Schleswig-Holstein Testbericht

Schleswig-holstein
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Erfahrungsbericht von Engelchen

*Leben... wo andere Urlaub machen*

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Liebe Leserinnen, liebe Leser...


Schleswig-Holstein - das ist das Land, wo ich lebe... wo ich geboren bin ...ob ich hier auch einmal sterben werde, kann ich euch zum heutigen Zeitpunkt ja noch nicht sagen... *schauen wir mal*...aber jetzt weile ich ja noch unter den Lebenden und fühle mich in meiner Heimat wohl.
Schleswig-Holstein ist ein Land, in dem viele für einige Wochen im Jahr ihren Urlaub verbringen und Erholung suchen - ICH darf dieses wunderbare Land immer genießen *ätsch*... aber nun möchte ich euch doch gerne Schleswig-Holstein ein wenig näher bringen und vielleicht auch einige Erinnerungen aus dem Erdkundeunterricht wieder ans Tageslicht holen...
Und gleich zu Anfang weise ich lieber dezent darauf hin, dass ihr bei meinem Bericht ein wenig länger verweilen werdet - falls ihr nicht scrollt *g* - denn es ist doch wesentlich mehr geworden, als ich dachte... *schwitz*. Somit hoffe ich auf eurer Durchhaltevermögen...

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**DIE ENTSTEHUNG SCHLESWIG-HOLSTEINS**
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Die fruchtbaren Marschen entlang der Nordsee und der Elbe, die karge Geest - rund gewölbt im Westen, flach und moorig in der Mitte - und das gewellte mit Seen gesprenkelte östliche Hügelland bilden einen landschaftlichen Dreiklang in Schleswig-Holstein. Erdhistorisch gesehen, ist das *Land zwischen den Meeren* nichts anderes als die Schutthalde von Skandinaviens. Der Wall zwischen Nord- und Ostsee ist fast reines Eiszeitland und zumindest auf das Erdzeitalter bezogen ist es Neuland.

Vor ungefähr 200.000 Jahren erreichten die Enden der Saaleeistzeit das Gebiet der heutigen Westküste. Ein Eispanzer, der aus Skandinavien kam, brachte Steine, Sand und Ton mit. Als das Eis dann nach ca. 75.000 Jahren schmolz, blieb das alles hier liegen. Dann schob sich vor 25.000 Jahren erneut bis zu 600 Meter hohes Eis von Osten her über das Land, welches ein Ausläufer der Weichseleiszeit war. Jedoch stoppte das Eis früher und diese Eisgrenze bildete eine Linie von Flensburg über Neumünster, ein Stück zur Ostsee eingebeult, bis östlich von Hamburg.
Da ja nun Gletscher keinen Rückwärtsgang haben, hat sich das Eis nicht aus Schleswig-Holstein zurückgezogen, sondern blieb liegen und taute ab. Dieser Prozeß begann vor allem unter dem Eis und in den Spalten. Zum Teil unter hohem Druck suchte sich nun das Schmelzwasser seinen Weg nach Westen, wobei Sand und Steine mitgeschleppt wurden und sich in der Mitte des Landes leicht geneigte Sander bildeten. Im Westen durchstießen diese Wassermassen bei Arlau, Eider und Stör das alte Hügelland und auch der leichte und fruchtbare Ton spülte so ins Meer weg, der dort während der ersten, der Saaleeiszeit, angelagert worden war.
Weil es immer noch kalt war, war die Folge für die Moränen (nicht das aalartige Tier aus dem Meer *gg), die nicht unter dem Eis lagen, einschneidend. Da nur im Sommer deren obere Bodenschicht auftaute, floß der fruchtbare Boden ohne schützende Pflanzendecke ab. Aus einer fruchtbaren, hügeligen Landschaft wurden flache, sandige *Rücken* - die *hohe Geest* war entstanden.
Also ihr könnt beruhigt eure Schnee - und Eisausrüstung zu Hause lassen, falls ihr mal nach Schleswig-Holstein kommt..*gg*

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**Die Geest**
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Der Name *Geest* stammt von dem friesischen Wort für unfruchtbar \"Güst\". Nach dem Ende der Weichseleiszeit war gut 85 Prozent von Schleswig-Holstein dann fertig. Sie teilten sich in die Hohe und Flache Geest und das östliche Hügelland.
Das Land entwickelte sich vor allem an der Westküste. In den Kälteperioden der Eiszeiten war die Nordsee mehr ein See, etwa dort, wo heute die Doggerbank liegt. Erst mit den Eisschmelzen stieg der Wasserstand langsam, aber ständig und erreichte fast die heutige Höhe.
Als erstes bildeten sich die Steilküsten, die noch heute am *Kliff* bei St. Michaelisdonn in Dithmarschen gut zu sehen sind. Dort, wo sich Steilküsten bilden, kann sich das abgetragene Material auch in Nehrungen ablagern, welches am deutlichsten in Lunden, nördlich von Heide, zu erkennen ist. Heute noch weisen Dünenreste entlang der Bundesstraße 5 auf diesen Strandwall hin.

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**Die Marsch**
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Die fruchtbare Marsch ist ein Geschenk der Nordsee. Vor ungefähr 4.000 Jahren, als die Ostküste von Schleswig-Holstein schon fast ihre heutige Gestalt hatte, begannen die Gezeiten der steigenden Nordsee im Westen, Schlick vor der Geestkante abzusetzen. Die Sedimente wuchsen so zur Marsch auf und wurden bedingt durch die Fruchtbarkeit besiedelt. Die Marschbewohner bauten ihre Häuser auf Erdhügeln, den Warften und vor rund 1.000 Jahren begann dann auch der Deichbau, der vor Sturmfluten und Überschwemmungen schützen soll.
Die Hauptgefahr für die Küste geht von schweren Sturmfluten aus. Seit Jahrhunderten zerstören sie Hab und Gut, forderten Tausende von Menschenleben und veränderten häufig den Küstenverlauf. Wissenschaftler vermuten, dass in den nächsten Jahrzehnten der Meeresspiegel steigen wird. Dann sind höhere Fluten zu erwarten, denen manche Deiche nicht gewachsen sind, weswegen hier die Deiche verstärkt werden, wo immer es nötig ist.
Sperrwerke, wie z.B. an der Eider, riegeln Flussmündungen ab. Sie sorgen dafür, dass Sturmfluten nicht mehr in den Unterlauf der Flussmündungen eindringen können und dort das Land überschwemmen. Außerdem verkürzt das Eidersperrwerk zusammen mit dem Eiderdamm die Deichlinie von 60 km auf 5 km. Wichtig ist allerdings, dass genügend Überflutungsräume für das eingesperrte Flusswaser zur Verfügung stehen. Denn bei geschlossenen Sperrwerkstoren gelangt Seewasser zwar nicht in den Mündungstrichter der Eider, das Flusswasser aber auch nicht in die Nordsee.

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**Die Sehenswürdigkeiten der Voreiszeit**
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Ungefähr ein Dutzend geologischer Sehenswürdigkeiten in Schleswig-Holstein geben einen Blick in die Voreiszeit. Am bekanntesten ist hier wohl Helgoland. Dieser Buntsandstein wurde von Salz an die Oberfläche gepreßt. In der gleichen Zeit etwa kam auch in Lägerdorf bei Itzehoe Kreide an die Oberfläche, wo heute industriell der Rohstoff für die Produktion von Zement abgebaut wird. Die ältesten Fenster tun sich allerdings in Elmshorn und in Bad Segeberg auf. Roter Lehm steigt bei Lieth, bei Elmshorn, der *Liether Lehmkuhle*, 3.500 Meter aus dem Erdaltertum auf. Über 100 Jahre wurde hier der erdhistorische Schatz abgebaut und zu Ziegeln gebrannt.
In Bad Segeberg dagegen wurde lange Zeit Mörtel gewonnen. Der *Kalkberg* steigt über 2000 Meter aus dem Untergrund auf. Von 110 auf 91 Meter wurde er abgebaut und hat heute die Form eines hohlen Zahnes. Jeden Sommer wird diese Naturbühne für die Karl-May-Festspiele genutzt und das ganze Jahr über können die Höhlen besichtigt werden. Tropfsteine gibt es dort allerdings nicht, denn der *Kalkberg* ist nämlich ein Gipsberg. Noch heute drückt das Salz in den Bodenschichten und jedes Jahr steigt der Berg um einen Millimeter weiter aus dem Erdinneren nach oben.


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**SCHLESWIG-HOLSTEIN HEUTE**
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**Die Lage**
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Schleswig-Holstein ist das nördlichste Bundesland der Bundesrepublik Deutschland und grenzt im Norden an Dänemark, im Osten an die Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern, im Süden an die Bundesländer Hamburg und Niedersachsen und im Westen an die Nordsee. Das Bundesland ist 15.729 Quadratkilometer groß und hat ca. 2,8 Millionen Einwohner.

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**Die Hauptstadt**
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Ja, dann haben wir da noch Kiel - unsere Landeshauptstadt und zugleich größte Stadt mit rund 244.000 Einwohnern. Die Stadt wurde im Jahr 1242 gegründet. Direkt an der Kieler Förde tagt im Landeshaus das Landesparlament. Daneben befinden sich viele Ministerien und vom Hafen aus verkehren täglich Großfähren in verschiedene Länder Skandinaviens. Auf der Großwerft HDW werden riesige Schiffe gebaut oder in den Dockanlagen überholt. Ein besonderes Highlight im Veranstaltungskalender ist die *Kieler Woche*, die seit über 100 Jahren existiert und das größte Sommerfest im Norden Europas ist, gleichzeitig ein Forum für politische Treffen und mit rund 2000 Booten und ca. 5000 Aktiven das größte Segelsportereignis der Welt ist. Ich selber bin mit meiner Familie fast jedes Jahr dort und kann wirklich nur empfehlen, euch diese Attraktion nicht entgehen zu lassen, falls ihr mal in Schleswig-Holstein seid. Das Meer reicht hier bis ins Herz der Stadt. Das Segelrevier auf der Kieler Außenförde zieht Sportler aus aller Welt an die Förde, das größte Stück Natur in Kiel. Hier kann man sich so richtig austoben.
Mit über 24.000 Studienplätzen hat sich Kiel zu einer bedeutenden Universitätsstadt entwickelt.
Eine weitere interessante Attraktivität ist Laboe, wo man das berühmte Marine-Ehrenmal besuchen kann. Von der Aussichtsplattform hat man einen wunderschönen Blick über die Kieler Förde und am Strand kann man ein U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg besichtigen und einen Einblick in das Arbeiten und Leben der Besatzung auf so engem Raum bekommen. Ebenso bekannt aus den Medien dürfte euch das sommerliche Ereignis des *Schlweswig-Holstein Musik Festivals* sein sowie die berühmte *Spiellinie*, die seit 30 Jahren eine Attraktion für Kinder jeden Alters ist.

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**Das Klima**
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Nirgendwo in Deutschland spielt der Wind eine so große Rolle wie in Schleswig-Holstein. Wind verändert die Küstenlandschaft, frisiert Bäume und Büsche (Windschnur), wirft als Sturm Schiffe auf den Strand, peitscht das Meer, türmt es zu Brandungswellen auf, beeinflußt den Land- und Schiffsverkehr, lässt die Förden leerlaufen oder das Wasser in ihnen hochschwappen, treibt Sand vor sich her und ließ einst Mühlen mahlen.
Das Klima Schleswig-Holsteins bezeichnet man als ozeanisch, mit milden Wintern und kühlen Sommern (nunja, dieses Jahr war der Sommer ja alles andere als kühl...auch bei uns). Vorrangig herrscht hier der Westwind. Die Windkraft der Nord- und Ostseeküste gilt als eine wichtige Energiequelle der Zukunft und so überzeugend auch die Vorteile der Energiegewinnung aus Wind sind, so stellt sich mir hier doch die Frage, ob selbiges nicht Konsequenzen für den Lebensraum der Küstengewässer trägt und wie stark Fische, Meeressäugetiere und Vögel durch die Nebeneffekte der Windenergieanlagen beeinträchtigt werden.
Zumeist freuen sich Kinder, Erwachsene und die Urlauber über das windige Wetter in Schleswig-Holstein. Besonders bei Sport und Spiel ist der Wind oft sehr wichtig.
Vor allem bringt der Wind gute und saubere Meeresluft in unser Land. Die Luft ist immer in Bewegung. Schadstoffe, die aus Schornsteinen oder Auspuffrohren entweichen, werden sofort weggeblasen. In stehender Luft würde sie sich vor allem in den Städten stark anreichern und das Atmen erschweren.
Weil Schleswig-Holstein dem Wind die reine Luft verdankt, kommen viele Gäste aus den küstenfernen und industriereichen Bundesländern im Urlaub in unser Land. Menschen mit Erkrankungen der Atemwege lindern ihre Beschwerden während einer Erholungskur auf den Inseln Nordfrieslands, da dort die Luft besonders rein und pollenarm ist. Aus eigener Erfahrung kann ich dieses bestätigen, da auch ich zu den atemwegserkrankten Menschen mit einer chronischen Bronchitis gehöre und dank dieser gesunden Luft hier komme ich bestens damit zurecht *klopf, klopf, klopf - *dreimal auf Holz!

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**Die Wasserwege in Schleswig-Holstein**
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Der 93 km lange Stecknitz-Kanal gilt als die älteste künstliche Wasserstraße in Nordeuropa. Die meisten Stautore wurden später durch Kammerschleusen ersetzt. Aber im 19 Jh. verfiel der berühmte Wasserweg. Der Bau der Eisenbahn Lübeck-Hamburg machte ihn überflüssig. Das runde Steinkammerbecken der Palmschleuse in Lauenburg erinnert an den Stecknitz-Kanal. Sie ist heute ein Kulturdenkmal.
Im Jahre 1900, nur fünf Jahre nach der der Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals, bekamen die Lübecker eine neue Wasserstraße: den Elbe-Trave-Kanal, später in Elbe-Lübeck-Kanal umbenannt. Der moderne Kanal ist nur noch 67 km lang und kommt mit sieben Schleusen aus. Die Binnenschiffe transportieren allerdings nicht mehr Salz, sondern Waren aller Art. Viele Jahre wurden große Mengen Sand und Kies aus dem Lauenburgischen nach Hamburg transportiert. Die Großstadt hatte einen riesigen Bedarf für den Bau der Häuser.
Die Schleuse von Königsförde gehört zum Vorläufer des Nord-Ostsee-Kanals, dem Eider-Kanal. Er ersparte den Schiffen bereits vor 200 Jahren den gefahrvollen und langen Seeweg um die Nordspitze Jütlands.
Schon 1895 war der Eider-Kanal überflüssig geworden. Er war zu klein für die moderne Schifffahrt. Der neue Nord-Ostsee-Kanal ist 99 km lang, durchtrennt seit 100 Jahren Schleswig-Holstein und verbindet die beiden Meere miteinander. Er gilt als die meistbefahrene Wasserstraße der Welt.

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**Die Landwirtschaft**
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Die Marsch ist die jüngste Naturlandschaft der drei Landschaftszonen Schleswig-Holsteins. Die Nordsee hat im ewigen Wechsel von Ebbe und Flut fruchtbaren Tonschlick (Kleiboden) abgelagert. Um dieses kostbare, flache Land vor Sturmfluten zu sichern, und landwirtschaftlich zu nutzen, wurden Deiche gebaut. Das neu eingedeichte Land heißt Koog. Über Jahrhunderte wurde so neues Land mit ertragreichen Böden aus dem Meer gewonnen. In älteren Kögen wurden die großen, häufig einzeln stehenden Bauernhäuser noch auf Warften (s.o.) gebaut. Der gute alte Marschboden eignet sich hervorragend als Weideland sowie als Anbaufläche für Weizen, Gerste und Raps und in Dithmarschen ist das größte Kohlanbaugebiet Deutschlands zu finden.
Die mittlere Landschaftszone, die Geest, entstand ja durch die Eiszeiten, worüber ich oben bereits schon so einiges erwähnt hatte. Landwirte erzielten früher auf den kargen unfruchtbaren Böden nur kleine Ernten. Durch Düngung und Bewässerung werden heute mit dem Anbau von Roggen, Hafer, Gerste und Kartoffeln bessere Erträge erreicht. Auf den leichten Geestböden gibt es besonders im Kreis Pinneberg viele Baumschulen.
Das von der Eiszeit geformte östliche Hügelland, die dritte Naturlandschaft Schleswig-Holsteins, bestimmt noch heute das Landschaftsbild. Neben großen Höfen gibt es im östlichen Hügelland noch viele Gutsbetriebe mit prächtigen Herrenhäusern. Diese Güter verfügen über großen Landbesitz, auf denen meist Ackerbau mit hohen Erträgen betrieben wird.
Noch 1995 gab es in Schleswig-Holstein ungefähr 24.000 landwirtschafte Betriebe. Viele kleinere Landwirte und ihre Familien konnten von den Ernteerträgen und der Viehwirtschaft allein nicht mehr leben. Sie begrüßen es also, dass immer mehr Menschen das Angebot nutzen, ihre Ferien auf dem Lande zu verleben. Auf jedem zehnten Bauernhof können Familien heute zu günstigen Preisen zwischen Feldern, Wiesen und Weiden ihren Urlaub verbringen.
Ein vielseitiges Angebot sorgt für abwechslungsreiche Ferien, denn Kinder lieben es, bei der Stallarbeit zu helfen, die Tiere zu füttern und zu pflegen. Viele reiten auch gerne oder erfreuen sich an einer Treckerfahrt. Erwachsene genießen die Schönheit und Ruhe der Natur, die frische Luft und erholen sich beim Rad fahren oder bei Spaziergängen auf einsamen Feldwegen.
Ja, sogar ich habe mit meiner Familie bereits einen Urlaub auf dem Bauernhof verbracht und meine Kinder schwärmen noch heute davon - zumal wir auch bei der Geburt eines Kälbchens dabeisein und ihm einen Namen geben durften.


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**Der Fremdenverkehr an der Ostsee**
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Die Ostseeküste mit ihren vielen Seebädern und Ferienzentren ist ein beliebtes Urlaubs- und Erholungsziel. Die Urlaubsorte bieten neben sauberen Sandstränden mit guten Bademöglichkeiten im Sommer noch viele andere Angebote und verlängern die Sommersaison.
Fehmarn gehört zu den sonnenreichsten Gegenden in Deutschland. Burg auf Fehmarn ist mit dem Ferienzentrum am Südstrand ein modernes Seebad und verfügt über einen Sandstrand und viele Freizeiteinrichtungen, wo sich Familien mit Kindern sehr wohl fühlen. Der flach abfallende Strand lädt zu ungefährlichen Badefreuden ein.
Die Kurverwaltung organisiert viele Spiel- und Sportangebote für Kinder und Erwachsene, sodass keine Langeweile aufkommt. Volleyball am Strand, Tischtennis, Kinderfest, Außenschach, Minigolf, Tennis oder Golf erfreuen sich großer Beliebtheit.
Im Gegensatz zur Nordsee ist an der Ostsee der Wechsel von Ebbe und Flut kaum wahrnehmbar. Bootsfahrten sind ständig möglich. Außerdem besitzt Fehmarn optimale Surfreviere. Ausflugsdampfer starten vom kleinen Hafen Burgstaaken aus zu Kurzausflügen auf die Ostsee.
Der Fremdenverkehr hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und ist zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Neben fast unendlich erscheinenden Ost- und Nordseebädern, wo der bevorzugte Strandurlaub verbracht wird, bietet Schleswig-Holstein auch andere Freizeitaktivitäten. Für Radler ist das schleswig-holsteinische Binnenland ein Paradies. Der *Ochsenweg* z.B. verbindet das gesamte Binnenland von Flensburg nach Wedel oder umgekehrt und an der dänischen Grenze ist noch lange nicht Schluß, denn der Ochsenweg führt auf der dänischen Seite bis Viborg weiter.
Ein ganz besonderes Erlebnis ist der über 1000 km lange *Elbradweg*, der an einem der schönsten Ströme Europas entlangführt.
Zwischen Heide, Rendsburg, Schleswig und Husum bietet der *Eider-Treene-Sorge-Weg* jedem Radler ein Naturerlebnis.
Für Museumsliebhaber bietet Schleswig-Holstein eine große Reihe von Angeboten und ich unterlasse es lieber, diese hier alle aufzulisten, da es meines Erachtens den Rahmen sprengen würde und ihr eh schon hier so viel zu lesen habt. Auf jeden Fall ist auch hier für jeden Geschmack etwas dabei.
Direkt an der Ostsee in Sierksdorf liegt der große Freizeitpark *Hansapark*....läßt sich also wunderbar mit einem Ostseeurlaub verbinden. Ich denke, fast jedem von euch ist dieser Park bekannt - wenn auch nur aus den Medien - und ich möchte deswegen auch nicht näher auf diesen Vergnüngungspark eingehen, zudem er auch einen Extra-Bericht bei Ciao wert wäre...
Das Sealife-Center in Timmendorf direkt an der Ostsee ist für jeden Unterwasserwelt-Liebhaber ein Muß und wirklich witzig und interessant gestaltet. Alleine schon, dass man die Möglichkeit hat, Rochen streicheln zu können ist hier ein Besuch wert. Meine Kinder jedenfalls fanden es gigantisch.

Ja und dann haben wir da noch Lübeck, das 1143 gegründe wurdet und heute 217.000 Einwohner hat. Die Stadt wird jährlich von unzähligen Touristen besucht, die sich an dem historischen Stadtbild mit den über 1000 denkmalgeschützten Gebäuden erfreuen. An eurer Stelle würde ich auch Lübeck bei einem Besuch in Schleswig-Holstein nicht auslassen, alleine schon um das Wahrzeichen von Lübeck einmal zu besichtigen - das Holstentor, welches das berühmteste deutsche Stadttor ist. Durch das 1464/78 erbaute Tor gelangten die Menschen früher von Süden her in die Stadt und ist heute ein Museum, worin viele Ausstellungsstücke an das mittelalterliche Lübeck erinnern und auch eine Folterkammer zu begutachten ist *grusel*. Ne, aber mal im Ernst - ist wirklich klasse, dieses Tor besichtigt zu haben.
Das Lübecker Rathaus ist eines der schönsten und ältesten in Deutschland und liegt im Zentrum der Innenstadt. Lübeck ist heute eine moderne Industie-, Handels- und Hafenstadt. Von hier und vom Stadtteil Travemünde aus verkehren Großfähren in viele Ostseeländer.
Die meisten von euch bringen Lübeck sicherlich mit den bekannten Marzipan in Verbindung, welches eine sehr lange Tradition hat und ich kenne sehr wenige, die Marzipan nicht so mögen *verstehe ich zwar nicht, aber nun gut....*g*


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**AN DER NORDSEE**
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**Das Wattenmeer der Nordsee**
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Die Nordseeküste ist alleine schon wegen des Wattenmeeres eine Reise wert. Ohne die Gezeiten (Ebbe und Flut) gäbe es kein Wattenmeer. Sie entstehen durch das Zusammenspiel von Erde und Mond. Beide drehen sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt, der noch im Inneren der Erde liegt, aber nicht mit dem Drehpunkt der Erde zusammenfällt. In den Weltmeeren gibt es dadurch seit ihrem Bestehen zwei Flutberge: auf der mondzugewandten Seite der Erde entsteht er durch die Anziehungskraft des Mondes, auf der mondabgewandten Seite durch die Fliehkraft des sich drehenden Erde-Mond-Systems. Beide Flutberge sind etwa einen halben Meter hoch.
Der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser beträgt dann 3,30 m. Dies nennt man Springtide.
Die Flut spült zweimal täglich Rohstoffe und Nahrung ins Watt, die den hier lebendenden Tieren als Nahrungsquelle dient. Diese Tiere müssen den Wechsel von Ebbe und Flut sowie den plötzlichen Temperaturwechsel und den schwankenden Salzgehalt ertragen können. Somit sind es eigentlich nicht so sehr viele Tierarten, die man hier findet, wie Muscheln, Bäumchenröhrenwürmer, Wattwürmer, Krebse und Schnecken, aber dafür besiedeln einige Arten davon das Watt massenhaft. Trotz mancher Eingriffe des Menschen ist das Wattenmeer eine Landschaft, die sich weitgehend ungestört entwickelt. Um dieses für die Zukunft zu sichern, wurde das Wattenmeer zum Nationalpark erklärt. Aber nur in der Schutzzone 1 hat der Schutz der Natur absoluten Vorrang. Hier herrscht Betretungsverbot. Außerhalb dieser Zone darf der Nationalpark betreten werden. Natürlich müssen sich die Besucher immer vorsichtig verhalten, dass sie der Natur nicht schaden. Ich kann euch aber nur empfehlen, keine Wattwanderung alleine zu unternehmen, sondern sich hier den sicheren und zugleich informativen Führungen anzuschließen. Nur so könnt ihr euch auch sicher sein, das Land wieder lebendig zu erreichen. So mancher *Alleinwanderer* hat sich schon verschätzt und durch das schnelle Einsetzen der Flut sein Leben lassen müssen, weil er sich zu weit hinausgewagt hatte und einfach nicht mehr gegen das Wasser ankam. So kann man sich auch erklären, dass die Nordsee *Mordsee* genannt wird. Also bitte: Vorsicht!!

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**Ausflüge in die Nordsee**
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Ausflugsschiffe und Fähren, die im Wattenmeer verkehren, müssen die Flut abwarten oder bei Ebbe die großen Priele nutzen. Ein beliebtes Ziel ist der Besuch einer Hallig. Die Halligen sind Reste alten Kulturlandes, das vor den Strumfluten von 1362 und 1634 den Raum des Wattenmeeres einnahm. Sie sind durch Ablagerungen nach Überflutungen zum Teil erst wieder aus dem Meer herausgewachsen.
Am Hooger Steg legt sommertags eine weiße Flotte von Ausflugsschiffen an. Das Bettenangebot auf Hallig Hooge begrenzt die Zahl der Urlaubsgäste. Aber die Tagesausflügler kommen in Massen. Hooge ist die einzige Hallig mit einem flachen Sommerdeich. Bei schweren Winterstürmen wird er jedoch überspült - dann heißt es: Landunter auf der Hallig. Es scheint so, als ob die Häuser auf den Schutzhügeln, den Warften, wie Schiffe im Meer schwimmen. Zehn Warften gibt es insgesamt und die größte ist hier die Hanswarft. Auf ihr liegt das Haus des Kapitäns Bandix mit dem Königspesel. Der Pesel ist die gute Wohnstube in den Häusern. Im Königspesel übernachtete einst der dänische König, als er zu Besuch auf der Hallig war.

Täglich zur Mittagszeit füllt eine Flotte großer Ausflugsschiffe die Helgoländer Reede. Die Schiffe ankern vor der Insel. Die Gäste werden mit den sogenannten Börte-Booten vom Insulaner zur Landungsbrücke gebracht. Helgoland ist Deutschlands einzige Felsinsel und besteht aus rotem Buntsandstein, der sich an der Westküste steil aus dem Meer erhebt. Eigentlich gehört zu Helgoland eine zweite Insel. Der Hauptinsel vorgelagert liegt die *Düne* genannte Badeinsel.
Die meisten Tagesgäste verbringen den drei- bis vierstündigen Aufenthalt auf der Hauptinsel. Zuerst umrunden sie die Insel auf dem 2,8 km langen Klippenweg. Auf dem Lummenfelsen nisten die pinguinähnlichen Vögel. Die 56 m hohe *Lange Anna* ist der letzte freistehende Felspfeiler der Insel und wird von einer Betonmauer geschützt. Aber nicht nur Urlaubsgäste schätzen Helgoland als Ziel. Im Frühjahr und Herbst fallen auf der Insel Tausende von Zugvögeln ein. Sie nutzen die Hochseeinsel als Rastplatz.
Am Ende eines Tagesausfluges kaufen die meisten Gäste noch ein, denn auf Helgoland herrscht Zollfreiheit, was bedeutet, dass Schokolade, Butter, Spirituosen und Zigaretten hier billiger zu erwerben sind. Nach Helgoland verkehren Schiffe von den Ostfriesischen Inseln, Cuxhaven, Bremerhaven, Hamburg, Büsum, vom Eiderdamm, von Dagebüll, Wyk und Hörnum.

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**Fremdenverkehr an der Nordsee**
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Große Seebäder entlang der Nordseeküste bieten für Urlauber und Erholungsuchende ganzjährig reichlich Abwechslung. Büsum ist für Jung und Alt ein beliebtes See- und Heilbad. Im Hafen landen Fischkutter täglich ihren Fang an. Hier starten auch Ausflugsdampfer nach Helgoland, zu Halligrundfahrten oder zu den Seehundbänken.
Der Grünstrand entlang des Deiches mit den unzähligen Strandkörben wird besonders von älteren Menschen geschätzt. Familien mit Kindern zieht es dagegen eher auf den künstlich angelegten Strand in der Perlebucht. Sieltore halten das ablaufende Wasser zwischen Grün- und Sandstrand auch bei Ebbe zurück.
Das seichte Becken ermöglicht ungefährliches Baden, Tretbootfahren und Surfen für Anfänger. Das Meerwasser-Wellenbad ist ständig geöffnet. Büsum bietet als Heilbad auch verschiedene Möglichkeiten für Kuren an.
Unvergessen wird der Urlaub, wenn man mit dem Krabbenkutter auf die Nordsee hinausfahren darf.

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**Schlußwort**
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Sicherlich könnte ich hier noch viele Seiten über mein Land Schleswig-Holstein verfassen, doch ich möchte euch nicht schon so vieles vorab verraten, was ihr selber noch bei einem eventuellen Urlaub hier erkunden könnt, zudem ja auch noch jeder von euch verschiedene Interessensgebiete hat. Ich hoffe zumindest, dass ich euch Schleswig-Holstein so ein wenig näher bringen konnte und euch vielleicht ja dazu animiert habe, einen eurer nächsten Urlaube hier zu verbringen...

Ich bedanke mich recht herzlich, dass ihr beim Lesen meines Berichtes tapfer durchgehalten habt.... für eure Bewertungen sowie für eure Kommentare.

Euer *Engelchen*

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