Sony Final Fantasy X (PS2 Spiel) Testbericht

ab 17,98
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nie
  • Suchtfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  gut

Erfahrungsbericht von moorhuhn009

Das beste Spiel aller Zeiten!?!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachdem die Stadt Zanarkand unter dem Angriff des Ungeheuers Sin in Stücke gerissen wurde, findet sich der 17-jährige Blitzball-Star Tidus in einer Welt namens Spira wieder.

Die folgenden Spielstunden lassen Tidus mehr als genügend Zeit um Spiras Bewohner und Mythen kennen zu lernen, während sich immer wieder neue Rätsel auftun, aber auch Zusammenhänge klar werden. Tidus schließt sich dem Medium Yuna und ihren Freunden auf einer Pilgerreise an, auf der Yuna versucht, die Geister der Yevon-Tempel zu beschwören und mit ihrer Hilfe Sin zu vernichten.

Die zahlreichen Dialogsequenzen fügen sich so perfekt in das eigentliche Rollenspielgeschehen ein, dass Sie den Übergang bald kaum mehr registrieren werden.

Natürlich entwickelt sich die Story nicht weiter, wenn man nicht in zeitintensiver Kleinarbeit die Kampf- und Heilkünste Ihrer Heldengruppe verbessern, um Bossgegner zu besiegen. Dank der toll animierten Bewegungen von Monstern und Helden sowie die brachialen Grafik- und Soundeffekte wirken die Gefechte sehr viel dynamischer als in den Vorgängern.

Die Begegnungen verlaufen leider immer noch zufällig, und gegen Ende der Story scheint die Party geradezu durch Scharen unsichtbarer (!) Gegner zu waten, die sich bei jedem zweiten Schritt auf die Helden stürzen. Über diese Ärgernisse vermag vielerorts das Kampfsystem hinwegzutrösten, das man wohl als das ausgereifteste aller FF-Zeiten bezeichnen darf. Es können sich jeweils drei Charaktere zugleich am Kampf beteiligen; man kann jedoch jederzeit fliegende Wechsel vornehmen oder ihrer aktiven Figur eine geeignetere Waffe in die Hand drücken.

Jeder Charakter vermag mit der Zeit eine Vielzahl von Angriffen, Spezialaktionen und Zaubern ausführen oder darf magische Gegenstände verwenden. Yuna hat zudem die Macht, Tempel-Geister, Bestia genannt, zu beschwören und anstelle der Party bis zur Erschöpfung kämpfen zu lassen.

Abhängig von ihrer Kampferfahrung dürfen die Helden auf dem Sphärobrett Boni mit Hilfe gefundener Sphäroiden aktivieren.
Die Glanzpunkte von Final Fantasy X sind ohne Zweifel die sparsam verteilten, aber umwerfenden Rendersequenzen. Doch dank Motion Capturing und sehr umfangreicher Sprachausgabe machen die Helden auch in Spielgrafik einen äußerst menschlichen Eindruck. Das Kino-Flair wird nur durch wenige Patzer und durch ein ärgerliches \"Bonusfeature\" der europäischen Version gestört: Die Verzerrung des Bildes durch auffällige PAL-Balken.

Immerhin ist die relativ freie deutsche Übersetzung der Untertitel und Bildschirmtexte größtenteils treffend gelungen, wenn einige Spezialbegriffe auch etwas albern klingen. Der Soundtrack greift immer wieder verschiedene Final Fantasy-Themen auf und passt sich stimmungsmäßig den hübschen bis prachtvollen Umgebungen an, plätschert meistens jedoch recht belanglos dahin.

Die Story um die sympathische Charakterriege hält einen trotz gelegentlicher Längen neugierig, Kampfsteuerung und Fähigkeitensystem sind super ausgereift und eröffnen einem im Lauf des Spiels zunehmend neue Möglichkeiten. Dabei fesselt einen allein schon die filmreife Inszenierung vor den Bildschirm, wobei das Spiel immer wieder besonders atemberaubende Momente bereithält. Noch schöner wäre das natürlich in Vollbild-Format.

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