Risiko Fehlgeburt Testbericht
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Erfahrungsbericht von lahr2006
Idiotische Ärzte und unschöne Erfahrungen
Pro:
nichts
Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Heute möchte ich mich nun auch über das unschöne Thema und Erlebnis der Fehlgeburt äußern,
Hilft einige Frauen um endgültig mit diesem Erlebnis abzuschließen, so wie mir auch.
Frauen hegen meist einen Wunsch nach Kindern, so wollten wir nach dem ersten Sohn ein weiteres Kind haben, der Zeitpunkt wurde nicht geplant sondern nach dem Sinn, wenn es klappt dann klappt es und egal wann, das einigste was ich mir zum Ziel machte war eine Altersbegrenzung bei mir.
Sollte ich nicht bis ende meines 35.Lebensjahr schwanger werden so wollte ich dann keines mehr, man muss ja auch die Verantwortung für das Kind übernehmen bis es für sich selbst entscheiden kann und stets für ein Kind da sein.
Auch spielt natürlich die Biologische Uhr der Frau dabei eine Rolle, ab einem bestimmten Alter wird es schwieriger mit der Fruchtbarkeit und kann auch gefährlich werden für Mutter und Kind, ein Risiko besteht immer egal wie Alt oder Jung man ist, aber je älter an wird desto höher wird das Risiko und das wollte ich nicht ausreizen.
Irgendwann spürte ich einfach das ich schwanger war, die Veränderung am Körper, ausbleiben der Periode und kleine Zipperlein die man bekommt wenn sich gewisse Hautpartien dehnen, einen Schwangerschaftstest im DM Drogerie gekauft und gemacht, er zeigte mit 2 blaue Streifen an und das bedeutete Schwanger.
Sofort einen Termin beim Arzt gemacht um mich testen zu lassen, eigentlich eine einfache, schnelle und unproblematische Sache die ein (e ) Gynäkologe (in) durchführen kann und auch sollte, ja denkste ich mal wieder im einen ziemlich großen Fettnapf getappt der mehrere Millionen Liter fasst.
Nach kurzer Wartezeit im Wartezimmer des Gynäkologen kam ich in das Behandlungszimmer, darin war der nette Stuhl den ich stets hasse, der Arzt war sehr freundlich und begann zu fragen weshalb ich den hier sei, ich sprach den Verdacht der Schwangerschaft aus und wollte aufgrund des Test vom DM eine Untersuchung darauf um sicher zu gehen, schilderte ihm noch meine Behandlungsgeschichte aufgrund der Myome in meiner Gebärmutter die ich bereits seit Jahren immer wieder habe und das ich regelmäßig einen Ultraschall machen musste, das bereits seit über 10 Jahren. Ich hatte nicht wirklich das Gefühl das ihn das besonders interessierte oder das er mir überhaupt zuhört, etwas genervt begann er mir zu erzählen was die Krankenkasse zahlt und was nicht wenn überhaupt und wie viel etc. pp. Das wiederum interessierte mich ja brennend, dafür hatte ich ja einen Termin vereinbart ; ))
Plötzlich unterbrach er sein geplauder was er bereits in dieser Zeit sich selbst erzählte und warf ein ich könne gar nicht schwanger sein das sieht er mir an….hä..???
Etwas verwundert und verdutzt fragte ich ihn wie er darauf kommt, er meinte nur das er das sieht….hallo….eine neue Art um eine Schwangerschaft auszuschließen, bezahlt das die Kasse nicht mehr? Das fragte ich mich jetzt und wusste gar nicht mehr was ich da sagen sollte und traute mich auch gar nicht mehr nach einer Untersuchung zu fragen, doch der Arzt wollte freundlicherweise wissen ob ich nun doch eine Untersuchung wollte, klein laut und ohne viel Begeisterung huschte mir nur ein ja über die Lippen.
Mit gesenktem Kopf und traurigem Blick wanderte ich in die Umkleide um mich vor diesem zu entblößen , nicht gerne aber ich wollte doch wissen ob ich schwanger war, mit leichtem gierigen Blick wartete der hochgebildete Arzt auf mich…..leider……setzte mich auf den Stuhl und musste mir das nette geplauder über die Krankenkasse weitere 15 Minuten anhören….untenrum alles entblößt und mein Pulli wurde immer länger weil ich ihn runter zog Stück für Stück.
Endlich kam eine 60 Sekunden Untersuchung, länger durfte es nicht dauern wegen der Krankenkasse, so hatte ich zumindest das Gefühl und schwupp fertig untersucht, nein ich konnte nicht schwanger sein, laut dem Doc.
Enttäuscht zog ich mich blitz schnell an und dachte er wolle noch einen Urin und Bluttest durchführen zur Sicherheit, nein da war das Abschied nehmen und ich musste gehen, sehr freundlich 45 Minuten im Untersuchungszimmer….nettes Geplauder, nicht schwanger……ob das die Krankenkasse zahlt ; ) ???
Zuhause bekam ich plötzlich Blutung, am gleichen Tag wie der Arzt besuch war, suchte mir schnell einen anderen Gynäkologen aus und ging dort hin, diesmal entschied ich mich für eine Frau, normalerweise mag ich solche Ärzte nicht in Frauengestalt da diese grob sind, so meine Erfahrungen, aber was konnte mir heute schon weiteres geschehen, schockieren konnte mich nichts mehr.
Diese Ärztin stellte sofort eine Fehlgeburt fest, mit der üblichen Dauer einer solchen Untersuchung, sie plapperte auch nichts von der Krankenkasse, interessierte sich für das Gesundheitliche in diesem Moment und versuchte ich aufgrund der Fehlgeburt etwas sanfter anzupacken, nur wörtlich gemeint, auch untersuchte sie gleich meine Gebärmutter wegen der Myome, das Embryo war etwa 8 Wochen alt und hatte keine Chance.
In leichter Trauer ging ich nach Hause, musste dies erst einmal verdauen und gleichzeitig an den bemühten Arzt denken, dabei stieß eine enorme Wut in mir hoch das ich einen Mord begehen könnte.
Ausgeschabt musste ich nicht werden alles löste sich von alleine und ging mit der Blutung aus meinem Körper heraus. Nach kurzer Trauerzeit hatte ich dies überwunden und wartete 3 Monate ab bis sich die Gebärmutter normalisierte für eine weitere Schwangerschaft, solange muss man warten da die Gebärmutter bei einer zu schnellen weiteren Schwangerschaft platzen kann.
Drei Monate gewartet und Feuerfrei, der selbe Schwangerschaftstest zeigte mir wieder diese 2 blaue Streifen an, düste gleich zu der NETTEN Ärztin und diese führte ein Urin und Bluttest durch bevor ich in das Behandlungszimmer kam, mit der Gratulation der Ärztin wusste ich das mich mein Körper nicht getäuscht hatte und ich wieder Schwanger war.
Ein kleiner Punkt zeigte sie mir auf dem Ultraschall Bildschirm, das war mein Embryo und die andere Punkte außen herum waren leider Myome, das Embryo war etwa 7 Wochen alt und war eigentlich noch kein Embryo, ein kleines Gummibärchen nannte ich es.
Wenn ich bis zur 12 Woche gut überstehe und keine Komplikationen auftauchen ist alles gut, bis dahin heißt es schwitzen und mit viel gutem zureden der Ärztin verschwand meine Angst wegen einer erbeuten Fehlgeburt.
In den nächsten Wochen ging ich des öderen zur Ärztin, aus reiner Vorsicht, was sie mir auch angeraten hatte, endlich die 13.SSW ( Schwangerschaftswoche) erreicht fiel ein Stein von meinem Herzen, endlich die heftigste Zeit überstanden.
Ja denkste, ende der 13. Woche bekam ich unglaubliche Schmerzen und minimale Blutungen, panisch fuhr ich zur Ärztin, deren Helferin versuchte mich etwas zu beruhigen und schleuste mich schnell in das Behandlungszimmer der Ärztin.
Vorher wurde mir etwas Blut abgenommen im Labor, das brachte die Sprechstundenhilfe der Ärztin gleich mit, ich bekam umgehend einen Ultraschall und dieser bestätigte zusammen mit meiner Blutprobe den TOD des kleinen Gummibärchen, das kleine Herzchen blieb einfach stehen und wollte nicht mehr weiter schlagen.
Ich brach n Tränen aus obwohl ich versucht hatte mich zusammen zu reißen, doch das gelang mir nicht und die Ärztin versuchte mit Tränen in den Augen mir etwas Trost zu geben, dann machte sie den Überweisungsschein fertig für das Krankenhaus zum ausschaben.
Umgehend musste ich einen Termin in der Klinik machen um das tote Embryo ,das am 4.4.2006 hätte geboren werden sollen, auszuschaben, statt der Geburt fand dann am 20.9.2005 die Ausschabung statt, ein Arzt musste vorher in der Klinik untersuchen um den Befund meiner Ärztin zu bestätigen.
Dieser Trottel begrüßte mich freudig und sagte “ sie sind ja schwanger” ich fauchte ihn unfreundlich an und sagte das ich dies war und es nun Tod ist. Er bemerkte seinen Fehler sehr schnell, sagte kaum noch ein Wort zu mir, was mir recht egal war, einer Frau mit der Fehlgeburt im Leib gibt man solch eine Begrüßung nicht, selbst Schuld das ich ihn unsanft begrüßte.
Das Embryo wurde nach der unkomplizierten Ausschabung untersucht und es wurde festgestellt das die vorhandenen Myome in der Gebärmutter Schuld am Tod beider waren, sie haben die gesamten Nährstoffe genommen und den werdenden Kindern alles geraubt, somit hatte sie keine Chance sich zu entwickeln.
Im November kann dann der Eingriff an/in der Gebärmutter, solange diese vorhanden waren konnte ich kein Kind austragen ohne das dies einen Schaden davon tragen würde, also wurden all diese kleinen Mörder in meiner Gebärmutter auch getötet, eines nach dem anderen.
Davon erholte ich mich zum Leid der Ärzte zu schnell, leider musste ich weitere 3 Monate ungeduldig warten bis zur vorgenommenen Schwangerschaft, die Gebärmutter musste sich nun komplett regenerieren sonst ist die Gefahr des platzen noch größer.
Eine Woche nach der zweiten Fehlgeburt trank ich mit meinem Mann etwas Fernet Branca, ich dachte das der Seelische Schmerz so etwas unterdrückt werden konnte und ich dann nichts mehr davon spüre, doch neben einer ziemlichen Übelkeit verspürte ich den Schmerz in meiner Seele um so mehr.
Seit dem kann ich das Zeug nicht mehr anschauen und geholfen hat es auch nichts um die Gedanken an das Kind abzubringen, dies hatte mich doch sehr getroffen und mit genommen, sonst haut mich fast nichts um.
Mit dieser Fehlgeburt lernte ich eine neue Seite an mir kennen die ich vorher noch nicht kannte, mit Verluste oder Schmerzen konnte ich stets gut umgehen und niemand sah es mir an, doch dieser Schmerz sollte mich doch einige Zeit begleiten, selbst jetzt wo ich darüber schreibe um es zum Abschluss zu bringen strömen mir Tränen in die Augen.
Es ist gar nicht so leicht so etwas zu vergessen oder überhaupt nicht mehr daran zu denken, ich habe darüber nur mit meiner Schwägerin gesprochen weil keiner zuhören wollte um mir dem Schmerz zu erleichtern. Was ja nun gar keine Lösung ist, man muss über derartige Seelische Erlebnisse reden sonst besteht die Gefahr ne darüber weg zu kommen.
Nicht lange nach den 3 Monaten war ich schwanger, anscheinend bin ich fruchtbarer als ein Humusboden ; ) die Schwangerschaft lief in meinem Kopf Horror mäßig ab, bei jedem zipperlein die Ärztin angerufen und stets musste ich zu ihr zur Kontrolle da ich nun unter die Risiko Schwangeren zählte und alle Vorzüge der Ärzte genoss, keine Wartezeiten beim Termin, immer persönlich mit einem Arzt oder meiner Ärztin gesprochen ; ) viele Vorsorge oder Risikotests wurden gemacht, die Ergänzungsmittel für Schwangere schenkte mir meine Ärztin.
Bis diese in Urlaub ging und mein Kleiner auf die Welt wollte, viel zu früh in der 31. Woche, aber er musste geholt werden und ist gesund und munter, hat himmlisch blaue Augen, lange, dichte und dunkle Wimpern ( Traum jeder Frau) und blonde Haare, so ein Kind wollte ich schon immer, mein großer hat braune Augen und ist blond, was gibt es besseres. Ich bin froh das mein Kleiner zu früh aber gesund auf die Welt geholt werden musste, noch eine Fehlgeburt hätte ich wohl nicht überstanden.
Lange hab ich gebraucht um mit der zweiten Fehlgeburt abzuschließen, jeden 4.4. Und 20.9 muss ich dran denken, wobei die Fehlgeburt am 19.9.05 statt fand und die Ausschabung am 20.9.05, vergessen werde ich dies nie aber der Schmerz lässt nach.
Es gibt für eine Frau wohl wenig was solche innere Schmerzen verursachen kann und immer in Erinnerung bleibt wie so was, ich wünsche dies keinem das ist ein unvergessenes Erlebnis für jeden der es miterlebt.
==Danke für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!==
66 Bewertungen, 17 Kommentare
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04.10.2009, 14:31 Uhr von Neonbird1861
Bewertung: besonders wertvollRespekt für deinen Beicht.....lg Conny
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02.10.2009, 12:46 Uhr von Gemini_
Bewertung: sehr hilfreichToll gemacht! :) LG
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01.10.2009, 02:10 Uhr von knopfi
Bewertung: besonders wertvollSowas möchte wohl keine Frau erleben! merci@knopfi
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01.10.2009, 01:10 Uhr von lucky1965
Bewertung: besonders wertvollDein Mut, über diese bitteren Erlebnisse zu berichten, verdient auf jeden Fall eine BW! LG lucky1965
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30.09.2009, 23:22 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichoje, Ärzte...mein Nachbar ist Arzt, als wir fast unser Kind verloren hätten meinte er nur "wenn es ansonsten behindert ist das wäre dann ja das beste", es kam gesund zur Welt. Nun hat er selbst eine Fehlgeburt erlitten und ist weitaus mitfühlender. Es gibt nichts schlimmeres als sein Kind zu verlieren.
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30.09.2009, 21:26 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schöner Bericht, lg Sylvia
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30.09.2009, 20:57 Uhr von mima007
Bewertung: besonders wertvollViele Gruesse, mima007
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30.09.2009, 20:38 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollMeine jüngste Schwester (jetzt 24) hatte vor zwei Jahren eine Ausschabung. Sie wollte (leider) mich, als ihren älteren Bruder , dabeihaben, was ich auch getan habe. Es war sehr bitter... Vor einer Woche habe ich nun herausgefunden, dass sie (wieder) Schwanger ist... Ein wenig Sorge ist schon dabei... BW, für Deinen Mut!
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30.09.2009, 13:42 Uhr von Kleinnightwish
Bewertung: besonders wertvollMein erstes Kind vor 2 jahren habe ich auch verloren ich fühle mit dir
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30.09.2009, 11:23 Uhr von katrinj83
Bewertung: besonders wertvollEinen schönen Mittwoch.... LG Katrin
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30.09.2009, 09:42 Uhr von tk7722
Bewertung: besonders wertvollEin sehr schöner Bericht, liebe Grüße
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29.09.2009, 23:24 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Abend noch! Talulah
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29.09.2009, 23:18 Uhr von schmusenase
Bewertung: besonders wertvollDanke für Deinen Mut!
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29.09.2009, 22:41 Uhr von peter93
Bewertung: sehr hilfreichErgreifender Bericht
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29.09.2009, 22:36 Uhr von FeliChan
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöner Bericht! Liebe Grüße. Freue mich auch über Gegenlesung :)
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29.09.2009, 22:32 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichIntresant Berichtet..Freue mich über Gegenlesungen.LG Sigi
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29.09.2009, 22:30 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
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