Russischer Zupfkuchen Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
- Arbeits- und Zeitaufwand:
- Kosten:
Erfahrungsbericht von [email protected]
O'zupft is
Pro:
lecker
Kontra:
aufwendig und gehaltvoll
Empfehlung:
Ja
Ich muss zu Beginn noch zugeben, dass das Backen nicht ganz einfach ist. Aber auch hier kann ich wieder beruhigen; ich hab es schon drei Mal ganz allein versucht, und jedesmal ist es echt gut geworden.
Damit darf sich also auch dieses Rezept über den Stempel "Quasi Idiotensicher" freuen. Keine Sorge, mehr als verbrennen kann er ja nicht ;)
Also dann, rüstet euch aus mit folgenden Sachen und dann kann's auch bald schon losgehen.
======= Zutaten für den Teig =======
- 400g Mehl
- 200g Margarine
- 200g Zucker
- 40g Kakao
- 1 Ei
- 1 Päckchen Backpulver
So, das klingt schon mal nach viel Einkaufen. Leider war es das noch nicht mal. Hinzu kommen noch ein paar Kleinigkeiten für die Quarkcreme, die den Kuchen zum einen so gehaltvoll, zum anderen aber auch sooo lecker macht, dass man den Punkt "gehaltvoll" gleich wieder vergessen kann ;) .
======= Zutaten für die Füllung =======
- 250g Butter
- 250g Zucker
- 500g (magerer) Quark
- 3 Eier
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Packung Vanillepuddingpulver
**************************** ******
Tipp Nr. 1:
Hier noch ein Tipp, was die Zutaten angeht. Alles über Nacht oder wenigstens 3-4 Stunden bevor ihr anfangt zu backen, draußen (nicht im Kühlschrank) stehen lassen.
So haben nachher alle Zutaten dieselbe Temperatur und ihr lauft nicht Gefahr, dass zum Beispiel die Butter flockt - das würde euch später nämlich nur ärgern!
**********************************
Okay, wenn wir denn nun alles eingekauft, bzw. aus dem Schrank geholt haben, besorgt ihr euch noch die typischen Küchenhelfer:
======= Hilfsmittelchen =======
- Eine große Schüssel
- Eine andere große Rührschüssel
- Ein Handmixer
- Ein großes Brett oder ähnliches, wo ihr nachher den Teig ablegen könnt (fragt nicht, warum, die Antwort kommt ca. 3 Absätze weiter unten)
- Eine Springform (Durchmesser ca. 26 cm - ein paar mehr oder weniger sind allerdings echt nicht ausschlaggebend)
- Topflappen (kann ich echt nur immer wieder betonen!!! ;)
- Und natürlich ein funktionierender Ofen
======= Backe, backe Kuchen, bzw. Teig =======
So, jetzt hab ich euch aber genug gelangweilt. Wollen wir endlich mal anfangen, oder?
Bevor es jedoch losgehen kann, müsst ihr euch noch die Hände waschen (logisch, oder?) Die werden zwar eh nicht lange sehr sauber bleiben, aber einen schmutzigen Kuchen wollen wir ja auch nicht.
Also, ihr messt das Mehl ab und vermengt es in einer Schüssel mit dem Backpulver. Hierbei bitte sehr gründlich vorgehen, damit man nachher im fertigen Kuchen nicht auf Natron beißt.
Nun kommt der Zucker dran. Danach mischt ihr den Kakao unter, dadurch verändert sich die Konsistenz des "Pulvers" schon ein wenig. Als nächstes die Margarine in möglichst kleinen Stückchen darauf geben. Zum Schluss das Ei reinschlagen.
Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, warum das so überhaupt nicht nach Teig ausschaut, bzw. wie man das am Besten ändern kann.
Tja, jetzt kommt der Teil, den ich mit den bald wieder schmutzigen Händen meinte.
Nun heißt es Ärmel hochkrempeln und dann den ganzen Pamps in der Schüssel gut durchkneten.
Das dauert ewig, und ist anstrengend...aber es lohnt sich, ihr werdet sehen.
>>>>Oh man, ich bekomm schon beim Schreiben Hunger ;)<<<<
Weiter im Text: Immer schön kneten, versucht einfach, die Margarine in die restlichen Zutaten zu drücken. Ihr Fett bindet das Mehl und den Zucker und auch das Ei liefert ein wenig Flüssigkeit. So sollte innerhalb von ca. 10 Minuten ein Teigklumpen entstehen.
Hiervon müsst ihr als erstes ein wenig kosten - nicht so viel, sonst reicht es doch nachher nicht mehr!
Okay, damit wäre die erste Lust auf Kuchen für ein Weilchen gestillt ;)
Den Teig, den ihr nicht aufgegessen habt (der macht hoffentlich noch mindestens 95 % aus), teilt ihr jetzt in drei gleich große Teile.
Eins dieser Klümpchen legt ihr bei Seite (vielleicht auf das Brett, das ich oben hingeschrieben habe und das nun die Antwort auf die Frage "wozu?" liefert).
Die anderen zwei Drittel werden wieder zusammen gemischt. Damit füllt ihr jetzt die (bitte ordentlich eingefettete, bzw. mit Backpapier belegte) Springform aus, sie bilden sozusagen den Boden des Zupfkuchens.
Die Springform mit dem ersten Teil des Kuchens stellt ihr jetzt beiseite und wendet euch der zweiten Schüssel zu, in der die Quarkcreme zubereitet wird.
======= Zubereitung des Quarks =======
Für die Quarkcreme ist es jetzt besonders wichtig, dass alle Zutaten in etwa dieselbe Temperatur haben und nicht zu kalt sind.
Ihr gebt den Magerquark in die Schüssel und verrührt darin zuerst den Zucker und den Vanillezucker, dann das Pudding-Pulver und danach die Eier.
Danach gebt ihr die Butter dazu, wieder in möglichst kleinen Stückchen.
Dieses Gemisch verrührt ihr nun auf höchster Stufe, so dass keine Butterflocken oder ähnliches mehr übrig bleiben.
**********************************
Tipp Nr. 2, falls ihr Tipp Nr. 1 ignoriert habt:
Sollte die Butter doch zu kalt sein und Flocken schlagen, stellt ihr die Schüssel für ca. 10 Minuten in warmes Wasser. So sollten die Butterflocken leicht anschmelzen, so dass ihr sie problemlos verrühren könnt.
Lasst die Schüssel aber nicht zu lang in dem Wasser, denn wenn die Butter ganz schmilzt und flüssig wird, verbindet sie sich ebenso wenig mit den restlichen Zutaten. Also nur kurz rein und dann weiter rühren, möglichst mit dem Schneebesen.
**********************************
So, wenn ihr also auch diese Hürde gemeistert habt, dürft ihr nun auch ein Löffelchen von der Creme kosten. Hach, wie lecker... (ich will auch! ;))
Okay, den Quark dann also in die Springform auf den Boden des Kuchens geben und warten, bis sie sich gleichmäßig verteilt habt.
Nun kommt auch noch das letzte Drittel des Kuchens ins Spiel, das ihr hoffentlich nicht in der Zwischenzeit aufgegessen habt. Dieses "zupft" ihr in lauter kleine Teigstückchen (ungefähr halb so groß wie Tischtennisbälle - schlechter Vergleich, tut mir Leid) und streut diese dann in die Quarkcreme.
Nun hätten wir auch endlich das Namensgeheimnis des "Zupfkuchens" gelüftet.
Macht euch keine Sorgen, wenn es so ausschaut, als wären zu viele Streusel auf dem Quark. Diese sinken beim Backen noch ein und verteilen sich so ganz von allein.
Wenn ihr die Streusel gleichmäßig verteilt habt, kommt der Kuchen in den vorgeheizten Backofen.
Hier gibt es wieder mehrere Möglichkeiten:
- Backofen mit Umluft-Funktion auf 175° C stellen und den Kuchen ca. eine Stunde backen lassen
- Backofen mit Ober- und Unterhitze, bzw. Gasherd auf 200° C stellen und ebenfalls eine Stunde backen lassen.
**********************************
Tipp Nr. 3:
Zur Überprüfung, ob der Kuchen schon fertig ist, langes Holzstäbchen am Rand bis auf den Kuchenboden durchstechen. Wieder herausziehen. Wenn es nicht mehr total nass ist, kann der Kuchen aus dem Ofen raus.
Ach das Aussehen des Kuchens kann einen Hinweis liefern, ob dieser schon fertig ist: Die Quarkcreme sollte in etwa so aussehen, wie Crème brûlée, also schon noch sehr hell, aber mit leicht gebräunter Oberfläche.
Wenn ihr den Kuchen rausholt, denkt bitte an die Topflappen ;)
**********************************
======= Abschließende Hinweise =======
Tja, was bleibt mir jetzt noch groß zu sagen. Der Kuchen ist wahnsinnig lecker. Wenn ich so darüber nachdenke, sollte ich vielleicht auch noch einen Backen.
15 Bewertungen, 7 Kommentare
-
14.07.2008, 17:17 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER
-
13.07.2008, 20:01 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
-
13.07.2008, 19:02 Uhr von web242
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht. Gruß web242
-
12.07.2008, 20:27 Uhr von ingoa09
Bewertung: sehr hilfreichEin rundum guter Bericht! Gruß Ingo
-
12.07.2008, 17:35 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichschönes wochenende lg. petra
-
12.07.2008, 16:50 Uhr von Wuschel11
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße Wuschel
-
12.07.2008, 16:36 Uhr von bundy109
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße von Andre
Bewerten / Kommentar schreiben