Rozes 10 Years Old Tawny Port Testbericht
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Erfahrungsbericht von blackserver
Auf Portwein- Jagd
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vila de Nova Gaja - Rozes Tawny Port, oder dürfen es ein paar Prozente mehr sein?
Vorwort:
In meinem letzen Urlaub war ich mit meiner Familie in Portugal. Wie üblich musste unser VW- Bus herhalten und er brachte uns ohne Pannen oder andere Probleme ans Ziel.
Im schönen Portugal gibt es viel zu sehen. Bestens zu empfehlen ist die ehemalige Hauptstadt, Quimares, hier gibt es viele Sehenswürdigkeiten und so manches kleine und malerische Lokal, wo man Einkehren kann.
Eine unserer Ausfahrten hatte das Ziel nach Vila Nova de Gaja zu kommen und mal so richtig den viel gerühmten Portwein zu probieren. Es war nicht ganz einfach dorthin zu kommen, es ist ein Stadtteil von Porto und Porto ist nicht gerade eine Kleinstadt. Nach langem Studium der Karte und nach dauerndem Nachfragen bei Passanten hatten wir es endlich gefunden. Auch die Suche nach den Keltereien erwies sich als nicht so einfach. Man sagte uns, dass die Portweinkeltereien im Hafenviertel lägen.
Endlich gefunden!
Nun dieses Viertel ist groß. Porto ist keine kleine Stadt und der Stadtteil Vila Nova de Gaja ist auch nicht klein. Endlich hatten wir es geschafft. Durch steile Gässchen und enge Querstraßen hindurch quälten wir unseren VW durch das Hafenviertel. Quälten ist übrigens der richtige Ausdruck, durch den langen Radstand hatte ich ganz schön zu kämpfen die engen Kurven zu passieren. Manchmal musste ich dreimal vor- und zurück rangieren, um da durch zu kommen.
Endlich hatten wir es geschafft, an einer steilen Straße in Richtung des Hafens liegen alle Keltereien nebeneinander.
Besuch bei Rozes, eine der ältesten Portweinkeltereien...
Die Portweinkelterei Rozes hat eine lange Familientradition. Gegründet wurde sie 1855 in Bordeaux, Frankreich. Der Firmengründer war Edmond Rozes, er war Weingroßhändler. Porto liegt am Duoro- Fluss und von dort aus wurden die guten Tröpfchen mit dem Schiff in die ganze Welt verschickt. Das Anbaugebiet des Portweines ist an den steilen Hängen des Duoro- Flusses. Diese Gegend wird auch als Duorotal bezeichnet. Die Sommer sind hier sehr heiß und die Winter für südwesteuropäische Verhältnisse sehr kalt. Das müssen die Reben und auch die Trauben aushalten.
Schaut doch mal rein...
Für Alle die mal über das Internet reinschauen möchten, Rozes hat eine eigene Website, www.rozes.pt ,oder www.rozesport.com. Auf den Internetseiten der Kelterei kann man sich schon mal informieren. Ich selbst war noch nicht dort, aber ich hole das nach. Ich denke dort kann man auch bestellen.
Rozes ist sehr gastfreundlich...
Die erste, die wir fanden, wurde gleich erstürmt. Man begrüßte uns sehr höflich und lud uns in ein riesiges Kellergewölbe ein. Hier erfuhren wir alles über die Entstehung von Portwein, die Lagerung und die verschiedenen Qualitäten.
Die hübsche junge Dame, die uns alles erklärte, ließ uns dann einige Sorten kosten. Das war lecker!
Ich muss noch dazu sagen, das die Außentemperatur fast 35 Grad betrug und im Gewölbekeller eine angenehme Temperatur um die 18 Grad herrschte. Dort wo der Portwein gelagert wird ist es natürlich noch kälter in den Gewölben.
Da unsere Kinder nur mal ein kleines Schlückchen kosteten, weil der Portwein schön süß schmeckte, blieb für mich und meine Frau eine Menge in den Gläsern übrig. Nach dieser Verkostung hatten wir beide eine Welle.
Es waren sehr leckere Tröpfchen, wir mussten einfach kaufen.
Nachdem wir von diesem und jenem etwas gekauft hatten, ging es mit vier Kisten beladen erst mal zum Auto. Nach dem uns die Sonne am Ausgang der Kelterei erreichte kam die große Faust. Man waren wir plötzlich betrunken, dabei hatte doch jeder bloß vier kleine Gläschen getrunken. Aufgrund seines hohen Zuckergehaltes geht Portwein sehr schnell ins Blut und dadurch ist man auch schnell betrunken, beziehungsweise, man spürt schon kleine Mengen sehr schnell. Bei längerer Lagerung wandelt sich der hohe Zuckergehalt (sogenannter Fruchtzucker, der in den Trauben enthalten ist...) in Alkohol um, so das ältere Portweine etwas herber schmecken und einen höheren Alkoholgehalt haben. Das sind dann die teureren Weine. Da kann es schon mal vorkommen das gut gelagerte Qualitäts- Portweine bis zu einem dreistelligen DM- Betrag pro Flasche kosten. Aber das kann sich ja nicht Jeder leisten.
Nicht billig, aber gut!
Wir haben uns da auf preiswertere Portweine festgelegt. Die noch einigermaßen erschwinglich für unseren Geldbeutel waren. Zwischen 7,00 und 13,00 Euro muss man allerdings einplanen. Je nach Qualität und Jahrgang schwankt auch der Preis.
Bei Rozes gibt es verschiedene Sorten:
Als erstes den „weisen“ Portwein, er ist eigentlich honigfarben bis zartrosa und schmeckt vorzüglich. Er ist sehr süß und hat ein fruchtiges Aroma. Er hat einen Alkoholgehalt von 20 Prozent.
Dann gibt es den rosefarbenen Portwein, sein Geschmack ist kräftiger und er ist nicht mehr ganz so süß.
Und natürlich die kräftigen und würzigen Portweine, bei Rozes heißen sie Tawny Port. Sie sind dunkelrot und schwer. Auch hier ist der Alkoholgehalt mindestens 20 Prozent.
Die sind stark...
Alle diese Portweine sind vorzüglich und bei hohem Zuspruch unter südlicher Sonne nach dem vierten Glas garantiert umwerfend.
Der Alkoholgehalt ist schon beachtlich, er kann den eines Likörs schon übertreffen. Mit durchschnittlich 20 Prozent Alkoholgehalt im Portwein kann man rechnen.
Die teuersten Sorten sind die langjährig gelagerten und speziell veredelten Sorten. Ihre Farbe ist dunkelrot und der Geruch ist schon streng und erinnert an einen Weinbrand oder Cognac. Diese Portweine schmecken sehr herb und haben einen hohen Alkoholgehalt. Die beste Trinktemperatur für Portwein ist bei 16- 18 Grad, bzw. bei Zimmertemperatur. Hier kann er sein Aroma, seinen Geruch und Geschmack erst richtig entfalten.
Genießen, nicht saufen!
Solche Weine sollte man genießen und bevorzugt als Aperitif vor einem guten Mahl zu sich nehmen.
Auch der Genuss eines solchen Tröpfchens am Abend in guter Gesellschaft ist eine herrliche Sache.
Leider bekommt man solche Qualitäten nicht unter 55,- bis 150,- DM (28,10 € bis 77,00 €)
pro Flasche, aber ich denke der Genuss ist das mal wert. Man braucht ja auch nicht den Teuersten zu nehmen. Hier empfehle ich speziell die Kelterei „Rozes“, diese Portweine sind preisgünstig bei „jungen“ und mittleren Lagerungen und man hat die Wahl zwischen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Ich bevorzuge den nicht so strengen weisen Porto, ein bisschen süß sollte er schon noch sein. Unter 15,00DM (7,67 €) ist nichts zu haben. Wer von jedem der drei jungen Portweine eine Kiste nimmt, ist locker 450,00 DM (230,00 €) los. Aber dafür gibt es eine super Qualität.
Vorsicht Zoll!
Und Vorsicht! Man beachte die Zollgesetze die noch existieren, bis die europäische Gemeinschaft in Kraft tritt. Die Ausfuhr von Alkohol ist nur in geringen Mengen gestattet. Falls man vom Zoll erwischt wird, zahlt man dann noch Steuern auf die nicht gerade billige Ware. Wir hatten Glück und sind nicht einmal kontrolliert worden. Bei einem nachfolgenden Besuch in Andorra rate ich generell vom Großeinkauf ab, da dort sehr strenge Kontrollen in jeder Richtung sind. Da in Spanien der Verkauf von Rauschgiften nicht so verfolgt wird, man erhält es an jeder Ecke, wird in Andorra und Frankreich fast Jeder ausgiebig kontrolliert. Statthaft bis zur zollfreien europäischen Union sind 2 Liter Wein pro Person. Sollten Kinder mitreisen, dürfen auch auf sie pro Person zwei Liter Wein ausgeführt werden.
Aldi- Angebote sind auch nicht schlecht...
Rozes ist eine sehr gute Qualität und dementsprechend ist natürlich der Preis.
Natürlich möchte ich hier nicht über Aldi lästern, im Gegenteil, die haben ein super Angebot bei Wein und Portwein. Auch die Portoqualitäten um 6,00 DM lassen sich trinken und schmecken hervorragend.
Nach längerer Lagerung machen auch diese Portweine eine äußerst gute Figur. Man sollte sie aber nicht länger als 3 bis 5 Jahre aufheben, dafür sind sie nicht gedacht. Ein Rozes kann schon mal etwas länger gelagert werden. 6- 10 Jahre sind kein Problem, wenn die Temperatur stimmt.
Nachdem wir erst mal unsere erste „Welle“ auskuriert hatten, (eine Flasche Mineralwasser leistete dabei gute Dienste) und etwas gegessen hatten, ging es zur nächsten Kelterei.
Im Zeichen des schwarzen Stieres..., Osborne...
Auch hier lief alles nach dem selben Motto ab, erst Besichtigung und Information und dann Verkostung.
Hier gibt es natürlich auch tolle Portweine zu kaufen, allerdings liegen die Preise um mindestens fünf DM pro Qualität höher als bei Rozes. Man bezahlt eben immer den Namen mit. Die Qualitäten möchte ich als gleichwertig bezeichnen.
Aber ein guter Osborne Portwein ist nicht von der Tischkante zu stoßen, ein echt feines Tröpfchen. Wir haben die zwei Kartons, die wir für ein kleines Vermögen gekauft hatten, noch nicht probiert. Der größte Teil wurde an Freunde und Verwandte verschenkt.
Jetzt haben wir nur noch von jeder Sorte zwei Flaschen und die bleiben erst mal liegen. Schlechter werden sie nicht, man kann sie getrost 5- 10 Jahre kühl und dunkel lagern. Wichtig ist das man die Flaschen legt, damit der Korken nicht austrocknet und undicht wird. Dann könnte der Portwein schlecht werden, trotz seines hohen Alkoholgehaltes.
Nach dieser weiteren Verkostung waren wir wohl schon abgehärtet. Der Alkohol machte uns nicht so sehr zu schaffen, wie bei der ersten Weinprobe.
Jetzt haben wir genug zu Trinken, gehen wir endlich baden...(unsere Tochter nach der Verkostung...)
Nachdem wir unser Alkoholbudget für die nächsten zwei Jahre ausgegeben hatten machten wir noch einen Stadtbummel zur Ausnüchterung und fuhren weiter südwärts, unserem nächsten Ziel entgegen. Die schönen Badestrände waren unser Ziel. Davon gibt es in Portugal genug. Es ist auch für jeden Geschmack etwas dabei, von der einsamen Bucht bis zum Sandstrand der mit sonnenhungrigen Massen übersät ist.
Alles in Allem eine Reise wert, auch wenn man nicht auf Portwein steht. Die portugiesische Gastfreundschaft ist beeindruckend, man ist überall willkommen, selbst wenn eigentlich schon geschlossen ist.
So, jetzt muss ich erst einmal eine Flasche Portwein öffnen, irgendwie habe ich Appetit auf ein Glas...,oder zwei?
© blackserver
Vorwort:
In meinem letzen Urlaub war ich mit meiner Familie in Portugal. Wie üblich musste unser VW- Bus herhalten und er brachte uns ohne Pannen oder andere Probleme ans Ziel.
Im schönen Portugal gibt es viel zu sehen. Bestens zu empfehlen ist die ehemalige Hauptstadt, Quimares, hier gibt es viele Sehenswürdigkeiten und so manches kleine und malerische Lokal, wo man Einkehren kann.
Eine unserer Ausfahrten hatte das Ziel nach Vila Nova de Gaja zu kommen und mal so richtig den viel gerühmten Portwein zu probieren. Es war nicht ganz einfach dorthin zu kommen, es ist ein Stadtteil von Porto und Porto ist nicht gerade eine Kleinstadt. Nach langem Studium der Karte und nach dauerndem Nachfragen bei Passanten hatten wir es endlich gefunden. Auch die Suche nach den Keltereien erwies sich als nicht so einfach. Man sagte uns, dass die Portweinkeltereien im Hafenviertel lägen.
Endlich gefunden!
Nun dieses Viertel ist groß. Porto ist keine kleine Stadt und der Stadtteil Vila Nova de Gaja ist auch nicht klein. Endlich hatten wir es geschafft. Durch steile Gässchen und enge Querstraßen hindurch quälten wir unseren VW durch das Hafenviertel. Quälten ist übrigens der richtige Ausdruck, durch den langen Radstand hatte ich ganz schön zu kämpfen die engen Kurven zu passieren. Manchmal musste ich dreimal vor- und zurück rangieren, um da durch zu kommen.
Endlich hatten wir es geschafft, an einer steilen Straße in Richtung des Hafens liegen alle Keltereien nebeneinander.
Besuch bei Rozes, eine der ältesten Portweinkeltereien...
Die Portweinkelterei Rozes hat eine lange Familientradition. Gegründet wurde sie 1855 in Bordeaux, Frankreich. Der Firmengründer war Edmond Rozes, er war Weingroßhändler. Porto liegt am Duoro- Fluss und von dort aus wurden die guten Tröpfchen mit dem Schiff in die ganze Welt verschickt. Das Anbaugebiet des Portweines ist an den steilen Hängen des Duoro- Flusses. Diese Gegend wird auch als Duorotal bezeichnet. Die Sommer sind hier sehr heiß und die Winter für südwesteuropäische Verhältnisse sehr kalt. Das müssen die Reben und auch die Trauben aushalten.
Schaut doch mal rein...
Für Alle die mal über das Internet reinschauen möchten, Rozes hat eine eigene Website, www.rozes.pt ,oder www.rozesport.com. Auf den Internetseiten der Kelterei kann man sich schon mal informieren. Ich selbst war noch nicht dort, aber ich hole das nach. Ich denke dort kann man auch bestellen.
Rozes ist sehr gastfreundlich...
Die erste, die wir fanden, wurde gleich erstürmt. Man begrüßte uns sehr höflich und lud uns in ein riesiges Kellergewölbe ein. Hier erfuhren wir alles über die Entstehung von Portwein, die Lagerung und die verschiedenen Qualitäten.
Die hübsche junge Dame, die uns alles erklärte, ließ uns dann einige Sorten kosten. Das war lecker!
Ich muss noch dazu sagen, das die Außentemperatur fast 35 Grad betrug und im Gewölbekeller eine angenehme Temperatur um die 18 Grad herrschte. Dort wo der Portwein gelagert wird ist es natürlich noch kälter in den Gewölben.
Da unsere Kinder nur mal ein kleines Schlückchen kosteten, weil der Portwein schön süß schmeckte, blieb für mich und meine Frau eine Menge in den Gläsern übrig. Nach dieser Verkostung hatten wir beide eine Welle.
Es waren sehr leckere Tröpfchen, wir mussten einfach kaufen.
Nachdem wir von diesem und jenem etwas gekauft hatten, ging es mit vier Kisten beladen erst mal zum Auto. Nach dem uns die Sonne am Ausgang der Kelterei erreichte kam die große Faust. Man waren wir plötzlich betrunken, dabei hatte doch jeder bloß vier kleine Gläschen getrunken. Aufgrund seines hohen Zuckergehaltes geht Portwein sehr schnell ins Blut und dadurch ist man auch schnell betrunken, beziehungsweise, man spürt schon kleine Mengen sehr schnell. Bei längerer Lagerung wandelt sich der hohe Zuckergehalt (sogenannter Fruchtzucker, der in den Trauben enthalten ist...) in Alkohol um, so das ältere Portweine etwas herber schmecken und einen höheren Alkoholgehalt haben. Das sind dann die teureren Weine. Da kann es schon mal vorkommen das gut gelagerte Qualitäts- Portweine bis zu einem dreistelligen DM- Betrag pro Flasche kosten. Aber das kann sich ja nicht Jeder leisten.
Nicht billig, aber gut!
Wir haben uns da auf preiswertere Portweine festgelegt. Die noch einigermaßen erschwinglich für unseren Geldbeutel waren. Zwischen 7,00 und 13,00 Euro muss man allerdings einplanen. Je nach Qualität und Jahrgang schwankt auch der Preis.
Bei Rozes gibt es verschiedene Sorten:
Als erstes den „weisen“ Portwein, er ist eigentlich honigfarben bis zartrosa und schmeckt vorzüglich. Er ist sehr süß und hat ein fruchtiges Aroma. Er hat einen Alkoholgehalt von 20 Prozent.
Dann gibt es den rosefarbenen Portwein, sein Geschmack ist kräftiger und er ist nicht mehr ganz so süß.
Und natürlich die kräftigen und würzigen Portweine, bei Rozes heißen sie Tawny Port. Sie sind dunkelrot und schwer. Auch hier ist der Alkoholgehalt mindestens 20 Prozent.
Die sind stark...
Alle diese Portweine sind vorzüglich und bei hohem Zuspruch unter südlicher Sonne nach dem vierten Glas garantiert umwerfend.
Der Alkoholgehalt ist schon beachtlich, er kann den eines Likörs schon übertreffen. Mit durchschnittlich 20 Prozent Alkoholgehalt im Portwein kann man rechnen.
Die teuersten Sorten sind die langjährig gelagerten und speziell veredelten Sorten. Ihre Farbe ist dunkelrot und der Geruch ist schon streng und erinnert an einen Weinbrand oder Cognac. Diese Portweine schmecken sehr herb und haben einen hohen Alkoholgehalt. Die beste Trinktemperatur für Portwein ist bei 16- 18 Grad, bzw. bei Zimmertemperatur. Hier kann er sein Aroma, seinen Geruch und Geschmack erst richtig entfalten.
Genießen, nicht saufen!
Solche Weine sollte man genießen und bevorzugt als Aperitif vor einem guten Mahl zu sich nehmen.
Auch der Genuss eines solchen Tröpfchens am Abend in guter Gesellschaft ist eine herrliche Sache.
Leider bekommt man solche Qualitäten nicht unter 55,- bis 150,- DM (28,10 € bis 77,00 €)
pro Flasche, aber ich denke der Genuss ist das mal wert. Man braucht ja auch nicht den Teuersten zu nehmen. Hier empfehle ich speziell die Kelterei „Rozes“, diese Portweine sind preisgünstig bei „jungen“ und mittleren Lagerungen und man hat die Wahl zwischen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Ich bevorzuge den nicht so strengen weisen Porto, ein bisschen süß sollte er schon noch sein. Unter 15,00DM (7,67 €) ist nichts zu haben. Wer von jedem der drei jungen Portweine eine Kiste nimmt, ist locker 450,00 DM (230,00 €) los. Aber dafür gibt es eine super Qualität.
Vorsicht Zoll!
Und Vorsicht! Man beachte die Zollgesetze die noch existieren, bis die europäische Gemeinschaft in Kraft tritt. Die Ausfuhr von Alkohol ist nur in geringen Mengen gestattet. Falls man vom Zoll erwischt wird, zahlt man dann noch Steuern auf die nicht gerade billige Ware. Wir hatten Glück und sind nicht einmal kontrolliert worden. Bei einem nachfolgenden Besuch in Andorra rate ich generell vom Großeinkauf ab, da dort sehr strenge Kontrollen in jeder Richtung sind. Da in Spanien der Verkauf von Rauschgiften nicht so verfolgt wird, man erhält es an jeder Ecke, wird in Andorra und Frankreich fast Jeder ausgiebig kontrolliert. Statthaft bis zur zollfreien europäischen Union sind 2 Liter Wein pro Person. Sollten Kinder mitreisen, dürfen auch auf sie pro Person zwei Liter Wein ausgeführt werden.
Aldi- Angebote sind auch nicht schlecht...
Rozes ist eine sehr gute Qualität und dementsprechend ist natürlich der Preis.
Natürlich möchte ich hier nicht über Aldi lästern, im Gegenteil, die haben ein super Angebot bei Wein und Portwein. Auch die Portoqualitäten um 6,00 DM lassen sich trinken und schmecken hervorragend.
Nach längerer Lagerung machen auch diese Portweine eine äußerst gute Figur. Man sollte sie aber nicht länger als 3 bis 5 Jahre aufheben, dafür sind sie nicht gedacht. Ein Rozes kann schon mal etwas länger gelagert werden. 6- 10 Jahre sind kein Problem, wenn die Temperatur stimmt.
Nachdem wir erst mal unsere erste „Welle“ auskuriert hatten, (eine Flasche Mineralwasser leistete dabei gute Dienste) und etwas gegessen hatten, ging es zur nächsten Kelterei.
Im Zeichen des schwarzen Stieres..., Osborne...
Auch hier lief alles nach dem selben Motto ab, erst Besichtigung und Information und dann Verkostung.
Hier gibt es natürlich auch tolle Portweine zu kaufen, allerdings liegen die Preise um mindestens fünf DM pro Qualität höher als bei Rozes. Man bezahlt eben immer den Namen mit. Die Qualitäten möchte ich als gleichwertig bezeichnen.
Aber ein guter Osborne Portwein ist nicht von der Tischkante zu stoßen, ein echt feines Tröpfchen. Wir haben die zwei Kartons, die wir für ein kleines Vermögen gekauft hatten, noch nicht probiert. Der größte Teil wurde an Freunde und Verwandte verschenkt.
Jetzt haben wir nur noch von jeder Sorte zwei Flaschen und die bleiben erst mal liegen. Schlechter werden sie nicht, man kann sie getrost 5- 10 Jahre kühl und dunkel lagern. Wichtig ist das man die Flaschen legt, damit der Korken nicht austrocknet und undicht wird. Dann könnte der Portwein schlecht werden, trotz seines hohen Alkoholgehaltes.
Nach dieser weiteren Verkostung waren wir wohl schon abgehärtet. Der Alkohol machte uns nicht so sehr zu schaffen, wie bei der ersten Weinprobe.
Jetzt haben wir genug zu Trinken, gehen wir endlich baden...(unsere Tochter nach der Verkostung...)
Nachdem wir unser Alkoholbudget für die nächsten zwei Jahre ausgegeben hatten machten wir noch einen Stadtbummel zur Ausnüchterung und fuhren weiter südwärts, unserem nächsten Ziel entgegen. Die schönen Badestrände waren unser Ziel. Davon gibt es in Portugal genug. Es ist auch für jeden Geschmack etwas dabei, von der einsamen Bucht bis zum Sandstrand der mit sonnenhungrigen Massen übersät ist.
Alles in Allem eine Reise wert, auch wenn man nicht auf Portwein steht. Die portugiesische Gastfreundschaft ist beeindruckend, man ist überall willkommen, selbst wenn eigentlich schon geschlossen ist.
So, jetzt muss ich erst einmal eine Flasche Portwein öffnen, irgendwie habe ich Appetit auf ein Glas...,oder zwei?
© blackserver
27 Bewertungen, 5 Kommentare
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12.03.2002, 23:25 Uhr von DirkWG
Bewertung: sehr hilfreichMmh, fein, lecker Portwein! Habt Ihr für mich noch ein Schlückchen? ;-)
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09.03.2002, 15:00 Uhr von InterCeptor
Bewertung: sehr hilfreichWoaaahh ausführlich..
-
03.03.2002, 14:24 Uhr von krawallo
Bewertung: sehr hilfreichnazdrovi sagt Chrischi
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03.03.2002, 14:22 Uhr von NetRunner
Bewertung: sehr hilfreichda hab sogar ich mir ein fläschchen gesichert ;-)
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03.03.2002, 14:21 Uhr von darkunit
Bewertung: sehr hilfreichCheers mein Lieber ;-)
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