Rocket Chef Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von wolframo
Fitness in Muttis Küche
Pro:
---
Kontra:
untauglich
Empfehlung:
Nein
Heute will ich mich ganz meiner destruktiven Seite hingeben und habe mir ein Produkt herausgesucht, welches seit einiger Zeit in unserem Küchenschrank verstaubt. Um es gleich vorweg zu nehmen, der eine Stern ist noch zu viel.
Eines Tages sah die beste meiner Ehefrauen in irgendeinem Home-Shopping-Kanal die Werbung für den Rocket Chef. Laut Werbung eine vollwertige Küchenmaschine, die Hacken, Raspeln und Schneiden kann. Der Clou: Das Ding funktioniert ohne Strom und soll sich schnell aufbauen und reinigen lassen.
Zugegeben, der Preis von 49 € war schon happig, aber die 11 € Versandkosten, die der Vector-Versand forderte waren schon unverschämt. Aber wer kann schon dem bittenden Augenaufschlag von Frauen widerstehen? Also rief ich dort an und bestellte solch ein Wunderding. Tatsächlich brachte der Briefträger schon 14 Tage später das Päckchen und kassierte den Betrag per Nachnahme.
Voller Erwartung öffneten wir das Paket, wühlten und durch ein Set von „Billig-Fernost-Bratpfannen“, die es als kleine Gabe noch obendrauf gab und fanden schließlich das Wundergerät. Es erinnert ein wenig an eine etwas futuristische Salatschleuder und das Design gefiel uns eigentlich sehr gut. Schaut Euch das Bild oben auf der Seite an und ich denke, Ihr werdet am Aussehen auch nichts zum Meckern finden.
Der Zusammenbau war tatsächlich kinderleicht. Die verschiedenen Einsätze werden auf eine Art Dorn gesteckt, Deckel drauf und es kann losgehen. Die beigefügte Gebrauchsanleitung ist wirklich hervorragend, sieht man einmal von der etwas eigentümlichen Orthografie ab.
An diesem Ehrentag wollte meine Frau unsere Familie mit Bouletten (Sorry: Für Nicht-Berliner: Frikadellen) und Möhrenrohkostsalat beglücken, doch schon nach wenigen Minuten kamen schreckliche Geräusche aus der Küche. Teils vom Rocket-Chef, teils von meiner Frau. Mit dem Erste-Hilfe-Set unter dem Arm rannte ich in die Küche und sah meine Frau fluchend vor diesem Wunderding der Technik. Was war passiert? Trotz richtigem Zusammenbau ließ sich die Kurbel, die diese Küchenmaschine antreibt nur sehr schwer drehen. Das Ganze hakte und hakelte an allen Ecken und Kanten.
Gut, theoretisch funktionierte alles; also leider kein Grund sich auf die Zehnjahresgarantie zu berufen, aber praktisch mit Möhren war es kein Kinderspiel mehr. Ist man Bodybuilder oder ausgebildeter Olympia-Zehnkämpfer wird man sicherlich derartige Schwierigkeiten mit links meistern, aber mein zartes Frauchen und mein „tastatur-gestählter“ Körper kamen damit nur sehr schwer klar.
Bekanntermaßen sind Möhren ein recht hartes Gemüse, also empfahl ich meiner Frau, den Möhrenrohkostsalat auszulassen und direkt in die Produktion der Bouletten einzusteigen. Geschälte Zwiebeln in den Topf des Rocket Chefs, Schneidemesser vorher einsetzen und loskurbeln. Tatsächlich zerkleinerte das Gerät die Zwiebeln, der Kraftaufwand hielt sich in Grenzen und nach ein paar Umdrehungen war ein Teil der Zwiebeln sehr fein gehackt, während ein anderer Teil noch in recht großen Stücken (etwa in Vierteln) war. Weiteres Kurbeln brachte zwar das Messer in Bewegung, die Zwiebelstücke aber nicht in kleinere Bestandteile; also griff ich zum Messer und schnitt die großen Stücke konventionell. Die mir über die Wangen kullernden Tränen kamen dabei nicht allein von den Zwiebeln, sondern auch vor Wut über meine Dummheit 120 DM für einen solchen Mist bezahlt zu haben.
Diesem Versuch folgten in der darauffolgenden Zeit weitere, aber immer mit dem gleichen Resultat: untauglich!
Die Reinigung: Klar, bevor das Gerät in den Küchenschrank zum Verstauben kommt, muss es gereinigt werden. Dies geht tatsächlich kinderleicht, da eigentlich das Gerät nur mit lauwarmem Wasser mit etwas Spülmittel ausgespült werden muss. Hier hatte der Teleshoppingverkäufer also nicht gelogen.
Nehmt meinen Bericht ruhig als Warnung und überlegt es Euch dreimal, ehe Ihr Eurem Verlangen nach einer kabellosen Küchenmaschine nachgebt. Unsere Zwiebeln u.ä. hacken wir wie immer unter Einsatz von 220 V mit unserer Moulinette (siehe letzter Bericht), die kostet genauso viel und hält, was sie verspricht.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und für Eure Kommentare (hoffentlich recht viele, denn die lese ich besonders gerne).
Euer
© wolframo
Eines Tages sah die beste meiner Ehefrauen in irgendeinem Home-Shopping-Kanal die Werbung für den Rocket Chef. Laut Werbung eine vollwertige Küchenmaschine, die Hacken, Raspeln und Schneiden kann. Der Clou: Das Ding funktioniert ohne Strom und soll sich schnell aufbauen und reinigen lassen.
Zugegeben, der Preis von 49 € war schon happig, aber die 11 € Versandkosten, die der Vector-Versand forderte waren schon unverschämt. Aber wer kann schon dem bittenden Augenaufschlag von Frauen widerstehen? Also rief ich dort an und bestellte solch ein Wunderding. Tatsächlich brachte der Briefträger schon 14 Tage später das Päckchen und kassierte den Betrag per Nachnahme.
Voller Erwartung öffneten wir das Paket, wühlten und durch ein Set von „Billig-Fernost-Bratpfannen“, die es als kleine Gabe noch obendrauf gab und fanden schließlich das Wundergerät. Es erinnert ein wenig an eine etwas futuristische Salatschleuder und das Design gefiel uns eigentlich sehr gut. Schaut Euch das Bild oben auf der Seite an und ich denke, Ihr werdet am Aussehen auch nichts zum Meckern finden.
Der Zusammenbau war tatsächlich kinderleicht. Die verschiedenen Einsätze werden auf eine Art Dorn gesteckt, Deckel drauf und es kann losgehen. Die beigefügte Gebrauchsanleitung ist wirklich hervorragend, sieht man einmal von der etwas eigentümlichen Orthografie ab.
An diesem Ehrentag wollte meine Frau unsere Familie mit Bouletten (Sorry: Für Nicht-Berliner: Frikadellen) und Möhrenrohkostsalat beglücken, doch schon nach wenigen Minuten kamen schreckliche Geräusche aus der Küche. Teils vom Rocket-Chef, teils von meiner Frau. Mit dem Erste-Hilfe-Set unter dem Arm rannte ich in die Küche und sah meine Frau fluchend vor diesem Wunderding der Technik. Was war passiert? Trotz richtigem Zusammenbau ließ sich die Kurbel, die diese Küchenmaschine antreibt nur sehr schwer drehen. Das Ganze hakte und hakelte an allen Ecken und Kanten.
Gut, theoretisch funktionierte alles; also leider kein Grund sich auf die Zehnjahresgarantie zu berufen, aber praktisch mit Möhren war es kein Kinderspiel mehr. Ist man Bodybuilder oder ausgebildeter Olympia-Zehnkämpfer wird man sicherlich derartige Schwierigkeiten mit links meistern, aber mein zartes Frauchen und mein „tastatur-gestählter“ Körper kamen damit nur sehr schwer klar.
Bekanntermaßen sind Möhren ein recht hartes Gemüse, also empfahl ich meiner Frau, den Möhrenrohkostsalat auszulassen und direkt in die Produktion der Bouletten einzusteigen. Geschälte Zwiebeln in den Topf des Rocket Chefs, Schneidemesser vorher einsetzen und loskurbeln. Tatsächlich zerkleinerte das Gerät die Zwiebeln, der Kraftaufwand hielt sich in Grenzen und nach ein paar Umdrehungen war ein Teil der Zwiebeln sehr fein gehackt, während ein anderer Teil noch in recht großen Stücken (etwa in Vierteln) war. Weiteres Kurbeln brachte zwar das Messer in Bewegung, die Zwiebelstücke aber nicht in kleinere Bestandteile; also griff ich zum Messer und schnitt die großen Stücke konventionell. Die mir über die Wangen kullernden Tränen kamen dabei nicht allein von den Zwiebeln, sondern auch vor Wut über meine Dummheit 120 DM für einen solchen Mist bezahlt zu haben.
Diesem Versuch folgten in der darauffolgenden Zeit weitere, aber immer mit dem gleichen Resultat: untauglich!
Die Reinigung: Klar, bevor das Gerät in den Küchenschrank zum Verstauben kommt, muss es gereinigt werden. Dies geht tatsächlich kinderleicht, da eigentlich das Gerät nur mit lauwarmem Wasser mit etwas Spülmittel ausgespült werden muss. Hier hatte der Teleshoppingverkäufer also nicht gelogen.
Nehmt meinen Bericht ruhig als Warnung und überlegt es Euch dreimal, ehe Ihr Eurem Verlangen nach einer kabellosen Küchenmaschine nachgebt. Unsere Zwiebeln u.ä. hacken wir wie immer unter Einsatz von 220 V mit unserer Moulinette (siehe letzter Bericht), die kostet genauso viel und hält, was sie verspricht.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und für Eure Kommentare (hoffentlich recht viele, denn die lese ich besonders gerne).
Euer
© wolframo
25 Bewertungen, 6 Kommentare
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01.06.2007, 13:32 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichLG Anita
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10.03.2007, 11:26 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSh & lg Sarah
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04.03.2007, 18:18 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris :-)
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01.03.2007, 17:36 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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11.10.2006, 17:11 Uhr von leuchttuermin
Bewertung: sehr hilfreichich koch dann selbst...
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17.07.2006, 13:49 Uhr von Binki
Bewertung: sehr hilfreich°°° sh und lg Binki °°°
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