schon, dass ich Anfang des Jahres unter die Reiter gegangen bin. Neben dem anderen Zubehör wie Helm und Stiefel, benötigte ich demzufolge auch eine Reithose (oder zwei). Und ich muss Euch sagen, die Auswahl ist hier nicht nur gigantisch, sondern auch sehr verwirrend.
Neben den verschiedenen Herstellern und Qualitätsunterschieden gibt es auch unterschiedliche Schnitte sowie Besatzlängen und Materialien.
Damit jetzt jemand, der sich noch gar nicht auskennt, sich dieses Wissen nicht wie ich durch Trial and Error und unzählige eBay Sessions aneignen muss, versuche ich hier einmal, Euch eine kleine Übersicht zu geben.
● Warum eine Reithose – oder: was spricht gegen die Jeans? ●
Das ist eigentlich Geschmackssache.
Ein Hauptargument für die Reithose ist, dass sie an der Innenseite der Beine – entgegen konventionellen Hosen – über keine Innennaht verfügt.
Da man das Pferd ja auch mit den Beinen „lenkt“ (d.h. Schenkelhilfen gibt), müssen die Beine sehr dicht am Pferdekörper sein und auch Druck auf ihn ausüben. Innennähte können hier zu Reibungen, Rötungen oder Wundsein führen.
Für die ersten paar Stunden tut es sicherlich auch eine Jeans, persönlich empfinde ich die Reithosen aber als bequemer und angenehmer zu tragen, obwohl mich normal nur wenig aus meinen Levis herausbringt. Dies liegt auch daran, dass die Hosen, die ich kenne, allesamt aus elastischem Material geschnitten sind.
Bei einigen Reitweisen, wie z.B. Westernreiten, ist es üblich, in Jeans oder jeansähnlichen Hosen zu reiten. Hier haben sich die Hersteller angepasst und beispielsweise Wrangler bietet auch Jeanshosen speziell für Reiter an.
Ein weiterer Vorteil einer Reithose ist, dass sie normalerweise über einen Besatz verfügt. Die einzelnen „Arten“ erkläre ich weiter unten. Dieser Besatz, Knie- oder Vollbesatz, verschafft dem Reiter einen besseren Halt im Sattel, so dass besser auf das Pferd eingewirkt werden kann. Normale Jeans haben diesen Besatz nicht.
Ich glaube aber, dass der bessere Sattelhalt auch vor allem für Anfänger wichtig ist, erfahrene Reiter mit dem „richtigen Sitz“ laufen wohl eher selten Gefahr, im Sattel herumzurutschen. Das würde auch erklären, warum die meisten Turnierreithosen, die ich gesehen habe, maximal über einen Knielederbesatz und meistens nur über einen Stoffbesatz verfügen.
Zudem schützt ein Besatz natürlich auch den eigentlichen Stoff der Hose vor Abnutzung und Durchscheuern.
● Schnittformen ●
Auch Reithosen gibt es in verschiedenen Schnittformen.
Die wohl gängiste ist die konventionelle Form, einer Legging nicht unähnlich.
Für Menschen mit etwas mehr auf den Hüften werden Hosen mit Bundfalten angeboten oder solche, die am Oberschenkel etwas weiter ausgeschnitten sind.
In letzter Zeit sehr modern geworden ist scheinbar die sogenannte Hochbundhose. Ihr Bund geht bis über die Nieren und in der Rückenmitte etwas eingeschnitten. Sie macht ein besonders langes Bein und wirkt sehr elegant. Für Menschen mit einem Bäuchlein ist sie wohl aber nicht geeignet, da der Reiz ja darin liegt, die ganze Hose zu zeigen.
Jodhphurhosen. Diese Hosen heißen so, weil die britische Kavallerie in Indien sie trug. (Soweit ich weiss, ist Jodhphur eine Stadt). Sie sind an der Wade nicht wie konventionelle Hosen verengt, sondern weiter geschnitten. Manche sogar mit Schlag. Diese Hose trägt man nicht mit Stiefeln sondern mit Reitstiefeletten.
● Größen ●
Reithosen gibt es logischerweise in jeder Kleidergröße. Dazu noch in Zwischengrößen für langbeinige Zeitgenossen.
So sagt beispielsweise die Größe 84 nicht aus, dass Ihr ein massives Gewichtsproblem habt, sondern einfach, dass Ihr Größe 42 mit einem langen Bein benötigt ;-)
Generell fallen die meisten Reithosen zwei Nummern kleiner aus, als im Etikett steht. Bei manchen Herstellern, wie Pikeur, sind es sogar vier Größen. Darauf solltet Ihr beim Kauf unbedingt achten. Die einzigen Hersteller, die ich kenne, wo die Hose genauso groß ist, wie das Etikett angibt, sind die Firmen Whipper und RTS.
● Hosenmaterial ●
Reisthosen sind meistens aus einem Stoffgemisch. Da sie ja meistens elastisch sind und sich dehnen, finden beim Material häufig Beimengungen von Elasthan oder Lycra Anwendung.
Die m.E. gängisten Materialien sind: Baumwoll/Lycra, Baumwoll/Elasthan, „Rippware“ bestehend aus Nylon, Baumwolle und Lycra, Microfaser/Baumwolle/Lycra und Cord.
Generell ist die Materialwahl Geschmackssache. Für den Sommer würde ich ein Baumwoll-Lycra Gemisch empfehlen, für den Winter vielleicht eher eine Cordhose.
Natürlich gibt es auch Vollederhosen, schweineteuer und wohl eher was zum Herzeigen – für Anfänger halte ich sie ungeeignet.
Für kalte Jahreszeit kann man gefütterte Thermoreithosen erwerben, welche sich über die normale Hose drüber ziehen lassen.
● Besatz ●
Bei Reithosen unterscheidet man zwischen Knieleder- und Vollbesatz.
Knieleder bedeutet, dass die Innenseite der Knie, welche am Sattel anliegt, durch ein Leder/Stoff/anderes Material geschützt ist.
Der Vollbesatz kann wiederrum unterschieden werden in ¾ oder Ganzbesatz. Generell ist beim Vollbesatz die Hose vom Poppes bis zur Wadenmitte besetzt, bei Ganzesatz (vor allem bei Jodhphurhosen) geht der Besatz bis zum Knöchel, so dass die Hose auch gut ohne Stiefel getragen werden kann.
● Besatzmaterial ●
Bei diesem Absatz beziehe ich mich auf Vollbesatzhosen.
- Echtleder
Der gängiste Hosenbesatz ist aus Echtleder. Diese Hosen haben zwei Nachteile: sie sind teurer und das Leder muss nach dem Waschen eingefettet werden, damit es nicht hart wird.
Dafür verspricht Echtleder die beste Haftung im Sattel.
- Herstellereigene Besätze
Um das Einfetten nach dem Waschen zu umgehen und auch, um günstigere Hosen anzubieten, wurden in den letzten Jahren von den Herstellern eigene Besatzmaterialien entwickelt. So z.B. Whipoflex von der Fa. Whipper, Clarino (verwendet von Cavallo), ein synthetische Velours, oder Bentex, mit dem die Fa. RTS ihre Hosen ausstattet.
Auch Nubuk, unter welchem ich eigentlich ein weiches Wildleder verstehe, wird im Reithosenjargon als Ersatzleder gehandelt und ist ein Sythetikbesatz.
Lederersatz als Besatz (was ein Satz! *g*) finde ich für Anfänger durchaus geeignet. Ich habe eine Hose mit Whipoflex und eine mit Nubuk und muss sagen, dass die Whipoflexhose extrem gut im Sattel „klebt“, wogegen die Nubukhose von der Rutschfestigkeit zu wünschen übrig lässt.
- Stoff
Manchen Hosen haben auch nur einen Stoffbesatz. Dies habe ich vor allem bei Turnierhosen gesehen, oder bei besonders günstigen Reithosen. Einen Stoffbesatz halte ich für Anfänger nicht für sinnvoll – erstens ist er nicht so reissfest, zum anderen bietet Stoff alleine im Sattel nicht den besten Halt.
Wenn Ihr Eure Hose online kaufen wollt, und dann vielleicht noch bei eBay, achtet darauf, welchen Besatz die Hose hat. Nur wo Echtleder draufsteht ist hoffentlich auch Echtleder dran ;-)
● Pflege ●
Die meisten Hosen kann man normal bis 30 Grad waschen. Die Waschanleitung findet sich im Herstelleretikett, wie bei anderen Kleidungsstücken auch.
Je nach Material kann man sie auch in den Trockner werfen, allerdings ist die Gefahr des Einlaufens bei Baumwollgemischen gegeben.
Meine Whipperhose (90% Baumwolle, 10% Lycra, Whipoflexbesatz) und meine Fury (70% Baumwolle, 20% Polyester, 10% Lycra) wasche ich bei 40 Grad und trockne sie auf „schranktrocken“, ohne das bisher Katastrophen geschehen wären.
Lederhosen müssen nach dem Waschen eingefettet werden, damit das Leder nicht hart und brüchig wird.
● Preis/Aussuchen ●
Eure Entscheidung :-)
Eine gute Hose kostet neu im Reitsportgeschäft ab € 60 aufwärts. The sky is the limit, ich habe auch schon Hosen gesehen, die bei € 220 und mehr lagen.
Wem das ein bisschen zu viel ist, dem kann ich wirklich eBay nur empfehlen. Ich habe meine Hosen dort für € 49 (Fury, neu) und € 35 (Whipper, leicht getragen) gekauft und bin extrem zufrieden mit beiden. Gute Schnäppchen kann man dort auch machen, ich warte noch auf meine Pikeurhose, die ich neu für € 15 erstanden habe ... Ihr seht, es geht auch billiger ;-)
Wenn Ihr über die Anschaffung einer Reithose nachdenkt, solltet Ihr Euch auf alle Fälle vorher ein bisschen informieren.
Ein gutes Reitsportgeschäft in Eurer Nähe sollte Euch ein Modell empfehlen können, dass Euren Bedürfnissen gerecht wird. Oftmals werden hier auch Gebrauchthosen in Kommission gegeben, für ein Schnäppchen allemal einen Blick wert.
Besonders bei Kiddies, die noch wachsen, würde ich im Zweifel eher zu einer guten Second-Hand Hose greifen - man muss das Geld ja nicht mit vollen Händen zum Fenster hinaus werfen ;-).
Hier habe ich Euch ein paar Links der \"gängisten\" eingestellt, da könnt Ihr schauen ... :
http://www.pikeur.de/
http://www.euro-star.de/
http://www.cavallo-online.de/
http://www.golden-dress.de/
http://www.jumperking.com/
http://www.georg-schumacher.de/
http://www.mountainhorse.se/
http://http://www.kentucky-reitmoden.de
http://www.whippercollection.com/
Wenn ich jetzt _Euren_ Lieblingslink vergessen habe, gebt einfach bescheid :-)
Die Linkliste ist keinerlei Kaufempfehlung ...
● Ein Fazit? ●
Persönlich bin ich vor allem vom Tragekomfort dieser Hosen begeistert und würde nimmer mehr in Jeans reiten wollen ;-).
Mit ein bisschen guter Pflege und einer gescheiten Anfangsauswahl werdet Ihr bestimmt lange Freude an Eurer Superbuks und diesem wunderschönen Sport haben.
Viel Spass dabei wünscht Euch Heksen.
© Heksen am 14.05.2003
Ihr wisst vielleicht schon, dass ich Anfang des Jahres unter die Reiter gegangen bin. Neben dem anderen Zubehör wie Helm und Stiefel, benötigte ich demzufolge auch eine Reithose (oder zwei). Und ich muss Euch sagen, die Auswahl ist hier nicht nur gigantisch, sondern auch sehr verwirrend.
Neben den verschiedenen Herstellern und Qualitätsunterschieden gibt es auch unterschiedliche Schnitte sowie Besatzlängen und Materialien.
Damit jetzt jemand, der sich noch gar nicht auskennt, sich dieses Wissen nicht wie ich durch Trial and Error und unzählige eBay Sessions aneignen muss, versuche ich hier einmal, Euch eine kleine Übersicht zu geben.
● Warum eine Reithose – oder: was spricht gegen die Jeans? ●
Das ist eigentlich Geschmackssache.
Ein Hauptargument für die Reithose ist, dass sie an der Innenseite der Beine – entgegen konventionellen Hosen – über keine Innennaht verfügt.
Da man das Pferd ja auch mit den Beinen „lenkt“ (d.h. Schenkelhilfen gibt), müssen die Beine sehr dicht am Pferdekörper sein und auch Druck auf ihn ausüben. Innennähte können hier zu Reibungen, Rötungen oder Wundsein führen.
Für die ersten paar Stunden tut es sicherlich auch eine Jeans, persönlich empfinde ich die Reithosen aber als bequemer und angenehmer zu tragen, obwohl mich normal nur wenig aus meinen Levis herausbringt. Dies liegt auch daran, dass die Hosen, die ich kenne, allesamt aus elastischem Material geschnitten sind.
Bei einigen Reitweisen, wie z.B. Westernreiten, ist es üblich, in Jeans oder jeansähnlichen Hosen zu reiten. Hier haben sich die Hersteller angepasst und beispielsweise Wrangler bietet auch Jeanshosen speziell für Reiter an.
Ein weiterer Vorteil einer Reithose ist, dass sie normalerweise über einen Besatz verfügt. Die einzelnen „Arten“ erkläre ich weiter unten. Dieser Besatz, Knie- oder Vollbesatz, verschafft dem Reiter einen besseren Halt im Sattel, so dass besser auf das Pferd eingewirkt werden kann. Normale Jeans haben diesen Besatz nicht.
Ich glaube aber, dass der bessere Sattelhalt auch vor allem für Anfänger wichtig ist, erfahrene Reiter mit dem „richtigen Sitz“ laufen wohl eher selten Gefahr, im Sattel herumzurutschen. Das würde auch erklären, warum die meisten Turnierreithosen, die ich gesehen habe, maximal über einen Knielederbesatz und meistens nur über einen Stoffbesatz verfügen.
Zudem schützt ein Besatz natürlich auch den eigentlichen Stoff der Hose vor Abnutzung und Durchscheuern.
● Schnittformen ●
Auch Reithosen gibt es in verschiedenen Schnittformen.
Die wohl gängiste ist die konventionelle Form, einer Legging nicht unähnlich.
Für Menschen mit etwas mehr auf den Hüften werden Hosen mit Bundfalten angeboten oder solche, die am Oberschenkel etwas weiter ausgeschnitten sind.
In letzter Zeit sehr modern geworden ist scheinbar die sogenannte Hochbundhose. Ihr Bund geht bis über die Nieren und in der Rückenmitte etwas eingeschnitten. Sie macht ein besonders langes Bein und wirkt sehr elegant. Für Menschen mit einem Bäuchlein ist sie wohl aber nicht geeignet, da der Reiz ja darin liegt, die ganze Hose zu zeigen.
Jodhphurhosen. Diese Hosen heißen so, weil die britische Kavallerie in Indien sie trug. (Soweit ich weiss, ist Jodhphur eine Stadt). Sie sind an der Wade nicht wie konventionelle Hosen verengt, sondern weiter geschnitten. Manche sogar mit Schlag. Diese Hose trägt man nicht mit Stiefeln sondern mit Reitstiefeletten.
● Größen ●
Reithosen gibt es logischerweise in jeder Kleidergröße. Dazu noch in Zwischengrößen für langbeinige Zeitgenossen.
So sagt beispielsweise die Größe 84 nicht aus, dass Ihr ein massives Gewichtsproblem habt, sondern einfach, dass Ihr Größe 42 mit einem langen Bein benötigt ;-)
Generell fallen die meisten Reithosen zwei Nummern kleiner aus, als im Etikett steht. Bei manchen Herstellern, wie Pikeur, sind es sogar vier Größen. Darauf solltet Ihr beim Kauf unbedingt achten. Die einzigen Hersteller, die ich kenne, wo die Hose genauso groß ist, wie das Etikett angibt, sind die Firmen Whipper und RTS.
● Hosenmaterial ●
Reisthosen sind meistens aus einem Stoffgemisch. Da sie ja meistens elastisch sind und sich dehnen, finden beim Material häufig Beimengungen von Elasthan oder Lycra Anwendung.
Die m.E. gängisten Materialien sind: Baumwoll/Lycra, Baumwoll/Elasthan, „Rippware“ bestehend aus Nylon, Baumwolle und Lycra, Microfaser/Baumwolle/Lycra und Cord.
Generell ist die Materialwahl Geschmackssache. Für den Sommer würde ich ein Baumwoll-Lycra Gemisch empfehlen, für den Winter vielleicht eher eine Cordhose.
Natürlich gibt es auch Vollederhosen, schweineteuer und wohl eher was zum Herzeigen – für Anfänger halte ich sie ungeeignet.
Für kalte Jahreszeit kann man gefütterte Thermoreithosen erwerben, welche sich über die normale Hose drüber ziehen lassen.
● Besatz ●
Bei Reithosen unterscheidet man zwischen Knieleder- und Vollbesatz.
Knieleder bedeutet, dass die Innenseite der Knie, welche am Sattel anliegt, durch ein Leder/Stoff/anderes Material geschützt ist.
Der Vollbesatz kann wiederrum unterschieden werden in ¾ oder Ganzbesatz. Generell ist beim Vollbesatz die Hose vom Poppes bis zur Wadenmitte besetzt, bei Ganzesatz (vor allem bei Jodhphurhosen) geht der Besatz bis zum Knöchel, so dass die Hose auch gut ohne Stiefel getragen werden kann.
● Besatzmaterial ●
Bei diesem Absatz beziehe ich mich auf Vollbesatzhosen.
- Echtleder
Der gängiste Hosenbesatz ist aus Echtleder. Diese Hosen haben zwei Nachteile: sie sind teurer und das Leder muss nach dem Waschen eingefettet werden, damit es nicht hart wird.
Dafür verspricht Echtleder die beste Haftung im Sattel.
- Herstellereigene Besätze
Um das Einfetten nach dem Waschen zu umgehen und auch, um günstigere Hosen anzubieten, wurden in den letzten Jahren von den Herstellern eigene Besatzmaterialien entwickelt. So z.B. Whipoflex von der Fa. Whipper, Clarino (verwendet von Cavallo), ein synthetische Velours, oder Bentex, mit dem die Fa. RTS ihre Hosen ausstattet.
Auch Nubuk, unter welchem ich eigentlich ein weiches Wildleder verstehe, wird im Reithosenjargon als Ersatzleder gehandelt und ist ein Sythetikbesatz.
Lederersatz als Besatz (was ein Satz! *g*) finde ich für Anfänger durchaus geeignet. Ich habe eine Hose mit Whipoflex und eine mit Nubuk und muss sagen, dass die Whipoflexhose extrem gut im Sattel „klebt“, wogegen die Nubukhose von der Rutschfestigkeit zu wünschen übrig lässt.
- Stoff
Manchen Hosen haben auch nur einen Stoffbesatz. Dies habe ich vor allem bei Turnierhosen gesehen, oder bei besonders günstigen Reithosen. Einen Stoffbesatz halte ich für Anfänger nicht für sinnvoll – erstens ist er nicht so reissfest, zum anderen bietet Stoff alleine im Sattel nicht den besten Halt.
Wenn Ihr Eure Hose online kaufen wollt, und dann vielleicht noch bei eBay, achtet darauf, welchen Besatz die Hose hat. Nur wo Echtleder draufsteht ist hoffentlich auch Echtleder dran ;-)
● Pflege ●
Die meisten Hosen kann man normal bis 30 Grad waschen. Die Waschanleitung findet sich im Herstelleretikett, wie bei anderen Kleidungsstücken auch.
Je nach Material kann man sie auch in den Trockner werfen, allerdings ist die Gefahr des Einlaufens bei Baumwollgemischen gegeben.
Meine Whipperhose (90% Baumwolle, 10% Lycra, Whipoflexbesatz) und meine Fury (70% Baumwolle, 20% Polyester, 10% Lycra) wasche ich bei 40 Grad und trockne sie auf „schranktrocken“, ohne das bisher Katastrophen geschehen wären.
Lederhosen müssen nach dem Waschen eingefettet werden, damit das Leder nicht hart und brüchig wird.
● Preis/Aussuchen ●
Eure Entscheidung :-)
Eine gute Hose kostet neu im Reitsportgeschäft ab € 60 aufwärts. The sky is the limit, ich habe auch schon Hosen gesehen, die bei € 220 und mehr lagen.
Wem das ein bisschen zu viel ist, dem kann ich wirklich eBay nur empfehlen. Ich habe meine Hosen dort für € 49 (Fury, neu) und € 35 (Whipper, leicht getragen) gekauft und bin extrem zufrieden mit beiden. Gute Schnäppchen kann man dort auch machen, ich warte noch auf meine Pikeurhose, die ich neu für € 15 erstanden habe ... Ihr seht, es geht auch billiger ;-)
Wenn Ihr über die Anschaffung einer Reithose nachdenkt, solltet Ihr Euch auf alle Fälle vorher ein bisschen informieren.
Ein gutes Reitsportgeschäft in Eurer Nähe sollte Euch ein Modell empfehlen können, dass Euren Bedürfnissen gerecht wird. Oftmals werden hier auch Gebrauchthosen in Kommission gegeben, für ein Schnäppchen allemal einen Blick wert.
Besonders bei Kiddies, die noch wachsen, würde ich im Zweifel eher zu einer guten Second-Hand Hose greifen - man muss das Geld ja nicht mit vollen Händen zum Fenster hinaus werfen ;-).
Hier habe ich Euch ein paar Links der \"gängisten\" eingestellt, da könnt Ihr schauen ... :
http://www.pikeur.de/
http://www.euro-star.de/
http://www.cavallo-online.de/
http://www.golden-dress.de/
http://www.jumperking.com/
http://www.georg-schumacher.de/
http://www.mountainhorse.se/
http://http://www.kentucky-reitmoden.de
http://www.whippercollection.com/
Wenn ich jetzt _Euren_ Lieblingslink vergessen habe, gebt einfach bescheid :-)
Die Linkliste ist keinerlei Kaufempfehlung ...
● Ein Fazit? ●
Persönlich bin ich vor allem vom Tragekomfort dieser Hosen begeistert und würde nimmer mehr in Jeans reiten wollen ;-).
Mit ein bisschen guter Pflege und einer gescheiten Anfangsauswahl werdet Ihr bestimmt lange Freude an Eurer Superbuks und diesem wunderschönen Sport haben.
Viel Spass dabei wünscht Euch Heksen.
© Heksen am 14.05.2003
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