Rufmord - Jenseits der Moral (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von akison
Rufmord - wie kriminell kann Politik sein ??
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
=== Zur Story ===
Gouverneur Jack Hathaway sitzt mit einem Reporter angelnd an einem See, als plötzlich ein Auto durch die Leitplanken bricht und ins Wasser stürzt. Kurz entschlossen springt Jack Hathaway in die Fluten, um zu helfen, kann das eingeschlossene Mädchen aber nicht mehr retten…!
Während dessen sitzt man im Weißen Haus vor einem größeren Problem. Der Vizepräsident ist verstorben und Präsident Jackson Evans ist auf der Suche nach einem Nachfolger. Obwohl Hathaway durch sein beherztes Vorgehen in der Presse gelobt und bewundert wird und eigentlich kurz vor der Ernennung stand, lehnt der Präsident ihn ab.
So setzt er sich mit seinem Stabschef Kermit Newman und dem Pressesprecher Jerry Tolliver zusammen und sie einigen sich darauf, als I-Tüpfelchen in der amerikanischen Geschichte, erstmalig eine Frau als Vizepräsidenten zu ernennen, Senatorin Laine Hanson.
Laine Hanson ist Mutter eines sechsjährigen Sohnes und ihr Mann William hatte Laines Wahlkampf für ihren Senatorenposten organisiert.
Diese Ernennung muss allerdings durch den republikanischen Chairman Sheldon Runyon, ehemaliger Präsidentschafts-Konkurrent, bestätigt werden, der gewisse Abneigungen gegen Senatorin Laine Hanson hat, da sie vor kurzem von den Republikanern zu den Demokraten „übergelaufen“ ist.
Gemeinsam mit dem Abgeordneten Reginald Webster versucht er, seine Ablehnung gegen Laine Hanson durchzusetzen und schreckt auch vor Rufmord nicht zurück!
So fördert er eine Geschichte aus der College-Zeit von Laine Hanson zutage, die sich seltsamerweise am nächsten Tag im Internet mit Photos bestückt wieder finden lässt.
Hierbei handelt es sich um den Skandal schlechthin, auf den Photos soll man Laine Hanson beim Sex mit zwei Männern erkennen.
Natürlich wird Laine vor dem Anhörungsausschuss zu diesem Vorfall befragt, aber sie schweigt vehement dazu und stellt klar, dass sie sich gerne zu allen gestellten politischen Fragen äußern wird, aber weder vor der Presse noch vor diesem Ausschuss Aussagen zu ihrem Privatleben abgeben wird!
Doch Runyon lässt nicht locker! So lässt er die Ex-Frau von William Hanson, Cynthia Lee, vor dem Ausschuss aussagen und man erfährt, dass Laine mit William schon ein Verhältnis hatte, als dieser noch mit Cynthia Lee verheiratet war! So versucht er, Laine Hanson als unglaubwürdig darzustellen, da sie in einer vorangegangenen Befragung ausgesagt hatte, niemals Ehebruch begangen zu haben!
Der Präsident bekommt Zweifel: War Laine Hanson eine gute Wahl, kann sie diesen Druck auf Dauer aushalten?
Sollte man doch Jack Hathaway wieder in Betracht für die Rolle des Vizepräsidenten ziehen?
Welche Intrigen wird Chairman Sheldon Runyon noch spinnen können?
Wer wird letztendlich Vizepräsident der USA?
=== Schauspieler ===
Präsident Jackson Evans - Jeff Bridges
(Arlington Road, The Big Lebowski)
Verkörpert den etwas flapsigen Präsidenten, der eher darauf bedacht zu sein scheint, seine Gäste stets mit einem gelungen Mahl zu verköstigen, als wirklich Partei zu ergreifen.
Senatorin Laine Hanson - Joan Allen
(Pleasantville, Face/Off)
Bleibt stark! Obwohl sie alleine durch das Ausgraben einer solch heiklen Geschichte hart von dem Ausschuss bedrängt wird, sieht man sie als starke Frau, die es nicht nötig hat, mit den gleichen intriganten Waffen zurückzuschlagen, aber zuweilen doch mit sich hadert, ob sie die an ihre Person gestellten Erwartungen erfüllen kann.
Chairman Sheldon Runyon - Gary Oldman
(Air Force One, Lost in Space)
Ich habe eine ganze Weile überlegen müssen, wer dieser fiese, intrigante Kerl eigentlich ist! So böse, so durchtrieben. Gary Oldman legt eine Glanzleistung ab!
Stabschef Kermit Newman - Sam Elliott
(Wir waren Helden, Tombstone, Gettysburg)
Unauffällig, aber sachlich!
Reginald Webster - Christian Slater
(Operation Broken Arrow, Das Rosenbett, Crime is King)
Nun ja, wenn man in den Rechtsausschuss will, muss man einiges dafür tun! So ist er Helfershelfer von Runyon, ändert aber im Laufe der Zeit seine Meinung zu Runyon und Hanson.
Gouverneur Jack Hathaway – William L. Petersen
(Blutmond, Serie C.S.I.)
Bekommt er eine neue Chance oder hat er auch Dreck am Stecken?
=== Meine Meinung ===
Wer hier einen Thriller erwartet hat liegt falsch, ich würde es eher in der Richtung Drama sehen.
Ich habe mir schon Gedanken um die Position von Senatorin Laine Hanson gemacht! Natürlich ist es so, dass jeder Präsident, jeder Gouverneur, jeder Senator eine „weiße“ Weste haben sollte, aber hat nicht jeder von uns Fehler, auch wenn es in unseren Augen noch nicht mal Fehler waren, gemacht?
Stimmt die Geschichte, die man über sie ausgegraben hat, überhaupt?
Wer gibt dem hinterhältigen Chairman Runyon das Recht, sie so zu traktieren, sie mit solchen Geschichten zu konfrontieren und befriedigt er sich im Grunde genommen mit dem Ausgraben solcher „ekelhaften“ Vorkommnisse nicht selber?
Welchen Sinn und Zweck sollen solche politischen Schlammschlachten – und sogar Rufmord - eigentlich haben?
Hier sieht man mal wieder, dass es einigen Leuten einfach Spaß macht, eine Person fertig zu machen und selbst vor Rufmord nicht zurückschrecken, nur um ihr Ziel durchzusetzen! Und die Leute sind meist die, die das „dickere Päckchen“ zu tragen haben.
Der Film an sich war spannend, die Dialoge scharf, aber doch zeitweilig etwas zäh.
Wer sich mit dem amerikanischen Verfahren zur Wahl des Präsidenten bzw. Vizepräsidenten nicht so gut auskennt, wird hier eventuell leichte Schwierigkeiten bekommen, den Film und die Handlung zu verstehen!
Hier wird die amerikanische Regierung kritisiert, da Frauen zwar Senatorinnen werden „dürfen“, aber doch wohl nie „weiter“ kommen sollen; also die Diskriminierung von Frauen in Machtpositionen!
Gouverneur Jack Hathaway sitzt mit einem Reporter angelnd an einem See, als plötzlich ein Auto durch die Leitplanken bricht und ins Wasser stürzt. Kurz entschlossen springt Jack Hathaway in die Fluten, um zu helfen, kann das eingeschlossene Mädchen aber nicht mehr retten…!
Während dessen sitzt man im Weißen Haus vor einem größeren Problem. Der Vizepräsident ist verstorben und Präsident Jackson Evans ist auf der Suche nach einem Nachfolger. Obwohl Hathaway durch sein beherztes Vorgehen in der Presse gelobt und bewundert wird und eigentlich kurz vor der Ernennung stand, lehnt der Präsident ihn ab.
So setzt er sich mit seinem Stabschef Kermit Newman und dem Pressesprecher Jerry Tolliver zusammen und sie einigen sich darauf, als I-Tüpfelchen in der amerikanischen Geschichte, erstmalig eine Frau als Vizepräsidenten zu ernennen, Senatorin Laine Hanson.
Laine Hanson ist Mutter eines sechsjährigen Sohnes und ihr Mann William hatte Laines Wahlkampf für ihren Senatorenposten organisiert.
Diese Ernennung muss allerdings durch den republikanischen Chairman Sheldon Runyon, ehemaliger Präsidentschafts-Konkurrent, bestätigt werden, der gewisse Abneigungen gegen Senatorin Laine Hanson hat, da sie vor kurzem von den Republikanern zu den Demokraten „übergelaufen“ ist.
Gemeinsam mit dem Abgeordneten Reginald Webster versucht er, seine Ablehnung gegen Laine Hanson durchzusetzen und schreckt auch vor Rufmord nicht zurück!
So fördert er eine Geschichte aus der College-Zeit von Laine Hanson zutage, die sich seltsamerweise am nächsten Tag im Internet mit Photos bestückt wieder finden lässt.
Hierbei handelt es sich um den Skandal schlechthin, auf den Photos soll man Laine Hanson beim Sex mit zwei Männern erkennen.
Natürlich wird Laine vor dem Anhörungsausschuss zu diesem Vorfall befragt, aber sie schweigt vehement dazu und stellt klar, dass sie sich gerne zu allen gestellten politischen Fragen äußern wird, aber weder vor der Presse noch vor diesem Ausschuss Aussagen zu ihrem Privatleben abgeben wird!
Doch Runyon lässt nicht locker! So lässt er die Ex-Frau von William Hanson, Cynthia Lee, vor dem Ausschuss aussagen und man erfährt, dass Laine mit William schon ein Verhältnis hatte, als dieser noch mit Cynthia Lee verheiratet war! So versucht er, Laine Hanson als unglaubwürdig darzustellen, da sie in einer vorangegangenen Befragung ausgesagt hatte, niemals Ehebruch begangen zu haben!
Der Präsident bekommt Zweifel: War Laine Hanson eine gute Wahl, kann sie diesen Druck auf Dauer aushalten?
Sollte man doch Jack Hathaway wieder in Betracht für die Rolle des Vizepräsidenten ziehen?
Welche Intrigen wird Chairman Sheldon Runyon noch spinnen können?
Wer wird letztendlich Vizepräsident der USA?
=== Schauspieler ===
Präsident Jackson Evans - Jeff Bridges
(Arlington Road, The Big Lebowski)
Verkörpert den etwas flapsigen Präsidenten, der eher darauf bedacht zu sein scheint, seine Gäste stets mit einem gelungen Mahl zu verköstigen, als wirklich Partei zu ergreifen.
Senatorin Laine Hanson - Joan Allen
(Pleasantville, Face/Off)
Bleibt stark! Obwohl sie alleine durch das Ausgraben einer solch heiklen Geschichte hart von dem Ausschuss bedrängt wird, sieht man sie als starke Frau, die es nicht nötig hat, mit den gleichen intriganten Waffen zurückzuschlagen, aber zuweilen doch mit sich hadert, ob sie die an ihre Person gestellten Erwartungen erfüllen kann.
Chairman Sheldon Runyon - Gary Oldman
(Air Force One, Lost in Space)
Ich habe eine ganze Weile überlegen müssen, wer dieser fiese, intrigante Kerl eigentlich ist! So böse, so durchtrieben. Gary Oldman legt eine Glanzleistung ab!
Stabschef Kermit Newman - Sam Elliott
(Wir waren Helden, Tombstone, Gettysburg)
Unauffällig, aber sachlich!
Reginald Webster - Christian Slater
(Operation Broken Arrow, Das Rosenbett, Crime is King)
Nun ja, wenn man in den Rechtsausschuss will, muss man einiges dafür tun! So ist er Helfershelfer von Runyon, ändert aber im Laufe der Zeit seine Meinung zu Runyon und Hanson.
Gouverneur Jack Hathaway – William L. Petersen
(Blutmond, Serie C.S.I.)
Bekommt er eine neue Chance oder hat er auch Dreck am Stecken?
=== Meine Meinung ===
Wer hier einen Thriller erwartet hat liegt falsch, ich würde es eher in der Richtung Drama sehen.
Ich habe mir schon Gedanken um die Position von Senatorin Laine Hanson gemacht! Natürlich ist es so, dass jeder Präsident, jeder Gouverneur, jeder Senator eine „weiße“ Weste haben sollte, aber hat nicht jeder von uns Fehler, auch wenn es in unseren Augen noch nicht mal Fehler waren, gemacht?
Stimmt die Geschichte, die man über sie ausgegraben hat, überhaupt?
Wer gibt dem hinterhältigen Chairman Runyon das Recht, sie so zu traktieren, sie mit solchen Geschichten zu konfrontieren und befriedigt er sich im Grunde genommen mit dem Ausgraben solcher „ekelhaften“ Vorkommnisse nicht selber?
Welchen Sinn und Zweck sollen solche politischen Schlammschlachten – und sogar Rufmord - eigentlich haben?
Hier sieht man mal wieder, dass es einigen Leuten einfach Spaß macht, eine Person fertig zu machen und selbst vor Rufmord nicht zurückschrecken, nur um ihr Ziel durchzusetzen! Und die Leute sind meist die, die das „dickere Päckchen“ zu tragen haben.
Der Film an sich war spannend, die Dialoge scharf, aber doch zeitweilig etwas zäh.
Wer sich mit dem amerikanischen Verfahren zur Wahl des Präsidenten bzw. Vizepräsidenten nicht so gut auskennt, wird hier eventuell leichte Schwierigkeiten bekommen, den Film und die Handlung zu verstehen!
Hier wird die amerikanische Regierung kritisiert, da Frauen zwar Senatorinnen werden „dürfen“, aber doch wohl nie „weiter“ kommen sollen; also die Diskriminierung von Frauen in Machtpositionen!
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