Gespräch mit einem Vampir (Taschenbuch) / Rice Anne Testbericht
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Erfahrungsbericht von sabolein
"are we children of the devil?"
Pro:
alles sofern man gerne liest
Kontra:
nix
Empfehlung:
Ja
So... kurz vor „Toresschluß“ beim Bücherfrühling hier hat es mich doch noch einmal gerappelt.
Das Buch zu einem meiner favorisierten Filme hat es mir angetan.
Und ich muß gestehen, ich kannte zuerst den Film, dann das Buch.
Nur war ich dieses Mal angenehm überrascht. Der Film als solches war schlichtweg sehr genial gemacht.
Das Buch ist ganz anders. Nicht besser und nicht schlechter. Anders.
Der Film ist nicht Wort für Wort übernommen und diverse Handlungen sind „kinogerecht“ verändert.
Aber es geht mir im Moment um das Buch.
Vielleicht sollte ich mal erwähnen, welches Buch ich eigentlich meine.
Anne Rice, „Interview mit dem Vampir“ .
Genauer gesagt meine ich die Originalausgabe (hab es auf Deutsch nicht gelesen, ich hoffe, das stört niemanden. Mein Urteil würde sicherlich ähnlich ausfallen) Da heißt es halt „Interview with the Vampire“
Es ist einer der Teile der „Vampir Chroniken“
Einige Inhalte dieser Chroniken sind:
„Interview mit einem Vampir“
„Der Fürst der Finsternis“
„Die Königin der Verdammten“
(die genaue Auflistung findet man unter anderem auf http://www.bookwormslair.de/rice.htm )
Für alle, die den Film nicht gesehen oder das Buch nicht gelesen haben, hier eine kurze Inhaltsangabe.
San Francisco bei Nacht. In einem halbdunklen Hotelzimmer bereitet ein Reporter ein Interview mit dem jungen Mann vor, der ihm gerade auf der Straße auffiel. Er ist neugierig, mehr über den Fremden zu erfahren, der nun mit dem Rücken zu ihm am Fenster steht und wartet, bis das Band des Recorders läuft. Ungläubig lacht der Journalist, als sein Gesprächspartner behauptet, er sei Vampir und über 200 Jahre alt. Als sich der Mann umdreht und anfängt, seine Lebensgeschichte zu erzählen, blicken wir unvermittelt in sein bleiches, maskenhaftes Gesicht.
Louis de Pointe du Lac -- so heißt er -- besaß eine Plantage in New Orleans. Nach dem Tod seines Bruders, der nach einem Streit mit ihm eine Treppe herunterstürzte, wollte er ebenfalls tot sein. Der Vampir Lestat ,der auf ihn aufmerksam wurde, saugte ihm das Blut aus, flößte ihm dann aber etwas von seinem unsterblichen Blut ein und machte ihn auf diese Weise zu seinesgleichen. Die beiden Vampire amüsierten sich auf den glamourösen Festen der feinen Gesellschaft, wo sich Lestat bedenkenlos frisches Blut besorgte. Louis, der sich nicht überwinden konnte, einen Menschen zu töten, saugte in seiner Verzweiflung Hühner und Ratten aus. Hadert oft mit seinem Schicksal und sucht immer weiter nach Antworten auf seine Fragen. Auf das „Warum?“ „Gibt es einen Gott?“ „Sind wir das Böse?“
Erst als er der kleinen Claudia begegnete, die ihn anflehte, ihre bei einer Seuche gestorbene Mutter wieder \"aufzuwecken\", tötete er aus Mitleid. Aber auch Claudia wurde durch Lestat zum Vampir. Claudia, Lestat und Louis, ein sehr ungleiches Trio. Ein todbringendes Trio, welches durch ihre Art verbunden ist.
Zeitsprung ... und Neugier wecken auf das Zwischenspiel.......
Louis und Claudia reisten nach Paris, wo sie im \"Théâtre des Vampires\" nach langer Zeit wieder ihresgleichen begegneten.
Armand, der Anführer der Truppe, ließ zu, dass die anderen Vampire Claudia wegen der Ermordung eines der ihren dem tödlichen Sonnenlicht aussetzten und Louis einmauerten. Er befreite Louis -- in den er sich verliebt hatte -- aus seinem Gefängnis und warnte seine Truppe nicht vor dessen Rache. So gelang es diesem, das Theater samt den Schauspielern zu vernichten. Louis reist nach langer Zeit nach Amerika zurück -- ohne die Trauer um Claudia überwinden zu können.
1988 kam er wieder nach New Orleans. Dort spürte er Lestat auf, der den Anschlag zwar überlebt hatte, aber jetzt schwach und vergreist in einem Lehnstuhl saß. Louis blieb auch nicht bei Lestat, sondern er irrte weiter herum, bis er in San Francisco den Reporter traf.
Das sollte als Auszug genügen.
Im Original ist das Buch relativ schwer zu lesen, da es sich auch sehr an dem Englisch der damaligen Zeit orientiert. (Sicherlich vergleichbar mit Originaltexten von Goethe oder Schiller, da in der zeit auch anderes Deutsch gesprochen wurde, als wir es heute tun!)
Aber es fesselt.
Anne Rice schafft es, das man sich in die Zeit und in die Stimmung versetzen kann. Ich wollte (obwohl ich den Film kannte) immer weiterlesen.
Bin oft genug über dem Buch eingeschlafen, weil ich es nicht geschafft habe, rechtzeitig das Buch aus der Hand zu legen.
Ich weiss nicht, ob meine blühende Phantasie mir da weitergeholfen hat, aber teilweise fühlte ich mich so in der Handlung gefangen, das ich mir schon selber vorkam, wie ein Teil des Buches.
Zur Autorin kann ich nicht allzuviel sagen. Aber das meiste kann man auf dem von mir genannten Link nachlesen!
Ich habe für das Buch damals $ 6.99 bezahlt. Bei Amazon habe ich es für € 7,50 gefunden.
Wenn man gerne auch in die etwas düstere Welt des Lesens abtaucht, dann kann ich das Buch nur empfehlen.
Ich zitiere gerne den Satz auf der Rückseite meiner Ausgabe: „ unrelentingly erotic... sometimes beautiful and always unforgettable“ (The Washington Post) (nicht wörtlich, sondern sinngemäss: erotisch, manchmal schön aber immer unvergesslich)
In diesem Sinne hoffe ich, noch einen kleinen Beitrag zur Aktion „Feed your heads“ beigetragen zu haben ...
Keep on reading.
Sabo
Das Buch zu einem meiner favorisierten Filme hat es mir angetan.
Und ich muß gestehen, ich kannte zuerst den Film, dann das Buch.
Nur war ich dieses Mal angenehm überrascht. Der Film als solches war schlichtweg sehr genial gemacht.
Das Buch ist ganz anders. Nicht besser und nicht schlechter. Anders.
Der Film ist nicht Wort für Wort übernommen und diverse Handlungen sind „kinogerecht“ verändert.
Aber es geht mir im Moment um das Buch.
Vielleicht sollte ich mal erwähnen, welches Buch ich eigentlich meine.
Anne Rice, „Interview mit dem Vampir“ .
Genauer gesagt meine ich die Originalausgabe (hab es auf Deutsch nicht gelesen, ich hoffe, das stört niemanden. Mein Urteil würde sicherlich ähnlich ausfallen) Da heißt es halt „Interview with the Vampire“
Es ist einer der Teile der „Vampir Chroniken“
Einige Inhalte dieser Chroniken sind:
„Interview mit einem Vampir“
„Der Fürst der Finsternis“
„Die Königin der Verdammten“
(die genaue Auflistung findet man unter anderem auf http://www.bookwormslair.de/rice.htm )
Für alle, die den Film nicht gesehen oder das Buch nicht gelesen haben, hier eine kurze Inhaltsangabe.
San Francisco bei Nacht. In einem halbdunklen Hotelzimmer bereitet ein Reporter ein Interview mit dem jungen Mann vor, der ihm gerade auf der Straße auffiel. Er ist neugierig, mehr über den Fremden zu erfahren, der nun mit dem Rücken zu ihm am Fenster steht und wartet, bis das Band des Recorders läuft. Ungläubig lacht der Journalist, als sein Gesprächspartner behauptet, er sei Vampir und über 200 Jahre alt. Als sich der Mann umdreht und anfängt, seine Lebensgeschichte zu erzählen, blicken wir unvermittelt in sein bleiches, maskenhaftes Gesicht.
Louis de Pointe du Lac -- so heißt er -- besaß eine Plantage in New Orleans. Nach dem Tod seines Bruders, der nach einem Streit mit ihm eine Treppe herunterstürzte, wollte er ebenfalls tot sein. Der Vampir Lestat ,der auf ihn aufmerksam wurde, saugte ihm das Blut aus, flößte ihm dann aber etwas von seinem unsterblichen Blut ein und machte ihn auf diese Weise zu seinesgleichen. Die beiden Vampire amüsierten sich auf den glamourösen Festen der feinen Gesellschaft, wo sich Lestat bedenkenlos frisches Blut besorgte. Louis, der sich nicht überwinden konnte, einen Menschen zu töten, saugte in seiner Verzweiflung Hühner und Ratten aus. Hadert oft mit seinem Schicksal und sucht immer weiter nach Antworten auf seine Fragen. Auf das „Warum?“ „Gibt es einen Gott?“ „Sind wir das Böse?“
Erst als er der kleinen Claudia begegnete, die ihn anflehte, ihre bei einer Seuche gestorbene Mutter wieder \"aufzuwecken\", tötete er aus Mitleid. Aber auch Claudia wurde durch Lestat zum Vampir. Claudia, Lestat und Louis, ein sehr ungleiches Trio. Ein todbringendes Trio, welches durch ihre Art verbunden ist.
Zeitsprung ... und Neugier wecken auf das Zwischenspiel.......
Louis und Claudia reisten nach Paris, wo sie im \"Théâtre des Vampires\" nach langer Zeit wieder ihresgleichen begegneten.
Armand, der Anführer der Truppe, ließ zu, dass die anderen Vampire Claudia wegen der Ermordung eines der ihren dem tödlichen Sonnenlicht aussetzten und Louis einmauerten. Er befreite Louis -- in den er sich verliebt hatte -- aus seinem Gefängnis und warnte seine Truppe nicht vor dessen Rache. So gelang es diesem, das Theater samt den Schauspielern zu vernichten. Louis reist nach langer Zeit nach Amerika zurück -- ohne die Trauer um Claudia überwinden zu können.
1988 kam er wieder nach New Orleans. Dort spürte er Lestat auf, der den Anschlag zwar überlebt hatte, aber jetzt schwach und vergreist in einem Lehnstuhl saß. Louis blieb auch nicht bei Lestat, sondern er irrte weiter herum, bis er in San Francisco den Reporter traf.
Das sollte als Auszug genügen.
Im Original ist das Buch relativ schwer zu lesen, da es sich auch sehr an dem Englisch der damaligen Zeit orientiert. (Sicherlich vergleichbar mit Originaltexten von Goethe oder Schiller, da in der zeit auch anderes Deutsch gesprochen wurde, als wir es heute tun!)
Aber es fesselt.
Anne Rice schafft es, das man sich in die Zeit und in die Stimmung versetzen kann. Ich wollte (obwohl ich den Film kannte) immer weiterlesen.
Bin oft genug über dem Buch eingeschlafen, weil ich es nicht geschafft habe, rechtzeitig das Buch aus der Hand zu legen.
Ich weiss nicht, ob meine blühende Phantasie mir da weitergeholfen hat, aber teilweise fühlte ich mich so in der Handlung gefangen, das ich mir schon selber vorkam, wie ein Teil des Buches.
Zur Autorin kann ich nicht allzuviel sagen. Aber das meiste kann man auf dem von mir genannten Link nachlesen!
Ich habe für das Buch damals $ 6.99 bezahlt. Bei Amazon habe ich es für € 7,50 gefunden.
Wenn man gerne auch in die etwas düstere Welt des Lesens abtaucht, dann kann ich das Buch nur empfehlen.
Ich zitiere gerne den Satz auf der Rückseite meiner Ausgabe: „ unrelentingly erotic... sometimes beautiful and always unforgettable“ (The Washington Post) (nicht wörtlich, sondern sinngemäss: erotisch, manchmal schön aber immer unvergesslich)
In diesem Sinne hoffe ich, noch einen kleinen Beitrag zur Aktion „Feed your heads“ beigetragen zu haben ...
Keep on reading.
Sabo
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